Ich häng' die Schuhe an den Nagel - Speyside Way 2016

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ich häng' die Schuhe an den Nagel - Speyside Way 2016

      Irgendwann kommt der Tag, da muss man sich eingestehen, dass es nicht mehr weitergeht, dass man trotz Willensstärke nicht mehr weiterkommt, dass man liebgewordenes nicht mehr weiterbetreiben kann...

      Doch von Anfang an...

      Mitte des Jahres packte mich wieder mal das Verlangen nach Schottland zu müssen – wandernd und whiskymäßig. Im Mai waren wir (Maike, Klaas und ich) zwar bereits mit dem Wohnwagen da, aber irgendwie brauchte ich auch die anderen Komponenten, die mit Kleinkind schlecht gehen. Aus einem anfänglichen zu Maike gesagten „irgendwann in den nächsten 12 Monaten will ich mal alleine nach Schottland“ wurde dann der für mich vom Urlaub her frühstmögliche Termin im September. So ist das bei mir, wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe. Das muss schnellstmöglich umgesetzt werden.

      Ein Ziel in Schottland wurde schnell gefunden. Was liegt bei der Kombination Wandern, Whisky und meiner Vorliebe zu milden Speyside Malts näher, als den Speyside Way zu gehen. Genau, der Speyside Way.

      Per Flugzeug ging es sehr früh morgens letzten Sonntag mit KLM von Hannover mit Umstieg in Amsterdam direkt nach Inverness. Eine praktische und empfehlenswerte Verbindung, da ich mir die weite Anfahrt von Edinburgh/Glasgow in die Speyside sparen konnte.

      Mit Bussen fuhr ich vom Flughafen nach Fochabers und von dort direkt mit dem Taxi weiter nach Spey Bay. Taxifahren in Schottland ist schon lustig (und auch nicht teuer), auf der Uhr standen 13 Pfund und ein paar Pence, der Taxifahrer meinte 12 Pfund würden reichen, wir einigten uns auf 12 Pfund 50 Pence.

      Gestartet bin ich in Spey Bay noch am gleichen Tag am frühen Nachmittag. Eigentlich geht der Speyside Way in Buckie los (ca. 4-8 km östlich von Spey Bay). Das liegt jedoch überhaupt nicht mehr am Spey und ich denke, dass der offizielle Startpunkt dort gewählt wurde, da die Infrastruktur durch Anbindung an den ÖPNV besser ist (in Spey Bay ist sie nicht gegeben... deswegen das Taxi).
      Die Mündung des Spey's in die Nordsee ändert sich über die Jahre hier ständig. Schön zu sehen, dass Flüsse noch naturbelassen sein können. Das Wetter war heute einfach perfekt – heiter bis wolkig, warm. Genau richtig, um hier den Weg zu starten. Nach ca. 2 Stunden und ca. 8-10 km bin ich gemütlich in Fochabers angekommen. Die Füße schmerzten nach dieser kurzen Etappe ganz schön. Übernachtet habe ich in einem einfachen, kostengünstigen und ordentlichen B&B für 30 Pfund im Single Room. Das ist bei den mittlerweile aufgerufenen Preisen mMn kostengünstig. Abends gab es noch kurz was zu Essen und ein paar Bier und Whisky im Pub und ich fiel sehr früh in einen komatösen Schlaf.
      Dateien
      • SL380107.jpg

        (85,97 kB, 34 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380114.jpg

        (111,87 kB, 29 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380115.jpg

        (99,06 kB, 26 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380117.jpg

        (39,31 kB, 27 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380128.jpg

        (99,97 kB, 29 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Am Montagmorgen führte mich der Weg weiter nach Craiggelachie. Der Weg führte weitestgehend ca. 500-1000 m entfernt vom Spey über Feld- und Forstwege. Teilweise konnte man den Spey sehen, häufig nicht. Die Landschaft war jedoch auch so interessant und abwechselnd. Einige kleinere Auf- und Abstiege waren auf dem Weg, so dass man Ende auch so ca. seine 500hm hatte. Das ist nicht viel, jedoch schon anstrengender als der erste Tag, der komplett flach verlief. Heute spürte ich meine Füße nach ca. 2 Stunden deutlich. Probleme mit den Füßen hatte ich beim Wandern schon immer und habe mich da einfach durchgebissen. Jedoch so früh am Tag und schon so intensiv... das war neu.
      In Craigellachie kam ich dann humpelnd nachmittags an. Das Fiddichside Inn hatte leider noch Mittagspause, so dass ich mich erstmal auf zwei Bier und einen Whisky beim Highlander Inn auf die Terrasse gesessen habe. Und als das Fiddichside Inn öffnete, tat ich hier das gleiche. Übernachtet habe ich die nächsten beiden Nächte im Speybank B&B – eins meiner Lieblings-B&B in Schottland. Abends ging es noch in das neu renovierte Restaurant des Hotels (das untere Restaurant). Wirklich schön geworden im Vgl. zu früher und die Küche ist absolut klasse.
      Dateien
      • SL380131.jpg

        (120,39 kB, 28 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380150.jpg

        (65,28 kB, 27 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380159.jpg

        (43,01 kB, 25 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380165.jpg

        (124,03 kB, 25 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Heute am Dienstag stand dann endlich ein kompletter Whiskytag an. Zu Fuß ging es entlang des River Fiddichs auf der „Speyside Way-Sackgasse“ zu Balvenie in Dufftown. Um 10 Uhr machte ich die Tour. 2008 war ich schonmal da und wollte da unbedingt mal wieder hin. Fand diese Tour jetzt noch besser als damals, da man sich jetzt auch im Lagerhaus direkt vom Fass Whisky abfüllen darf. Je ein 1st Fill Bourbon Fass, ein 2nd Fill Bourbon Fass und ein 1st Fill Sherry Fass standen zur Auswahl. Von den Bourbonfässern füllte ich mir je eine Flasche ab, vom Sherry 3 Stück. Den Preis fand ich auch fair: 25 Pfund für 20cl Single Cask. Wer die Tour bei Balvenie schonmal gemacht hat, weiß wie genial die ist. Die anderen müssen sie einfach mal machen! (Und unbedingt rechtzeitig vorbuchen, teilweise Wochen oder Monate im Voraus ausgebucht.)
      Mittags ging es in den Ort Dufftown. Im Whisky Shop kaufte ich eine Flasche vom neuen Family Cask für den Whisky Shop. Der Shop schickt nach Deutschland und in das Packet konnte ich noch meine fünf 20cl Balvenie Fläschchen beilegen. Das ganze hätte ich sonst die nächsten Tage alles im Rucksack durch die Gegend schleppen müssen. Lunch gab es noch und dann ging der Dufftown Distilleries Walk mit Michelle los (speysidetours.co.uk). Sehr empfehlenswert und interessant. Vor allem da man hier ungefilterte, unabhängige Informationen bekommen hat, die nicht durch irgendwelche Presseabteilungen von Konzernen zusammengestrickt worden sind. Und auch so gab es interessantes und lustiges aus der Geschichte Dufftowns zu erfahren. Zu Fuß ging es vom Clocktower zum Platz, wo früher Pittivaich stand, von dort weiter zu Dufftown. Dann von Mortlach, Glendullan weiter zu Glenfiddich. Parkmore sahen wir uns von der Straße aus in der Ferne an. Von Glenfiddich ging es zu Balvenie und Convalmore. Kinvinie sahen wir ebenfalls aus der Ferne. An jeder Brennerei gab es den hiesigen Whisky (außer natürlich Parkmore) und auch so wurden Stopps gemacht, an denen es Whisky gab. Es dauerte insgesamt fast 4 Stunden, kostete 34 Pfund und war den Preis absolut wert. Abends ging es von hier für mich noch in das Highlander Inn. (Irgendwie gefiel es mir dort früher besser.) Und auf zwei Whiskys in die neugestaltete Quaich Bar im Hotel. Die gefiel mir richtig gut. Insgesamt fand ich früher das Highlander Inn besser als das Hotel. Nach diesem Urlaub gefällt mir das Hotel besser. Das Fiddichside Inn steht sowieso außer Konkurrenz und ist einfach nur sympathisch!
      Meine Füße brachten mich an diesem Tag fast um, obwohl ich wirklich nicht fiel gelaufen bin und die meiste Zeit während der Tour oder dem Distilleries Walk stand. Wenn sich irgendwo eine Möglichkeit ergab, habe ich mich hingesetzt oder zumindest abgestützt. Erste Zweifel kamen auf, ob ich das mir gesteckte Ziel Tomintoul überhaupt zu Fuß erreichen würde.

      (Bilder zeigen Balvenie)
      Dateien
      • SL380173.jpg

        (119,24 kB, 28 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380176.jpg

        (145,58 kB, 27 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380188.jpg

        (52,31 kB, 28 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380190.jpg

        (55,04 kB, 27 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380193.jpg

        (43,89 kB, 27 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Noch ein paar Bilder von Balvenie
      Dateien
      • SL380202.jpg

        (88,53 kB, 26 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380210.jpg

        (57,17 kB, 27 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380213.jpg

        (45 kB, 26 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380216.jpg

        (48,16 kB, 25 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380227.jpg

        (54,19 kB, 25 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Balvenie, Clock Tower Dufftown und der Distilleries Walk
      Dateien
      • SL380235.jpg

        (90,17 kB, 24 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380242.jpg

        (87,63 kB, 23 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380253.jpg

        (74,1 kB, 22 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380255.jpg

        (78,8 kB, 23 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380256.jpg

        (64,01 kB, 27 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Distillieries Walk mit der alten Mortlach Brennerei, Glendullan und Glenfiddich
      Dateien
      • SL380276.jpg

        (47,88 kB, 24 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380284.jpg

        (105,71 kB, 24 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380293.jpg

        (65,75 kB, 22 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380299.jpg

        (80,44 kB, 23 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380300.jpg

        (99,47 kB, 22 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Der Mittwoch führte mich zuerst der Weg von Craiggelachie nach Aberlour. Hier gab es die Tour bei der Distillery - wieder absolut empfehlenswert. Aus Zeitgründen entschied ich mich dafür, nur die Standardtour zu machen. An Whiskys gab es je ein Sherry und Bourbon Single Cask, den 10yo, 16yo und den Abunadh sowie New Make. Die anderen Spezialtouren hätte mich zwar auch gereizt, jedoch dauerten die länger bzw. fingen später an und ich wollte noch zu Fuß nach Cragganmore – wollte... In der Brennerei wanderte noch die tiefdunkle Sherryfassabfüllung in meinen Rucksack. (Leider kann man zurzeit immer noch nicht wieder die Abfüllung direkt aus dem Fass zapfen. Ich glaube, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Jedoch auch die fertig abgezapften Flaschen waren lecker.) Alternativ zum Sherryfass hätte ich auch noch ein Bourbonfass kaufen können, da aber ein Versenden durch die Brennerei nicht möglich war, wollte ich meinen Rucksack nicht noch schwerer machen. Mittags gab es danach Lunch in der Mash Tun, in einem Laden kaufte ich noch ein Mitbringsel für Maike und dann ging es wieder auf den Speyside Way.
      Die Füße taten wieder ordentlich weh. Beim „Dailuaine Halt“ legte ich auch einen Halt und musste erstmal für 30 Minuten aus den Stiefeln. Ich war so fertig, dass ich nur noch ankommen wollte und noch nicht mal die paar Meter zur Brennerei hoch gegangen bin. Danach ging es wieder einigermaßen. Bei Carron ging es über den Spey. Der Weg führte auf dieser Etappe komplett auf der ehemaligen Bahn-Trasse und war sehr einfach zu gehen ohne nennenswerte Steigungen. Entlang der neuen Dalmunach Distillery (auf dem Gelände der abgerissenen Imperial) ging es in Richtung Knockando. So 500 m vor der Knockando Brennerei machte ich wieder auf einer Bank halt, zog die Schuhe aus, versuchte die Füße irgendwie durch Massagen in Gang zu kriegen. Aber es ging nicht mehr. Ich konnte kaum noch Tempo machen und war mir mittlerweile nicht mal mehr sich, ob ich bei diesem Tempo, den ständigen Pausen überhaupt noch im hellen in Cragganmore ankommen würde. Bis zur Brennerei schleppte ich mich noch (leider für die Öffentlichkeit geschlossen), setzte mich auf die Mauer vor der Brennerei, rief mir ein Taxi. Die Wanderung war zu Ende. Es ging nicht mehr. Und ich glaube auch, dass ich zukünftig keine Langstreckenwanderungen mehr machen kann. Probleme mit den Füßen beim Wandern hatte ich schon immer, aber die letzten Jahre ist es schlechter geworden. Und diesmal habe ich mir schon extra eine wirklich leichte Wanderung ausgesucht. Aber egal, man muss sich auch von Dingen trennen können und die gemachten Wanderungen, Eindrücke und Bilder kann mir keiner nehmen!
      Als ich so vor der Brennerei sitzend wartete, hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, denn das Taxi brauchte fast 2 Stunden. Von hier fuhr ich dann weiter zum Cragganmore House. (Danke, Helmut, für den Tipp!) Abends gab es im B&B ein hervorragendes Dinner und auch sonst war die Unterkunft klasse. Man fühlt sich wie in das 19 Jh. zurückversetzt. Das Haus hat sich der Gründer der Brennerei gebaut und ebenso imposant war es.

      (Bilder zeigen die Brücke bei Craiggellachie und Aberlour)
      Dateien
      • SL380315.jpg

        (135,13 kB, 26 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380321.jpg

        (55,1 kB, 25 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380322.jpg

        (62,9 kB, 25 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380324.jpg

        (109,22 kB, 25 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380325.jpg

        (88,49 kB, 25 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Bilder zeigen die Aberlour Distillery (also das Büro), Dailuiane Halt (unterhalb der Brennerei), den Spey bei Carron, Dalmunach Distillery und Knockando Distillery vom Speyside Way aus.
      Dateien
      • SL380327.jpg

        (102,53 kB, 23 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380356.jpg

        (126,97 kB, 23 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380357.jpg

        (92,61 kB, 20 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380362.jpg

        (57,21 kB, 21 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380363.jpg

        (60,82 kB, 19 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Der Donnerstag führte mich dann weiter nach Tomintoul. Zwar nicht wandernd wie geplant, aber dennoch erreichte ich mein Ziel. Meine Unterkunft hatte ich ja vorher dort gebucht und deswegen wollte ich auch dorthin. Morgens ging ich noch von meiner Unterkunft kurz zur Brennerei rüber, um ein bißchen zu schauen. Das Visitor Centre war noch zu und eine Stunde dort warten wollte ich nicht, also ging ich weiter zu Fuß zur neuen Ballindollach Distillery. Eine Tour war heute nicht mehr frei und ich machte nur ein paar Fotos. Zwei sehr nette Deutsche nahmen mich mit ihrem Smart von hier mit zu Glenfarclas. (Falls ihr mitlest: Nochmal Danke!) Hier machte ich mal wieder die Standardtour mit. Immer wieder schön, die heiligen Hallen von innen zu sehen. Am Ende gab es noch einen 10yo und 15yo. Es gab zwar auch noch ein paar Stunden später eine Spezialtour, jedoch wollte ich nicht so lange an der Brennerei warten. Weiter ging es von hier mit einem Taxi zu Glenlivet. Hier machte ich ebenfalls die Standardtour mit. Die war kostenlos und am Ende konnte man zwischen Founders Reserve, 16yo French Oak oder dem neuen Nadurra NAS mit Islaycask-Lagerung entscheiden. Ich nahm den Nadurra, fand den jedoch nicht lecker. Nach der Tour stellte ich mir noch ein kleines, individuelles Tasting einiger Chivas Cask Strength Editions zusammen. Es gab den aktuellen Glenlivet, Glen Keith sowie die aktuellen Single Casks des Glenburgie und Longmorn. Der Glenlivet und Glen Keith gefielen mir am besten und so wanderten sie noch in den Rucksack. Gewicht spielte ja mittlerweile keine Rolle mehr. Von Glenlivet fuhr ich mit dem Taxi weiter nach Tomintoul. Es war nicht ganz einfach ein freies Taxi zu bekommen. In Grantown-on-Spey war was frei. Und Taxifahren in SCO ist wirklich nicht teuer. Der hatte eine Anfahrt von 30km, die Fahrt von der Brennerei nach Tomintoul waren auch noch mal 15km und er entschuldigte sich für den „hohen“ Preis von 30 Pfund! Bei uns bezahle ich für ein Taxi von der nächsten Stadt in unser Dorf fast das gleiche für ca. 12 km Strecke ohne irgendwelche Anfahrt.
      In Tomintoul ging es erstmal in das Whisky Castle. Dort war an dem Tag der Verkaufsleiter von Hunter Laing. In einem sehr netten Gespräch probierte ich mich dann noch durch einen Blair Athol, Benrinnes, Craiggellachie und den vierten habe ich vergessen. Der Blair Athol war lecker und wanderte noch in meinen Rucksack. Obendrauf gab es noch als Promotion ein Old Malt Cask-Hemd und ich hatte endlich mal wieder was frisches zum Anziehen. (Nach knapp einer Woche fangen die Klamotten so ein bißchen an zu riechen im Rucksack... :rofl: ) Abends gab es noch ein Dinner im Clockhouse Restaurant.
      Am Ziel war ich nun angekommen, zwar die letzten Kilometer nicht auf die ursprünglich geplante Art und Weise, dennoch war es sehr schön. Schottland und Wandern hat sich bei mir wohl erledigt. Die nächsten male werde ich Schottland wohl wieder mit dem Auto erkunden. In meinem Kopf spuckt auch so ein Gedanke, dass ich es vielleicht mal mit einem Fahrrad versuche...

      (Die ersten beiden Bilder zeigen Cragganmore, das dritte Ballindalloch, vier und fünf Glenfarclas.)
      Dateien
      • SL380377.jpg

        (65,04 kB, 22 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380378.jpg

        (65,63 kB, 21 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380390.jpg

        (63,38 kB, 21 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380391.jpg

        (75,17 kB, 21 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380398.jpg

        (71,67 kB, 21 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Und noch ein paar Bilder der heiligen Hallen von Glenfarclas.
      Dateien
      • SL380411.jpg

        (84,06 kB, 20 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380413.jpg

        (66,1 kB, 22 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380424.jpg

        (67,88 kB, 20 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380425.jpg

        (78,41 kB, 22 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380437.jpg

        (76,56 kB, 20 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Noch ein bißchen Glenfarclas, das letzte ist im Visitor Centre von Glenlivet.
      Dateien
      • SL380438.jpg

        (88,64 kB, 21 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380446.jpg

        (53,94 kB, 20 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380452.jpg

        (34,53 kB, 20 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380458.jpg

        (57,39 kB, 23 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380459.jpg

        (56 kB, 23 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Glenlivet und die größte Flasche Single Malt der Welt im Clockhouse Restaurant.
      Dateien
      • SL380473.jpg

        (62,77 kB, 21 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380478.jpg

        (45,14 kB, 20 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • SL380485.jpg

        (70,02 kB, 43 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Am Freitagmorgen ging es per Taxi wieder zurück nach Inverness. Die Busanbindung in Tomintoul ist so schlecht, dass ich mich für ein Taxi entschied, da ich keine Lust hatte, einen Tag im Bus zu verbringen und dadurch einen Urlaubstag zu opfern. Und 110 Pfund fand ich auch als fairen Preis. Gefahren hat mich der Inhaber von Cu There Taxis aus Aberlour (cutheretaxis.com). Bevor er seine Taxifirma gegründet hat, war er Master Distiller in allen Diageo Brennereien und bei Edradour. Er bietet auch Whiskytaxitouren an, kann einem Türen bei Diageobrennereien öffnen, die sonst geschlossen sind und Touren mit Distillery Managern ermöglichen. Vielleicht ist das für den ein oder anderen ja interessant. Mal schauen, vielleicht mache ich das auch mal. Ggf. finde ich dazu ja auch den einen oder anderen Mitstreiter.
      Von Inverness ging es wieder mit KLM über Amsterdam nach Hannover zurück. In Amsterdam wollte man mich erst aufgrund von Überbuchung auf einen anderen Flug umbuchen... nach kurzer Diskussion war dann doch noch ein Platz frei.
      Glücklich und zufrieden kehrte ich wieder zuhause ein. Richtig schön nach einer Woche seine Frau in den Arm zu nehmen und seinen Sohn zu sehen. Und vor allem ist es klasse, dass ich die Freiheit von meiner Frau bekomme, mal so ein Ding für mich alleine durchzuziehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Schöner Bericht, Eggi... :top: ... und traurig zugleich. Tut mir leid daß Du Deine Schuhe an den Nagel hängen mußt....
      Dann bin ich schon auf Deinen nächsten Bericht gespannt, wenn Du mit dem Fahrrad besoffen durch Schottland hackst.... :D
      "I´m dirty, mean and mighty unclean" - Bon Scott
      "Will you let me go to hell the way I want to?" - Wild Bill Hickock
    • Danke fürs Teilhaben Hannes :umarmen:

      Tja die Füß.... :( echt Mist..was sagt denn der Ortho dazu ?(
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • Schöner Bericht Eggi, ich habe auch die anderen bereits (fast) alle gelesen, habe mich aber bisher noch zu keiner Mehrtageswanderung in Schottland durchringen können. Kommt aber sicher mal :)
      Das mit den Füßen ist wirklich nicht schön, aber aus eigener Erfahrung würde ich mal den Weg zum Orthopäden wählen und über Einlagen nachdenken, wenn du das nicht eh schon mal gemacht hast. Die passen oft auch gut in Wanderschuhe.
      Ich hatte vor 2 Jahre starke Probleme mit der rechten Ferse nach langen Wandertagen, das hat sich nach konsequenten Einlagentragen mittlerweile erledigt, so dass ich gar nicht mehr so konsequent die Einlagen tragen muss.
    • Ich habe ja schon optimal angepasste Einlagen. Meine Schwägerin und mein Schwiegervater sind Orthopädie-Schumachermeister und wirklich spitze, in dem was sie machen. Die Einlagen jetzt (2 Paar) hatte mir meine Schwägerin ein paar mal geändert, bis sie richtig saßen. Meine Frau (Physiotherapeutin) meinte, dass ich ggf. durch konsequentes Training der Füße noch was erreichen könnte.

      Ich glaube, ich werde trainieren, mich jedoch auf Kurzwanderungen und Spaziergänge beschränken.
    • Danke für den Bericht und die Karte.
      Habe beides sehr genossen.

      Es gibt nichts zu trauern, Hannes.
      Denn es wird weitergehen. Wenn nicht zu Fuß, dann mit dem Rad.
      Ich weiß wovon ich rede.
      clansman-malt-connection@gmx.de
      Neu eingetroffen....

      Motörhead 1975 & Speyburn 1897
      Lemmy - never forget!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von OdinNord ()

    • Ich weiß, wovon Du schreibst Eggi. Um mir derartige Qualen zu ersparen, habe ich die Sache mit dem Wandern schon als 2-jähriger aufgegeben, bzw. gar nicht erst angefangen. Sicher ist mir viel entgangen, aber diese Art der Fortbewegung liegt mir nicht so.
      Schön wieder Fotos der Gegend zu sehen in der sich das Maltquartett vor ein paar Jahren herumgetrieben und Spuren hinterlassen hat. Irgendwie beginnt es im Inneren des Körpers zu kribbeln...da will ich hin. Aber der Tag wird kommen, wenn ich als rechtmäßiger Konsul des befreiten Schottland dort auf "Diensreise" gehen werde...
      Selbst an guten Tagen bin ich nur durchschnittlich...
      ROT ist BLAU
      und Ironie ist normal
    • Hallo Eggi
      Ein schöner Bericht , kommen die Erinnerungen wach von unserer Tour 2009.
      Schade das du nicht mehr wandern gehen kannst, Denn nur zu Fuß......
      Und was das Cragganmore House betriftt, der Charme, der Wirt und das Essen :thumbsup:
      Slainte Helmut
      Darauf jetzt einen Cragganmore :D
    • Hallo Eggi,
      schöner Bericht- ich hoffe du findest für dich einen Weg ähnliche erfüllende Erfahrungen zu machen- auch ohne Wanderungen. Herzkichen Glückwunsch auch zu so einer verständnisvollen Frau.
      LG Andreas
      Suche Abfüllungen vom März 2014...perfekt 12.03.2014 und jetzt auch vom 31.03.2016 :)
    • Hi Eggi,
      schöner Bericht und ich fühle wie wenn ich mit gelaufen wäre. Da ich schon des öfteren stationär in Aberlour war, bin die Abschnitte alle schon mal abgelaufen.
      Alerdings immer wieder hin und zurück.
      Es ist oft verwunderlich wie eine Strecke verändert einem vorkommt wenn man diese zurück auch läuft.
      Ein kleiner Tipp für welche diesen Abschnitt Aberlour - Cragganmore gehen. Bei der distillery Knockando gibt es oberhalb eine vor ca. 2 bis 3 Jahren renovierte und in Betrieb befindliche Wollmüle mit Herstellung von Tartan.
      Sehr lohnenswert und auch ohne Eintritt zu besuchen.
      Viele Grüße aus dem sonnigen Schwabenland.
    • Wieder einer deiner schönen Berichte, wo man die Liebe zu Schottland und der Natur buchstäblich miterlebt.

      Schade, aber alles hat seine Zeit.
      Ich bin ein Blauer

      Je größer der Dachschaden, um so freier ist der Blick in die Sterne.