Bluttransfusionen

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    • Bluttransfusionen

      Meine Freundin hat gestern Abend auf 3 sat einen kritischen Bericht über Bluttransfusionen gesehen und mir gerade am Telefon davon erzählt.

      Es wurde auf Gefahren hingewiesen und gesagt, jede Bluttransfusion wäre "eine kleine Transplantation".

      Trotz aller Tests bekommt man halt Fremdblut, was zu späteren Lungenentzündungen und akutem Nierenversagen führen kann.

      Und genau so war es bei mir im März-Mai 2o15.

      Ich kam mit einer Blutarmut ins KH. Mein Hämoglobinwert, der normalerweise zwischen 12-15 liegt, lag bei 4,6. D.h., ich hatte viel zu wenig rote Blutkörperchen, welche für den Sauerstofftransport im Körper zuständig sind.

      Ich habe 3 Liter Fremdblut bekommen. Also 6x0,5l. Blut von 6 verschiedenen Spendern. Dazu Eisen und andere Tropfs.

      Aus dem KH raus und nach ca. einer Woche lag ich wieder auf der Intensivstation mit Wasser in Herz und Lunge und einer leichten Lungenentzündung.

      Raus aus dem KH und nach ca. einer Woche wieder Intensivstation mit akutem Nierenversagen.

      Der behandelnde Chefarzt sagte, das käme von den vielen Medikamenten. Die Nieren hätten"zu" gemacht.

      Nun, nach dem Fernsehbericht sehe ich das etwas anders. Es würden viel zu schnell und zu oft Bluttransfusionen durchgeführt...

      Gab es bei euch im Bekanntenkreis ähnliche Fälle?

      Ich bin selbst Blutspender. Das ist sinnvoll und auch unabdingbar. Rettet immer und überall Leben.
      Mein rh.0 negativ Blut macht mich zum Universalspender. Kann also Jedem Blut spenden, aber ebenfalls nur 0 negativ bekommen

      Auch ich würde ohne Spenderblut hier und jetzt nicht schreiben.

      Trotzdem macht mich das schon nachdenklich.
      Ich bin ein Blauer

      Je größer der Dachschaden, um so freier ist der Blick in die Sterne.
    • Offensichtlich ein nicht ganz einfaches Thema.
      Grundsätzlich gilt: Blutspenden rettet Leben.

      Wie hoch der Anteil an infektiösen "Problemfällen" WIRKLICH ist, werden wir sowieso nie erfahren.
      Das ist wie mit allen Dingen des öffentlichen Lebens. Da wird gelogen, beschützt, geschmiert, gehandelt, gepusht und vieles mehr.

      Das alles aber außer Acht gelassen, ist es dennoch richtig, weiter Blut zu spenden.

      Denn netto unterm Strich leide ich lieber nach einer Bluttransfusion an einer Lungenentzündung, als ohne Blut im entscheidenden Moment zu sterben.

      Dennoch, Blacky....deine Gedanken dazu kann ich absolut nachvollziehen - ohne selbst betroffen zu sein (zum Glück!!!)
      clansman-malt-connection@gmx.de
      Neu eingetroffen....

      Motörhead 1975 & Speyburn 1897
      Lemmy - never forget!
    • Leider steht hinter der guten Sache ein lukrativer Markt, bei dem schon mehrfach kritisiert wurde, dass die Qualitätskontrollen, bezüglich Infektionen, Verkeimung etc. nicht immer den nötigen Standard haben.
      Money rules, wie so oft...
      All we ever wanted was everything
      All we ever got was cold
      Bauhaus