Warum ich keine Fassstärken mag

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    • Warum ich keine Fassstärken mag

      Im Vorgeplänkel von Rubens PE Verkostung, hat er auf einen Artikel von Martine Nouet mit dem Titel "Why I dislike cask strength whisky" verwiesen. Martine legt hier recht schlüssig dar, weshalb Sie (verdünnte) Trinkstärken bevorzugt. Ist gut zu lesen, wirft aber natürlich auch eine Menge Fragen auf.

      Der Artikel ist hier zu finden: scotchwhisky.com/magazine/the-…ike-cask-strength-whisky/
      Gruß,
      Callaman

      Suche: Scotch Malt Whisky Society 7.112 ● Scotch Malt Whisky Society 64.79
    • Ich finde den Artikel durchaus lesenswert, denn ich bin auch mittlerweile nicht mehr ein großer Fan von zu viel Wasserbeigabe. Natürlich mache ich es dennoch, aber eine Fassstärke, die nicht auch pur schmeckt, brauche ich ehrlich gesagt nicht wirklich. Ich trinke auch mal was mit 60+ pur, in kleinen Schlucken etc. Aber am liebsten sind mit ebenfalls Fasstärken von um die 50%, bei denen die Zeit den Alkoholgehalt reduziert hat.

      Das Beispiel mit dem a`bunadh gefällt mir gut in dem Text. Bei dem geht es mir genauso: pur zu sprittig, verdünnt eher jung und flach.
    • Martine gibt ein schönes Beispeil mit dem Kochen einer Sauce. Gibt man hinterher noch Flüssigkeit zu, ist im Grunde genommen die Integrität der Sauce dahin.

      Das führt zu einer Frage, die ich mir nicht selber beantworteten kann. Wenn die Brennereien oder UAs jetzt Whisky abfüllen, der runterverdünnt werden soll, lassen die das Whisky-Wasser-Gemisch noch "etwas Ruhen" oder rühren die das einmal kräftig um und ziehen es gleich auf Flaschen?
      Gruß,
      Callaman

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    • Callaman schrieb:



      Das führt zu einer Frage, die ich mir nicht selber beantworteten kann. Wenn die Brennereien oder UAs jetzt Whisky abfüllen, der runterverdünnt werden soll, lassen die das Whisky-Wasser-Gemisch noch "etwas Ruhen" oder rühren die das einmal kräftig um und ziehen es gleich auf Flaschen?
      Soweit ich das weiß, ruht das alles nochmal ein wenig.
    • ja, lesenswert...

      "I know that adding water gradually with a pipette limits the risk of drowning your dram, and you can always add more whisky if you need to, but then you end up drinking more alcohol than you had intended."
      Nun, dat is ja wohl nicht weiter tragisch :D

      "Secondly, there is the issue of the quality of the water you use. We can all agree that tap water is not an option..."
      Die Dame kennt halt kein 1a-Leitungswasser aus dem Bergischen Land!

      Der Saucen-Vergleich hinkt für mich völlig, aber jedem dat seine...

      Ich gehöre übrigens auch eher zu denjenigen, die nur sehr wenig mit Wasser spielen
      "I´m dirty, mean and mighty unclean" - Bon Scott
      "Will you let me go to hell the way I want to?" - Wild Bill Hickock
    • Ist halt so eine Sache. So mancher Whisky in Trinkstärke, schmeckt mir richtig gut, so wie er ist. Das gilt aber auch für viele, viele Fasstärken, die mir genau so wie sie sind ebenfalls hervorragend schmecken. Das Beispiel mit dem Aberlour a´bunadh kann ich nachvollziehen, ist aber (seit einigen Batches) eh nicht mehr so mein Whisky. Das war vor 15 Jahren mal anders.

      Der "Saucenvergleich", da bin ich voll bei Schorsch, hinkt total. Eine Sauce stelle ich ja (meistens) nach einem Rezept her und habe ein Endprodukt, dass ich genau so erzielen wollte. Bei Whisky ist es doch vielmehr so, dass ich durch Destilation und Lagerung ein Produkt erzeuge, und es danach von den Herstellern mit Wasser verdünnt wird. Eigentlich dient dieses Beispiel (für mich) eher als Argument "pro Fasstärke", und nicht dagegen.

      Die Sache mit dem "Leitungswasser" ist ebenfalls so eine Sache. Wir haben in Deutschland glücklicherweise eine (im euopäischem Vergleich) sehr gute Leitungswasserqualität, und ich persönlich sehe keine Schwierigkeiten dabei, unser Wasser für Whisky zu verwenden. In vielen anderen Ländern (auch in großen Teilen Schottlands) sieht das da anders aus. Dort wird dem Leitungswasser deutlich mehr Chlor zugesetzt, was man oftmals sofort riecht, wenn man in diesen Ländern den Wasserhahn öffnet. Dieses, überchlorte Wasser würde ich vermutlich auch nicht für meinen Whisky verwenden wollen.

      In vielen Fällen wird sich mir die Problematik aber gar nicht stellen, denn bei den alten Gordon & MacPhail Sachen werde ich eh nie erfahren wie Sie in Fasstärke geschmeckt hätten....und bei so vielen Fasstärken, bei denen ich mit Wasser experimentiere, kann / will ich eh nie überprüfen ob ich auf 57,3 %, 50 %, 44,7 % oder auf 35 % verdünnt habe. ;)

      Trotzdem finde ich es generell gut auch einmal eine Lanze für Whiskys in Trinkstärke zu brechen, denn viele davon sind besser als ihr Ruf.


      Gruß
      Andreas

      P.S. Fasstärke schreibe ich aus Prinzip nicht mit 3 "s", weil es einfach so ungewohnt und bekloppt aussieht :rolleyes:
      Alba gu bràth
    • Nimrod77 schrieb:

      Ist halt so eine Sache. So mancher Whisky in Trinkstärke, schmeckt mir richtig gut, so wie er ist. Das gilt aber auch für viele, viele Fasstärken, die mir genau so wie sie sind ebenfalls hervorragend schmecken. Das Beispiel mit dem Aberlour a´bunadh kann ich nachvollziehen, ist aber (seit einigen Batches) eh nicht mehr so mein Whisky. Das war vor 15 Jahren mal anders.

      Der "Saucenvergleich", da bin ich voll bei Schorsch, hinkt total. Eine Sauce stelle ich ja (meistens) nach einem Rezept her und habe ein Endprodukt, dass ich genau so erzielen wollte. Bei Whisky ist es doch vielmehr so, dass ich durch Destilation und Lagerung ein Produkt erzeuge, und es danach von den Herstellern mit Wasser verdünnt wird. Eigentlich dient dieses Beispiel (für mich) eher als Argument "pro Fasstärke", und nicht dagegen.

      Die Sache mit dem "Leitungswasser" ist ebenfalls so eine Sache. Wir haben in Deutschland glücklicherweise eine (im euopäischem Vergleich) sehr gute Leitungswasserqualität, und ich persönlich sehe keine Schwierigkeiten dabei, unser Wasser für Whisky zu verwenden. In vielen anderen Ländern (auch in großen Teilen Schottlands) sieht das da anders aus. Dort wird dem Leitungswasser deutlich mehr Chlor zugesetzt, was man oftmals sofort riecht, wenn man in diesen Ländern den Wasserhahn öffnet. Dieses, überchlorte Wasser würde ich vermutlich auch nicht für meinen Whisky verwenden wollen.

      In vielen Fällen wird sich mir die Problematik aber gar nicht stellen, denn bei den alten Gordon & MacPhail Sachen werde ich eh nie erfahren wie Sie in Fasstärke geschmeckt hätten....und bei so vielen Fasstärken, bei denen ich mit Wasser experimentiere, kann / will ich eh nie überprüfen ob ich auf 57,3 %, 50 %, 44,7 % oder auf 35 % verdünnt habe. ;)

      Trotzdem finde ich es generell gut auch einmal eine Lanze für Whiskys in Trinkstärke zu brechen, denn viele davon sind besser als ihr Ruf.


      Gruß
      Andreas

      P.S. Fasstärke schreibe ich aus Prinzip nicht mit 3 "s", weil es einfach so ungewohnt und bekloppt aussieht :rolleyes:
      Danke Andreas alles gesagt was ich mir auch dabei so dachte. :top:
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)
    • Nimrod77 schrieb:

      Der "Saucenvergleich", da bin ich voll bei Schorsch, hinkt total. Eine Sauce stelle ich ja (meistens) nach einem Rezept her und habe ein Endprodukt, dass ich genau so erzielen wollte. Bei Whisky ist es doch vielmehr so, dass ich durch Destilation und Lagerung ein Produkt erzeuge, und es danach von den Herstellern mit Wasser verdünnt wird. Eigentlich dient dieses Beispiel (für mich) eher als Argument "pro Fasstärke", und nicht dagegen.
      Was Martine hier zum Thema Kochen anführt, würde ich so unterschreiben (bin aber kein Koch). Wenn man eine Sauce stundenlang einköcheln lässt, kann - muss aber nicht - man bei späterer Streckung schon einen Unterschied schmecken, aber das hängt auch noch von anderen Faktoren ab (Sauce, Zutaten, etc.).

      Wie gesagt kann ich Ihre Analogie zu Whisky nachvollziehen aber nicht verifizieren. Hier fehlt mir schlichtweg das Wissen und der Vergleich wie verdünnt und abgefüllt wird.


      Nimrod77 schrieb:

      Die Sache mit dem "Leitungswasser" ist ebenfalls so eine Sache. Wir haben in Deutschland glücklicherweise eine (im euopäischem Vergleich) sehr gute Leitungswasserqualität, und ich persönlich sehe keine Schwierigkeiten dabei, unser Wasser für Whisky zu verwenden. In vielen anderen Ländern (auch in großen Teilen Schottlands) sieht das da anders aus. Dort wird dem Leitungswasser deutlich mehr Chlor zugesetzt, was man oftmals sofort riecht, wenn man in diesen Ländern den Wasserhahn öffnet. Dieses, überchlorte Wasser würde ich vermutlich auch nicht für meinen Whisky verwenden wollen.
      Habe noch nie wissentlich Leitungswasser verwendet. Würde ich aber auch wohl nicht ohne weiteres machen. Auch wenn wir in D kein "Chlorwasser" haben.


      Nimrod77 schrieb:

      In vielen Fällen wird sich mir die Problematik aber gar nicht stellen, denn bei den alten Gordon & MacPhail Sachen werde ich eh nie erfahren wie Sie in Fasstärke geschmeckt hätten....und bei so vielen Fasstärken, bei denen ich mit Wasser experimentiere, kann / will ich eh nie überprüfen ob ich auf 57,3 %, 50 %, 44,7 % oder auf 35 % verdünnt habe. ;)
      In der Tat. Wobei man aus meiner Sicht die alten 40% sowieso nicht den heutigen "Weichspülern" vergleichen kann.


      Nimrod77 schrieb:

      Trotzdem finde ich es generell gut auch einmal eine Lanze für Whiskys in Trinkstärke zu brechen, denn viele davon sind besser als ihr Ruf.
      Ja, ein schönes Beispiel wie jemand schlüssig für seine persönliche Vorliebe argumentiert. Ein Punkt, der mich aber ein wenig stört von Martine - zumindest kommt es bei mir so an - ist, dass generell hohe Alkoholgehalte spritig und scharf seien. Das ist in etwa so wie zu sagen, 40% oder 43% sind (immer) schlecht.


      Nimrod77 schrieb:

      P.S. Fasstärke schreibe ich aus Prinzip nicht mit 3 "s", weil es einfach so ungewohnt und bekloppt aussieht :rolleyes:
      Ist was dran. Da kommt die Schifffahrt etwas schlanker daher.
      Gruß,
      Callaman

      Suche: Scotch Malt Whisky Society 7.112 ● Scotch Malt Whisky Society 64.79
    • also ich trinke meinen whisky immer in faßstärke und wenn mir danach sein sollte, dann kann ich immer noch selber wasser hinzufügen. denn wenn zum beispiel der distillery manager sagt, daß das faß verkauft werden kann und ggf. ein UA das faß kauft und der meinung ist das er ihm nicht so ganz mundet, dann bin ich als endverbraucher der gelackmeierte. es gibt sicherlich gute whisky mit einer alkoholstärke die im trinkstärkenbereich liegt, aber die sind dann sicherlich wie schon erwähnt älteren datums und haben sie auf natürliche weise erreicht. für nimrod: faßstärke muß man nicht mit 3 s schreiben, wie du siehst geht es auch ganz old school :D
      so long und Gruß

      Patrick


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    • Ich kann der guten Dame persönlich auch nicht so recht zustimmen. Vor allem sagt sie ja, dass sie den Destillery Managern vertraut, die richtige "Verwässerung" durchzuführen. Ganz am Ende sagt sie aber, dass bei ihrem Fass die Destille angeboten hat "such Dir aus, ob Du Cask Strength, 50% oder 46% haben willst". Das hört sich für mich nicht danach an, als ob die Destille das richtige Maß an Wasser herausgefunden hat, sondern einfach bestimmte Standard-Verdünnungen anbietet, und das bei jedem Whisky gleich. Und so ist es ja auch bei anderen Trinkstärken. Man findet ja häufiger einen Standard-Wert wir 43% oder 46%, obwohl genau für diesen Whisky vielleicht z.B. 47,2% genau richtig gewesen wäre. Also ich denke nicht, dass die Verdünnungen immer im perfekten Maß für den besten Geschmack durchgeführt werden, daher halte ich Fassstärken da für besser (auch, weil nun mal jeder etwas anderes mag). Und ich Fassstärken generell auch häufig pur trinken mag :)
    • Callaman schrieb:

      Was Martine hier zum Thema Kochen anführt, würde ich so unterschreiben (bin aber kein Koch). Wenn man eine Sauce stundenlang einköcheln lässt, kann - muss aber nicht - man bei späterer Streckung schon einen Unterschied schmecken, aber das hängt auch noch von anderen Faktoren ab (Sauce, Zutaten, etc.).

      Wie gesagt kann ich Ihre Analogie zu Whisky nachvollziehen aber nicht verifizieren. Hier fehlt mir schlichtweg das Wissen und der Vergleich wie verdünnt und abgefüllt wird.
      Den Ablauf aus dem genannten Beispiel kann ich absolut folgen. Beim Einreduzieren einer Sauce, kann ich natürlich nicht, durch spätere Hinzugabe von Wasser, den Geschmack von "vor dem Einreduzieren" wieder herstellen. Das ist absolut richtig.
      Ich finde nur es macht allerdings überhaupt keinen Sinn, diesen Vorgang des Kochens in irgendeine Relation zur Whiskyherstellung zu setzen. Da hätte man jetzt auch einfach Ölförderung, Violine spielen und Whiskyherstellung in einen Kontext setzen können.
      Wenn man die Aussage, dass die Brennereien viel besser das richtige Verhältnis herausfinden und mischen können, mal überspitzt übertragen wollte, könnte man behaupten, dass Maggi viel bessere Saucen herstellen kann als jeder von uns, weil die ja schließlich die Profis für Saucen sind. ;)

      Alessandro1981 schrieb:

      Ich kann der guten Dame persönlich auch nicht so recht zustimmen. Vor allem sagt sie ja, dass sie den Destillery Managern vertraut, die richtige "Verwässerung" durchzuführen. Ganz am Ende sagt sie aber, dass bei ihrem Fass die Destille angeboten hat "such Dir aus, ob Du Cask Strength, 50% oder 46% haben willst". Das hört sich für mich nicht danach an, als ob die Destille das richtige Maß an Wasser herausgefunden hat, sondern einfach bestimmte Standard-Verdünnungen anbietet, und das bei jedem Whisky gleich. Und so ist es ja auch bei anderen Trinkstärken. Man findet ja häufiger einen Standard-Wert wir 43% oder 46%, obwohl genau für diesen Whisky vielleicht z.B. 47,2% genau richtig gewesen wäre. Also ich denke nicht, dass die Verdünnungen immer im perfekten Maß für den besten Geschmack durchgeführt werden, daher halte ich Fassstärken da für besser (auch, weil nun mal jeder etwas anderes mag). Und ich Fassstärken generell auch häufig pur trinken mag :)
      Ich gehe nicht davon aus, dass in irgendeiner Brennerei sich jemand die Mühe macht, den "perfekten Wert" für das Verdünnungsverhältnis herauszufinden. Viel mehr ist das vermutlich ein rein industrieller, standarisierter Prozess, der überhaupt gar nichts mit der romantischen Vorstellung eines Distillery Managers, der für jedes Fass das ideale Verhältnis herausarbeitet, zu tun hat.
      Oft habe ich heutzutage auch das Gefühl, man möchte dem Käufer eine Fasstärke vorgaukeln. Ein schönes Beispiel ist da die Single Barrel Reihe von Balvenie, immer mit 47,8 % Alkohol abgefüllt. Gemessen an de romantischen Vorstellung, glaube ich nicht das rein zufällig, für jedes individuelle Fass, 47,8 % Alkohol der Idealwert sind, sondern das es hier einfach ein willkürlich festgelegter Wert ist, der sich nah an einer Trinkstärke orientieren soll, und trotzdem den Eindruck einer Fasstärke suggerieren möchte.


      Callaman schrieb:

      Ein Punkt, der mich aber ein wenig stört von Martine - zumindest kommt es bei mir so an - ist, dass generell hohe Alkoholgehalte spritig und scharf seien. Das ist in etwa so wie zu sagen, 40% oder 43% sind (immer) schlecht.
      In wie weit Fasstärken, mit hohem Alkoholgehalt, "spritig und scharf" sind, hängt (meiner Meinung nach) immer mit dem persönlichen Geschmack des Konsumenten zusammen.
      Den Artikel von Martine kann ich entsprechend auch nur als eine "Wiedergabe persönlichen Empfindens" verstehen, und nicht als generelle Kritik an Fasstärken.



      Gruß
      Andreas
      Alba gu bràth

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nimrod77 ()

    • Nimrod77 schrieb:

      In wie weit Fasstärken, mit hohem Alkoholgehalt, "spritig und scharf" sind, hängt (meiner Meinung nach) immer mit dem persönlichen Geschmack des Konsumenten zusammen.Den Artikel von Matine kann ich entsprechend auch nur als eine "Wiedergabe persönlichen Empfindens" verstehen, und nicht als generelle Kritik an Fasstärken.
      Genau so.
      Gruß,
      Callaman

      Suche: Scotch Malt Whisky Society 7.112 ● Scotch Malt Whisky Society 64.79
    • In solchen Whiskyblogs wird viel geschrieben. Den von Martine Nouet habe ich am Anfang vor zig Jahren ein mal gelesen, dann nie wieder. Sie steht nicht auf der Liste meiner bevorzugten Whiskyfachleute, von denen ich gerne was höre, und das wird sich auch durch diesen Beitrag nicht ändern.

      Ein Argument, das stichhaltig ist, ist m. E. der Aberlour Abunadh; ich habe kaum je einen Whisky wie diesen getrunken, der von seiner Faßstärke lebt und sofort alles an Aromentiefe verliert, wenn man ihn verdünnt. Klar, dass die Dame den anbringt. Aber trotzdem: Hat Mme Nouet schon mal was von Alkohol als Geschmacksträger gehört? Leider kein Wort dazu. Und über die zahlreichen wässrigen Trinkstärkewhiskies, denen 10% mehr sichtlich gut getan hätten – kein Wort.

      In Zeiten von NAS und Trinkstärkewhiskies, in denen sich die Whiskymanager über ihre jahrelange "Age Matters" and "more alcohol is more flavour-Kampagnen ärgern, passt so ein Artikel genau in das Weltbild der Whiskyindustrie. Ist es wirklich nur ein Zufall, dass dieser Artikel jetzt erscheint und nicht vor 5-8 Jahren geschrieben wurde? Nur die persönliche Vorliebe von Mme Nouet, die sich damit tapfer gegen den Mainstream der kenntnisreichen Whiskyliebhaber stellt? Die Botschaft hör ich wohl, allein ...

      Gruß, Nils
      There are two things best taken naked, and one of them is whisky.
    • Artikel, wie auch Diskussion finde ich spannend.
      Zu reduzierten Trinkstärken bin ich da ganz bei meinen Vorrednern, da stehen ganz klar wirtschaftliche Überlegungen dahinter. Wasser ist billiger als Whisky.
      Fasstärken finde ich am schönsten, wenn sie so lecker sind, dass sie pur gehen. Und wenn Wasser, dann nur ein paar Tropfen. Und da ist das Faszinierende nicht die reine Verdünnung des Alkohols, sondern die Reaktion, die dann wieder neue Aromen hervorbringt.
      Aber wie immer in ich da auch wenig dogmatisch und schlürfe ebenso gut reduzierte Trinkstärken.
      Entscheidend ist immer noch was "hinten raus kommt" (Helmut Kohl), oder einfach was Spaß macht und schmeckt.

      Aber ein wenig Romantik schwingt bei der Fasstärke mit: dieses vom Fass in die Flasche Gefühl. Klar, naiv und nicht zur Industrieware Whisky passend, aber für mich klingst's schön.
      All we ever wanted was everything
      All we ever got was cold
      Bauhaus
    • I always get a soapy note at first when I add a dash of water to my whisky.


      armes Tuk Tuk :taetschel:

      da sollte sie mal dran "arbeiten" denn wenn dem so ist, kann nix gescheites rauskommen aufwachen:

      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • Nach längeren Nachdenken :D 8o
      Wenn man sich Mal den Laphroaig 10 Jahre mit 40 und 43 % mal zu Gemüte führt, ist es schon ein Unterschied zwischen diesen beiden.
      was Geruch, Geschmack und Abagng betrifft, eklatant zu merken.
      Ich finde das Bunnahabhain mit 46,3 erheblich zugewonnen hat,
      Ebenso Deanston.
      Sie kommen bei Weiten nicht an die alten Abfüllungen von den 60zigern ran, aber immer noch besser als zur Jahrtausendwende.
      Deshalb ist bei mir, ca. 90% in Fassstärke und von anabhängigen Abfüllungen, speziell vom SSMC , einiges vertreten.
      Also probieren!!!!

      Slainte Helmut
    • Was auch immer geschrieben steht und geschrieben wird....ich gewichte nach wie vor Fassstärken höher als Trinkstärken.
      Alleine schon deshalb, weil ich selbst dann experimentieren kann.
      Wenn ich möchte.
      Ich muss nicht.

      Bei Trinkstärken hab ich diese Möglichkeit so gut wie nicht.
      clansman-malt-connection@gmx.de
      Neu eingetroffen....

      Motörhead 1975 & Speyburn 1897
      Lemmy - never forget!
    • ich mag guten Whisky :thumbup: :D

      erst einen einzigen Whisky habe ich getrunken, der mit Wasser wirklich besser wurde
      Alkoholnoten im Whisky verstärken sich oft durch Wasserzugabe
      zumindest gehen sie nicht weg

      meine Erfahrung sagt mir
      dass in der Regel abgefüllt wird mit dem optimalen Alkoholgehalt für den jeweiligen Whiskygenuss
      mein best bewerteter Whisky hatte 43%
      der zweitbeste 61,3%
      ich trinke zu 98 Prozent ohne Wasserzugabe