Angepinnt Projekt Whiskybar aus einem Fass...

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    • Danke, danke :$

      Die letzten Tage hatte ich nicht ganz so viel Zeit und war nur 3 Abende in der Werkstatt. Ein bißchen habe ich aber schon noch geschafft. (Fotos habe ich leider vergessen zu machen.)

      Die beiden Bretter für den Boden habe ich in das Fass eingepasst und mit diversen Unterlegplättchen in's "Wasser" gebracht, damit es gerade ist. Eine durchgängige Platte habe ich unten als Boden nicht genommen, da ich hierfür wesentlich mehr Holz verbraucht hätte, was man hinterher nicht sieht, da hier der Korpus (Schrank) draufsteht und seitlich Blenden als Sichtschutz angebaut werden. Diese beiden "Bodenbretter" habe ich fest mit den unteren Fassdeckel verschraubt. Vorher habe ich den Fassdeckel mit 7 großen Winkeln mit den Fassdauben verschraubt. Damit dieser nicht evtl. bei späterer Trocknung herausfällt. Ebenso habe ich den oberen Fassdeckel vorsorglich mit Winkeln verschraubt. Auf diese Bodenbretter wird dann der Korpus (Schrank) verschraubt.

      Dann habe ich die Tage noch ordentlich Leimholz für die fehlenden Teile (Schubkasten, 1 Seite des Korpus, teilweise Blenden gemacht). Hier habe ich leider wieder einen Engpass an Holz und muss nochmal zum Tischler. (Dafür hat er mir das Holz so unschlagbar günstig zur Verfügung gestellt, da fahre ich lieber 3x hin. Im Holzhandel hätte ich für alles wahrscheinlich das 3- bis 4-fache bezahlt.)

      Heute will ich den Korpus fertig machen. Dafür muss ich erst noch das Leimholz hobeln, zuschneiden und schleifen. Die Eckverbindungen mache ich mit der Lamelo-Fräse. Und das ganze wird dann verleimt.

      Wenn ich Glück habe, kommen Anfang nächster Woche die Schubkastenführungen. Bevor ich die nicht habe, kann ich noch nicht mit der Schublade anfangen. Die Vorarbeiten habe ich schon erledigt mit dem Erstellen des Leimholzes. Nur weiß ich nicht 100% wieviel Luft benötigt wird zwischen Korpus und Schubkasten. Deswegen muss ich hier mit dem genauen Zuschnitt, Hobeln, Schleifen und Verleimen des Schubkastens noch warten. Ich hätte mir hier zwar auch was bestellen können und anhand der dann vorliegenden Zeichnung mir die Maße heraussuchen können. Aber ich war mir nicht sicher, welcher Auszug der Beste ist und habe einen anderen befreundeten Tischler, der viel individuellen Möbelbau macht, gefragt, ob er mir den bestmöglichen heraussucht. (Der Schubkasten ist ziemlich hoch und sehr schwer, wäre ärgerlich, wenn mir der Schubkasten aufgrund von schlechter Beschläge kaputt geht bzw. ich die Beschläge nach 1 Jahr auswechseln muss.)

      Also langsam nimmt das "Fass ohne Boden" (wie es meine Frau bereits getauft hat) Form an. :)
    • Eggi schrieb:

      Also langsam nimmt das "Fass ohne Boden" (wie es meine Frau bereits getauft hat) Form an. :)

      :klatschen: :rofl: :klatschen:
      Bin dann mal gespannt, wenn du es nicht wieder vergisst Eggi.

      Knipser Grüße
      1900
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    • thomasfantasy schrieb:

      Ich bin mal gespannt, ob der Hannes auch Auftragsarbeiten annimmt :D :duck_weg: Ich hätte daran Interesse
      Ach, das macht der Hannes ganz sicher. Bei seiner Kollektion kannst Du Dir dann sicher auch aussuchen, ob das Erdmöbel dann mit Seide ausgeschlagen wird.
      Selbst an guten Tagen bin ich nur durchschnittlich...
      ROT ist BLAU
      und Ironie ist normal
    • whiskykanzler schrieb:

      thomasfantasy schrieb:

      Ich bin mal gespannt, ob der Hannes auch Auftragsarbeiten annimmt :D :duck_weg: Ich hätte daran Interesse
      Ach, das macht der Hannes ganz sicher. Bei seiner Kollektion kannst Du Dir dann sicher auch aussuchen, ob das Erdmöbel dann mit Seide ausgeschlagen wird.


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    • Modell "Whisky Coffin"? (Den wollten Niklas und ich mal aus alten Fässern bauen, ist aber nie was draus geworden... Problem ist auch, dass die Dauben von Whiskyfässern nicht lang genug sind.)

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      Auftragsarbeiten nehme ich nicht an. Kann aber gerne an drei Tischler weiterverweisen, die das machen können. (Aber das wird teuer. Ich denke mal, wenn ich das machen lassen würde, was ich da im Moment mache, würde das irgendwo bei 2000 bis 3500 € liegen.)

      ------

      Heute Vormittag habe ich dann auch endlich mal wieder ein paar Bilder gemacht.

      Eigentlich wollte ich nur kurz in die Werkstatt fahren, um die Schraubzwingen abzunehmen, den Korpus in das Fass zu stellen und ein paar Bilder zu knipsen... Eigentlich...

      Als ich den Korpus in das Fass stellen wollte, habe ich festgestellt, dass ich mich vermessen habe. Korpus zu hoch. Scheiße! Zum Glück nur minimal. Ich habe leider nicht mehr gestern vor dem Zuschnitt nachgemessen, wie hoch der Schrank jetzt genau werden darf. Habe mich auf ein altes Maß verlassen. Da hatte ich jedoch noch nicht die beiden unteren Böden eingearbeitet (siehe Foto) und die Fassdeckelleisten in Querrichtung (siehe Foto ebenfalls). Diese haben über den Ausschnitt herübergeschaut, so dass das lichte Maß kleiner als die Fassöffnung war... Mist!

      Also kurzerhand heute Morgen noch eine Extraschicht eingelegt. Habe zum Glück keine Termine gehabt, so dass das ging.

      Die Fassdeckelleisten habe ich abgeschraubt und auf der Kreissäge dünner geschnitten und wieder angeschraubt. Die Fassböden habe ich ebenfalls ausgeschraubt, mehrmals über den Abrichter abgehobelt, danach auf derBandschleifmaschine geschliffen und wieder eingebaut. (Dieser erneute Einbau war besonders nervig, weil in dem Fass alles krumm und schief ist und ich ziemlich lange damit beschäftigt war, mit Unterlegplätchen die beiden Platten in Waage auszurichten.) Und bevor ich die unteren Böden eingebaut habe, bin ich noch mal mit der Handbandschleifmaschine mit 80er Papier an die Ausschnittkanten oben und unten gegangen und habe da weggenommen, was ging.

      Nach dieser Aktion hat der Korpus dann zum Glück hinein gepasst. (Und hat auch etwas Luft nach oben noch.)

      Die verschiedenen Holzstücke, die links neben dem Fass angelehnt sind, sind die verleimten Hölzer für den Schubkasten und die verschiedensten Blenden. Die habe ich die Tage ja schon vorbereitet. Die müssen halt noch gehobelt, zugeschnitten und geschliffen werden sowie dann verleimt werden.
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    • Langsam aber sicher nähere ich mich dem Ziel...

      Montag, Dienstag, Mittwoch und gestern habe ich einiges geschafft.

      Der Montag war zwar ein Griff ins Klo (insgesamt ein gebrauchter Tag, der sich abends in der Werkstatt weiterzog). Ich habe den Korpus für den Schubkasten machen wollen. Naja, Hobeln, Zuschnitt und Schleifen war kein Problem. Nur dass ich mich vermessen habe. Zum Glück habe ich es noch rechtzeitig gemerkt und konnte den verleimten Korpus wieder auseinandernehmen. (Ich hatte ihn 1 cm zu lang zugeschnitten. Ich hatte die ganze Zeit ein altes Maß im Kopf. In der Holzliste hatte ich das richtige... aber beim Zuschnitt das Maß nicht nochmal mit der Liste abgeglichen...)
      Fotos habe ich an diesem gebrauchten Tag keine gemacht.

      Das ganze konnte ich am Dienstag wieder ausbügeln. Die Schubkastenteile habe ich entsprechend dem richtigen Maß gekürzt. Überall wo ich für die Lamellos schon gefräst hatte, hatte ich Lamellos eingeleimt, die sauber abgeschnitten und zum Teil verschliffen. Und dann nochmal neu für die Lamellos gefräst und das ganze verleimt. Wenn man es nicht weiß, dass ich mir da einen zusammengefuscht habe, sieht man es nicht... also Ende gut, alles gut. (Wer mit dem Wort "Lamello" nichts anfangen kann: Eine Lamello-Verbindung ist eine Eckverbindung im Möbelbau. Man fräst an beide Werkstücke eine Nut und verbindet diese Werkstücke mit Leim und einer Lamello-Feder. Das ganze ist relativ einfach zu machen und hält normalerweise besser als ein Dübel. Lamello-Vebindung.)
      Fotos habe ich ebenfalls keine gemacht, da ich wenig Zeit hatte.

      Am Mittwoch habe ich mich dann an die Rahmen begeben. Die seitlich an den Schubkasten-Korpus zur Stabilisation und als Begrenzung gegen Herausfallen von Flaschen dienen sollen. Das Holz habe ich zugeschnitten, gehobelt. Die Eckverbindung habe ich in diesem Fall gedübelt (für Lamello war es meiner Meinung nach zu schmal). Und das ganze verleimt.
      Ebenfalls keine Fotos. (Donnerstag und heute Morgen habe ich aber welche gemacht, wo man auch die Ergebnisse der letzten Tage sehen kann.)

      Und gestern Abend bin ich wieder in die Werkstatt gefahren, um die Rahmen auf den Korpus zu verleimen. Als Verbindung habe ich hier Lamello gewählt. Nach zwei Stunden und des Verbrauchs etlicher Schraubzwingen war ich dann mit dem Ergebnis endlich zufrieden.
      Diesmal Fotos. ;)

      Auf dem ersten Foto seht ihr, wie die Rahmen mit dem Korpus verleimt werden. Das zweite Foto ist eine Detailaufnahme der Rahmen mit dem Korpus. Und das dritte Foto habe ich heute Morgen gemacht, als ich die Schraubzwingen abgenommen habe und den Schubkasten in den Korpus gestellt habe. (Der Korpus kommt später natürlich dann in das Fass. Aber anhand dieses Fotos kann man sich vielleicht besser vorstellen, wie das ganze später funktioniert. Unten kommen die Flaschen rein, oben ist Platz für Samples, Gläser und Krüge. Vor den Schubkasten wird halt noch der Fassausschnitt angebracht.)

      Die nächsten Schritte werden sein:

      Schubkastenführungen anbauen. (Habe ich leider noch nicht.)

      Den Schubkasten mit dem Fassausschnitt verbinden. (Vor den Schubkasten kommt noch eine Doppel aus Massivholz.)

      Diverse Blenden an den Seiten anbringen. (Korpus und Fasswand sowie Schubkasten und Fassauschnitt.)

      Das Fass sowie den Korpus mit Schubkasten oberflächenbehandeln. (Wahrscheinlich Ölen.)

      Den Fassdeckel weiß streichen.

      Den Fassdeckel mittels Schablone "individualisieren". (Wahrscheinlich lasse ich mir eine Schablone von jmd. plotten, der für uns Fahrzeugbeschriftungen macht.)
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    • Erinnert mich ein bisschen an eine Sendung aus Kindertagen: Zugeschaut und mitgebaut. :D

      Sieht richtig gut aus, Hannes. :top:
      Ich bin ein Blauer

      Je größer der Dachschaden, um so freier ist der Blick in die Sterne.
    • Blacky schrieb:

      Erinnert mich ein bisschen an eine Sendung aus Kindertagen: Zugeschaut und mitgebaut. :D

      Sieht richtig gut aus, Hannes. :top:


      Der Hannes hätte genauso gut Tischler werden können. Wäre auch in dem Beruf ein Meister seines Fachs gewesen.
      Nordfriesland - der einzig echte Norden
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    • Hannes! Das ist mal echt eine ganz große Nummer!
      Vielen Dank dafür, dass ich aus der Ferne teilnehmen kann. :klatschen:
      "Sie dürfen nicht alles glauben, was sie denken."
      (c)Heinz Erhardt

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    • Dann haben wir bald Hannes im Glück :rofl:

      Danke fürs Teilhaben und weiter so :klatschen:
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    • Einstein-Husum schrieb:

      Blacky schrieb:

      Erinnert mich ein bisschen an eine Sendung aus Kindertagen: Zugeschaut und mitgebaut. :D

      Sieht richtig gut aus, Hannes. :top:


      Der Hannes hätte genauso gut Tischler werden können. Wäre auch in dem Beruf ein Meister seines Fachs gewesen.


      Bin ich ja auch. :$ Nach der Gesellenprüfung habe ich jedoch nicht mehr im Tischlerhandwerk gearbeitet und habe die Fortbildung zum geprüften Bestatter und anschließend Bestattermeister gemacht. An und für sich hat mir das Arbeiten mit Holz schon immer Spaß gemacht und ich hätte es mir durchaus vorstellen können, beides irgendwie parallel zu machen: Tischlerei und Bestattungshaus. Jedoch habe ich in der Zeit der Ausbildung festgestellt, dass meine romantische, blumige Vorstellung des Tischlers als klassischen, individuellen Möbelbauers weitestgehend ein Relikt der Vergangenheit ist und vielfach der Arbeitsalltag aus der Montage von Fertigelementen besteht. (Ausnahmen bestätigen die Regel, aber für diese Ausnahmen im klassischen Möbelbau ist der Markt wesentlich enger als es früher war.) Und mittlerweile bin ich auch sehr zufrieden mit der Entscheidung, in nur einer Firma zu arbeiten. Denn man kann sich voll und ganz diesen einen Berufszweig widmen, seine Energie hierauf verwenden und hat nicht noch die Doppelbelastung. Denn viel mehr Geld kommt dann auch nicht rein, man ist nur abends noch länger in der Firma, braucht in der Tischlerei und auch im Bestattungshaus jeweils mind. 1 Mitarbeiter, der einen absolut kompetent vertreten kann... und, und... Und vor allem sollte man heute gerade im Bestattungsbereich klar vom Tischlerhandwerk trennen. Denn im Bestattungsbereich ist der Anspruch mittlerweile ein ganz anderer als noch vor einigen Jahren oder Jahrzehnten - und das mit Recht.
    • Es geht immer ein Stückchen weiter...

      Auf den Schubkastenbeschlag warte ich noch. (Heute soll er hoffentlich kommen.) Montag habe ich ein bißchen Kleinigkeiten gemacht, die nicht besonders erwähnenswert sind, gestern Abend habe ich dann mal wieder sichtbare Erfolge geschaffen.

      Links und rechts vom Korpus zur Fasswand kommen ja Blenden aus Eichenholz. Hierfür habe ich mir gestern Schablonen aus MDF (ein Plattenwerkstoff) gebaut. Als diese dann endlich mal nach fast einer Stunde anpassen an der Bandsäge richtig saßen, habe ich anhand dieser Schablonen die richtigen Blenden aus Eiche zugeschnitten. Komplett dicht habe ich es nicht bekommen. Wollte ich aber auch nicht, da Holz arbeitet und insbesondere dieses Fass, was nicht die richtige Holzfeuchte hat.

      Anbei ein paar Fotos. (Die zwei Stücke, die unten an das Fass gelehnt liegen, sind die Schablonen aus MDF.)
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    • Schaut schon echt gut aus Hannes, da merkt man die Handwerkskunst. Aber pass bei den Beschlägen auf! ;) :umarmen: :D
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)
    • Ich komme langsam dem Ende zu...

      Letzte Woche habe ich ordentlich was geschafft.

      Die Schubkastenbeschläge habe ich montiert.

      Das "mittlere" Doppel/Vorderstück an den Schubkasten angepasst. ("Mittlere" Vorderstück deshalb, weil vorne als richtiges Vorderstück ja noch der Fassausschnitt kommt) Das ist im Grunde nur erforderlich, damit ich bequem das Fassvorderstück besser an den Schubkasten anbringen kann.

      Im nächsten Schritt habe ich mir mühsam die Schablonen für die Verbindungsblenden vom Schubkasten zum Fassvorderstück aus MDF gefertigt. (Das hat ordentlich Zeit gekostet) Und dann anhand dieser Schablonen die fertigen Verbindungsblenden aus Eiche gefertigt. Hier musste ich äußerst genau arbeiten, da sonst hinterher alles nicht passt bzw. der Schubkasten nicht läuft. Die Verbindungsblenden sind an den Schubkasten nur geschraub und werden hinterher mit Winkeln noch verstärkt. So habe ich hinterher immer noch die Möglichkeit, das Fassvorderstück abzunehmen. (Falls es sich z.B. verzieht und der Schubkasten klemmt.)

      Am Freitag ging es dann an das Anbringen des Fassvorderstücks. Vorher habe ich auf der Formatkreissäge noch etwas vom Fassvorderstück abgesägt, da sich dieses in den letzten 2 Monaten anders verzogen hat als das Fass selbst.
      Dann habe ich zusammen mit einem Gesellen aus der Tischlerei das Fassvorderstück an die Verbindungsblenden geklebt. Dieses haben wir mit Multifaser-Kleber gemacht. Der Geselle hat mir geholfen, da ich vorher noch nie mit dem Kleber gearbeitet habe. Der Kleber sieht ähnlich aus wie Silikon (ist auch in der gleichen Kartuschengröße wie die Silikonkartuschen). Beim Aushärten verhält er sich ähnlich wie Bauschaum und quillt stark aus. Hatte den klaren Vorteil, dass ich die Verbindung vom Fassvorderstück an die Verbindungsblende gut geklebt bekommen habe, denn 100% konnte ich trotz sorgfältigsten Schlabonenbaus die Verbindungsblende nicht an das Fass anpassen. Durch dieses unterschiedliche Verziehen des Fasses und des Fassvorderstücks sind leider die Fassreifen nicht mehr auf gleicher Höhe (sieht man unten auf Foto 5).

      An Fotos habe ich auch gedacht.
      Das erste Foto zeigt den "nackten" Schubkasten ohne Doppel
      Das zweite und dritte Foto zeigen das angebrachte "mittlere" Doppel/Vorderstück mit den Verbindungsblenden. Oben auf dem Fass liegen die Schablonen aus MDF.
      Das vierte und fünfte Foto ziegen das Ankleben des Fassvorderstücks.
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    • Und heute Morgen bin ich vor der Arbeit in die Werkstatt gefahren, um zu schauen, ob der Kleber gehalten hat und der Schubkasten läuft.

      Er läuft. :)

      Steht leider jedoch oben etwas ab. Das hatte ich aber im Vorfeld schon erwartet, weil der Schubkasten von den Maßen und dem Gewicht zu hoch und schwer ist. Der Beschlag trägt das zwar, aber auf fast 80 cm Höhe bekommt er das nicht richtig rangezogen.
      Das müsste ich jedoch noch korrigiert bekommen. Das Fassvorderstück habe ich wieder vom Schubkasten abgeschraubt. In einzelne Fugen, wo am Freitag kein Kleber eingedrungen ist, noch etwas Kleber nachgespritzt. Heute Abend will ich am an der oberen Verbindungblende noch ca. 3-4mm abhobeln, damit der Schubkasten im geschlossenen Zustand oben nicht mehr absteht. Und ich werde wahrscheinlich am Fassvorderstück im oberen Bereich noch einmal ein paar Milimeter auf der Kreissäge abschneiden. Jetzt passt es zwar auf den Milimeter, aber wenn ich durch das Abhobeln der Verbindungsblende den Schubkasten im oberen Bereich (hoffentlich) komplett dran bekomme, wird er schleifen oder klemmen.

      Zur Stabilität des Fassvorderstücks an den Verbindungsblenden, werde ich noch zusätzlich zum Kleber Winkel anschrauben. Dann müsste das auf jeden Fall halten.

      Links und rechts seitlich passe ich noch Blenden an, damit man da nicht in diesen leeren Raum schaut.

      Dann muss ich das Fass noch Wachsen, den Deckel oben weiß streichen, mich um eine Schablone für die Beschriftung kümmern. Und unter das Fass werde ich noch 3 Eichenleisten schrauben, die unter den Fassboden kommen. Hier werde ich Teppich aufkleben. Die Leisten werden ca. 4 mm höher sein als der Fassrand, damit das Fass uns den Wohnzimmerboden nicht vermackt und nicht auf den rostigen Fassreifen steht.

      Einiges ist also noch zu tun, das Ende ist aber in Sicht. :)
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    • Danke für die viele positive Kritik.

      Geniesser schrieb:

      ...
      Nur eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen:
      Wie verhinderst du, dass das Fass nach vorne kippt wenn der voll mit Flaschen beladene Schubkasten herausgezogen wird (z.B. Gegengewichte seitlich am Fassboden)?
      ...


      Ich gehe davon aus, dass das Fass inkl. Korpus genügend Eigengewicht haben wird. Im Moment - ohne Flaschen im Schubkasten - reicht das auch massig. Viel Gewicht kommt eh nicht in den Schubkasten. Ich denke, dass da ca. 10 Stück hinein passen. Wenn ich merke, dass das Fass nach vorne kippt oder vorne kippen könnte, würde ich Gewichte hineinlegen. Die Blenden links und rechts vom Korpus kann ich abschrauben und da dann Gewichte reinlegen. Zur Not könnte ich auch den Korpus auch herausnehmen und unter diesen noch Gewichte legen. Ich hoffe aber erstmal, dass es ohne gehen wird.
    • Gestern und Vorgestern habe ich wieder einiges geschafft. Ich hatte zwar schon geschrieben, was ich vorhatte, jetzt aber nochmal, was ich gemacht habe... ;)

      Zum einen habe ich die Schablone für die Fassbeschriftung plotten lassen (Foto 1). Ging leider nur als Aufklebefolie und nicht auf Pappe, Plastik oder ähnlich Dickem. Die Aufklebefolie bringe ich auf, die Schrift lackiere ich aus und dann hoffe ich, dass ich es sauber runtergezogen bekomme. Klebebuchstaben wären zwar auch gegangen, aber das fand ich irgendwie stillos.

      Das Fass schließt jetzt auch oben richtig an. (Oder zumindest so "richtig" wie möglich...) An der oberen Verbindungsblende vom Schubkasten zum Fassvorderstück habe ich dafür mit dem E-Hobel ein paar Milimeter abgenommen und am oberen Fassvorderstück längs ein paar Milimeter auf der Kreissäge abgeschnitten. (Foto 2)

      Die rechts und links befindlichen Blenden am Schubkasten zum Fassvorderstück habe ich angepasst. (Foto 3)

      Dann habe ich die restlichen noch nicht gewachsten Blendenteile gestern gewachst. Auf den Bildern der letzten Tage war nur der Schubkasten gewachst, der Rest noch nicht. Und auf den Fassdeckel habe ich Blausperre aufgetragen, damit ich diesen heute und morgen weiß lackieren kann. (Foto 4)

      Unter den Fassboden habe ich noch drei dicke Eichenholzleisten geschraubt, unter die ich noch Teppich klebe.


      Da der oberste und untereste Fassreifen von mir noch nicht richtig befestigt wurde, dieser jetzt etwas locker sitzt und mir leider die Schmiedenägel ausgegangen sind, habe ich mir hier noch welche bestellt. Ich hoffe, dass diese morgen da sind. Wenn alles glatt geht, habe ich das Fass Ende der Woche oder spätestens nächste Woche fertig. :)
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