Mein Weg durch den Whisky

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    • Mein Weg durch den Whisky

      Ich versuche mal als Anfänger /Wiedereinsteiger meinen Weg durch den Whiskydschungel zu skizzieren.
      Vielleicht einfach nur langweilig, vielleicht auch ein Aufhänger für spannende Diskussionen.

      Also, wie es (wieder) anfing:
      Letztes Jahr im Dezember eröffnete mir mein Optiker, dass es bei bestehnder Kurzsichtigkeit nun Zeit für eine Gleitsichtbrille sei. Die Altersweitsichtigkeit hatte mich eingeholt ;( .
      Ich weiß nicht ob es der Schock war, oder die bloße Erkenntnis, jetzt entgültig zum Club der alten Säcke zu gehören. Aber ich beschloß spontan mir eine Flasche Whisky zu gönnen. Dem wohnt ja oft noch der Ruf des Altherrengetränks in.
      Ich Ahnungsloser stiefelte in den nächsten Supermarkt und erstand eine Flasche Royal Lochnagar 12y .
      Nun, wer den kennt, weiß wieviel Glück ich mit diesem Zufallstreffer hatte. Für das bißchen Geld ein wirklich guter Tropfen.
      Ich schenkte mir also ein Glas ein, roch, probierte und fühlte mich wieder jung :top: :sch: .
      Und noch immer staune ich mit jeder neuen Flasche, welche unglaubliche Aromen im Single Malt auf immer gleiche Weise erzeugt werden.

      Und so begann nun die Reise und wird fortgesetzt... :ok:
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      Bauhaus
    • Mir war schnell klar, dass ein Whisky im Barfach zu wenig war.
      Aber letztendlich war ich zu dem Zeitpunkt ein Unwissender.
      Im Netz war dann zu lesen, dass mein Lochnagar offenbar ein Glücksgriff war. Zufällig hatte ich da etwas mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis erwischt. :klatschen:
      Aber Nachschub musste her. Zu meinem Entsetzen sah ich bestätigt, was ich ahnte: Die Whisky Branche ist fest in der Hand weniger Großkonzerne. :nein:
      Da viel mein Blick, romantisch verklärt auf Glenfarclas. Eins der letzten Familienunternehmen :ok: (Ok, strenggenommen ist Glenfiddich auch noch ein Familienkonzern).
      Nummer zwei wurde also ein Glenfarclas 10y.
      Auch ein recht milder angenehm zu genießender Whisky.
      Ich las mehr und mehr über dies göttliche Getränk und seine Vielfältigkeit. Und wurde neugieriger.
      Aus der Ferne winkte Islay mit seinen rauchigen Whiskys. Aber noch hielt mich Neuling etwas Respekt und Furcht davor ab, mich in die Torfecke zu trauen.
      Brennender war für mich die Frage nach dem richtigen Glas. Ich habe einige gekauft, einige wieder verschenkt und meine Lieblingsgläser gefunden. Vorerst...

      In Form eines Ardbeg Ten trat dann wenig später doch etwas Rauch in mein Leben.
      Warum ich den nicht mag, mir aber die "Stinker" mittlerweile gut gefallen, dazu später mehr.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von willard ()

    • Der Rauch und ich...

      Zunächst war ich in der Ecke der weichen und vollmundigen Whiskys gelandet.
      Aber echte Kerle brauchen was Rauchiges.
      Also bestellte ich mir vorsichtig ein Probefläschchen des erwähnten Ardbeg.
      Und ich fand' ihn ganz furchtbar. Der Rauch schmeckte wie eine Mischung aus Aschenbecher un Räucherspeck.

      Tja, dachte ich, nix harter Kerl, Whiskys für mich nur ohne Rauch. :(

      Aber dann, beeinflusst durch gefühlte hundert Empfehlungen traf ich auf den Highland Park 12y. Naja, nur leicht rauchig, der geht schon. Jaja, er kam und ging leider viel zu schnell wieder. Der war so lecker ,dass die Flasche schnell leer war. Mir gefiel der Highland Park Rauchgeschmack sehr gut. Es war schön mal einen nicht nur milden Whisky im Glas zu haben.
      Plötzlich war Rauch doch wieder eine Option.
      Bei einem Tasting habe ich mich dann ganz neugierig an einen Kilchoman rangemacht, Sonderabfüllung mit 60%. Das Wort Abfüllung bekommt bei der Trinkstärke eine beondere Bedeutung... :lala:
      Jaja, es war das letzte Dram des Abends und der stieg mir gut zu Kopf. Als klassischer Islay ist nun auch der Kilchoman gut geräuchert. Und den fand ich ausgesprochen lecker. Das war nicht Zigerettenkippe und Räucherspeck, das war Lagerfeuer. Noch Stunden später hatte ich das Raucharoma im Mund.
      Also, doch ein echter Kerl, und somit reif für den Talisker 10. Auch der gefiel mir schon beim ersten Schluck besonders gut.

      Und gestern Abend wurde gerade frisch ein Laphroaig Quarter Cask entkorkt.

      Nun, Whisky muss nicht rauchig sein, er darf. Entscheidend ist immer das geschmackliche Gesamtpaket.
      Ich bin froh, mich mittlerweile mit den Stinkern angefreundet zu haben. Eine Facette mehr im Whiskygenuss. :thumbup:
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    • Schön geschrieben. Ziemlich genauso war mein Einstieg in die Whisky-Welt...jedoch mit Glenlivet 12, Laphroaig 10...und dann kam der Highland Park 12... ;)
      Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.

      Arthur Schopenhauer
    • Erstmal Dank für die lobenden Worte!

      Ein Laphroaig war übrigens mein allererster Single Malt. Genossen in einem Pub in Edinborough vor über zwanzig Jahren. Und nach langer, langer Whisky Abstinenz bin ich nun wieder bei ihm gelandet.
      Den Ardbeg Ten mag ich immer noch nicht. Aber was soll's, Geschmäcker sind eben verschieden.
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    • Willkommen an Bord Willard
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • OdinNord schrieb:

      willard schrieb:

      Nummer zwei wurde also ein Glenfarclas 10y.

      :thumbsup:

      Für Glenfarclas Fans ist meine Heimat praktisch ideal. Ein paar Orte weiter gibt es einen Whisky Dealer mit besonderen Beziehungen zu der Brennerei. Im November gibt es zwei Tasting Events mit George Grant. Nur die "Eintrittspreise" von 75,- und 95€ schmerzen etwas...
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    • Portwein, Hubba Bubba und ich

      Zwischendurch und noch bevor ich zum "Rauchtrinker" wurde war ich schon auf der Suche nach besonderen Whiskys.
      Klar, gerade erst die ersten Gläser vernichtet und noch frisches schottisches Moos hinter den Ohren, aber schon die ausgeflippten Sachen testen wollen...
      Vielleicht nicht der beste Weg, aber im Rahmen meiner ersten Begeisterung durchaus ok.
      Es kam also ein Edradour Port, zwölf Jahre ausschließlich in Ex-Portweinfässern gereift, Batch No.2, limitierte Auflage.
      Das erste Glas aus der frisch augerissenen Flasche ließ mich schaudern :pinch: .
      Es roch nach fiesem Fruchtkaugummi, und ähnlichen unschönen Aromen. Der Geschmack war dann nicht ganz so schlimm, aber lecker war anders.
      Also mein gutes Geld für eine untrinkbare Plörre verschwendet? :evil:

      Nein, nein....
      Der alte Knabe brauchte nur ein wenig Luft, um zur eigentlichen Form aufzulaufen.
      Nach Anbruch entwickelte sich der Tropfen ganz wunderbar. Das "künstliche" verschwand. Was blieb waren Aromen nach Erdbeer, Kirsche, leichte Eichenbitterkeit und ein wenig Portwein.

      Die Flasche neigt sich leider dem Ende entgegen, hat sie sich doch vom Ekel zu einem meiner Lieblinge entwickelt..
      Dateien
      • edradour.JPG

        (63,67 kB, 35 mal heruntergeladen, zuletzt: )
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    • Der Rauch Teil 2, oder der Fluch der kleinen Flasche.

      Den Talisker hatte ich ja schon erwähnt. Gehörte zu meiner dritten Rauch- (nicht Rausch) Erfahrung.
      Vorsichtig, wie ich war, und skeptisch dem Rauch gegenüber, beging ich einen fatalen Fehler:
      Ich bestellte mir eine 0,2 Liter Flasche Talikser 10y.
      Und ich bereue zutiefst.
      Whisky wie Frauen kann man sich schön trinken. Nur bei Whisky bleibt die Liebe.
      Das Feuer war entfacht (und das lag nicht nur am "Chilli-Catch") und schon war die kleene Buddel leer...

      Also ich finde, einen Whisky muss man sich wirklich ertrinken. Da reicht ein 0,2 nicht. Die Freundschaft wächst mit jedem Schluck, oder es bleibt eine eher frostige Angelegenheit.
      Hin und wieder muss man dann etwas teuer Erkauftes mittleidlos vernichten. Aber manchmal braucht es auch die ganze Ladung, um den vollen Charakter zu erfassen.
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    • willard schrieb:

      Hin und wieder muss man dann etwas teuer Erkauftes mittleidlos vernichten. Aber manchmal brauch es auch die ganze Ladung, um den vollen Charakter zu erfassen.

      2 der besten Sätze die ich hier im Forum gelesen habe.

      :klatschen:
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      Neu eingetroffen....

      Motörhead 1975 & Speyburn 1897
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    • OdinNord schrieb:

      willard schrieb:

      Hin und wieder muss man dann etwas teuer Erkauftes mittleidlos vernichten. Aber manchmal brauch es auch die ganze Ladung, um den vollen Charakter zu erfassen.

      2 der besten Sätze die ich hier im Forum gelesen habe.

      :klatschen:

      Tja, so ist das unter Gleichgesinnten! :thumbsup:
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    • willard schrieb:

      OdinNord schrieb:

      willard schrieb:

      Hin und wieder muss man dann etwas teuer Erkauftes mittleidlos vernichten. Aber manchmal brauch es auch die ganze Ladung, um den vollen Charakter zu erfassen.

      2 der besten Sätze die ich hier im Forum gelesen habe.

      :klatschen:

      Tja, so ist das unter Gleichgesinnten! :thumbsup:

      Wahre Worte! Schöne Geschichte!

      Grüße aus Ffm
      Guter Whisky ist zum Trinken da :schottland:
    • E 150 und H2O

      Whisky ist ein Naturprodukt und doch tut man ihm hin und wieder in der Produktion unschöne Dinge an. Da gibt es einige kritische Themen, die ausgiebig diskutiert werden. Ich denke da nur mal an den Glaubenskrieg, der um das Kühlfiltern geführt wird.
      Für mich gibt es rund um das Lebenswasser zwei Dinge die mich regelmäßig ärgern, mich aber trotzdem nicht von einigen Whiskys abhalten.
      Nummer eins ist Zuckecouleur: Warum nur muss man ein Getränk, dass in aller Regel eine wundervolle Farbe durch die Fasslagerung erhält noch nachfärben. Ok, wenn ein drittklassiger SIngle Malt in ausgelutschten Fässern vor sich hin darbt, tut es dem Absatz sicher gut, die Brühe etwas zu bräunen. Aber warum zum Teufel werden selbst erstklassige Whiskys gefärbt, nur weil der Kunde angeblich seine typische "Markenfarbe" im Glas sehen will? Bitte verbannt diese braune Soße endlich aus dem Whisky.

      Nummer zwei: die berühmten 40%: Alkohol ist ein Geschmacksträger. Jeder Whiskygenießer weiß das. Aber warum nur werden auch hier zum Teil hochpreisige Whiskys auf 40% runter verwässert...
      Klar, Gewinnmaximierung, aber muss dieser Frevel am Getränk wirklich sein? Wir alle wissen, wieviel runder 46% schmecken können...

      Und so blicke ich hoffnungsvoll zu den Engeln über Schottland, die ihren Anteil genießend doch bitte Blitz und Donner über alle Färber und Wasserpanscher regnen lassen mögen!
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    • Ein Revival am Ende...

      Es gibt Legenden unter den Whiskys, Geheimtipps, Klassiker, Must Haves... :trinken:
      Anfänger der ich bin, lasse ich mich da auch gern mal locken.
      "Lagavulin 16y muss man haben..." etc. Ja schön, hab' ich mir gekauft. Und? Naja...
      Ok, schlecht ist er nicht, und einen 16 jährigen für unter 50€ ist auch ok. Aber Legende...?
      Also ehrlich, ich mag ihn, aber er gibt mir nichts, was mir nicht mein geliebter Laphroaig Quarter Cask auch gibt. Schöner Whisky halt, aber keine Offenbarung. :|
      Und nun? Sch... auf den Hype und die gut gemeinten Empfehlungen? Immer auf der Suche nach dem verkannten, genialen Schluck?
      Nö, klappt auch nicht. Ich bin halt süchtig und lasse mich leicht anfüttern.
      Und da war er: Gelandronach Revival 15y
      Schon wieder so ein "Klassiker". Immerhin, 15 Jahre in Ex-Oloroso Fässern. Tolle Farbe ganz ohne Zuckercouleur, und eine weitere Lieblingszahl auf der Flasche: 46%.
      Zunächst sagte ich mir immer: Nee, nee, musst Du nicht haben, wieder so ein vermeintlicher Klasse-Whisky :thumbdown: .
      Und dann die entscheidende Nachricht: Der ist bald aus.
      Oops... ?(
      Und nu, doch wieder in Kaufrauschmodus, und zuschlagen?
      Internet durchforstet: Ja es gibt ihn noch, aber er wird knapp, die Preise steigen, aber nur leicht.
      Dann die Verlockung: Der örtliche Whiskydealer hat noch eine (oder mehr) Fläschchen zu einem guten Kurs.
      Verdammte Sucht :lala:
      Also doch noch ab in den Laden und eilig die letzte Flasche im Regal gegriffen.

      Und da waren wir nun zu Hause: Der Glendronach und ich.
      Ehrfürchtig, ängstlich das erste Glas eingeschenkt, atmen lassen, schwenken, warten, riechen.
      Dann probieren, wieder schwenken, riechen, probieren riechen,... und..... ./.) ./.) ./.)
      Der ist die Vorschußlorbeeren wert: Im Geruch immer mehr Aromen, ein wenig Sherry im Geschmack, aber nicht zuviel, und auch hier tun sich mit jedem Schluck nicht Abgründe, sondern immer neue Nuancen auf.

      Oja, vielleicht keine Legende, aber ein wirklich großartiger Whisky.
      Ich freue mich, der Versuchung erlegen zu sein. :Glas:

      Die einen nennen es Sucht, die anderen Leidenschaft... (.)
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    • Von Sachsen Säufern und anderen selbst ernannten Päbsten

      Wenn ich mich für eine Sache begeistere, dann möchte ich auch Hintergründe erfahren. So hieß es also nicht nur Whiksy trinken, sondern auch lesen, hören und sehen.
      Ein Gedanke, der Vorteile hat, denn schließlich hat fast jeder Whisky seine Geschichte und jede Brennerei gleich eine Handvoll davon.
      Wenn man jetzt nicht klassisch die Weisheit zwischen zwei Buchdeckeln sucht, sondern das Internet bemüht, landet auch irgendwann bei youtube. Und wir alles wissen, was passiert, wenn man da als Suchbegriff Whisky eingibt...
      Klar kriegt man da ein paar Dokumentationen, die mal auf 3sat oder so liefen, aber vor allem stößt man auch auf den Horst.
      Tja, der Mann will nicht nur alkoholische Getränke verkaufen, er hat auch ein großes Sendungsbewusstsein und so dreht er viele Videos (nicht nur über Whisky). Unerfahren wie ich war, hab' ich mir ein paar Tasting Videos angeschaut, und mich hat's glatt umgeschmissen vor Lachen. Als die Tränen getrocknet waren, musste ich jedoch feststellen, dass neben all der Komik durchaus interessante Dinge über die probierten Whiskys erzählt wurden.
      Und auch so bot der Horst für einen Anfänger wie micht ein paar interessante Informationen. Bei den ersten Gehversuchen im Whiksyland war's hilfreich.
      Mittlerweile genieße ich zum guten Dram lieber ein gutes Buch.

      Lustig ist, wenn man auf youtube weiter sucht, auf wieviel selbsternannte Experten es auf dem Gebiet gibt. Eine ganze Menge Säufer, die sich zu Fachleuten erheben gibt es da zu bestaunen.
      Da gibt, bzw. gab, es zwei Herren, die regelmäßig auf einem rot-braunen Ledersofa Platz nehmen, reden und testen. Wie ich finde, recht unterhaltsam.
      Es gibt auch die Fraktion, die auf dem heimischen Sofa hockt und vom Notizzettel Texte stammelt, die vorher schlecht aus dem Netz recherchiert wurden. Und nicht immer ist der Blick ins heimische Wohnzimmer wirklich sehenswert.
      Verkostungsvideos also überflüssig, Zeitverschwendung?

      Alles eine Frage der Sichtweise. Wenn ich mich nicht über Blödsinn aufregen lasse, mir die nötige Portion Humor bewahre und beizeiten das Ausschalten nicht vergesse, bekomme ich einiges geboten: zwischen schlechtem Humor und guten Anregungen.

      Aber bei dem Wetter? Setzt Euch lieber in den Garten und genießt einen guten Schluck.
      Und an alle Whisky-Youtuber: Manchmal ist weniger mehr, oder um es mit einem römischen Gelehrten zu sagen: "Si tacuisses, philosophus mansisses.
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    • Horst hab ich mir ewig nicht mehr angesehen.
      Nach deinem Beitrag hab ich es noch mal versucht.
      Geht nicht mehr.
      Der Witz ist seit langem verloren.

      Macht aber nix.

      Übrigens.......wenn ich mal kurz klugscheissern darf...natürlich liest man Whisky zu einem GUTEN Buch...... :thumbsup:
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    • OdinNord schrieb:



      Übrigens.......wenn ich mal kurz klugscheissern darf...natürlich liest man Whisky zu einem GUTEN Buch...... :thumbsup:
      Jaja, wenn ich so in meinem Whisky blättere nehme ich immer gern einen Schluck gutes Buch... ./.)

      Und was den Horst angeht, so ist es halt...
      (Aber für den Start war's ok)
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    • The Good, the Old and The Macallan

      In einem Roman von Dorothy L. Sayers (eine der goßen englischen Krimi-Damen neben Agatha Christie) wird beschrieben, wie in geselliger Runde ein "toter" Wein verkostet wird. Ein Wein wird dann als tot bezeichnet, wenn er zu lange in der Flascher gelagert wurde und sein gesamtes Aroma eingebüsst hat. Diese Runde edler Herren in dem Roman genießt also eben solchen Wein und siniert darüber, wie phantastisch der Tropfen mal gewesen sein muss. :lala:

      Wie an anderer Stelle erwähnt, bin ich an einen zwölf Jahre alten Macallan, Sherry Oak, gekommen, der ca. 15 Jahre in irgendeinem Schrank lag.
      Lange habe ich überlegt, ob ich ihn probieren sollte, trotz der nicht zu geringen Wahrscheinlichkeit, dass ihm die Lagerung nicht bekommen ist.
      War er tot, oder steckte noch Leben in ihm?
      Also, eine alte Flasche ins Regal stellen und bestaunen, oder den Griff, bzw. Schluck in die Geschichte wagen... :whistling:

      Die Neugier hat gesiegt.
      Vorsichtig wurde der Korken rausgepult und geschnüffelt.
      Naja, der war schon ein wenig "anrüchig", und der Duft aus der Flasche verhieß nicht nur Gutes. Der erste Schluck: enttäuschend.
      Aber gut Ding will Weile haben und ein alter Tropfen ein wenig oxidieren.
      Oder um es romantischer auszudrücken: Ein Lebenswässerchen muss atmen. 8)

      Nun sind einige Wochen ins Land gegangen, und einige Drams getrunken.
      Der alte Macallan ist ein guter Freund geworden. Ein wenig kratzt noch der scharfe Alkohol im Hals und ermahnt daran so edlen Stoff nicht 15 Jahre im dunklen Eck zu vergessen. Aber als Dank für seine Befreiung verwöhnt er mit einer vielzahl von Aromen, wie man es von einem Sherry Fass Gereiften hofft.

      So hat nun diese Zeitreise ein Happy End gefunden und ich bin froh, dass die Flasche nicht im Regal verstaubt.
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    • Man sollte Whisky immer stehend lagern, damit er nicht permanent mit dem Korken in Berührung kommt.

      Damit der Korken wiederum nicht austrocknet dreht man die Flasche ab und an kurz auf den Kopf und stellt sie wieder ins Regal.

      Ich habe bei einem KPT mal einen alten Macallan kredenzt, der ebenfalls einen Korkenbruch hatte. Das hämische GElächter meiner nicht mehr ganz nüchternen KPT-Kumpels habe ich nicht vergessen (ihr Säcke :P ).Also den Korken fein säuberlich aus dem Flaschenhals entfernt, kurz durch ein neues Teesieb gegossen und gut.

      Die alten Macallan waren schon eine Klasse für sich. Da können sich die neuen Abfüllungen ganz weit hinten anstellen.

      Wenn ich schon das neue Flaschendesign und das Label sehe. ;(

      Die Flasche erinnert mich an einen Mantelstock bzw. stummen Diener. ?(
      Ich bin ein Blauer

      Je größer der Dachschaden, um so freier ist der Blick in die Sterne.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Blacky ()