KILCHOMAN "Spring Release 2011"; OA (4 yrs.) 46,o Vol.-% Fresh Bourbon & Oloroso Sherry Casks (Best in Class IWSC)

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    • KILCHOMAN "Spring Release 2011"; OA (4 yrs.) 46,o Vol.-% Fresh Bourbon & Oloroso Sherry Casks (Best in Class IWSC)

      Dieser 4jährige Kilchoman "Spring Release 2o11" wurde mit 46,o Vol.-% von Fresh Bourbon Casks (7o %iger Anteil) und Sherry Casks abgefüllt. (Vorsichtshalber gebe ich die folgenden Angaben nach Fehlinterprätationen beim "100 % Islay" ohne Gewähr ab. - Anthony Wills sagte, daß der Malt eigentlich (!) komplett in Bourbon Casks gereift wäre. Der 3o %ige Sherry Casks-Anteil hätte lediglich ein 5wöchiges Finish in Oloroso Sherry Casks erhalten, in denen zuvor 25 Jahre alter Sherry gelegen hätte.) Ich konnte diese Abfüllung während der "German Tasting Tour 2o11" im Gasthaus "Zum Schad" in Halle/Saale verkosten.

      Nase: Die Nase des Malt beginnt etwas mineralisch und zart zitrus-fruchtig (Lemon, Grapefruit, Ananas). Im Laufe der Zeit wandelt sich diese Fruchtigkeit hin zu (auch) dunkleren und dumpferen Noten (Pflaume). Das Unangenehme des New Make ist hier nun weg. Aber Rauch und Torf sind wiederum im Duft präsent - allerdings zurückhaltend. Dafür kitzelt hier weißer Pfeffer die Nase. Das Aroma wird deutlich vom Destillerie-Charakter (Islay!) bestimmt, der hier gegenüber dem Fass-Einfluß klar die Oberhand behält. "Blind" hätte ich hier gar keinen Sherryfaß-Einfluß wahrgenommen. Aber ich hätte "blind" hier auch nicht auf einen (nur) 4jährigen Malt getippt...

      Der Geschmack ist kurz gesagt runder, intensiver und reichhaltiger als der der "Winter Release 2o1o". Er beginnt süß zitrus-tönig (wie die Nase verspricht) und bekommt dann weitere fruchtige Unterstützung von exotischen Früchten (Mango, Aprikose?) und von roten Johannisbeeren (?). Das wird dann mit dem angenehmen Rauch und dem Torf sehr schön ergänzt. Leider ist auch hier wieder der Alkohol ziemlich heftig zu spüren. Und macht sich als mundfüllendes Brennen deutlich bemerkbar. Das klingt allerdings sehr schnell ab.

      Abgang: Das nachlassende der brennenden Schärfe klingt hier noch sehr schön nach. Allerdings nicht allzu lang. Gedämpfter Rauch und saftiger Torf liegen letztendlich sehr harmonisch auf der Zunge.

      Diese Abfüllung zeigt sehr schön, wohin es mit Kilchoman in den nächsten Jahren noch gehen könnte... Wofür hier allerdings Sherry-Fässer zum Einsatz kamen, bleibt mir schleierhaft. Davon ist in diesem Bottling nichts zu finden. Allerdings findet man auch keine typischen Fresh Bourbon-Noten... Die Eigenschaften, die der Malt aus der Destillation mitbringt, sind hier einfach stärker und präsenter. Bei längeren Lagerzeiten werden Torf und Rauch mit Sicherheit gedämpfter daherkommen. Und dann werden sich die Faß-Eigenschaften auch deutlicher niederschlagen. Schön jedoch ist er schon jetzt...