Wieviel gebt ihr für Whisky aus?

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    • ..wie gesagt, es ist und bleibt sicher Ansichtssache bzw. Geldbeutelsache....

      Ich muss mich halt gewissen, monetären Gegebenheiten beugen, habe aber trotzdem das Gefühl, bei meiner Whiskywahl "aus dem Vollen" schöpfen zu können, wenngleich mir halt bestimmte Preissegmente für immer verschlossen bleiben.... :D :D :D

      Allen anderen, die da sich die Edelsten der Edlen leisten können, sei es von Herzen gegönnt; ich bin trotzdem ziemlich sicher - sollte ich mal in den Genuss eines Schluckes dieser extrem teuren Tropfen kommen - dass sich mein Verdacht bestätigen wird - das Geschmackserlebnis wird nicht wesentlich besser - vielleicht anders.... - sein, wie bei einem sehr guten Whisky in der Liga bis max. 99 Euro. Mit dem Preis erhöht sich nun mal leider nicht das "Aha-Erlebnis"....
    • Bernd schrieb:

      nun ja, meine Intention, auch beim Whiskykauf das eine, oder, andere leckere Tröpfchen zu bezahlbaren Preisen zu finde, ist ja nicht die, möglichst viel Quantität zu bekommen, um mir die Tage bzw. -wie du sogar sagst - die Jahre schön zu saufen - ich bin Genusstrinker + mir geht´s in erster Linie darum, etwas Tolles auf meiner Zunge zu schmecken +
      Bin ich ja auch, bis zu einem gewissen Grad ist mir der Preis noch relativ egal, hauptsache es schmeckt.
      Es mag anders geklungen haben, ich bin nicht per se der Billigsäufer :D


      Bernd schrieb:

      Vor kurzem ist mir ein junger, faßstarker, rauchiger Whisky - angeblich von Islay; brennerei ist ja oft ein großes Geheimnis - über den Weg gelaufen, zw.4 + 5 Jahre alt, der irgendwo zw. 44 und 49 Euro lag. Sorry, aber das halte ich für völlig überzogen....
      Spaß macht was schmeckt. Ich habe so einen Islay in der Bar, Einzelfassabfüllung, Cask Strengh.
      Manchmal sage ich doch einfach Sch... auf den Preis. Ob ich mir jetzt einen limitierten völlig überteuerten Ardbeg reinhaue, oder eben sowas.
      Wobei der, auch wenn er ein bissl teuer erscheinen mag, meinem Geschmack nach, jeden Cent wert ist...(der "Mystery Lagavulin Malt" von Islay natürlich)
      All we ever wanted was everything
      All we ever got was cold
      Bauhaus
    • Bernd schrieb:

      Vor kurzem ist mir ein junger, faßstarker, rauchiger Whisky - angeblich von Islay; brennerei ist ja oft ein großes Geheimnis - über den Weg gelaufen, zw.4 + 5 Jahre alt, der irgendwo zw. 44 und 49 Euro lag. Sorry, aber das halte ich für völlig überzogen....
      Das ist in der Tat schade. Wem ist die Flasche denn heruntergefallen?


      Eine kleine Anmerkung zu den hochprozentigen Whiskys sei noch erlaubt. Wer sich über deren hohe Preise beklagt, der möge doch diese mal auf die üblichen 40-43 vol% herunter verdünnen. Dann hat man plötzlich 0,924 Liter des gar köstlichen Getränks, was auch den Einstandspreis relativiert. Kann aber sein, dass dann der Whisky nicht mehr so schmeckt wie vorher, als man noch selbst mit Wasser experimentieren konnte...
      Selbst an guten Tagen bin ich nur durchschnittlich...
      ROT ist BLAU
      und Ironie ist normal
    • ..ja, da bin ich bei dir, aber ich habe auch keine ausgesuchten single cask, oder, langgereiften whiskies, die faßstark abgefüllt wurden, gemeint, sondern junge, meinetwegen 4-6 jahre gelagerte (leider schreiben sie dass ja nun - aus gutem grund - nicht drauf..) whiskies, die, von wer weiß wie vielen sog. unabhängigen abfüllern, mit fantasieetiketten, halt hochprozentig abgefüllt werden. da mag es ja durchaus den einen, oder, anderen tropfen geben, der eine relative qualität aufweist - ich bin trotzdem der meinung, dass diese flaschen günstiger sein müssten, als die oben beschriebenen...
    • Bernd schrieb:

      Allen anderen, die da sich die Edelsten der Edlen leisten können, sei es von Herzen gegönnt; ich bin trotzdem ziemlich sicher - sollte ich mal in den Genuss eines Schluckes dieser extrem teuren Tropfen kommen - dass sich mein Verdacht bestätigen wird - das Geschmackserlebnis wird nicht wesentlich besser - vielleicht anders.... - sein, wie bei einem sehr guten Whisky in der Liga bis max. 99 Euro. Mit dem Preis erhöht sich nun mal leider nicht das "Aha-Erlebnis"....
      Flaschen jenseits der 150 € habe ich auch noch nicht gekauft, aber trotzdem auch schon teurere Tropfen im Glas gehabt; bei Tastings oder bei Freunden. Meiner Erfahrung nach liegt die Grenze, über der sich das "Aha" Erlebnis nicht mehr erhöht bei ca. 300 €. Natürlich gibt es auch unter dieser Grenze überteuerte Flaschen, aber bis zu dieser Grenze sind mir schon Whiskies begegnet, wo ich bereit gewesen wäre, den Preis zu bezahlen, hätte ich es mir leisten können.
      "There are two things a Highlander likes naked, and one of them is malt whisky."
    • Bernd schrieb:

      ..ja, da bin ich bei dir, aber ich habe auch keine ausgesuchten single cask, oder, langgereiften whiskies, die faßstark abgefüllt wurden, gemeint, sondern junge, meinetwegen 4-6 jahre gelagerte (leider schreiben sie dass ja nun - aus gutem grund - nicht drauf..) whiskies, die, von wer weiß wie vielen sog. unabhängigen abfüllern, mit fantasieetiketten, halt hochprozentig abgefüllt werden. da mag es ja durchaus den einen, oder, anderen tropfen geben, der eine relative qualität aufweist - ich bin trotzdem der meinung, dass diese flaschen günstiger sein müssten, als die oben beschriebenen...
      Unabhängig ohne Altersangabe habe ich bisher selten gesehen, aber ja, die gibt es auch. Bei den Unabhängigen gibt es sonne und solche. Aber speziell die kleineren Unabhängigen sind in der Regel aus bestimmten Gründen Abfüller geworden und bieten ihre Produkte nicht überteuert an - zumindest wenn man sie ins Verhältnis zum EK setzt. Aber die Whiskywelt hat in den letzten Jahren nun mal einen Boom erlebt (der vielleicht sogar noch anhält, auch wenn ich meine, dass die Anzeichen sich verdichten, dass er zurückgeht) und so haben sich in diesem Wirtschaftssektor natürlich Investoren gefunden, denen es vornehmlich um Rendite geht und nicht um ein gutes Produkt oder gar um die Interessen des Kunden. Die Interessen des Kunden sind nur ein Vehikel und das kann man mit genug Marketing lenken. Erhellend dazu fand ich die Äußerung von Thomas Krüger (einer der Inhaber von Whiskyauction.com) in einem Interview: "Im Moment sind wir in Sachen Whisky in einer Phase, wo durch Werbung versucht wird, eher schlechtere Produkte zu verschönern."

      Das Interview habe ich hier verlinkt.
      "There are two things a Highlander likes naked, and one of them is malt whisky."
    • ..du sprichst mir aus der Seele.... :thumbsup: Das gleiche erlebt man z. B. auch bei Zigarren + wir haben es alle bereits bei Rotwein erlebt und hinter uns....
      Ich hab da, nach wie vor, meine leisen Zweifel - egal, ob bei Wein, Zigarren, Whisky, Kleidung Genussmittel im allgemeinen etc. da wird schon, wie du auch schon sagtest, geschicktes Marketing, künstliche Verknappung etc. die entscheidendne Rolle spielen. Sicher, und auch natürlich der Verbraucher, der bereit ist, diese Preise zu zahlen, sofern er das kann...
      So funktioniert halt Wirtschaft + je mehr gemolken werden, desto größer der Ertrag - das gilt für Wirtschaft genauso, wie für Staat + Politik, zwinker...

      Klar, nicht alles was die Brennereien auf den Markt schmeißen taugt was bzw. muss zwangsläufig gut schmecken. Allerdings hab ich das Gefühl, es gibt inzwischen immer mehr unabhg. Abfüller, die dieses nicht zu identifizierende Zeug in Flaschen gefüllt haben - was ja u. U. durchaus mal ein guter Tropfen sein mag - aber, so viele, tolle + einmalige firstclass Fässer, um die es sich ja grundsätzlich handelt... :top: , kann es am Markt doch gar nicht geben. Welche Brennerei gibt denn ein tolles Fass einem solchen Abfüller in die Hände, anstatt es selbst zu vermarkten..??? Und wenn man weiß, welche"tollen" Fässer z.B. über Makler o. ä. so in den Markt gelangen + immer weiter nach unten durchgereicht werden, bis sie dann bei besagtem Abfüller landen + der daraus dann den edelsten + wertvollsten Stoff abfüllt, den die Welt je gesehen hat.... komm, hör auf..., lach!!!

      Ich bin zwar erstaunt, dass man offensichtlich bis 300 Euro pro Flasche das "Aha-Erlebnis" noch steigern kann, aber da ich dich mal grundsätzlich als glaubwürdig + nicht als Schwätzer einstufe - (was man in solchen Foren leider oft tun muss...), glaube ich es dir. Wobei ich 300 Euro schon mächtig viel für ´ne Flasche Schabau finde.... ;( ;(
      Aber, damit bist du ja fast noch im "Normalbereich"... :P
      Einer schrieb hier, dass er - ohne mit der Wimper zu zucken - auch mal 1500,oder 3000 Euro für "´ne gute Flasche" ausgibt... Wow....!!!
      Ob er die dann wohl auch trinkt, oder nur im Tresor verwahrt...??? :lala:
      Trotzdem, soll jeder das kaufen, wonach ihm ist; ob´s nun billige Blended Whiskies für 18 Euro sind - (was ich ebenso wenig versteh, wie diese exorbitant teuren Flaschen) - oder eben schweineteure Pullen. Hauptsache, alle sind zufrieden.....
    • Ich weiß ja nicht wie lange du hier im Forum schon mitliest, Bernd, und wen du von den Usern hier kennst...aber es relativiert viel, wenn man die Menschen hinter den Nicknames persönlich kennt.

      Ich kenne hier Leute mit sehr gutem Einkommen, die auch 4stellige Beträge für Flaschen ausgeben, und die Dinger dann mit dir zusammen aufreißen würden. Nix mit "im Tresor", obwohl es auch das gibt.
      Genau so kenne ich Leute die echt jeden Euro zweimal umdrehen müssen, aber trotzdem dann ihr Geld sparen um sich einen Glenfarclas für 200, 250 oder 300 € kaufen zu können.
      Für diese beiden Typen empfinde ich absoluten Respekt, denn jeder ist auf seine Art ein guter Mensch, der auch gerne mit anderen teilt.

      Auf der anderen Seite kenne ich auch die Leute, die hier "händeringend nach Flasche XY zu einem fairen Preis suchen" und die identische Flasche dann 2 Tage später mit dem Vermerk "schweren Herzens trenne ich mich von..." in einem ansehen Forum, überteuert zum Verkauf anbieten.

      Will sagen, es ist eigentlich scheißegal wieviel Geld jemand für Schnaps ausgibt. Der Charakter dagegen ist mir nicht egal.


      Was die Kritik an Abfüllungen kleiner, unabhängiger Abfüller angeht....
      Einerseits hast du natürlich Recht, dass heutzutage, bedingt durch den Boom, auch viel Mist auf den Markt kommt.
      Andererseits befüllt die Single Malt Branche jährlich auch (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) etwa 750.000 Fässer mit New Make. Jedes Jahr 750.000 Fässer, da bleibt vermutlich auch für die etwas kleineren Abfüller noch was anständiges über.
      Es ist wohl vielmehr eine Frage der Leidenschaft, die der Abfüller bei der Fasswahl an den Tag legt.


      Gruß
      Ansreas
      Alba gu bràth
    • Nimrod77 schrieb:

      Ich weiß ja nicht wie lange du hier im Forum schon mitliest, Bernd, und wen du von den Usern hier kennst...aber es relativiert viel, wenn man die Menschen hinter den Nicknames persönlich kennt.

      Ich kenne hier Leute mit sehr gutem Einkommen, die auch 4stellige Beträge für Flaschen ausgeben, und die Dinger dann mit dir zusammen aufreißen würden. Nix mit "im Tresor", obwohl es auch das gibt.
      Genau so kenne ich Leute die echt jeden Euro zweimal umdrehen müssen, aber trotzdem dann ihr Geld sparen um sich einen Glenfarclas für 200, 250 oder 300 € kaufen zu können.
      Für diese beiden Typen empfinde ich absoluten Respekt, denn jeder ist auf seine Art ein guter Mensch, der auch gerne mit anderen teilt.

      Auf der anderen Seite kenne ich auch die Leute, die hier "händeringend nach Flasche XY zu einem fairen Preis suchen" und die identische Flasche dann 2 Tage später mit dem Vermerk "schweren Herzens trenne ich mich von..." in einem ansehen Forum, überteuert zum Verkauf anbieten.

      Will sagen, es ist eigentlich scheißegal wieviel Geld jemand für Schnaps ausgibt. Der Charakter dagegen ist mir nicht egal.


      Was die Kritik an Abfüllungen kleiner, unabhängiger Abfüller angeht....
      Einerseits hast du natürlich Recht, dass heutzutage, bedingt durch den Boom, auch viel Mist auf den Markt kommt.
      Andererseits befüllt die Single Malt Branche jährlich auch (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) etwa 750.000 Fässer mit New Make. Jedes Jahr 750.000 Fässer, da bleibt vermutlich auch für die etwas kleineren Abfüller noch was anständiges über.
      Es ist wohl vielmehr eine Frage der Leidenschaft, die der Abfüller bei der Fasswahl an den Tag legt.


      Gruß
      Ansreas
      Sehr schöner Beitrag! :thumbup:
      Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.

      Arthur Schopenhauer
    • Bernd schrieb:

      Klar, nicht alles was die Brennereien auf den Markt schmeißen taugt was bzw. muss zwangsläufig gut schmecken. Allerdings hab ich das Gefühl, es gibt inzwischen immer mehr unabhg. Abfüller, die dieses nicht zu identifizierende Zeug in Flaschen gefüllt haben - was ja u. U. durchaus mal ein guter Tropfen sein mag - aber, so viele, tolle + einmalige firstclass Fässer, um die es sich ja grundsätzlich handelt... :top: , kann es am Markt doch gar nicht geben. Welche Brennerei gibt denn ein tolles Fass einem solchen Abfüller in die Hände, anstatt es selbst zu vermarkten..??? Und wenn man weiß, welche"tollen" Fässer z.B. über Makler o. ä. so in den Markt gelangen + immer weiter nach unten durchgereicht werden, bis sie dann bei besagtem Abfüller landen + der daraus dann den edelsten + wertvollsten Stoff abfüllt, den die Welt je gesehen hat.... komm, hör auf..., lach!!!

      Das sprichst du mehrere Probleme an, die tatsächlich existieren. Zum Einen ist es für die unabhängigen Abfüller tatsächlich schwieriger geworden, an gute Fässer zu kommen. Wenn du mal eine Messe besuchst, kannst du dich da gerne mit dem einen oder anderen unterhalten. Zum Anderen ist es am Ende auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Es mag sein, dass ein bestimmter Whisky für den einen eine Offenbarung ist, während er für dich nur eine komische Brühe ist. ...und sowas ist dann auch noch Tagsformabhängig. Deswegen bin ich dazu übergegangen, keine Flaschen mehr blind zu kaufen, sondern nur diejenigen, die ich vorher probieren konnte. Zumindest bei den unabhängigen. Die Standards sollten in den verschiedenen Jahrgängen ja zumindest mal ähnlich sein.

      Dem Problem mit den Fässern sind manche Unabhängigen - zumindest diejenigen, die es sich leisten können (Adelphi, G&M, ...) - begegnet, indem sie eigene Destillerien bauen bzw. gebaut oder gekauft haben. Um an ein gutes Fass einer Destillerie zu kommen, reicht es nicht mehr nur, mit einem dicken Bündel Geld zu winken, es ist auch extrem hilfreich, wenn man ein anderes Fass zum Tauschen anbieten kann. Wenn du hierzu mehr wissen willst, kann ich dir das Adelphi Dinner im Hotel Essener Hof empfehlen. Da wird auch in diesem Jahr wohl Alex Bruce von Adelphi vor Ort sein, der dir das bestimmt gerne näher darlegt. Ansonsten sprich auf der Aquavitae einfach mal Tom (Anam na-h Alba) an. Der kann dir auch das eine oder andere erzählen.

      Von all dem abgesehen kann ich mich nur Andreas Beitrag anschließen. Die persönliche Schmerzgrenze, was den Preis bei Whisky angeht, ist vor allem eines: persönlich. Ich beneide da auch keinen, der in der Lage ist, vierstellige Beträge für Whisky auszugeben. Dafür habe ich eine Familie mit drei Kindern. ...und wenn man gelegentlich auch mal was richtig gutes trinken will, dann besucht man halt mal das eine oder andere Tasting oder Whiskymessen, wo man dann schweren Herzens auch mal 20 € für 2cl ausgibt. Tipp: Sampleflaschen mitbringen um den guten Stoff in Ruhe abseits der Messeatmosphäre genießen zu können. ;)
      "There are two things a Highlander likes naked, and one of them is malt whisky."
    • @Nimrod77 hat eigentlicht schon alles gesagt, aber eins noch zum Preis/Leistungs-Verhältnis. Das ist bei Whisky - wie bei so gut wie allen anderen Sachen - nicht linear. D.h. ein Whisky für 200€ ist nicht doppelt so gut wie einer für 100€. Im Grunde genommen nähert sich das ganze eher asymptotisch der Leistungs- bzw Geschmacksachse, wobei auch das verkürzt dargestellt ist (hier aber reichen soll).

      Wichtig ist nur, man sollte wenigstens ehrlich zu sich selbst sein. Und sich ein Geschmackserlebnis eines tollen Whiskys, von dem man sich vielleicht keine Flasche auf Grund des Preises kaufen würde, der einem aber besser schmeckt, als ein günstigerer, den man hat oder sich kaufen möchte/würde.
      Gruß,
      Callaman

      Suche: Scotch Malt Whisky Society 7.112 ● Scotch Malt Whisky Society 64.79
    • Whisky ist für den Genießer ja eigentlich ein dankbares Thema. Es gibt ja in der Preisklasse von 30 € - 50 € bereits Whiskies, die gut genug sind um auch für den erlesenen Gaumen gute Allday-Drams zu bieten. Würde man sich jeden Tag das Besondere leisten, würde das Besondere ja auch seinen Reiz verlieren. Für mich - und ich schätze auch für die meisten hier - ist es aber auch kein Problem von etwas Besonderem - zum Beispiel einem Whisky Dinner mit geilen Drams - wieder zum Alltag zurück zu kehren.
      "There are two things a Highlander likes naked, and one of them is malt whisky."
    • Bernd schrieb:

      Also, ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass das Geschmackserlebnis mit dem Preis steigt - Qualität + Genuss sind nicht beliebig steigerbar, egal ob bei Wein, Schnaps etc. etc.!

      Also ich will das nochmal hochholen. Du verwechselst da etwas - die meisten denken nicht das der gesteigerte Preis die Qualität ausmacht, sondern die gesteigerte Qualität (bzw. die verminderte Verfügbarkeit) oft den Preis bedingt. Beliebig steigerbar ist auch schwer einzugrenzen wenn es um individuelle Vorlieben und spezielle Geschmacksprofile geht. Es gab einfach mal geniale Malts, die bekommst du heute leider nicht mehr. Und wenn doch, dann gibt es durchaus Menschen die dafür sehr viel Geld ausgeben.
      Mein Samplearchiv - eine aktuelle Liste
    • der_cobo schrieb:

      lso ich will das nochmal hochholen. Du verwechselst da etwas - die meisten denken nicht das der gesteigerte Preis die Qualität ausmacht, sondern die gesteigerte Qualität (bzw. die verminderte Verfügbarkeit) oft den Preis bedingt. Beliebig steigerbar ist auch schwer einzugrenzen wenn es um individuelle Vorlieben und spezielle Geschmacksprofile geht. Es gab einfach mal geniale Malts, die bekommst du heute leider nicht mehr. Und wenn doch, dann gibt es durchaus Menschen die dafür sehr viel Geld ausgeben.



      nun ja, das will ich auch gar nicht in Abrede stellen. Mir ist inzwischen schon klar, dass es - wenn wir uns nur mal auf das Thema Whisky konzentrieren - Leute gibt, die bereit + vor allem, in der Lage sind, z.B. 4000 Euro für eine Flasche Whisky auszugeben.
      Das übersteigt zwar meinen Horizont - (böse Zungen behaupten, das sei auch nicht sonderlich schwer.... :thumbsup: ) - nicht nur geistig, sondern auch monetär, aber, und das ist das Entscheidende, ich hab das zu akzeptieren + nicht zu werten! So ist das nun mal.
      Ich behaupte zwar immer ganz keck, auch wenn ich Millionär wäre, würde ich mein Geld nicht so sinnlos ausgeben, aber, wer weiß - Geld verdirbt ja bekanntlich den Charakter + so mancher - (eigentlich die meisten, wenn man sich die Quote anschaut, die aus ihrem Millionengewinn etwas gemacht haben; die meisten müssen heute wieder ganz normal malochen gehen, grins).. - ist sich nach dem Lottogewinn schon untreu geworden. wenn Geld keine Rolle spielt, sitzt es ja auch locker.....
      Das Positive für mich daran, ist, ich werde erst gar nicht in diese Verlegenheit kommen, lach...!!!!
      Du hast allerdings recht, ich bin eine lange Zeit immer davon ausgegangen, das Genussmenschen immer irgendwelchen - zumindest für sie - tollen Geschmäckern hinterher hecheln - so am I..... und dafür braucht´s in der Tat keinen 4000 Euro Whisky. Die zweite Kategorie Whiskyliebhaber hatte ich einfach nicht auf´m Schirm. Liegt aber auch daran, dass ich es schon nicht beim Wein verstanden habe - (ich hab mal ein paar Jahre exclusive Produkte - u.a. auch Wein - aus Spanien importiert...) - dass es auch da erstaunlich viele "Etikettentrinker" gibt; d.h. da spielt in erster Linie der hohe Preis, die wenige Verfügbarkeit eine übergeordnete Rolle - der tatsächliche Geschmack war da nicht so wichtig - (wobei man schon sagen muss, die meisten hochpreisigen Weine schmecken schon auch gut; welche Schande auch, wenn nicht...!). Und da spielt es auch keine Rolle, wenn man z.B. einen tollen Wein, mit durchaus vergleichbarem Geschmackserlebnis anbietet + der dann meinetwegen 25 Euro kostet. Der wird garantiert nicht genommen... Und so stell ich mir das auch bei dem vor, was du da beschreibst...
    • Ok, jetzt hab ich mir das ne Weile durchgelesen und muss nun auch meinen "Senf" dazugeben.

      Ich würde sagen - So viel wie möglich! Und zwar möglich im Wortsinn. Das ist ein Hobby, ein luxuriöses Hobby und vor den Dingen, die wirklich wichtig sind im Leben, völlig nebensächlich.

      Und nochmal zum Verständnis - Luxus kann,monetär, nichts kosten oder eben den Preis einer mittelgrossen Karibikinsel haben. Ich möchte das nicht an 20, 50, 200 oder 5000 €uros festmachen.

      Es gibt Zeiten, da sind 50 viel und Zeiten da stören 1000 nicht! Also könnte ich hier nur einen Durchschnitt bilden. Und die dann erreichte Zahl ist für mich eine gute, denn das war mir der Spass dann wohl Wert. Mein Durchschnitt liegt deutlich unter 70 - um hier mal ne Zahl zu geben.
      Vor kurzem hab ich nen Speyburn 10 für 22,- bekommen - auf den freu ich mich sehr ( wird der erste nach dem Krankenhausaufenthalt sein)

      Beste Grüsse - und macht das nicht so an der 'Bang for the Buck' Mentalität fest, sondern geniesst ein wertvolles Stück Lebenszeit!
    • Dramy71 schrieb:

      Ich würde sagen - So viel wie möglich! Und zwar möglich im Wortsinn. Das ist ein Hobby, ein luxuriöses Hobby und vor den Dingen, die wirklich wichtig sind im Leben, völlig nebensächlich.
      Um es mal mit Coco Chanel zu sagen: "The best things in life are free. The second best are very expensive."
      All we ever wanted was everything
      All we ever got was cold
      Bauhaus
    • willard schrieb:

      Dramy71 schrieb:

      Ich würde sagen - So viel wie möglich! Und zwar möglich im Wortsinn. Das ist ein Hobby, ein luxuriöses Hobby und vor den Dingen, die wirklich wichtig sind im Leben, völlig nebensächlich.
      Um es mal mit Coco Chanel zu sagen: "The best things in life are free. The second best are very expensive."

      das ist auch immer mein credo, das was möglich ist wenn es möglich ist wird für das hobby ausgegeben und dann darf es auch mal eine selten gewordene flasche sein, die etwas mehr kostet oder eben mal ein flasche für 50 euro. ist immer die sache ob mir die flache (meine damit die abfüllung) gefällt.

      dieses ist nur meine persönliche meinung nachdem ich diesen threat schon länger gelesen habe.
      so long und Gruß

      Patrick


      -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      forgive your enemies, but never forget their names (J.F.K.)
      .
      Der Teufel flüstert
      " Diesen Sturm wirst du nicht überleben"
      Der Krieger antwortet
      "ICH BIN DER STURM"

      .
      "Hüte dich vor einem Stier von vorn, vor einem Esel von hinten und vor einer dummen Frau von überall!“
    • Ich komme aus lebensbedingten, verantwortungsbedingten Umständen so gut wie nie in die Situation, mir über SEHR teure Flaschen Gedanken zu machen.
      ABER
      Hin und wieder, wenn es gut läuft, bekomme ich über den Arbeitgeber zu einem "Gutschein" und kann mir dann was kaufen. Egal was.

      Dann war es halt mal ein Speyburn für 300,00 Euro und demnächst ein HP für ca 140,00
      Geld, was ich nie gehabt hätte. Und ab dafür.

      Ansonsten bewege ich mich im Rahmen von 50-100 Euro. Es gibt so dermassen viel guten Whisky........ und Samples sind auch eine Option.
      clansman-malt-connection@gmx.de
      Neu eingetroffen....

      Motörhead 1975 & Speyburn 1897
      Lemmy - never forget!
    • Genauso ist es Thomas. Wobei ich auch hier seit 2 Jahren das Kaufen stark reduziert habe und immer mehr alte "Reserven" aufbrauche.
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)
    • Für ein schönes Hobby finde ich es völlig ok auch mal etwas mehr auszugeben.
      Ob jetzt als leidenschaftlicher Autoschrauber, Golfspieler oder Whiskytrinker. Am Ende kostet es Geld und das muss jeder für sich entscheiden wie viel das ist.
      Bei mir kann das auch mal zwischen 100-200 Euro sein für eine Flasche. Was nicht heisst das es darunter nix gibt.

      Das schöne an Messen und FTs ist ja, das man vorher probieren kann wo die Reise hingeht. Dann nur noch entscheiden ob es den Preis für einen rechtfertigt.
      Wenn man weiss wie was schmeckt entdeckt man darunter auch ggf. relativ günstige Buddeln.

      Gruss
      David Harald