Wieviele Distillen entstehen denn nun neu in Scotland? Diskussion und Ergänzungen!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Cool. Eine ziemlich umfangreiche Darstellung :klatschen: :klatschen: :klatschen:
      Slainte

      Jörg

      ___________

      Bibo ergo sum

      Ich trinke Alkohol nur an Tagen, die auf -g enden. Und mittwochs.

      Urmenschen hatten nur Biofleisch, viel Bewegung, keine Zigaretten, keinen Alkohol und sind dennoch nie älter als 35 Jahre geworden.
    • Ist gut, ihr könnt aufhören. (..) Ich bin schon ganz verlegen und rot. :nein: ;(

      Es ist auch nicht wahnsinnig viel Arbeit. Es wahr mal viel Arbeit, vor Jahren lange her.
      Jetzt ist es nur noch Bestandspflege und darüber hinaus habe ich ein paar fleißige Helfer (denen gilt mein Dank).



      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Hebrides schrieb:

      Ist gut, ihr könnt aufhören. (..) Ich bin schon ganz verlegen und rot. :nein: ;(

      Es ist auch nicht wahnsinnig viel Arbeit. Es wahr mal viel Arbeit, vor Jahren lange her.
      Jetzt ist es nur noch Bestandspflege und darüber hinaus habe ich ein paar fleißige Helfer (denen gilt mein Dank).






      Nanana, mal nicht das Licht unter den Scheffel stellen! Danke auch von mir, mögest du in rot erstrahlen :$
    • … Eigentlich fehlt nur noch das Ingo in die Kerbe haut. Er wird wohl nicht lange auf sich warten lassen. :nein:

      In Ireland hat sich ja auch einiges getan, aber z.Z. bin ich emotional verstört. :cursing:

      Mal sehen wann und wie ich Euch das unbemerkt unterschieben kann.
      Hat jemand Erfahrungen mit Ghostwritern oder Strohmännern? :Nase:
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • So langsam muss ich mal einen festen Platz für Rudi´s Liste finden,
      damit sie nicht so im theart verschwindet.
      Mal warten was Albert meint wo es gut aufgehoben ist.
      Die Diskussion bleibt weiter hier und wenn wir den Platz gefunden haben,
      wird Rudi sicher das update übernehmen =)
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • Dann würde die amtierende No. 3 der Welt (Anzahl der Whisky Distillerien je Land) eine überdurchschnittliche Aufwertung erfahren.

      Das Ranking stellt sich da ungefähr wie folgt dar:
      01. USA ca. 800+
      02. Germany ca. 200+
      03. Scotland ca. 113
      04. Indien ca. 070++
      06. France ca. 050
      07. Canada ca. 041
      08. Australia ca. 040
      09. Nederlande ca. 030
      10. Ireland ca. 021+
      11. Japan 021
      12. Schweden ca. 019

      Die untere Hälfte nicht so statisch sehen, das kann sich sehr schnell verschieben. So wird Ireland Ende 2017 ca. 40 aktive Destillerien haben.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Blacky schrieb:

      Oder wird da jeder Fusel als Whisky durchgewunken?
      Gut das entscheidet jeder für sich.
      Per Gesetz sind die Rahmenbedingungen was sich Whisk(e)y nennen darf und was nicht vorgegeben.
      Von daher ist das im Großen und Ganzen geregelt.

      Und ich denke das gemessen an der Menge in Germany noch relativ wenig Fusel produziert wird.
      Dann ist da auch die Frage was man mit was vergleicht.
      Da wird jeder Vergleich irgendwo anders hinken.

      Ich konnte z.B. über Jahre hinweg den Amerikanern nicht abgewinnen.
      Aber wenn man sich damit auseinandersetzt passieren gar wundersame Dinge.

      Ich sage mal so, da machten wir ein Scottish Single Malt Tasting in einer amerikanischen Bar, es gibt sieben recht spannende Proben (div. Single Casks; im Alter bis an die 29y.o.) zum Teil auch noch eigenhändig mit ausgewählt.
      War ein richtig geiles Tasting, alle hatten ihren Spaß.
      Besonders der Betreiber der Bar, er lud uns am Ende noch zu einem Absacker ein, …Bourbon völlig klar.
      Der Höflichkeit gebührend darf man nicht ablehnen, auch wenn mir durch diesen einen Dram der Abend geschmacklich vermiest würde.
      Den Rest kann man sich sicher denken, genau weit gefehlt, der Absacken der absolute Traumstoff (Made in USA).
      Die sieben Schotten des Abends durften bei mir gedanklich allesamt wegtreten, es war nicht einer dabei der auch nur ansatzweise geschmacklich dort anzusiedeln war.


      Und wenn ich mir jetzt so anschaue was für Belanglosigkeiten in Schottland in letzter Zeit auf Flaschen gezogen wurde,
      da denke ich mir auch "Leute ihr macht es der internationalen Konkurrenz im moment irgendwie ziemlich leicht!"

      Ich denke jedes Land hat da seine Highlights und auch Tiefpunkte vorzuweisen.
      Von da her sollte jeder für sich entscheiden interessiert es mich oder interessiert's mich nicht.
      Und danach dann gleich die nächste Frage, möchte ich das Positive oder das Negative hervorheben, beweisen oder oder …






      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Kommentare zur obigen Liste "Neue und geplante Destillen"

      Damit man schnell die aktuelle Liste findet, werde ich alle bisherigen Kommentare aus dem obigen Thread herausnehmen. Hier ist dann auch der zukünftige Thread für die weiteren Kommentare.
      Nordfriesland - der einzig echte Norden
      ______________________________________________
      www.einstein-husum.de
      www.whisky24.net
      email an: albert@einstein-husum.de
    • Ich frage mich jetzt nur, wie viele Destillerien in 5, 10 und 15 Jahren wieder stillgelegt sind? Der Weltwirtschaft wird sich nicht so positiv weiter entwickeln (China schwächelt jetzt schon) und die Whisky-Industrie wird einmal mehr auf Überproduktionen sitzen. Wenn sie die dann aber in den Fässern lassen, gibt es beim nächsten Whisky-Hype viele schöne alte Jahrgänge. Die Jungen unter euch können sich schon mal freuen ...

      Skeptische Grüße

      Karl
      Ehret die Blends! Ohne sie hätten wir keine Single Malts!
    • Blacky schrieb:

      In D gibt es 200+ Whiskydestillerien?

      Oder wird da jeder Fusel als Whisky durchgewunken?


      Wie ich immer zu sagen pflege:
      "Das meiste ist nur in Fass gelagerter Kornschnaps"

      Käfer
      Whisky trinken ist gut für mich...
      ... Whisky sammeln ist gut für meine Erben !

      ICH BIN, WIE ICH BIN!
      DIE EINEN KENNEN MICH, DIE ANDEREN KÖNNEN MICH!
    • RavenNevermore schrieb:

      Ich frage mich jetzt nur, wie viele Destillerien in 5, 10 und 15 Jahren wieder stillgelegt sind?
      Richtig gesunde Skepsis ist immer angebracht, aber darüber Orakeln was sein wird … weiß nicht. Das Überlasse ich mal Anderen.
      Ich erfreue mich im Moment an der Vielfalt.
      Und ja, Preise für guten Whisky wie früher, oder Whisky wie anno dazumal … He bin ich sofort dafür (Je schneller - je Besser!)

      Kann man aus der Faktenlage irgendwelche Schlüsse ziehen! Vermutlich nicht, außer das das Whiskygeschäft seit Jahren brummt. Für wie lange - keine Ahnung.

      Schottland: den aktiven 113 (Malt)+ 7(Grain) + 34(bekannten Neubauprojekten) stehen 630(Lost) + 25(Lost Grain) der letzten 250 Jahre gegenüber.
      Ireland weist ein ähnliches Bild auf. Wobei in Ireland hat sich die Anzahl der Distillerien in den letzten drei Jahren verdreifacht und wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach in den nächsten beiden Jahren weiter dramatisch erhöhen.
      Man kann also davon ausgehen das ich in Ireland die Anzahl der aktiven Whiskey Destillerien innerhalb von nur 5 Jahren verachtfachen wird.
      Da sage ich mal gut für die Vielfalt des Irish Whiskey, den dieser ist in den Jahren davor nahezu in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht.

      Schauen wir in die Vereinigten Staaten, dort haben ein paar wenige dutzend große Distillerien die Fahne vom Bourbon und Co. hochgehalten, durch die Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sind dort in den letzten Jahren ca. 2800 Micro- und Craftdistillerien entstanden, wovon sich ca. 800+ mit dem Thema Whisky beschäftigen.

      Nehmen wir Deutschland, bringt man die ca. 200+ deutschen Whiskybrenner auf's Trapez beginnt das große Stöhnen oder Wundern. Wenn ich nun noch darauf verweise das es in Deutschland rund 30.000 Brenner gibt und die Dunkelziffer derer die sich heimlich still und leise mit dem Thema Whisky beschäftigt haben oder gegenwärtig beschäftigen, dann stellt die Zahl 200+ doch nur die Spitze des Eisberges dar. Die 30.000 Brenner waren vor dem Whiskyboom da und sie wird danach wohl auch noch geben.

      Natürlich betrachte ich die zahlreichen neuen Monsterdestillerien, oder Erweiterungen der Produktionskapazitäten um viele Millionen Liter mit Skepsis.
      Aber für diesen massenmarktkompatiblen Whisky bin ich auch nicht die Zielgruppe.

      Die neuen Entwicklungen beim Whisky in Bezug auf Erlebnistourismus oder Erlebnisgastronomie finde ich persönlich absolut spannend und das ist genau mein Ding.
      Den Whiskymachern auf die Hände schauen und mit ihnen zu reden kommt richtig gut und bringt mir persönlich mehr, als irgendeine Marketinggeschichte von anderen Ende der Welt aufgetischt zu bekommen wo man versucht mir etwas vom toten Pferd zu erzählen.
      Der Austausch und die Verarbeitung dieser Erlebnisse in geselliger Runde mit anderen Whiskyinteressierten ist ein weiterer Aspekt den ich sehr schätze.

      Ich vermute mal Langeweile wird bei mir diesbezüglich nicht aufkommen.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Hebrides schrieb:

      Den Whiskymachern auf die Hände schauen und mit ihnen zu reden kommt richtig gut und bringt mir persönlich mehr, als irgendeine Marketinggeschichte von anderen Ende der Welt aufgetischt zu bekommen wo man versucht mir etwas vom toten Pferd zu erzählen.
      Der Austausch und die Verarbeitung dieser Erlebnisse in geselliger Runde mit anderen Whiskyinteressierten ist ein weiterer Aspekt den ich sehr schätze.
      Wie wahr, wie wahr... wo darf ich unterschreiben?

      Nur: Bei 30.000 Brennern in Deutschland bin ich ja durchaus noch bei dir, aber dass diese auch alle Schnapps brennen sollen? Das ist ja ein Brenner pro 2700 Einwohner 8|
      .
      Whisky-Journal - von, über und wegen Whisky

      Suche:
      - SMWS 38.xxx (Caperdonich)
      - Caperdonich 24yo Whiskykanzler Uncollectable Collection
    • Whiskinger schrieb:

      Wie wahr, wie wahr... wo darf ich unterschreiben?

      Nur: Bei 30.000 Brennern in Deutschland bin ich ja durchaus noch bei dir, aber dass diese auch alle Schnapps brennen sollen? Das ist ja ein Brenner pro 2700 Einwohner
      Quatsch! Von wegen Unterschreiben! Wir hocken uns mal zusammen und Tauschen unsere Erlebnisse aus. :beerchug:

      Oh die 30.000 runter gebrochen auf ein Brenner pro 2700 Einwohner sind irgendwie schockierend. :lala:
      Aber wenn man den historischen Bezug sieht, und es eigentlich in nahezu jedem deutschen Dorf einen Bauernhof mit Brennrecht gibt, welches auch noch erblich ist (es wird also seit Generationen weitervererbt).

      Nur brennen die meisten nur für den Eigenbedarf, also wenige Liter, der Ernteüberschuß der irgendwie verderblich ist wird konserviert.

      Also wenn ein Kleinbrenner im Jahr 1000 Liter Schnaps brennt, dann würden die 2700 Einwohner jeder 0,37 Liter im Jahr bekommen. :top:
      Wenn man dann die Zahlen des statistischen Bundesamtes nimmt, jetzt keine aktuellen, trinkt jeder Einwohner pro Jahr um die 7 Liter von den harten Spirituosen.

      Somit sind die 30.000 Brenner auch wieder relativ zu sehen, sie könnten die Bevölkerung auf kleiner Flamme nicht versorgen.
      Es gibt wie überall einige Große, welche mit der großen Kelle rühren.
      Interessant in dem Zusammenhang sind auch die Zahlen in Sachen Import und Export der harten Drogen.
      Auch hier fallen die Kleinen nicht weiter auf. Wenn sich der Markt verändert, dann haben die Großen Handlungsbedarf.

      So sind die 200+ Deutschen welche sich Whiskybrenner nennen, nüchtern betrachtet, auch wieder relativ zu sehen. Sie füllen im Moment einen recht kleine Nische.
      Niemand weiß wohin die Reise geht. Die Entwicklung zu beobachten ist für den einen mehr oder weniger interessant.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Mittlerweile gibt es trinkbare deutsche Whiskys. Aber vergleichen mit den Schottischen sollte man sie nicht. Ist halt ein eigener Stil.
      Ich sehe das entstehen bzw. Wiederinbetriebnehmen von Destillen zwiespältig. Einerseits freut es mich, wenn die Vielfalt wächst und so auch Whiskys außerhalb der Vertriebskanäle großer Konzerne auf den Markt kommen. Andererseits frage ich mich, wie der produzierte Whisky adäquat gelagert werden soll. Und damit meine ich nicht das Platzproblem, sondern die Fässer an sich. Nicht nur Whisky boomt, auch Rum. Und auch der wird in Eichenfässern gelagert.
      Ich kann als Brennmeister so gut sein wie ich will, wenn ich kein ordentliches Fass habe, bekomme ich auch keinen ordentlichen Whisky. Ich denke, einen nicht unerheblichen Anteil an den Preissteigerungen für Whisky haben auch die gestiegenen Fasskosten. Eichen wachsen nun einmal nicht in 10 Jahren. Und Spanien kann auf Dauer auch nicht die notwendige Anzahl von Sherry-Fässern liefern.

      Das wird in meinen Augen noch ziemlich spannend.
      Slainte

      Jörg

      ___________

      Bibo ergo sum

      Ich trinke Alkohol nur an Tagen, die auf -g enden. Und mittwochs.

      Urmenschen hatten nur Biofleisch, viel Bewegung, keine Zigaretten, keinen Alkohol und sind dennoch nie älter als 35 Jahre geworden.
    • Egon schrieb:

      Ich sehe das entstehen bzw. Wiederinbetriebnehmen von Destillen zwiespältig.
      Gut das Thema möglicher Engpass bei den Fässern kommt immer wieder hoch. Bei den Sherry-Fässern gibt es seit Jahren Versorgungslücken. Das ist nicht Neues, die Reifung von Scotch in Ex-Cherryfässern liegt im einstelligen Prozentbereich.
      Bleibt also die fragen wo kommen die Unmengen an Bourbonfässern her.
      Klare Antwort zum überwiegenden Teil aus Kentucky & Tennessee, das wird auch in Zukunft so sein.


      Letztendlich boomt die Whiskylandschaft weltweit und in den Staaten im Besonderen.
      Eigentlich sind alle großen und bekannten Bourbon Brenner am Bauen und erweitern.
      Jüngstes Beispiel Wild Turkey ist vor kurzem mit einer neuen 50 Mio. Anlage zusätzlich ans Netz gegangen.
      Folglich ist das Cask-Problem schon einmal vorgelagert, und ich glaube nicht das irgend Jemand eine 50 Mio. Dollar Anlage in die Landschaft baut ohne sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen wo in den nächsten Jahren die Fässer herkommen.
      Sicher gibt es einige Orte wo derartiger Unfug entsteht, aber es werden i.d.R. öffentliche bzw. Steuergelder in den Sand gesetzt und selten privat Vermögen.


      Aber ein paar Zahlen zu den Bourbon Barrel (Vorweg Kentucky fährt ungebremst seit Jahren Rekordzahlen ein):
      · Die Bourbon Produktion 2014 in Vergleich zu 1999 stieg auf mehr als 170% Prozent an
      · 2013 lagerten in Kentucky 4,7 Mio. Bourbon Barrel
      · 2014 wurden in Kentucky 1,3 Mio Borbon Barrel produziert (die höchste Zahl seit 1970, und das dritte Jahr in Folge über 1 Mio Barrel Jahresproduktion)
      · 2014 lagerten in Kentucky 5,6 Mio Borbon Barrel
      Das die Zahlen vor den eigentlichen Bauboom in Kentucky, Wild Turkey 2 ist da nur ein Beispiel und ein völlig Normales.


      Immer noch Angst davor das die Fässer ausgehen könnten.


      Gut dann lass mich nachlegen.


      · Kentucky hatte 2014 für 1,5 Billionen $ Bourbon exportiert!
      · Tennessee hatte 2014 für 1,0 Billionen $ Tennessee Whiskey exportiert!
      (Richtig Jackie & Co. sind ja eine andere Baustelle, allein an dieser Exportzahl kann man auf mindestens 3 Millionen Barrel schließen, welche irgendwo in Tennessee lagern und jedes Jahr kommen rund 1 Mio. neue hinzu.)


      Immer noch Skeptisch?
      · in Scotland lagern in den Warehouses rund 16 Mio. Cask (klingt viel ist es wohl auch so).
      · der Whisky wird in Scotland länger gelagert. Um es einfach zu machen sagen wir mal 10 Jahre durchschnittliche Reifezeit in Scotland.
      · In diesen Zeitraum werden schätzungsweise allein in Kentucky und Tennessee 25 Mio Barrel befüllt, wovon bei einer durchschnittlichen Reifezeit von 3 Jahren ca. 8 Millionen Barrel frei werden.
      · Naja, 8 Millionen Fässer muss man in Schottland ersteinmal unterstellen.
      · Zumal vorsichtig geschätzt in Schottland jährlich 1-2 Millionen Cask wieder frei werden. Es würden neben den 8 Millionen Ex-Bourbon aus den Staaten auch noch 10-20 Millionen aus Schottland dazukommen.
      Und die Schotten nutzen die freien Fässer bekanntlich auch ein zweites/ drittes und z.t. auch viertes Mal. Der Cask-Lebenszyklus liegt in Schottland folglich bei ca. 40 Jahre


      · Neben Kentucky & Tennessee gibt es ja noch weitere Bundesstaaten mit einigen Distillerien.
      · Canada hat auch keinen geringen Ausstoß an Canadian Whisky und demzufolge auch Fässer.
      · Wollen wir die Rum-Industrie nicht vergessen sie benötigt ja auch Fässer und ist auf Wachstumskurs. Aber es werden auch wieder Fässer frei und bekannterweise kann man in leeren Rumfässer prima Whisky lagern.
      · Folglich könnte sich der Lebenszyklus eines neuen Eichenfasses wie folgt gestalten:
      - 2,5 Jahre Bourbon-Belegung
      - 3,0 Jahre Rum Belegung
      - 15 Jahre Malt
      - 10 Jahre Malt
      - 10 Jahre Brain
      - Möbel, Whiskybarfass, Demo-Artikel, Brennholz, Kugelschreiber etc.


      Vor kurzen habe ich mal recherchiert ob es ein Problem ist an leere Fässer heran zukommen.
      Bei einen Einzelfass für Hobby und Heim, vielleicht aus einer ganz bestimmtes Destillerie ist das natürlich so.
      Aber ich hatte als Laie innerhalb eines Tages Kontakt zu zehn Cask-Brookern, welche mir ab Losgrößen von 50-100 nach obenhin Stückzahl offen auch langfristig im Abo sowohl Ex-Bourbon- wie auch New American Oak-Barrel angeboten haben.
      Scheint also nicht das Problem zu sein.
      Ich denke das Problem begründet sich in der Menge, wenn man nur 3 Barrel im Jahr befüllt, dann sind wohl 47 Barrel über und stehen sich kaputt.
      Die Anschaffungskosten von 10000-15000 Euro umgelegt auf die 3 sind dann 3.333-5.000 Euro pro Cask.









      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • loonie schrieb:

      Super Thema und gut geschrieben. Danke für die ganzen Infos.

      Hebrides schrieb:

      Immer noch Angst davor das die Fässer ausgehen könnten.

      manchmal stelle ich mir auch die Frage, wo kommt das ganze Holz für die Fässer her?

      Dem schließe ich mich an. Sehr interessant. Da müssen die Amis ja Eichenbestände ohne Ende haben 8| . Gut, die hatten auch keine Römer, die Schiffe gebaut haben, so wie die Schotten :D .
      Slainte

      Jörg

      ___________

      Bibo ergo sum

      Ich trinke Alkohol nur an Tagen, die auf -g enden. Und mittwochs.

      Urmenschen hatten nur Biofleisch, viel Bewegung, keine Zigaretten, keinen Alkohol und sind dennoch nie älter als 35 Jahre geworden.