We are on the comet...

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    • We are on the comet...

      ... but we don't know where...

      So lässt sich die aktuelle Situation beschreiben.
      Eine sehr schöne Zusammenfassung, inkl. der neuesten Bilder und Erklärungen findet sich bei Florian Freistetter, dessen Blog prinzipiell lesenswert ist...

      Philae liegt irgendwo teilweise im Schatten und ein Bein des Landers hängt in der "Luft", so dass man sehr vorsichtig sein muss. Der Einsatz des Bohrers für Bodenproben ist momentan nicht möglich, weil das Risiko viel zu groß ist, dass durch die mechanische Aktivität der Lander wieder vom Kometen abhebt oder seine Lage so verändert, dass der Kontakt abbrechen könnte. Deshalb arbeitet man z.Zt. an den Experimenten, die keine mechanische Aktivität benötigen. Man macht Bilder, man misst das Magnetfeld und andere Dinge...
      Andererseits ist durch die Lage im Schatten die Energieversorgung nicht richtig gewährleistet, so dass man momentan nicht sagen kann, wie lang der Lander durchhält...
      Ziemlich schwierig im Moment. Trotzdem ist die Landung ein Riesenerfolg. Man empfängt Daten, man analysiert und man hofft auch, dass man die Situation vielleicht verbessern kann, aber die Zeit läuft gegen die Hoffnung... :S
      Zukunftsmusik: Selbst wenn der Kontakt zu Philae abbrechen sollte, könnte es passieren, dass sich Philae wieder meldet. Wenn er nämlich durch eine Lageänderung des Kometen wieder Energie, sprich Sonnenlicht, bekommt, dann wacht er wieder auf und eventuell kann man dann noch weitere Untersuchungen machen.
      Slainte!
      Thomas
      "Balvenie is Viagra in a glass" - Robin Laing im Speyside Whisky Song
      "Some people believe football is a matter of life and death, I am very disappointed with that attitude. I can assure you it is much, much more important than that." Bill Shankly
    • 14:00 Uhr kommen neue Informationen.
      Heute war es bemerkenswert ruhig... 8|

      Mal schauen, ob es gelungen ist, die Position von Philae zu ermitteln, man wollte noch ein paar Fotos mit anderen Belichtungseinstellungen machen, und ob es 'ne Chance gibt, für mehr Sonnenlicht auf den Kollektoren zu sorgen. Wenn das nicht gelingt, ist die Mission von Philae leider wahrscheinlich am Samstag oder Sonntag mangels Energie zu Ende. :S

      Sollte es allerdings gelingen, den Lander aufzurichten und für Strom zu sorgen, wird das noch ganz spannend. :ok:
      Eine Frage interessiert mich besonders: Wird man trotz fehlender Verankerung das Risiko eingehen und den Bohrer ansetzen? Einzelne Wissenschaftler sagen, es wäre absolut notwendig und man solle das in jedem Fall machen...
      Vielleicht bohrt man ja sogar, um damit 'nen Versuch zu starten, die Position von Philae zu verbessern? :whistling:
      Slainte!
      Thomas
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    • Sir Dino schrieb:

      ... und ob es 'ne Chance gibt, für mehr Sonnenlicht auf den Kollektoren zu sorgen. Wenn das nicht gelingt, ist die Mission von Philae leider wahrscheinlich am Samstag oder Sonntag mangels Energie zu Ende. :S

      Mal ganz blöd gefragt, warum hat man nur für so wenig Energie gesorgt? Ich mein da fliegt man da 10 Jahre hin und kann nur 2-3 Tage was machen. Klar, Gewicht, Volumen etc. aber hätte man das nicht besser lösen können? ?(
      "Der Hund liegt hier wirklich sehr ungünstig."
      Loriot (1923-2011)


      Meine Fotos

      Prost Mahlzeit!
      Guido
    • Badze schrieb:

      Sir Dino schrieb:

      ... und ob es 'ne Chance gibt, für mehr Sonnenlicht auf den Kollektoren zu sorgen. Wenn das nicht gelingt, ist die Mission von Philae leider wahrscheinlich am Samstag oder Sonntag mangels Energie zu Ende. :S

      Mal ganz blöd gefragt, warum hat man nur für so wenig Energie gesorgt? Ich mein da fliegt man da 10 Jahre hin und kann nur 2-3 Tage was machen. Klar, Gewicht, Volumen etc. aber hätte man das nicht besser lösen können? ?(

      Die Mission von Philae, also des Landers, ist ja eigentlich nur das Sahnehäubchen. Die Hauptmission ist Rosetta, die ja weiter um den Kometen fliegt und Untersuchungen anstellt. Als die Mission 2004 startete, wusste man praktisch nichts über den Kometen. Man wusste nicht, wie groß der ist, welche Form er hat, wie die Oberfläche beschaffen ist, wie der rotiert usw. 8|
      Letztlich ein enormer Glückstreffer, dass 67P/Tschurjumow-Gerassimenko nur um eine Achse starr rotiert! Genauso gut hätte das Dingens um 3 Achsen taumeln können, was eine solche Punktlandung, wie wir sie erlebten, fast unmöglich gemacht hätte. Bei Philae war von Anfang an klar, dass das nur eine zeitlich begrenzte Mission werden würde. Man wusste ja nicht mal, ob man wirklich auf dem Kometen würde landen können. Die Chance dafür, das haben die Wissenschaftler selbst gesagt, lag bei 50%.
      Demnach war eine einfache Entscheidung zu treffen: Konzentration auf die Hauptmission, also Rosetta, die kostet auch den Großteil des Geldes. Und weil eben noch ein wenig Platz ist, packen wir Philae als Rucksack auf Rosetta drauf und werfen den Rucksack mit Batterie runter und schauen mal. Klappt das Abwerfen, ist es ein Riesenerfolg. Wenn nicht, dann hat man nicht zumindest an der Stelle nicht zu viel Geld verbrannt...

      Ähnliche Geschichte vor einigen Jahren bei Saturn: Cassini flog zum Saturn. Das war die Hauptmission. Huygens war die Zweitmission, der Lander auf Titan. Auch hier musste man Masse sparen und hat die Energieversorgung sogar noch knapper ausgelegt. Huygens überstand "nur" den Abstieg und etwa eine Stunde auf der Oberfläche...

      Noch ein Wort zu den Kosten: An der Rosetta-Mission arbeiten Wissenschaftler seit 1985! Da begannen die ersten Planungen... 8o
      1 Mrd. EUR ist natürlich eine Menge Geld, aber einfach mal mit unseren Rüstungsausgaben vergleichen oder sonstigen Unsinnsausgaben. Da relativiert sich das ganz schnell! Die Kosten verteilen sich über Jahrzehnte und Deutschland bezahlt das ja nicht alles allein. :rolleyes:
      Wenn man das alles mal berücksichtigt, dann "bezahlt" jeder Bürger der EU im Jahr etwa so viel wie für einen Kinobesuch... Quelle hier!
      Und ganz ehrlich: In meinen Augen ist das gut angelegtes Geld! :ok: :top:
      Slainte!
      Thomas
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sir Dino ()

    • Und ich kriege gerade die Information, dass man den Bohrer aktiviert hat...
      Man nimmt jetzt also Bodenproben! :thumbup:

      Was große Sorgen macht, ist die Energieversorgung... :S
      Und leider verstehe ich Matt Taylor im Video nicht... Irgendwas ist schiefgelaufen, aber was?

      Jetzt habe ich es verstanden... Es geht um sein Hemd... Matt entschuldigt sich für das Hemd, welches er gestern trug...

      Okay, das ist vielleicht nicht 100% die Linie der ESA, aber ist das denn wirklich so schlimm? Hat man nix Wichtigeres zu tun, als die Bekleidung eines der Topwissenschaftler des Projektes zu kritisieren?
      Slainte!
      Thomas
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Sir Dino ()

    • Badze schrieb:

      Nu ja Geschmack ist Bandbreite. :rofl:

      Sicher ist so ein Hemd nicht jedermanns Geschmack, aber darf ich bei mir im Planetarium jetzt noch das Sternbild Jungfrau zeigen? 'ne nackte Frau? ?(
      Wenn der Typ sich irgendwie rechtsradikal geäußert oder wirklich sexistische Sprüche gemacht hätte, okay, dann sollte auch ein entsprechender Shitstorm über ihn hereinbrechen. Aber der Mann trug ein Hemd mit Abbildungen im Stil der 50er Jahre, Pinup-Girls... Manche Leute sehen das als Kunst an!
      Aber den Mann als sexistisches A*schloch zu bezeichnen, wie das in der britischen und amerikanischen Presse geschehen ist, geht IMHO zu weit! Ja, das ist nicht der Kleiderstil der ESA, aber ohne den Mann wäre die Mission nicht da, wo sie jetzt ist...

      Zurück zur Mission, die DLR hat gerade 'nen Statusbericht in Deutsch veröffentlicht. Wahrscheinlich ist schon heute Abend der Strom alle... :nein:
      Slainte!
      Thomas
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