Wasser des Lebens von Wolfgang F. Rothe

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    • Wasser des Lebens von Wolfgang F. Rothe

      Der Herr Rothe schreibt sich auf die Fahnen neben den Fakten zu Ursprung und Herstellung von Whisky vor allem auf die Spiritualität und das Besondere des Genießens einzugehen.
      Das Büchlein ist klein und recht kurz mit etwas über 150 Seiten. So ist die Entstehungsgeschichte des Lebenswassers noch recht unterhaltsam, im Berich der Herstellung von Whisky bleibt es oberflächlich.
      Der Angekündigte eher philosophische Zugang zum Whisky liegt mir grundsätzlich. So wurde ich auch auf dieses Werk aufmerksam.
      Nun ist Herr Rothe Doktor der Theologie und katholischer Bischof. Dazu noch gesegnet mit einem ausgeprägten ebenso katholischen Sendungsbewußtsein.
      Ich bin nun nicht religiös und als Einwohner einer hauptsächlich evangelisch besiedelten Religion liegt mir der Katholizismus wenig. Und wenn dann neben Whisky noch dezent eben dieser als wirklich wahrer Glaube gepriesen wird, dann sträuben sich bei mir die Nackenhaare.
      Und diese extreme Verknüpfung von Whisky mit katholischen Glaubensgrundsätzen hat mir beim Lesen ein wenig Unbehagen bereitet.
      Sorry, aber ich möchte so nicht missioniert werden.
      Und die 19,95€ für eine katholische Werbebroschüre sind mir dann auch echt zu viel.

      Mal ganz nebenbei bemerkt, Herr Rothe: "Der Teufel hat den Schnaps gemacht, um uns zu verderben." Das bitteschön, wollen wir doch nicht ganz außer acht lassen....
      All we ever wanted was everything
      All we ever got was cold
      Bauhaus
    • Herr Rothe ist kein Bischof sondern Pfarrer was ja um einiges darunter liegt und ob er "Sendungsbewusstsein" hat oder nicht ohne ihn persönlich zu kennen diese Aussage finde ich schon etwas gewagt.

      Nun bin ich kein religöser Mensch, aber die Person Rothe schätze ich und das da ich ihn persönlich kenne.
      Das Buch habe ich auch gelesen und darüber kann man sich durchaus auch seine persönliche Meinung bilden.
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)
    • Sorry für die Falschausage zum Dienstgrad von Herrn Rothe. In der Tat ist er laut Klappentext des Buches Priester (Pfarrer geht schlecht, da katholisch).
      Bei einer Buchrezension ist es immer wichtig zu verstehen, dass es hier um die Meinung (in diesem Falle meine) zu den Ausführungen in einem Buch geht. Bitte niemals Kritik am Werk mit Kritik an der Person verwechseln.
      Geht ja auch schlicht nicht, da ich den Autoren nicht persönlich kenne.
      Und wenn ich da "Sendungsgewußtsein" unterstelle, beziehe ich mich auf Aussagen in dem Buch.

      Un da meine Meinung zu diesem Buch nunmal leider nicht die Beste ist, konnte ich mir ein wenig Polemik nicht verkneifen. Jede Kritik zu einem Buch, Film, etc. ist nunmal subjektiv.
      Ergänzend dazu möchte ich noch anmerken, dass ich die Beiträge die Herr Rothe für den "Whisky Botschafter" schreibt durchaus zu schätzen weiß. Deswegen habe ich mir ja dies Büchlein überhaupt gekauft.

      Jeder, der sich exponiert und seine Ansichten öffentlich macht, sei es nun mit Buchveröffentlichungen, oder mit simplen Forumsbeiträgen, muss zwangsläufig Kritik in der einen oder anderen Form über sich ergehen lassen.

      Vieleicht ist meine Kritik ja auch deswegen so "spitz" ausgefallen, weil ich nach teils wirklich hervorragenden Magazin Beiträgen ein wenig mehr Qualität im Inhalt und ein bißchen weniger Missionierung erwartet hätte.
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      Bauhaus
    • Genau deswegen müsste man wissen welche "Probleme" die Diozöse mit so einem Buch bei einem Pfarrer/Priester hat (liegt wohl am bayerischen Flair da sind alle Pfarrer egal welcher Konfession) und man dafür ein Argument beim Chef brauchte.

      Mir ist die Gewichtung übrigens auch etwas zu schief geraten, aber bei den Hintergründen sag ich mir warum nicht. ;)
      Für Einsteiger ganz nett und wer dann noch weiter und tiefer die Materie erkunden will findet dickere Literatur.
      Grüße

      Heinz

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    • Ich habe mir das Buch jetzt nochmal durchgelesen - auch gerade wegen diesem Thread hier. Vor einiger Zeit hatte ich es im Schnelldurchlauf ein bißchen hier und ein bißchen dort gelesen und wieder weggelegt.

      Ja, in Teilen ist es oberflächlich bzw. einfach gehalten - das schreibt er in den beiden Kapiteln aber auch selbst ganz klar am Anfang, dass der "Whiskyexperte" mal lieber weiter blättern sollte. Ich habe es mir interessehalber einfach durchgelesen. Hat keine neuen Erkenntnisse gebracht, aber zumindest verliert er sich nicht in Angaben wie viele Stunden etwas gärt, bei wieviel Grad etwas destilliert usw. wird...

      Zum spirituellen Teil des Buches:
      Was hast du denn erwartet? Das Buch wurde von einem katholischen Theologen geschrieben - das Vorwort ebenfalls - und von einem katholischen Verlag herausgebracht. Von daher war klar oder zumindest anzunehmen, in welche Richtung dieses Buch gehen wird.
      Ich fand es interessant, wie er sich dem Thema Whisky in spiritueller - hauptsächlich christlicher - Weise genähert hat. Einfach mal eine andere Herangehensweise an Whisky, die ich so noch nicht gesehen bzw. vielmehr gelesen habe.

      Zum Preis: 20,00 € ist viel, gerade für ein Buch was nur ca. 155 Seiten hat. Jedoch wird die Auflage sicherlich nicht sehr hoch sein. Die Aufmachung ist hochwertig und gefällt mir gut, die Fotoauswahl ist sehr gut. Von daher ist das - in meinen Augen - irgendwie gerechtfertigt.
    • Eggi schrieb:

      Was hast du denn erwartet? Das Buch wurde von einem katholischen Theologen geschrieben - das Vorwort ebenfalls - und von einem katholischen Verlag herausgebracht. Von daher war klar oder zumindest anzunehmen, in welche Richtung dieses Buch gehen wird.
      Ich hatte eine schon christlich spirituelle Herangehensweise erwartet.
      Nicht erwartet habe ich, missioniert zu werden.
      Aber im Nachhinein bin ich, glaube ich einfach auch enttäuscht, weil ich vom Autor schon einige Artikel gelesen hatte, die mir gut gefallen haben, und er hier einfach etwas zu dicke aufgetragen hat. Eine Sonntagspredigt hatte ich weder erwartet noch befürchtet. Außerdem sehe ich gerade hier noch einen Unterschied zwischen christlicher und katholischer Herangehensweise.
      Vielleicht mag ich das Buch auch nur deshalb so wenig, weil mir einfach der Katholizismus fern liegt.
      Aber unterm Strich ind Geschmäcker halt verschieden und so freue ich mich über jedes Statement zu diesem am Ende doch auch interessanten Buch.
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      Bauhaus
    • Dieses übermäßig christliche und teilweise katholische bin ich ja gewohnt, habe beruflich häufiger mit Kirchen zu tun. Und bin selbst katholisch - auf dem Papier, so von der christlichen Auffassung eher ev.-luth., aber wie man getauft wird, sucht man sich ja nicht aus und konvertieren will ich auch nicht. Von daher ist mir persönlich dieses missionieren gar nicht so störend aufgefallen - bzw. ich habe damit gelernt, es in das eine Ohr reingehen zu lassen und in das andere Ohr wieder raus. Von daher bin ich auch nicht repräsentativ.
    • @Eggi
      Hannes das ist eine gute Einstellung.

      @willard
      Mach das denn so schlecht ist es nicht, eben für Anfänger gedacht. Und ehrlich gesagt es handelt sich ja um ein geistiges Getränk mit Tiefgang und unendlich vielen Facetten. ;)
      Grüße

      Heinz

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