KILCHOMAN "Inaugural" (100 % Islay) 3 yrs. (First Fill Fresh Bourbon Barrels) 5o,o Vol.-%

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    • KILCHOMAN "Inaugural" (100 % Islay) 3 yrs. (First Fill Fresh Bourbon Barrels) 5o,o Vol.-%

      Nun hatte ich auch endlich die Gelegenheit, diesen 3jährigen Malt zu probieren...
      Vielleicht noch ein paar "Hintergrund-Daten" dazu, die Anthony Wills bei der "German Tasting Tour 2o11"-Termin in Halle/Saale verriet: für diese Abfüllung verwendete Kilchoman ausschließlich First Fill Fresh Bourbon Casks (Barrels?) von der Buffalo Trace Distillery. Und: das Malz für den Brand ist zu 5o % eigenes Malz der Kilchoman Distillery (mit 1o bis 2o ppm) und zur anderen Hälfte kommt es aus den Port Ellen Maltings (Ardbeg-Spezifikation mit 5o ppm). Das kursiv gekennzeichnete ist sehr kontrovers diskutiert - laut Dietmar von Alba Import kommt das Malz komplett von Kilchoman...

      Nase: Der Duft dieser Abfüllung ist stark fruchtig (zunächst deutliche Birnen- bzw. Williams Christ-Noten, später dann reife Mango und grüne Karambola) und ester-lastig. Den von den anderen beschriebenen New-Make-Charakter fand ich zwar auch - jedoch stellte er sich bei mir erst nach einiger Zeit und quasi als "2. Eindruck" ein... Zuvor zeigt sich die Nase eher zurückhaltend und verschlossen. Jedoch mit einer schönen Frucht-Süße. Der hohe Alkoholgehalt ist deutlich spürbar. Sprittig würde ich ihn aber nicht nennen... Torf konnte ich hier nicht finden (jedenfalls nicht im direkten Vergleich zu seinen zuvor gereichten "Brüdern"). Aber sehr zarten Rauch. Dazu kommt noch (erstaunlich, wenn man die Faßart kennt!) altes, muffiges Holz. Und wiederum: jede Menge schwarzer Pfeffer...

      Geschmack: Der Malt startet wieder mit einem pfeffrigen und alkoholischen Beginn. Hier schmeckt man den Torf. Jawoll! Und zwar wesentlich stärker, als die Nase erwarten ließ... Dazu treten auch hier starke holzige Noten, die evtl. mit einer leicht mandeligen oder nussigen Note einhergehen... Frucht oder fruchtige Noten finden sich hier überhaupt nicht mehr... Mit zunehmender Dauer wird hier der Mundraum immer trockener.
      Nach (!!!) dem ersten großen Schluck entdeckt man plötzlich in der Nase doch noch Vanille... Aber nur (!) dann.

      Insgesamt gesehen hinterließ mich der als zukünftiger "Flaggschiff-Malt" von Kilchoman gedachte Dram nicht befriedigt... Mit etwas Wasser kommen hier die New-Make-Noten noch einmal (und wieder) stärker hervor. Und den Geschmack macht dies auch weicher... Aber ansonsten? Dem Malt fehlt es an Tiefe und Reife. Aber wen wundert das? - Nach 3 Jahren...
    • Tja Schade irgendwie, denn letztes Jahr war der 100% Islay Barley unser Favourit bei der German Tasting Tour und wir waren natürlich auch richtig gespannt wie er nun dieses Jahr rüberkommt.

      Ansonsten ist Kilchoman ja auf einem sehr vielversprechenden Weg :klatschen:
      Slainte René

      It´s only Islay Whisky but I like it :beerchug:
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    • Nase: Jung, fruchtig, künstliche Süße, Gummibärchen, New Make, Zitronengelee, sehr kräftig, aber nur dezent rauchig. Ein kleiner wenig Kuhstall im Hintergrund.
      Mund: da ist er der Torf, aber zuerst Limoncello und billiger Apfelnektar, etwas Zimt und etwas Asche
      Abgang: torfig, rauchig, etwas Asche, Menthol, ein deutliche Süße klebt am Gaumen.
      Fazit: interessant. Der Whisky hat die richtige Stärke und bringt einige junge Aromen mit, die aber nicht so ganz überzeugen können.