vi er røde vi er hvide vi står sammen side om side

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    • vi er røde vi er hvide vi står sammen side om side

      Nach dem Whiskyherbst gibt es immer ein paar Tage Sonderurlaub, so auch in diesem Jahr. Seit 2009 war ich nicht mehr in Dänemark, was für eine lange Zeit. Also lag es nahe, dem "yndigt" Land mal wieder einen Besuch abzustatten. Ziel war Veyers Strand, dort waren wir auch beim bisher letzten Besuch. Kurz vor der dänischen Grenze haben wir auf einem Rastplatz übernachtet, was beim Komfort des Kanzlermobils keinerlei Probleme darstellt. Am Morgen dann rüber über die "Grenze", an der "kontrolliert", also durchgewinkt wurde.
      Unser Campingplatz, Veyers Strand liegt in den Dünen. Keine abgesteckten Rechtecke, wo Du Zelt, Wohnmobil, Wohnwagen abzustellen hast, sondern reichlich Platz, was allerdings Anfang September nicht ungewöhnlich ist. Himmelfahrt und Pfingsten sieht es da anders aus, da fallen die (meist) deutschen Feierhorden ein, um den eigenen Ruf ein wenig aufzupolieren. Dort stehen dann Festzelte und das Bier fließt wohl in Strömen...
      Im September aber sind die meisten Ferien bereits zu Ende und auf dem weiträumigen Platz herrscht keine Hektik mehr. Der Platzbetreiber lachte erstmal herzlich, als ich ihm meine 2009er Campingkarte, die braucht man in DK, gab. Da brauchst Du wohl eine neue, waren seine Worte.
      Platz gesucht, schnell gefunden und das Kanzlermobil so ausgerichtet, dass wir morgens Sonne auf der Schiebetür haben. Dann sofort ab nach Blavand, um einzukaufen. In Dänemark gibt es schon noch andere Dinge zu essen, als wir sie hier bei uns kennen. Erwähnt sein die unvergleichlichen Kaneelsnaegle (Zimtschnecken), Karrysalat, die 3 Stjerne Salami und natürlich Ymer, scheinbar eine Mischung aus Dick- und Buttermilch. Nicht zu vergessen natürlich die Marmeladen aus der "Gamle Fabrik", die es aber auch bei uns in D gibt...aber eben nicht alle.
      Schon in den ersten Stunden begann etwas von mir Besitz zu ergreifen, was mir sonst eher nicht so zu eigen ist...Ruhe. Woran das wohl gelegen hat. Mag sein, dass es die allgemeine Ruhe ohne Hektik der Großstadt war, aber ganz sicher waren es die Leute auf der Straße, in den Läden einfach überall. Der Däne als solcher scheint mir entspannt zu sein. Wenn auf der Landstraße 80km/h erlaubt sind und einer fährt nur 75km/h, dann wird nicht gleich dicht aufgefahren, oder beim Überholen geschnitten, nein es wird überhaupt nicht überholt. Man fährt hinter dem anderen her, und beschleunigt dann, wenn er abgebogen ist. Diese Verhaltensweise scheint sich auch wie ein Film auf die zu legen, die kein dänischen Kennzeichen an ihrem Auto haben. Das waren bis auf die üblichen, aber wenigen, Holländer die Deutschen, die offensichtlich kurz vor uns in DK "einmarschiert" sind. Jedenfalls waren die Kennzeichen aus SL, FL, KI, RD fast in der absoluten Mehrheit auf den Straßen. Und dann dieser wunderbare Dialekt der Dänen, wenn sie deutsch sprechen, und das tun sie im Süden fast alle.
      Natürlich habe ich mir auch ein paar Dinge in den Urlaub mitgenommen, um ein wenig zu arbeiten, wenn das Wetter mal nicht so gut sein sollte, was im September nicht ungewöhnlich ist. Pech gehabt, es waren 22°-28° Grad, der Himmel war nahezu wolkenlos und es hat genau einmal geregnet, und das war in der Nacht. Es ist ein herrliches Gefühl, wenn der Wind pfeift und der Regen auf das Dach des Kanzlermobils prasselt. Man nimmt es kurz wahr und schläft dann sofort wieder ein.
      Selbst an guten Tagen bin ich nur durchschnittlich...
      ROT ist BLAU
      und Ironie ist normal
    • Ich liebe Badeorte...
      Dort findet man diese sagenhaften Läden, in denen es Dinge zu kaufen gibt, die absolut niemand braucht. Es macht Spaß hindurchzuschlendern und sich all diesen Kitsch anzusehen, um dann schließlich mit einer gut gefüllten Tasche den Laden wieder zu verlassen. Ein Lenkdrachen, eine Keksdose mit einem alten VW Bully als Aufdruck, und so weiter. Für Skye unseren Bordercollie ein Filzball und noch ein paar andere Kleinigkeiten für den Wirbelwind, damit sie immer beschäftigt ist.
      Die ersten Tage sind wir durch die Dünen zum Meer gelaufen, es waren nur etwa 400m. Als es dann wärmer wurde, sind wir mit dem Auto an den Strand gefahren, denn schließlich ist ein Teil des Strandes ja als offizielle Landstraße ausgeschildert. Die Piste ist festgefahren, und wenn mal einer in einer Sandkuhle steckenbleibt, dann wird er sofort wieder herausgeschoben auf festes Gelände. So sind sie die Urlauber am Strand. Und es war voll am Strand. Am Wochenende hätte ich das ja verstanden, aber mitten in der Woche? Scheinbar haben die Dänen mehr, oder besser immer, Urlaub. Vielleicht kommt ihre Gelassenheit ja auch daher. Mit dem Bus am Strand war natürlich alles viel bequemer. Stühle zum Sitzen, Getränke im Kühlschrank und nach dem Bad im Meer konnte man sich schnell mal mit Süßwasser aus dem Tank abspülen. Was einige der hier Mitlesenden sicher nicht glauben werden ist aber tatsächlich eingetreten..ich war im Meer baden. Dabei kam mir zu Gute, dass man nicht sofort in tiefes Gewässer kommt, das Wasser also relativ warm bleibt. Ewig habe ich mich aber nicht im Wasser aufgehalten, denn auch ein Hai oder Mörderwal findet sicher mal den Weg in diesen Teil der Nordsee. Wehret den Anfängen...
      Meinen PC habe ich nur dann eingeschaltet, um die paar "wichtigen" E-Mails zu beantworten, oder um eine der mitgenommenen DVD mit Hercule Poirot anzusehen. Dazu dann frisches Brot, Rotwein und ein nicht zu kleines Stück Kaneellängd, was will man mehr? Anstatt zu arbeiten, habe ich lieber Skye ein paar Tricks beigebracht, was sie wohl auch spannender fand. Nachmittags, meine Frau wollte mit Skye etwas weiter am Strand laufen, bin ich dann ab und zu in die obere Etage des Kanzlermobils, habe etwas gelesen und dann geschlafen...längere "Wanderungen" liegen mir nicht so...
      Schon nach ganz kurzer Zeit hat mich dann die dänische Gemütlichkeit befallen. "Zwangs"Gelassenheit ist das, was ich so manchem unserer Zeitgenossen einfach mal verordnen möchte. Nicht immer in allem das Schlechte sehen, um sich dann auch noch bestätigt zu fühlen wenn es einem selber nicht so geht, wie man das gerne möchte. Ich habe viel über mich und andere nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich zu keinem Ergebnis gekommen bin
      Diese Reise hat nun aber bei mir dazu geführt zu erkennen, dass man nicht immer vorne mit dabei sein muss, das gilt speziell für den geschäftlichen Teil des Lebens.
      Special Releases? neuer Ardbeg? neue Serie von Gustav Duck? Yamazaki 21?...was kostet der denn bei Ihnen?... Nun macht mal alle schön, ich bin raus...aber nur soweit, bis ich mal wieder Lust habe ein wenig am Lack der Experten zu kratzen.
      Mein Plan für die Zukunft steht, wartet nur ab...

      Selbst an guten Tagen bin ich nur durchschnittlich...
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      und Ironie ist normal

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von whiskykanzler ()

    • Hört sich wirklich sehr entspannt an.
      Freut mich.
      Übrigens, am nördlich gelegenen Nachbarstrand, bzw. da im Meer in Grærup, da habe ich 1973 schwimmen gelernt. :love:
      Ist das lange her, waren das unbeschwerte Tage der Kindheit. Will ich wieder so haben, sind aber gerade eher beschwerte Zeiten.

      Dänemark ist großartig!
      "Sie dürfen nicht alles glauben, was sie denken."
      (c)Heinz Erhardt

      "Der Elekrolytmangel ist der größte Feind des Trinkers. Von der Dehydrierung einmal abgesehen"
      (c)Herr Lehmann, Sven Regener
    • Wir (Sohn. Schwiegertochter, 2 kleine Enkelmädchen) war ja vor drei Wochen oder so in Blavand.

      Autofahren (z.B. nach Ribe, tolle alte kleine Stadt, oder Esbjerg, schöner großer Spielplatz und Einkaufszentrum. wo es günstiger ist als in Blavand) macht echt Freude, wenn man an die Hektiker auf hiesigen Straßen denkt.

      Dann der Strand: Lang, ganz lang, ganz sehr lang. Breit genug, dass die, die an den Dünen liegen und die, die am Wasser spazieren, sich nicht in die Quere kommen, und schmal genug, dass die Kleinen schnell zum Wasser sausen können. Zwischen Strand und Sandbänken flaches Wasser, schön warm, dass die Kleinen planschen können. Nicht zu vergessen: Früh so wenig los, dass der Hund einfach so rumrennen konnte.

      Wetter war durchwachsen. Tolle Sonne aber auch Regen und frischer Wind. Aber gut auf 14 Tage verteilt.

      Das Ferienhaus schön zwischen Dünen und 2x Rehe und 1x Fuchs im Garten - für die Kleinen das Highlight.

      Blavand selber ist, na ja, gewöhnungsbedürftig. Eine für die Touristen hin gezimmerte Ladenstraße. aber in den Läden kann man bei Regen wunderbar kitschig doofe Sachen anschauen, aber auch etliches im tollen Design ...

      Und im Supermarkt in Ribe einen Tomintoul 10 für 23 Euro erstanden. Nichts für eure verwöhnten Nasen und Gaumen, aber ich finde ihn ordentlich ...

      Dänische Grüße

      Karl

      Ach ja: Nächstes Jahr wieder, auch wenn die Häuserpreise (teils deutlich) steigen, weil DK als sicheres Urlaubsland gilt.
      Ehret die Blends! Ohne sie hätten wir keine Single Malts!