geplante Obsoleszenz

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    • geplante Obsoleszenz

      Da ich es eben im "ich freue mich"-Thread schon angesprochen / vorgeschlagen hatte, fange ich doch gleich selber damit an: habt Ihr Erfahrungen mit der oft kolportierten, sog. "geplanten Obsoleszenz", dass also Elektrogeräte / Elektronikartikel nach relativ kurzer Zeit unerklärlicherweise den Geist aufgeben und natürlich nicht zu reparieren sind (bzw. nicht für vertretbare Kosten) :?: Ich muss gestehen, dass ich von dererlei bisher eigentlich ziemlich verschont geblieben bin, bei mir hat das meiste doch relativ lange gehalten (mein Handy ist z.B. schon 8 Jahre alt und tut´s immer noch, ist ja auch kein Smartphone, sondern ein Nokia vom alten Schlag :D) Und der vor kurzem an anderer Stelle hier beklagte Sat-Receiver war gar nicht kaputt, das Problem lag / liegt vermutlich in einem defekten Verteiler der Hausanlage, das stellt sich die nächsten Tage heraus)
      Aber man hört und liest ja so einiges darüber, deshalb würde mich interessieren, ob Ihr damit einschlägige Erfahrungen habt.
      Wenn das Leben Dir Zitronen schenkt - frag' nach Salz und Tequila!

      Gruß Andreas ;)
    • Waschmaschine , direkt am ersten Tag nach dem Urlaub. Tot. Unerklärlich. Bis zu dem Zeitpunkt lief sie ohne Muks, einfach normal. Dann tot. Komplette Elektronik durchgeknallt. Zum Glück in der Garantie ! Erkennbarer Grund ? Nein. Der Techniker schüttelte nur den Kopf und sagte " sowatt gibbet halt...."
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    • Ich weiss aus ner "Quelle",das zB bei Fernsehern Kondensatoren so verbaut werden,das diese nach kurzer Zeit schlapp machen.Der Kunde denkt erst mal der Fernseher ist total im Eimer.Weil sich nichts mehr tut.Ist dann auch nicht so günstig wenn man diese Kondensatoren austauscht.
      Dann wird den Kunden oft ein neues Gerät nahegelegt.
      Meine erste Liebe?....................Die Musik!

      VG
      Richie
    • Im Nachbarort gab es bis vor kurzem den "TiVi-Doc", ein Radio- und Fernsehtechniker vom alten Schlag.
      Der hat alles repariert, auch Fernseher und LCD oder HiFi-Komponenten, Toaster, Haartrockner, egal ob von Aldi, Lidl und Co oder Markengeräte. Jetzt hat er altersbedingt den Laden dicht gemacht, es gibt leider, leider, keinen Nachfolger.
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    • Hatte ja im Nachbarthred schon über meinen LCD-TV geschrieben - nagut war von 2008 - das sind rund 7 Jahre - konnte aber durch Tauschen von ein paar Elkos (Wert 5€) das Gerät wiederbeleben ...
      habe für wenige Cent pro Stück auch bessere Qualität bekommen - längere Lebensdauer (anstatt 2000h -> 5000-10000h und höhere Voltangabe)
      Die Röhre von 1993 läuft allerdings immer noch ...

      Viele Verbraucher sind oft auch froh, endlich was neues kaufen zu können, wenn das alte kaputt ist ... sie wollen ja nichts wegschmeißen, das noch läuft.

      Man sollte die Gewährleistung einfach auf 5 Jahre erhöhen ... dann müssen etwas bessere Bauteile verbaut werden.

      Mit der bewußten Obsoleszenz habe ich noch einen schönen Fall: fest eingebaute Akkus - in der Zahnbürste/Rasierer/Laptop etc. ... Akku kaputt -> Gerät "muß" auf den Müll ...
      es werden auch extra geringe Kapazitäten eingebaut damit die Zahnbürste nicht Monate ohne Ladung auskommt, sondern dauernd auf der Ladestation steht ...
    • XLarge schrieb:

      Man sollte die Gewährleistung einfach auf 5 Jahre erhöhen ... dann müssen etwas bessere Bauteile verbaut werden


      Das nützt uns Verbrauchern aber nur dann, wenn auch die Nachweispflicht, beim Hersteller liegt. Sonst hat man nach wie vor schlechte Karten.

      Und genau: diese Unsitte fest verbauter Akkus ist auch die reine Pest, vor allem dann, wenn das Gerät auch noch so konstruiert ist, dass man nicht zerstörungsfrei ´drankommt :thumbdown:
      Ich habe hier noch einen alten MP3-Festplattenplayer (ja, sowas gab´s mal) von Arcos, der aufgrund eher mässiger Verwendung noch tadellos funktioniert. Der hat auch einen fest verbauten Akku,
      aber man kommt im Fall des Falles ´dran und kann ihn auslöten und einen neuen einbauen. (ich habe sogar einen auf Lager, da ich dachte, der alte wäre am Ende, aber er tut´s doch immer noch)
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      Gruß Andreas ;)
    • Wohl Euch, die Ihr elektro- und löttechnisch auf der Höhe seit :top:

      Für mich sind das alles nur böhmische Dörfer, Begriffe sagen mir zwar was, aber ob ich sie innenseitig des Geräte erkennen würde zihe ich in Zweifel :wacko:

      Wäre es nicht an der Zeit wenn man die 2000h Elkos jener Zentale des Hersteller "umdieOhrensenden" würde, nur mal so :D
      1900
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    • Hab noch aktuell eine andere Unsitte: Plastik, das verchromt ist - ist im Bad der Halter für den Handtuchhalter (der selber aus Metall ist) abgebrochen - hatte das gleiche schonmal beim Duschkopfhalter.
      Warum nimmt man da nicht einfach haltbares Metall? Ist zum Glück vor dem Kauf eingeblistert - da sieht man es u.U. nicht ob richtiges Metall oder nur verchromtes Plastik benutzt wurde ...

      Man sollte bei der Gewährleistung auch unterscheiden, was für ein Produkt es ist - bei Schuhen sind 5 Jahre vielleicht etwas lang - oder bei Einmalgrills :rolleyes:
      Aber Elektrogroßgeräe sollten auch 10 Jahre möglich sein - man kann ja die Dauer von 18 Monaten belassen, bei der die Beweislast umgekehrt wird. :top:
    • XLarge schrieb:

      man kann ja die Dauer von 18 Monaten belassen, bei der die Beweislast umgekehrt wird.


      Das ändert aber nichts an dem Problem, dass es Otto Normalverbraucher quasi unmöglich sein dürfte, dem Hersteller nach Ablauf der besagten 18 Monate nachzuweisen, dass ein eventueller Fehler bereits beim Verkauf des Produktes bestand. Für alle, denen dieser Sachverhalt nicht bekannt ist: Nichts anderes besagt nämlich die Gewährleistung: der Hersteller gewährleistet, dass das Produkt zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden einwandfrei ist. Gewährleistung und Garantie sind zwei Paar Stiefel: Garantie ist immer eine freiwillige Verpflichtung des Herstellers.
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      Gruß Andreas ;)
    • XLarge schrieb:

      Ist zum Glück vor dem Kauf eingeblistert - da sieht man es u.U. nicht ob richtiges Metall oder nur verchromtes Plastik benutzt wurde ...


      Ein Tipp: wenn´s auffällig glänzt, ist es meistens verchromtes Plastik :evil: Echte Metallbeschläge sind heutzutage meistens aus Edelstahl, wirkt wertiger und ist eigentlich leicht zu erkennen. Das verchromte Plastikglump hat irgendwo meistens auch erkennbare Formtrennnähte. (die stammen von den Spritzgussformen)
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      Gruß Andreas ;)
    • Doradndandler schrieb:





      Zitat von »XLarge«



      man kann ja die Dauer von 18 Monaten belassen, bei der die Beweislast umgekehrt wird.


      Das ändert aber nichts an dem Problem, dass es Otto Normalverbraucher quasi unmöglich sein dürfte, dem Hersteller nach Ablauf der besagten 18 Monate nachzuweisen, dass ein eventueller Fehler bereits beim Verkauf des Produktes bestand. Für alle, denen dieser Sachverhalt nicht bekannt ist: Nichts anderes besagt nämlich die Gewährleistung: der Hersteller gewährleistet, dass das Produkt zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden einwandfrei ist. Gewährleistung und Garantie sind zwei Paar Stiefel: Garantie ist immer eine freiwillige Verpflichtung des Herstellers.


      Wenn man die Gesamtzeit von 2 auf 10 Jahre verlängert würde allerdings die Zeit ohne Beweislastumkehr von 6 Monaten (stand heute) auf 8 Jahre 6 Monate verlängert also quasi Faktor 17 ;)
    • wenn man so nachdenkt, gibt es glaube kaum ein Objekt bei uns im Haushalt, das verschont wird von "geplanter Obsoleszenz" - ausser es sind alte Objekte aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, die dafür gebaut wurden, um zu funktionieren.

      Michael Braungart hat diesbezüglich mal ein tolles Konzept vorgestellt, das die Grundidee vertrat, das der Konsument die Güter bei den Herstellern leiht oder least. Man übernimmt beispielsweise für 10 Jahre ne Waschmaschine von Bosch und gibt diese dann zurück. Der Hersteller ist dann quasi in der Pflicht, dafür Sorge zu tragen, das dieses Gerät in der Laufzeit auch funktioniert und somit auch angehalten, diese dann auch ensprechend zu bauen.
      Das größte Problem wird aber sein, in den Köpfen der Menschen den "besitzen-wollen-Reflex" zu überwinden. Das die Menschen sich damit abfinden, nicht alles zu besitzen was sie wollen.