Islay 2016 - back to motörhead

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    • Islay 2016 - back to motörhead

      wie bitte ??? ja, tatsächlich....so ist es. BACK TO MOTÖRHEAD.
      warum? irgendwann gegen Ende des Berichtes ( und der wird lang.....das wird dauern)....erkläre ich das.

      los geht's.

      Sonntag 29.05.2016

      Der Tag nach der "Just Whisky"-Messe von Anam, an dieser Stelle noch mal DANKE für alle Unterstützung. Es war eine SEHR schöne Messe, und ich grüsse hiermit noch mal alle, die mich besucht haben.

      Es liegt eine beschissene Zeit hinter mir. Existenzkämpfe im Job, mit immer noch ungewissem Ausgang. Auch gesundheitlich läuft es nicht wie es soll. Die Vorbereitung für Islay hatte nebenbei zu laufen und erschien mir eher Belastung als Vorfreude zu sein. Ich hatte zu wenig Zeit für meinen Sohn, und jetzt soll ich fast 14 Tage weg? Mieses Gefühl im Bauch. Aber die Reise war des Kanzlers Wunsch, anlässlich seines 60. Geburtstags, den er eben mit seinen Freunden auf Islay feiern wollte. Freundschaft ist eben nicht an Bedingungen geknüpft, also Arschbacken zusammen pressen, durchziehen, kämpfen und aufraffen und MACHEN! Manchmal muss man es einfach nur MACHEN.

      An jenem Sonntag also sollte es losgehen. Der Kanzler kam aus dem Gästezimmer meiner Burg und wir frühstückten in Ruhe, dann erschien Imperial. Kurzer Verladung eines Kasten Bier und ein paar anderer Klamotten, Kuss Frau, Kuss, Sohn, Tür zu und los....Richtung Amsterdam.

      Als sich die Tür vom Kanzlerbus schloss und der Wagen anrollte, spürte ich noch immer kein Stück Vorfreude. Zu groß war der Stress, die Hektik, der Terror der vergangen Wochen. Und da geisterte mir auch immer noch schwer ein Phänomen im Kopf herum, welches ich mit meinem Freund Schorsch noch zuvor per Mail ausdiskutiert hatte...... Der Kopf voll, das Herz schwer, ich war nicht richtig ich.

      Auf dem Weg nach Amsterdam schoben wir uns mit befreiender Wirkung erst mal einen Glen Park rein, einen Blend, den uns unser lieber Freund Michiel in Oberhausen für die Reise geschenkt hatte. Ein Bier hinterher und leichtes Summen im Kopf, begleitet von einer Reise-CD die der_ruessel und mitgegeben hatte (ihr wisst schon, der, der auf der Messe in Oberhausen an meinem Stand immer " BRULADDIIIIIE" gebrüllt hat, wie von Sinnen, als wäre er völlig dicht... :rofl: :rofl: ).

      Ohne Probleme die Fähre erreicht, rauf, Kabine auf Deck 8+1 bezogen und dann raus, ein Bierchen im Anschlag und ein letzter Blick auf Europa, bevor der Pott der Insel und der Freiheit entgegen schwankte. Naja.....Freiheit...NOCH sind die Schotten nicht frei, aber ich spüre, das kommt.

      Abendessen an Bord, ein paar Whisky draussen an Deck.....und schwer wie Blei fiel ich ins Bett. Entgegen der sonstigen Schiffsreisen schlief ich diesmal einfach sehr gut. Und ich lachte mir eins....denn eine saugute Idee wird noch seine Wirkung zeigen...aber davon soll der Kanzler euch erzählen, wenn die Bombe hochgegangen ist.....hahaha.....Imperial und ich sind üble Brandstifter.... und natürlich hat es was mit etwas "versautem" zu tun....

      Der Pott schwankte England entgegen.
      Etwas Wehmut kam auf, denn einer fehlte.
      Einer fehlte sehr.
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    • Montag 30.05.2016

      Früh aufgewacht. Als allererstes der Bodyguarderin eine sms geschrieben.
      Danke für 24 Jahre an meiner Seite. :umarmen:
      An diesem Jahrestag war ich noch nie "nicht zu Hause".

      Raus aus der Kabine, in der es in der Nacht nur zu verbalen sexuellen Übergriffen auf den Kanzler kam.... :rofl: ....

      Draussen zeigt die Nähe zu England uns typisch britisches Wetter: Verhangen, Nebel, nass. Und so war bei der Einfahrt in den Hafen von Newcastle auch kaum was zu sehen.
      Zuvor genossen wir unser Frühstück an Bord, welches in der Summe ok war...im Einzelnen aber ein extrem mieses, unfertiges, abartiges Rührei beinhaltete.
      Das SCHLECHTESTE Rührei in meinem ganzen Leben, ekelhaft.

      Die Passkontrolle verlief diesmal reibungslos, vor 2 Jahren war das noch...sagen wir mal..."komplizierter" :rofl: ...
      Und Abfahrt. etws mehr als 450 KM waren zu bewältigen und es galt die Fähre nach Islay zu erreichen. Kaum das wir England verliessen, riss der Himmel auf und ein blauer Himmel und Sonne sollten uns fortan nicht mehr verlassen - die ganze restliche Reise nicht. Beim Grenzübertritt lief ein Lied von Norma Munro ( da soll der Kanzler berichten, ich kenne mich da nicht so aus) und danach Clansman von Iron Maiden.
      Back again.....der Kopf wurde schon etwas freier. Whisky im Glas, draussen flog die Landschaft vorbei, der Himmel blau, die Highlands im besten Licht....auf der Rückbank des Kanzlerbusses ( wo ich immer saß, Imperial und der Chef vorne ) lehnte ich mich zurück und fing an, loszulassen.

      Es ist ein lange Fahrt, an Glasgow vorbei und dann weit raus nach Talbert und Kinnercraig ( wie man das schriebt, weiß ich nicht, aber man spricht es so). Was der Kanzler zunächst nicht so begriffen hat: das wo SLOW steht, muss man nicht Gas geben, sondern die Geschwindigkeit REDUZIEREN ! Die Warnschilder mit dem schwarzen, abknickenden Pfeil, die bedeuten GEFAHR"...und nicht "fahr extra schnell um die Kurve!" Während der Kanzler uns insgesamt sicher und heil hin und zurück fuhr, waren anfangs doch einige interne Ansagen untereinander nötig, um meine Entspannung wieder einsetzen zu lassen. Ein Blind Summit, mein lieber Freund in Berlin, ist nach wie vor kein Spass - und "das wird schon gut gehen" können auch "berühmte letzte Worte " werden. :cursing:
      Aber ok....der Kanzler war diesbezüglich dann rücksichtsvoller und schonte mit zunehmender Urlaubszeit unsere Nerven beim Fahren. Und einmal , das war es deutlich, wäre er da nicht von sich aus schon so deutlich langsam um die scharfe Kurve gefahren, es hätte tote Schafe und einen kaputten Bus gegeben. Ich schweife ab.....

      In Talbert kurz angehalten, Pfundnoten gezogen, und dann die letzten Kilometer zur Fähre. Am Anleger wurde der Kanzler auf seine Whiskyherbstwerbung am Bus angesprochen, von einem begeisterten Schotten. Ein gutes Gespräch entwickelte sich und ich genoß es , dem Mann zuzuhören. Ich liebe diesen Slang, diese Sprache mit dem harten Akzent. Ein Bier in der Sonne, mit Imperial auf den steinen sitzend , die Fähre beobachtend wie sie sich langsam nähert.....die Luft klar, und so sauber, das man es nicht fassen kann.

      Rauf aufs Schiff unddann zu dritt ganz vorne hingesetzt, einen Laphroiag Lore ins Glas und wie stiessen an. Auf uns, auf die Reise, auf die Zukunft.
      Bis Islay dauert es 2 Stunden. Die See war glatt, der Hmmel noch blauer als zuvor und es blieb auch nicht bei diesem einen Glas Whisky ( ausser für den Kanzler)
      Als wir in den Sund von Islay einfuhren und ich das alles wiedersah, freute ich mich einfach. Islay von dieser Seite anzufahren war super.
      Es war nun schon nach 19 Uhr und das goldene Sonnenlicht taucht die Insel in eine ganz besondere Farbe und Stimmung.

      Port Askaig....runter vom Schiff und dann diese eine , lange Strasse entlang...und dann in Brigand rechts ab, nach Port Charlotte

      Dort war das Youth Hostel, in dem Imperial und ich eingebucht haben. Der feíne Herr Kanzler geruhte ja in dem 5,5 KM entfernten Haus von Professor W. Schobert zu nächtigen.....anlässlich seines Geburtstages war er für den Islay-Aufenthalt dort eingeladen...und residierte sehr fein, der feine Herr Graf von Kanzler.... :D
      Tja, das Youth Hostel....
      Ich fang mal positiv an: die betreiben dort eine sehr schöne Politik des Recycling. Beim Frühstück sitzt man sehr schön am Fenster mit dem Blick auf den Loch Indaal. Man ist nur 50 Meter von Wasser entfernt.
      Das war es dann auch schon.

      Die Zimmer nicht größer als eine Zelle, insgesamt rochen die Teppiche nach Füßen und wenn es einen nicht stört, das neben einem gekackt wird wenn man duscht....aber bitte. Ich hatte Imperial gefragt " haben wir ein Klo und eine Dusche aufm Zimmer?" ja natürlich, war seine Antwort..... :stirn:
      Nun...eine Gemeinschaftsdusche mit genau einem Duschkopf auf dem Flur war die einzige Alternative zu der Klo-Dusche. Es stank regelmäßig nach Scheisse, der Fussbaoden war meistens mit Pissflecken übersäät, an den Handtüchern in diesem Bereich klebte manchmal A-A, aber sonst..... :rofl: die Betten waren jedenfalls ganz ok.

      Erst war ich wütend, weil ich dachte " was ein SCHEISS!" aber letztendlich brachte dieses Youth Hostel ( indem wir die jüngsten waren, umringt von echt alten Säcken!) in der Summe der Tage genau das, war mir irgendwo gefehlt hat...bzw was ich brauchte: Erdung! Der Verzicht auf JEGLICHEN Luxus und jegliche Annehmlichkeiten erdete mich ziemlich schnell und ließ mich den Zuständen gegenüber auch gleichgültig werden - ich machte einfach das Beste daraus. Es gab immer mal ne Lücke um diese einzelne Dusche zu erwischen und zu dem Scheissegeruch auf dem Flur trug ich dann auch meinen Anteil gezielt bei. :rofl:

      Es war ein langer Tag. Viele hunderte Kilometer, Fähre, Bier, Whisky, dann dieses "auf den Boden der Tatsachen aufschlagen" im Hostel.....ich fiel ins Bett und war in Sekunden eingeschlafen.
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    • Dienstag 31.05.2016

      Imperial und ich sind im normalen Arbeitsleben gezwungene Frühaufsteher.
      An diesem Zustand ändert sich auch so schnell nichts, nur weil man grade Urlaub hat. Die innere Uhr weckt uns um 5:45. Immer.
      Dieser Dienstag sollte ein ganz besonderer Tag werden. Ich nenne ich "den Tag des Furzes!"

      Nach dem Frühstück ( das macht man sich selbst, 4 nasse Toast und ein wenig Porridge, 2 Tassen Kaffee, fertig) gingen wir raus, setzten uns in die Sonne, glotzten gedankenverloren aufs Wasser, bis der Kanzlerbus anrollte und uns aufsammelte. Der feine Herr Kanzler speist natürlich ganz anders. Er bekommt morgens selbst gebackenes Bort, natürlich 2 verschiedene Sorten, selbst gemachte Marmelade und Cappuchino....der feine Herr Graf von Kanzler.....und recht ausgeschlafen wirkte er. Nun...nachdem wir sahen wo er GENAU nächtigte (einige Tage später) wunderte und das nicht.....fürstlich, möchte man sagen, fürstlich. ;) Aber wir haben es ihm gegönnt.

      Während die Bodyguarderin von massiven Regenfällen zu Hause berichtete, waren wir gezwungen Kopfbedeckung zu tragen, aufrund der massiven Sonne. Wir fuhren erst mal raus zu Kilchoman , Bryonnie besuchen. Die Gute freute sich auch sehr uns wiederzusehen ( wir trafen uns letztes Jahr in Berlin, im Kanzlerladen und sie sagte wir sollen uns auf jeden Fall melden wenn wir auf Islay sind). Sie nahm uns dann auch sofort mit zu einer kostenlosen Tour. Sehr angenehme Frau, und wie schon erwähnt...ich liebe dieses Akzent, ich könnte stundenlang nur zuhören. Die Tour war informativ, und endete mit leckerem Whisky. Sie musste dann los, zum nächsten Termin und wir setzten uns um Haggis mit Pflaumenmus zu uns zu nehmen.....das sollte noch folgen haben.

      Christine ( Lady of Islay) kam rein und ich ging zu ihr hin. Seit 2009 ist viel Zeit vergangen aber sie begrüßte mich mit den Worten "i remember vou! you are that german football-fanatic!!" Wir umarmten uns, es war schön sie wiederzusehen. Wir hielten uns recht lange bei Kilchoman auf. Der Kanzler besprach noch so einiges mit dem Manager dort und irgendwann brachen wir auf zur Machir Bay.

      Ein wunderbarer Strand am Atlantik. Wir liefen ein Stück raus, etwas rauf auf die Felsen und genossen dort in Ruhe ein paar Drams im Angesicht des Meeres und der uns umgebenden, faszinierenden Landschaft.
      Momente der Stille, des Luftholens und nachdenkens. Zum ersten Mal kam mir da in den Sinn, das dieses melancholische Lemmy-Problem irgendwo ein Ende haben muss. Mehr dazu später. Aber dort zu sitzen und raus aufs Wasser zu sehen, erfüllt einen mit Kraft. Diese unglaubliche Luft dort, fühlt sich an, als würde sie einen komplett durchfluten.

      Von dort aus fuhren wir auf die anderee Seite der Insel um bei Laphroiag vor Ort bei Vicky einen Termin zu machen, für quasi eine Gebrutstags-Sondertour. Anschließend war uns nach Kaffee und Kuchen, welches wir im Kilnkaffe bei Ardbeg einatmeten. Die dort arbeitende und verantwortliche Dame heisst Jacky und erkannte den Kanzler nach über 15 Jahren wieder. Ein freundliches Gespräch und ein geschenkter Dram Dark Cove folgten. Eine sehr sympathische Frau und ein sehr angenehmes Ambiente rundete die Rundfahrt ab....das alles....ich erwähnte es...in praller Sonne.

      Zum Abendessen fuhren wir nach Portnahavn. Dort ist ein Pub eher für locals, der wurde uns empfohlen und Imperials und mein Abendessen bestand aus Bier, Haggis, Möhren und Kartoffeln in Whiskysahnesoße.

      Als wir am Ende dieses langen und wunderbaren Tages in unseren Betten lagen, entwickelte sich ein Battle, welches ich in dieser Form nie erlebt habe. Die Biere, der Whisky, das Haggis ( und insbesondere das mittags, mit Pflaumenmus) erzeugten Flatuenzen, in einem nie dagewesenen Ausmaß. Imperial und ich furzten um die Wette, wir lachten bis uns alles weh tat, wir machten ein Palaver in der Bude dass das gesamte Hostel was davon hatte. Wir furzten wirklich so lange und intensiv, das ich beim lachen anfing zu würgen, weil es einfach nicht mehr auszuhalten war. :rofl: :klatschen: :rofl: :klatschen: es war einfach großartig! Es war bestialisch!! Schön mit freigelegtem Bobbes richtig einen knallen lassen....es gibt nix besseres !! :rofl: :rofl: :rofl: Da wir nur soeine Art Schießscharte als Fenster hatten, war die Luft un-er-träg-lich geworden....dennoch...nur die harten verwüsten den Garten....wir haben die Tür nicht geöffnet und konsequent weiter gefurzt.....bis zum komatösen Schlaf. Wenn man nicht dabei war, mag es nicht so witzig klingen wie es wirklich war, aber Fakt ist: wir haben stundenlang so dermassen lachen müssen...das tat einfach nur gut.

      Mit Stolz möchte ich behaupten, das wir geruchstechnis zwar gleich auf lagen, ich aber in der Performance am Ende mit einem gewissen Details deutlich die Nase vorn hatte... :rofl: ...die Nase vorn... :rofl:

      Imperial , das war ein sensationeller Abend, sowas wird nicht nur ewig in Erinnerung bleiben ( auch den anderen Gästen) , sondern auch nur ganz schwer zu überbieten sein.
      :umarmen: :dance:
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    • Mittwoch 01.06.2016

      Nach dem üblichen Frühstück in der üblichen Sonne, gingen wir raus, unter dem üblich wolkenlosem Himmel saßen wir auf der Bank mit Blick aufs Wasser und warteten Auf den Kanzlerbus.

      Dann Abfahrt, zur Islay Wollen Mill. Der Kanzler hatte geschäftliches zu erledigen, ich ging unterdessen dort spazieren. Am Fluss entlang, eine wunderschöne Strecke dort. Alles still...keine Autos, keine Flugzeuge....niemand spricht. Wunderbar. Es dauerte einige Zeit, bis wir weiterfuhren.

      Finlaggan war das Ziel. Den Obulus entrichtet und dann raus, durch das kleine Sumpfgebiet , am Fluss entlang zum See. An den alten Clanshäusern/Ruinen vorbei, innehalten, Luft holen. Nachdenken. Fühlen. Atmen. Den Kopf leeren. Hinsetzen. Das Gras packen. Das Wasser anfassen. Sich dessen bewußt werden, wo man ist und wer vor uns dort war. Was hier geschehen ist. Welche Zeit vergangen ist. Wessen Gräber das sind. Erneut spürte ich dort, wie sich innerlich ein Schalter umlegte, auf "slow" ! Ein guter Platz. Auch dort haben wir angemessene Zeit verbracht.

      Caol Ila ist nicht weit entfernt. In diese etwas industriell wirkende Distille wollten wir nicht unbedingt rein, aber wir wollten zumindest das Imperial sie mal sieht. Er war ja zuvor noch nie auf Islay. Also ein kurzer Besuch nur und weiter. Im Ballygand Pub angekommen, musste es mal ein local beer sein, natürlich draussen, natürlich in praller Sonne. Auch dort....in aller Seelenruhe....wunderbar.

      Gegen 15.30 waren wir mit H. Schobert verabredet, er zeigte uns seine Ilsay Brewerie. Klein, aber fein. Wir kauften entsprechend ein. Das " Big Peat" ist ein ganz vorzügliches, sehr schön rauchiges Bier. Solltet ihr nach Islay kommen - kauft das !! :headbang: Anschließend waren wir noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Auf der Terasse mit Seeblick genossen wir das in vollen Zügen, bevor wir am Abend erneut den Pub in Portnahavn aufsuchten ( Seehunde lagen zur Besichtigung bereit und fläzten sich in der Sonne) und erneut gut speisten.

      Der Tag war komplett stressfrei. Egal was wir machten oder wohin wir fuhren, alles geschah mit Ruhe .

      Und dann war es soweit.
      Ich muss mal kurz ausholen.
      Lemmy starb am 28.12.2015. Seit dem hörte ich meine für alle Zeiten und schon immer Lieblingsband kaum noch an. Legte kaum noch Platten auf, Cd´s fanden erst recht nicht den Weg in den Player. Ich erwischte mich selbst dabei , wie ich mic h davor drückte, motörhead aufzulegen. Nie wieder Lemmy live, nie wieder motörhead sehen, nie wieder ein neues Album......das hat sehr an mir gefressen. Wenn die anderen , oben beschriebenen Widerwärtigkeiten des Lebens nicht mehr durch Musik wett zu machen sind, geht es mir definitiv schlecht. Ich diskutierte das ausfühlrich mit Schorsch, der Musik ja noch heftiger lebt als ich. Das Fazit dieser Gesrpäche war " es wird wiederkommen" - so hoffe ich es, dachte ich mir, als er das abschließend so sagte. Ich war innen blockiert, seit Lemmy gestorben war ( was die motörhead Musik betrifft) und ich fand aus dem Loch irgendwie nicht raus. Wenn man motörhead so gelebt hat, versteht man das - wenn nicht, ist es sicher für Außenstehende nicht so ganz greifbar.
      Wir waren zurück im Hostel.
      Wir hatten auch gut ein en sitzen, nach diversen Bieren und Whisky über den tag.
      Imperial lag auf seinem Bett, ich auf meinem, und aus seiner Richtung kam plötzlich über sein Weltraumtelefon " Love me forever" von der 1916
      Hier ist der Song : youtube.com/watch?v=I7S0VKsopLw

      Und er quatschte auch nicht rein, er ließ es einfach laufen, auch wenn das sonst nicht so seine Musik ist.
      "Everything changes...and it all stays the same....everyone guilty...nö one to blame"
      In dem Moment machte es KLICK innen. Der Schalter legte sich um .
      JA, GENAU SO IST ES. Everything changes...and it all stays the same!!!
      und d as von Schorsch und mir oft zitierte " wir müssen einfach weitermachen" setzte sich im Kopf plötzlich durch.
      Ich lag da, halb angesäuselt, sang das Lied mit und grinste mir einen und wusste in dem Moment " jetzt geht's wieder !!!
      und es geht wieder.
      Während ich hier schreibe ballert mir die "clean you clock" um die Ohren, die heute geliefert wurde. motörhead live im November 2015 in München
      CD, DVD, Doppel Vinyl, läuft! :headbang: :headbang:

      Ich weiß nicht was los war, ob es normal ist oder nicht interessiert mich auch nicht mehr, aber dieser komische Bann, der sich seit Lemmys Tod um meine motörhead Samlung gelegt hatte, ist gebrochen.

      love me forever...... ja was denn sonst !

      motörhead for life. :beerchug: :headbang:
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    • Donnerstag 02.06.2016

      An diesen Vormittag hab ich nur verschwommene Erinnerungen....
      Eine Specialtour bei Laphroiag...mit anschliessenden Fasspreoben aus Warehouse No. 1
      irgendwas muss mir da passiert sein.... :rofl: ...
      Die Tour war klasse, das Wetter inzwischen einfach nur noch unerträglich sonnig und schön.
      Fassproben : 1998er Sherry Butt mit 55,1% / 2004er Bourbon Cask mit 51% / 2005er Boubon Quatercask mit 56,9 % und das alles nochmal...und nochmal... :rofl: bis der Odin völlig satt draussen saß und versuchte mal wieder einen klaren Gedanken zu fassen..... :rofl: wunderbar. Das war nicht nur extrem entspannend, sondern auch noch äußerst lecker. Vom 2005er hab ich mir dann war abgefüllt und mitgebracht.

      Als der Kanzler irgendwann fertig war ( er hat noch mal einen neuen geschäftlichen Termin gemacht, dessen Ergebnis er euch selbst mitteilen möge..) fuhren wir nach Ardbeg, Mittagessen.
      Einen Topf voll Muscheln und Langusten. Dazu ein kleines Bierchen.....im Hof, draussen.

      Von da aus weiter zum Kildalton Cross. Ein mystischer Ort. Der Alkohol verflog und ich fühlte mich völlig nüchtern als ich die (für mich) heilige Stätte dort betrat. Eine schwere, aber nicht bedrückende Stille umgab uns dort. Imperial war nicht drin, der Kanzler und ich hingegen sehr lange und wir waren uns hinterher einig darüber, das von diesem Ort eine elementare Kraft ausgeht. Beeindrucken. Spürbar.

      Draussen an einem Holztisch standen in Boxen verpackt Kaffee und Kuchen und eine beschriftete Tafel sagte an, was das kostet wenn man sich bedient. Da stand dann eine Kasse, wo man sein GEld reinwerfen konnte. Wir bedienten uns entsprechend und genossen ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffe dort auf dem Hügel sitzend und die Umgebung geniessend.

      Später fuhren wir die Straße weiter runter, an den Strand dessen Namen ich vergessen habe. Dort saßen wir eine Zeit lang und warfen Steine ins Wasser, wobei ein Steinwurf des Kanzlers beinahe meinen Urlaub beendet hätte. der Stein rutschte ihm beim Wurf etwas aus der Hand und zischte nur ganz knapp an meinem Kopf vorbei. Glück muss man einfach auch mal haben!

      Etwas weiter entfernt erblickten wir einen Sandstrand. Imperial und ich waren nicht mehr zu halten. Klamotten runter und rein.....huch !!! 13 Grad lassen jede Männlichkeit mal auf ein Minimalmaß zurückschrumpfen!! Aber Spaß hat es trotzdem gemacht und zur Hölle, bei all der Sonne war das nicht nur erfrischend sondern absolut nötig !!

      Auf dem Rückweg steuerten wir Lagavulin und Bowmore noch eben an, aber nur um es Imperial von aussen zu zeigen. Keine Tour gemacht.

      Wo wir an diesem Abend gesessen haben, weiß ich nicht mehr. Aber ich bin mir sicher, wir waren früh im Bett, denn immer so um die 12 -13 Stunden draussen......das strengt einen dann doch an.... :rofl:
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    • Freitag 03.06.2016

      :rofl: So langsam wird es eng...was war am Freitag.....was war...hmm..Sonne...blauer scheiss langweiliger Himmel....Sonne.... :rofl: während in Deutschland alles im Regen versank.
      Imperial und wanderten des morgens ( Kanzler: wandern ist scheisse! wenn ich das Wort schon höre! Wandern! Das klingt schon scheisse !! :rofl: ) vom Hostel zu Bruichladdich Distille.
      Am Meer entlang, zu einem kleinen Leuchtturm, dann weiter durch die zerklüfteten Wiesen.....bis uns schwere Hufabdrücke auffielen und wir uns schleunigst Richtung Straße aufmachten. Gut so, denn die Bullen die wir später auf der Wiese sahen hatten extrem große Hörner und sahen nicht aus, als würden sie Eindringlinge im Revier dulden.
      Wir besichtigten eine kleine Kirche und warteten dann auf den Kanzler. Der kam dann wie immer frisch gestärkt und ausgeruht angerollt. Hach hat der Mann einen Stress in seinem Rundum-Service-Herr-Graf-Hotel....

      Bruichladdich besichtigten wir auch nicht per Tour, nur den Innenhof und den Shop. Reicht. Anschließend nach Bowmore, die Round-Church besichtigen und einkaufen. Der feine Herr Graf braucht ja nichts, aber Imperial und ich gönnten uns ein paar Frühstückseier und Käse und Wurst, um unser ärmliches Frühstück etwas aufzumotzen. In Bowmore trafen wir dann Veloce und seine Frau, die uns zu noch nach Ballygrand einluden. Hingefahren, ne Stunde im Garten gesessen, Kaffee und Whisky getrunken, bis die Sonne und zwang, Schatten aufzusuchen. Ein schöner, unterhaltsamer Aufenthalt bei den beiden, die sich echt ein schönes B& B dahin gezaubert haben.

      Von dort ging es weiter nach Bunnahabhain. Auch hier keine Tour, nur in den Shop. Anschließend haben wir uns auf den Anleger gesetzt und in der Meeresbriese ein paar von des Kanzlers Glendronach Fassproben getestet. Das war der Moment völliger Entspannung, des Genusses und der Ausgeglichenheit. Die Umgebung dort, einfach sensationell. Ruhepuls von 30 oder so......einfach nur geil .

      Wir hatten keine Eile. Ich weiß weder wie lange wir dort saßen, noch wann wir wieder losgefahren sind. Im Brigand Hotel fanden wir uns jedenfalls zum Abendessen ein, vorher und währenddessen ein paar Bierchen....in der Sonne...erwähnte ich was wir für ein gutes Wetter hatten? Es ko.tzte uns schon fast an.... :rofl:

      Ein weiterer schöner Tag ging zu Ende.
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    • Samstag 04.06.2016

      Der Tag vor des Kanzlers 60. Geburtstag und er war etwas aufgeregt. Er ging mir daher etwas auf den Sack und Imperial stimmte da mit ein - beide verpassten den Moment wo es besser ist , aufzuhören......also wurde ich einmal echt laut und ernst...unschön, im Auto. Aber diese ständige Immitation von Ditsche, diesem elenden Schwachkopf, nervte einfach nur noch.

      Den Samstag haben wir einfach vergammelt. Waren am Wasser, haben viele Bilder gemacht, waren mal hier mal , da...nopchmal bei Kilchoman um die berühmte Fischsuppe Cullen Skink zu essen - und die hat mich auch diesesmal wieder völlig überzeugt ! Großartig! :klatschen:
      Die alte Kirche und die Gräber oberhalb von Kilchoman waren das nächste Ziel.

      Wir fuhren einfach mal hier und mal da hin, wir redeten viel über dies und das und machten alles mit aller Ruhe.

      Abendessen im Port Charlotte Hotel: Mit Haggis gefülltes Huhn - endgeil!!!
      Draussen trafen wir auf 3 Deutsche, 2 Kölner, ein Berliner. Der Berliner war extra angereist um mit dem Kanzler am nächsten Tag seinen Geburtstag zu feiern. Eine saustarke Aktion!! Das muss man erst mal bringen!
      Wir standen dann lange Zeit draussen zu sechst vor dem Pub und unterhielten uns, bis der Kanzler müde heim fuhr und die 3 anderen was essen wollten. Imperial und ich setzten uns noch mal an die Theke und gaben und mal ausnahmsweise ein Bier und einen Whisky..... Finlaggan Cask Strength......sehr geil - davon hab ich mir dann noch später eine Flasche gekauft. Auch aus gegebenem Anlass, des Namens wegen.

      Angeblich soll ich in dieser Nacht ...ach lassen wir das.... :rofl:
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    • Sonntag Kanzler-GEburtstag 05.06.2016

      Hier schon mal:
      Glückwunsch noch mal nachträglich, du Oppa ! :rofl:

      Es war also endlich soweit. Nachdem der feine Herr Graf von Kanzler seinen Full-Service hinter sich hatte, holte er uns ab. Gratulationen, Geschenkübergabe, die üblichen Ferkeleien unter Freunden und los ging es. Zusammen mit dem zuvor erwähnten gast aus Berlin also zu viert an denStrand von Kintra.

      Ich möchte dem Kanzler nicht den Spaß nehmen, das alles selbst zu beschreiben - fall ihm danach ist.
      Daher schreibe ich hier nur kurz die Eckdaten:

      Viele Stunden am Strand, in der Sonne unter blauem Himmel ( um auch das Wetter mal zu erwähnen.... :rofl: ) und zu trinken gab es;:
      Glenfarclas 1956 vom 5.6.56 und 50 Jahre alt
      Ardbeg vom 5.6.1975 , keine Ahnung mehr wieviel Jahre alt
      Mortlach vom 31.12.1942 und 50 Jahre alt.

      Dazu ein paar Häppchen.

      Den Rest könnt ihr euch denken....bzw...den schreibt der Chef dann persönlich,,,es war ja sein GEburtstag.

      Am abend waren wir dann bei W. Schobert zum Essen eingeladen und es gab ein 4 Gänge Menü, fast alles aus eigenem Anbau. Wir haben nicht nur sehr viel, sondern auch sehr gut gespeist. Es war gleichzeitgi der Abend , an dem Imperial und ich das erste Mal der Unterkunft des Kanzlers ansichtig wurden.....riesen Bett....eigenes Bad.....na sieh einer an, dachte ich mir ...und ich muss mir das zugeschissene Hostel geben....da ging ich doch direkt mal auf ne Sitzung rein zum Kanzler..... :rofl:

      Jedenfalls waren Imperial und ich so dermaßen vollgefressen, das wir es vorzogen die 5,5 KM zum Hostel zurück zu laufen und nicht zu fahren. Nun ja....wie wir hörten gab es noc hwas leckeres zu trinken als wir (endlich ) weg waren.... :rofl: ...der feine Herr Graf.... :rofl: wir ahnten schon das er am nächsten Morgen.....
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    • Montag 06.06.2016

      ...wieder äußerst ausgeruht und zufrieden auftauchen würde um uns abzuholen. Natürlich nicht ohne zu stöhnen wie schwer er es hat, weil er ja immer so lange auf bleiben muss.....

      Das Tagesprogramm ist schnell erzählt:
      Am strand von Port Ellen mal ausnahmsweise in der Sonne gesessen.
      Bei Laphroiag hatte der Kanzler einen wichtigen Termin, davon erzählt er selbst.
      Im Kilnkaffee von Ardbeg gabs Idioten-glotzen und einen leckeren Burger. Zufällig hatten die auch ein passendes Bier dazu.

      Der Abend endete im Port Charlotte Hotel mit erneut Haggis gefülltem Huhn. Sehr schön.

      Ein paar Whisky später war der Urlaub auf Islay quasi vorbei.....

      aber von dem Termin bei Laphoiag hoffe ich, das der Kanzler euch das ganz ausführlich erzählt.
      clansman-malt-connection@gmx.de
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    • Dienstag 07.06.2016

      Früh raus, wir hatten NOCH EINEN Termin bei Laüphroiag, als Folge des gestrigen und was wir da mitnahmen...auch das soll lieber der Chef berichten.

      Fähre im Nebel....Goodbye Islay.

      Die Sonne kamn aber wieder durch, kaum das wir drüben waren.
      Es war eine gute Fahrt bis Moffat, zu unserem vorgebuchten B&B.

      Ein sehr schön gelegenes Landhaus, viktorianischer Stil. Als Imperial und ich uns eines der Zimmer nahmen und der Kanzler seins bekam, meinte er aufzubegehren das etwas klein sein...nun ja...sein "kleines" Zimmer, war immer noch 3 x so groß wie das Rattenloch in dem wir 8 Tagen hausen durften.....

      Eine Runde durch Moffat, ein Abendessen mit local beer und Guinness......ein paar Drams auf der Terasse und später im B&B im Wohnzimmer, wo wir lange Whiskygespräche führten und die hinter uns liegende Zeit in vollen Zügen zu genießen wussten.

      Was Imperial sich dann später im Bett leistete......ich bin noch immer fassungslos.....
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    • Mittwoch 08.06.2016

      Full Scottish Breakfast!

      Merh ist dazu nicht zu sagen. Endlich mal ein Frühstück.
      Der Kanzler wirkte etwas gelangweilt, aber gut...er hatte ja auch Full-Service und so erschien ihm das Frühstück nur allzu normal.....so normal wie uns allen diese endlose Sonne und der blaue Himmel erschienen.
      Dieses quälende gute Wetter ging uns langsam aber sicher mächtig auf die Nüsse ! :rofl:

      Auf dem Weg nach Newcastle gerieten wir per Zufall auf eine äußerst schöne Alternativ-Strecke, durchs Hochland. Einfach Klasse.

      Newcastle...das übliche.

      Rauf auf den Pott...Abendessen....Ein Dram noch auf Deck und ab ins Bett.
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    • Donnerstag 08+1.06.2016

      Eine total ruhige Überfahrt und ein Anlanden in Amsterdam in praller Sonne.....ja was denn auch sonst.
      2 Stunden 20 Minuten bis zu mir.

      Meine Tochter war zu meiner Überraschung da, mein Sohn stürmte mir um den Hals und trotz der Tatsache, das ich völlig frei auf Islay war, war ich froh meine Familie wieder um mich zu haben.
      Die Bodyguarderin sah verdammt scharf aus :love: ....

      Der Kanzlerbus wurde noch mit seinen Messesachen beladen sie seit der Oberhausener Messe vor unserer Reise bei mir standen und schwupp, war er auf der Bahn und Imperial auf dem Weg Richtung Bonn....

      ......und ich war hier.....packte Geschenke für alle aus.....und war stolz.....

      es fehlt nur die Zusammenfassung.

      die kommt dann noch,

      nicht jetzt.
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    • Lange war das in der Planung.
      einer fiel aus.
      Beinahe wären 2 weitere ausgefallen.
      letztendlich schafften wir es zu dritt - so gerade eben noch.

      die Erwartungen meinerseits waren gering, da ich selbst nicht gut drauf war.

      es kam aber zum Glück anders.

      ich ließ mich zuwachsen, rasierte mich nicht, legte innerlich die Hektik ziemlich schnell an die Seite.
      Ich war in der Lage abzuschalten und hab mich weniger aufgeregt als vorher befürchtet.

      in einem glücklichen Moment spielte Imperial einen motörhead Song ab, völlig unwissend um was es bei mir ging. Perfekt.

      Viele Gespräche haben gezeigt, wo wir ein Arsch und ein Kopp sind - und wo wir meilenweit voneinander entfernt sind.
      Trotz der letztgennannten Tatsache ist es gut zu spüren, das Respekt und Freundschaft die Basis für selbst sehr heikle Diskussionen sind.

      Ditsche ist nach wie vor nicht lustig und wenn mich was agressiv macht, dann die Dauerinterpretation dieser Vollflöte.

      Wir waren weit draussen, weit weg von zu Hause
      Mit jedem Tag wurde das Vermissen größer und das ist gut, wenn man das so spürt.

      Islay hatte 2009 seinen Reiz und ich fragte mich , ob ich wohl noch mal herkommen würde.
      Jetzt war Islays Reiz deutlich größer und ich weiß, ich werde wieder hinfahren.
      Mit der Bodyguarderin - das haben wir schon besprochen , entschieden und besiegelt.

      Der Finlaggan und Kildalton Cross sind mehr, als sie zu sein scheinen und wichtiger, als eine Touristenattraktion.

      Feis Isle ist einfach nur noch peinlich.....und die Islay-News schrieben es ganz deutlich, untertitelten ein Bild von Besuchern die in laaaangen Schlangen seit früh morgens anstanden mit den Worten "still crazy"
      Beliebt seid ihr nicht, ihr Whisky Terroristen....das ist mal sicher.
      Und erst recht unbeliebt macht ihr euch mit euren Verkäufen auf Ebay, wo man noch beim Foto der Flasche sieht, das ihr gerade aus der Distille kommt.

      Whisky gibt es günstig und trotzdem lecker....man muss nur gucken.

      Eine wundervolle Insel, die viel mehr als Distillen zu bieten hat und Islay-Time ist kein Mythos. Die Uhren gehen anders, das Leben lebt dort langsamer.
      Dafür mit mehr Sauerstoff.

      Die Reise war viel besser als erwartet und nötiger als gedacht.

      Wieder hier zu sein ist hart, aber trotzdem gut.
      clansman-malt-connection@gmx.de
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    • Rück ein Stück Schorsch :D
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • Hört sich wirklich nach einem außergewöhnlichen Erlebnis an. Und wie immer ist es sehr schön zu lesen und ich kann zumindest erahnen, wie geil der Urlaub gewesen sein muss. Ich warte gespannt auf die restlichen Tage :)
    • Es ging mir ähnlich, als Lemmy verstorben war.
      Ich habe Motörhead das erste Mal an Silvester 1979 oder 1980 im Fernsehen gesehen. Es war eine Videoclipsendung mit Thomas Gottschalk :ok: . Es wurde Overkill zum Besten gegeben. Sowas hatte ich noch nie gesehen!!!!!!! Die Woche darauf bin ich in den Plattenladen und hab mir die LP gekauft. Unglaublich. Ich habe Motörhead das erste Mal am 21.11.1981 live gesehen, bis heute ein Feiertag für mich. Ich war gerade 16 Jahre alt. Meine Eltern fuhren meinen jüngeren Bruder einen gleichaltrigen Freund und mich zum Konzert. Eine Woche Pfeifen im Ohr :headbang: . Seitdem hat Motörhead mich durch mein Leben begleitet. Ich muss zugeben, dass Konzertbesuche in den letzten Jahren nachgelassen haben....
      Mein Nickname stammt noch aus meiner Teeniezeit, als ich ständig mit einem Lemmy-T-Shirt rumgelaufen bin :top: . Das ist mittlerweile solange her, dass viele schon gar nicht mehr wissen, weshalb ich so genannt werde.
      naja, manchmal ist es mir bisschen peinlich, den gleichen Spitznamen wie der "Echte" zu haben...
      Nach seinem Tod habe ich auch länger gebraucht, wieder Motörhead zu hören. Der Gedanke, dass diese Stimme nur noch auf Tonträgern zu hören sein wird, war echt übel. Aber sein Vermächtnis ist so umfangreich, dass es für alle Lebenslagen, etwas gibt, in das ich mich flüchten kann... (.) ....and we play Rock`n`Roll

      `Lemmy
      Slàinte

      Lemmy :headbang:

      Lemmy`s Whisky To Gogo Bar


      Suche Whisky mit Destillationsdatum 04.02.1993
    • Mal sehen, ob und wie ich es schaffe meinen Bericht noch vor Montag zu schreiben. Dann bin ich drei Tage außer Gefecht...und ob ich dann noch Erinnerungen habe...abwarten.
      Selbst an guten Tagen bin ich nur durchschnittlich...
      ROT ist BLAU
      und Ironie ist normal
    • Teil I
      Findet die Reise statt, so fragte ich mich noch wenige Tage vor dem Start. Jeder der drei hatte so seine eigenen Probleme...aber am Ende stand dann doch fest, dass wir fahren. Leider nur zu dritt und so wurde aus dem Quartett ein Trio.
      Nach der Messe in OB, die zum Glück entscheidend von Clansman Malt Connection mitgestaltet wurde, räumte die Odin Familie noch meine Messeflaschen aus dem Auto. Ich durfte aus gegebenem Anlass nichts anfassen.
      Am Sonntag rollte dann Imperial an, kurzer Abschied von den Odins und los ging es. Im Amsterdam waren wir dann weit vorne in der Schlange, das heißt eigentlich wären wir weiter hinten gewesen. Aber unter dem Protest der Chorknaben habe ich mich vor ein Essener Wohnmobil gestellt, dessen Fahrer wohl mal auf das Töpfchen musste. Kanzlerkompetenz eben.
      Auf der Fähre dann wurde die Reise gebührend mit dem Buffet eingeleitet. Nach nur einem Abschlussdram war dann auch schon Ende...
      Höhepunkt des Tages war das Wort "Idiotenzepter" für die Kollegen, die sich mit Hilfe eines Stabes am Schmierfon selber ablichten.
      Am folgenden Tag ging es dann quer durch das Land ohne Namen Richtung ALBA. Dort angekommen wurden die feinen herren in der "Résidance Hostel" abgeliefert, dann endlich konnte ich mein kärgliches Domizil bei W.S. beziehen.
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    • Teil II
      Kilchoman war geplant und die Begrüßung durch Bryony (ex Laphroaig guide) war sehr herzlich. Schön, wenn man durch den Importeur schon im Vorfeld angemeldet wird...das klappt nicht immer so. Auch das Auslegen der Flyer für den Whiskyherbst war überhaupt kein Problem.Geht doch !
      Bei Laphroaig konnte erst in letzter Sekunde vor der Abfahrt überhaupt ein Kontakt hergestellt werden, obwohl man seit November 2015 wusste, dass wir anreisen werden. Aber zum Glück gibt es ja Vicky, die alles sauber für zwei Tage später arrangierte.
      Im KilnCafé dann die Überraschung. >>Die hat hier rüber gelächelt<< meinte der Clansman. Ja sicher, dachte ich mir, aber dann sah ich sie. Jackie, die Seele des Kilncafés hat mich doch tatsächlich nach etwa 13 Jahren, als wir uns auf dem Whiskyherbst gesehen haben wiedererkannt. Respekt Jackie, ich Dich auch !!! Flyer auslegen war natürlich auch kein Problem. Als ich die abgab, drückte mir die Bedienung an der Theke drei Gläser Dark Cove in die Hand...von Jackie. Mein Einwand, dass ich ja noch die feinen Herren fahren muss, wurde dadurch entkräftet, dass man mir mein Glas dick mit Klarsichtfolie einwickelte. Ja Leute, so geht das.
      Am ersten Juni dann in die Islay Wollen Mill, die von einem Engländer betrieben wird, der seit 1985 auf Islay lebt. Auch Gordon erkannte mich wieder, was für eine Freude.
      Da man über den deutschen Weg nicht an TartanStoff und Schals für die Laphroaig Lounge kommt, macht man das eben selber vor Ort. Das ging natürlich ohne Probleme. Die vorrätigen Sachen wurden mitgenommen und die fehlenden Schals werden in den Laden geschickt, selbstverständlich auf Rechnung und ohne VAT, da ich ja Händler bin und in D verkaufe und versteuere. Was für ein Service, und das nachdem man sich 15 lange Jahre nicht gesehen hat.
      Im Anschluss daran dann noch die Brauerei. War selbst für einen der kein Bier trinkt hoch interessant.

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    • Teil III
      Als erstes am Morgen sieht sich W.S. drei Wetterberichte und die Seite von CalMac an um zu sehen, ob die Fähren fahren. Zum Glück macht er das, denn sonst hätte ich nie erfahren, dass unsere Fähre zurück mal eben nach Oban umgeleitet wurde. Also nach Port Ellen und umgebucht auf eine Fähre früher. Wäre aber nicht nötig gewesen, da man die ursprüngliche Fähre am nächsten Tag dann doch wieder nach Kennacraig fahren ließ. Auf eine nochmalige Umbuchung haben wir dann doch besser verzichtet.
      Im Bus merkte man dann doch so langsam, dass die feinen Herren aus der gleichen Gegend kommen. Eigentlich wäre Urologe der Beruf, der ihnen die volle Möglichkeit zur Entfaltung geben würde. Das Grundthema beherrschen sie jedenfalls bestens. Wenn auch nicht immer zur Freude des Fahrers. Wenn dieser sich jedoch mal ein wenig an Weltideen erfreut und diese nach Art von Olli Dittrichs genialer Figur "Dittsche" ins Spiel bringt, ja dann ist der Ärger auf der Rückbank groß...
      Bei Laphroaig angekommen fragte ich nach Vicky. Der Mann am Eingang, er heißt Dave, fragte mich dann auch sofort >>are you Werner<<, was ich wahrheitsgemäß bejahte. Also ging er zum Computer auf dem zu lesen stand >>Wenn Werner kommt, sofort im Büro anrufen<< (Kanzleralarm eben...).
      Unsere Tour war 2,5 Stunden lang und sehr unterhaltsam. Meinen Whisky verteilte ich, bis auf einen winzigen Schluck, auf die feinen Herren, die aber auch noch anderweitig naschten, wie sich später herausstellte. Als Fahrer bekam ich dann doch noch meine Minis abgefüllt, was verhinderte, dass der feine Herr Clansman noch mehr naschen konnte...
      Die Sache mit dem Stein am Strand von Ardtalle stimmt absolut. Mein Versuch einen Stein ins Wasser zu werfen scheiterte an der noch nicht ganz ausgefeilten Wurftechnik. Aber der Clansman weiß ja wie es ist, wenn man was an den Schädel bekommt. Vom anschließenden Bad der feinen Herren im 12° warmen Meer gibt es natürlich aussagefähige Bilddokumente...
      In Yans Kitchen gab es dann das Abebdessen. Wieder ein Tag unter sengender Sonne neigte sich dem Ende entgegen.

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    • Teil IV
      Am nächsten Tag sprachen wir von den auf Islay lebenden Forumsindianern und Sekunden später standen sie neben uns.Also besuchten wir sie, tranken in sengender Sonne Kaffe bei ihnen und bewunderten ihr feineskleines Haus. Bei Bunnahabhain saßen wir dann lange am Wasser und probierten die eine oder andere Probe von GlenDronach. Ein sehr schöner Nachmittag, dem ein paar Wolken gut getan hätten.
      Am Tag danach nach Bowmore, Kilchoman Friedhof, Brennerei zum Essen und dann auf eine etwa 200m ins Meer ragende Landzunge. Diese wurde bis zum Ende erwandert, was eine durchaus beachtliche Anstrengung ist...
      Sonntag der 5. Juni. An diesem Tag gab es nur ein Ziel, den Strand von Kintra. Dort trafen wir dann auch rechtzeitig ein, um den ersten Whisky genau um 11:55 zu öffnen. Der Glenfarclas vom 5.6.1956 war dem Anlass angemessen. Inzwischen hatte sich einer aus unserer berliner Tastingrunde "Inner Circle" gesellt, der extra für diesen Tag nach Islay gekommen war. Das nenne ich mal eine gute Entscheidung.
      Der auf den Glenfarclas folgende Mortlach von 1942 raubte mir dann fast die Sinne. So kann Whisky also auch mit 40% schmecken, wenn er denn 50 Jahre alt ist. Diesen whisky wollte mal anderen Ortes jemand von mir kaufen, um ihn dann für 850.- € mehr zu teilen. Da trinke ich den doch lieber selber mit freunden...
      Zum Abschluß gab es dann noch einen ebenfalls am 5.6. allerdings erst 1975 destillierten Ardbeg im zarten Alter von 18 Jahren. Auch den konnte man trinken.
      Dann kam der für mich gefühlsmäßig wichtigste Moment. In den feinen feuchten Sand wurden von mir die Namen und Lebensdaten meiner beiden unvergleichlichen BorderCollie Mädchen Islay und Jane geschrieben. Diese Hunderasse haben meine Frau und ich dort kennen und lieben gelernt. Und wenn es nicht geregnet hat, dann stehen die Namen immer noch im Sand.
      Bei Walter S. haben wir dann ein köstliches Essen genossen. Völlig wertneutral habe ich ihn dann noch gefragt, ob er denn Olli D. kennen würde. >>Na klar, ein großartiger Künstler<< Und Dittsche? >>Eine geniale Figur<<
      Bämmmm, der saß beim Clansman.
      "Mach mal nen Hobel klar, eine reine Weltidee, ein Titan, biddddä" Abspann.
      Ein wunderbarer Tag, schön dass wir ihn zusammen erleben durften. Kanzlerwetter, gut essen und trinken, der Flut zusehen wie sie das Land eroberte. Was um alles in der Welt möchte ich noch mehr?
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    • Thomas wie immer ein suuuuper Bericht ...... es stellt sich allerdings die Frage warum ein Teppich nicht nach Füßen riechen soll .... wonach denn sonst ....... :umarmen: :P :rofl:
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)