Die SPD und die befristeten Arbeitsverhältnisse.....

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    • Die SPD und die befristeten Arbeitsverhältnisse.....

      Da hat der Charming Bär von der SPD doch tatsächlich soziale Themen für seinen Wahlkampf entdeckt. Man möchte mehr Sicherheit für den "normalen" Arbeitnehmer, und deswegen keine / weniger befristete Arbeitsverhältnisse. Ein Anliegen, dass ich uneingeschränkt unterstützen würde.
      Natürlich gab es selbiges Wahlversprechen der SPD auch schon im Wahljahr 2013.....aber was schert mich mein Geschwäz von.....

      Interessant finde ich den Ansatz von Sarah Wagenknecht, die jetzt in einem Interview unterstrichen hat, wie wichtig natürlich auch der Linken dieses Thema ist. Gleich mit der Aufforderung, man hätte ja gemeinsam (SPD, Grüne, Linke) sowohl im Bundesrat, als auch im Bundestag eine Stimmmehrheit, und könne doch eigentlich noch vor den Wahlen einen Antrag und einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringen. Gar nicht so blöd :D
      SPD und Grüne haben bis dato gar nicht, oder nur sehr verhalten reagiert........sooooo dringend scheint die Abschaffung / Redizierung dieser Arbeitsverhältnisse ja dann doch nicht zu sein.

      Dazu passend (auch wenn es für mich keine echte Satire ist) :
      der-postillon.com/2017/02/trad…lles-linkes-halbjahr.html


      Gruß
      Andreas
      Alba gu bràth
    • Stimmt Andreas, nur irgendwann sollte man aus solchen "Fehlern" lernen.

      Wobei ich das nicht an einer Farbe festmachen möchte. Die Farbenlehre zeigt, der Durchschnittswähler wird immer beschissen, betrogen und abgezockt. Da muss man sich nicht wundern das die größte Partei die der Nicht-Wähler ist. Um ehrlich zu sein ich rätsle auch schon lange was ich im Herbst mache. regenwolke:
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)
    • Glencat schrieb:

      Stimmt Andreas, nur irgendwann sollte man aus solchen "Fehlern" lernen.

      Wobei ich das nicht an einer Farbe festmachen möchte. Die Farbenlehre zeigt, der Durchschnittswähler wird immer beschissen, betrogen und abgezockt. Da muss man sich nicht wundern das die größte Partei die der Nicht-Wähler ist. Um ehrlich zu sein ich rätsle auch schon lange was ich im Herbst mache. regenwolke:
      Konsequent wählen? :rolleyes:
      Wenn ich schon so weit bin und erkannt habe, dass Schwarz, Rot, Gelb und Grün mich in den letzten Jahren eigentlich nur beschissen haben und keine wirkliche Alternative waren, sondern nur immer der selbe Einheitsbrei in unterschiedlichen Farbmustern, dann gibt es IMHO nur noch eine wirkliche Alternative und ich meine nicht das braune Gesocks, das sich zur Tarnung einen blauen Mantel umhängt... :whistling:

      Übrigens haben Nichtwähler in meinen Augen keinerlei Recht, sich hinterher zu beschweren... ;)
      Und allen Kritiker, die meinen, Linke könnten nicht erfolgreich wirtschaften, sei ein Blick nach Portugal empfohlen.
      Slainte!
      Thomas
      "Balvenie is Viagra in a glass" - Robin Laing im Speyside Whisky Song
      "Some people believe football is a matter of life and death, I am very disappointed with that attitude. I can assure you it is much, much more important than that." Bill Shankly
    • Sir Dino schrieb:

      , dann gibt es IMHO nur noch eine wirkliche Alternative und ich meine nicht das braune Gesocks, das sich zur Tarnung einen blauen Mantel umhängt... :whistling:
      ....fein....ich steh total auf Verallgemeinerungen.....
      Dementsprechend: alle CDU Wähler sind Christen und alle SPD Wähler sind sozial und alle Flüchtlinge sind ......aber STOPP!!! das geht natürlich dann zu weit !
      clansman-malt-connection@gmx.de
      Neu eingetroffen....

      Motörhead 1975 & Speyburn 1897
      Lemmy - never forget!
    • Nimrod77 schrieb:

      Man möchte mehr Sicherheit für den "normalen" Arbeitnehmer, und deswegen keine / weniger befristete Arbeitsverhältnisse.
      So dargestellt find ich die Aussage grundätzlich etwas zu kurz gegriffen.
      Wichtig sind die Gründe für Befristungen. Dienen diese mal ganz platt formuliert nur der "Ausbeutung" von Arbeitnehmern, dann muss da was gändert werden.
      Oftmals werden befristete Vertäge aber auch als künstliche Velängerung der Probezeit genutzt, da Du oft mit eintreten des Kündigungsschutzes auch die faulste Sau nicht mehr los wirst. Mag gemein klingen, aber ich arbeite im sozialen Bereich und wann immer sich ein Mitarbeiter wortwörtlich auf seinem Kündigungsschutz ausruht und einen Job nicht macht, dann leiden Menschen.
      Rede ich also von Änderungen bezüglich Befristungen, dann muss ich mir zwingend unsere ganze verkorkste Gesetzgebung bezüglich des Arbeitsrechts ansehen.

      Ich durfte mal mit Ansehen, wie bei einem Mitarbeiter die fristlose Kündigung wegen nachgewiesener unterlassener Hilfeleistung und Freiheitberaubung in eine fristgerechte umgewandelt wurde. O-Ton des Anwaltes: "Nehmen Sie das Angebot der Schlichtungsstelle lieber an, vor Gericht kann es noch schlechter für Sie ausgehen."
      All we ever wanted was everything
      All we ever got was cold
      Bauhaus
    • willard schrieb:

      Nimrod77 schrieb:

      Man möchte mehr Sicherheit für den "normalen" Arbeitnehmer, und deswegen keine / weniger befristete Arbeitsverhältnisse.
      So dargestellt find ich die Aussage grundätzlich etwas zu kurz gegriffen.Wichtig sind die Gründe für Befristungen. Dienen diese mal ganz platt formuliert nur der "Ausbeutung" von Arbeitnehmern, dann muss da was gändert werden.
      Oftmals werden befristete Vertäge aber auch als künstliche Velängerung der Probezeit genutzt, da Du oft mit eintreten des Kündigungsschutzes auch die faulste Sau nicht mehr los wirst. Mag gemein klingen, aber ich arbeite im sozialen Bereich und wann immer sich ein Mitarbeiter wortwörtlich auf seinem Kündigungsschutz ausruht und einen Job nicht macht, dann leiden Menschen.
      Rede ich also von Änderungen bezüglich Befristungen, dann muss ich mir zwingend unsere ganze verkorkste Gesetzgebung bezüglich des Arbeitsrechts ansehen.

      Ich durfte mal mit Ansehen, wie bei einem Mitarbeiter die fristlose Kündigung wegen nachgewiesener unterlassener Hilfeleistung und Freiheitberaubung in eine fristgerechte umgewandelt wurde. O-Ton des Anwaltes: "Nehmen Sie das Angebot der Schlichtungsstelle lieber an, vor Gericht kann es noch schlechter für Sie ausgehen."
      Um den Mitarbeiter auszuprobieren, gibt es die Probezeit, die oft genug 6 Monate beträgt. In den 6 Monaten sollte es möglich sein, seinen Mitarbeiter entsprechend einzuschätzen. Dennoch gibt es immer nur Jahreversträge und dann wieder eine Verlängerung und wieder eine Verlängerung ... damit will sich der Arbeitgeber, auch im sozialen Bereich (habe da Erfahrungen) nur eine Flexibilität wahren die auf Kosten der Sicherheit des Arbeitnehmers geht. Ein nicht zu vernachlässigender Punkt sind auch Mutterschaft und Elternzeit. Ein befristeter Vertrag läuft dann einfach aus. Und auch wenn der Vater Anspruch auf Elternzeit hat, auch auf mehr als nur die 2 Partnermoante, mit einem befristeten Vertrag, den man einfach auslaufen lassen kann, kann man indirekt ziemlich Druck auf den Arbeitnehmer ausüben.

      Meine Meinung: wegen mir soll man 1 Jahr lang ein befristetes Arbeitsverhältnis haben. Wegen mir auch eine Probezeit von 1 Jahr, falls jemand meint, 6 Monate reichen nicht aus. Aber dann, wenn alles passt und auch der Bedarf weiter gegeben ist, sollte der Arbeitnehmer nur unbefristet weiter angestellt werden. Diese Salamiveträge sind wirklich eine unschöne Sache. Das klappt vielleicht beim Berufseinstieg, aber irgendwann braucht man eine gewisse Planungssicherheit. Den Job kann man auch so immer noch verlieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tom na Gruagaich ()

    • Verallgemeinerungen haben in der Tat noch nie wirklich geholfen. Erst recht nicht in der Politik. Weder auf der linken, noch auf der rechten Seite !
      Befristete Arbeitsverhältnisse können sinnvoll sein - für beide Seiten - wenn nicht die eine oder andere Seite dieses Instrument missbraucht.
      Da ist es wie so oft im Leben. Wenn einer der Beteiligten nur seinen persönlichen Vorteil daraus ziehen will, dann kann so etwas auch sehr einseitig ausgehen.
      Ich habe für mich persönlich eine Entscheidung getroffen :
      Sollte es der Kandidat Schulz wirklich ernst meinen mit seinen Aussagen, dass er die Fehler seines SPD-Vorgängers (wenn er denn Kanzler wird) in der Agenda 2010
      beseitigen oder zumindest abmildern will, dann hat er es in meinen Augen verdient, hierfür die Chance zu bekommen.
      Das eine immer stärkere Umverteilung von den finanziell Schwachen zu den finanziell Starken stattfindet, wird ja mittlerweile nicht einmal mehr von Fachleuten, die dem Konservativen Spektrum nahestehen, bestritten.
      Wenn er also diese Fehler und Ungerechtigkeiten beseitigen will... Wohlan ! Meine Stimme bekommt er. Und die Chance, die er hoffentlich bekommt, die sollte er besser nutzen.
      Nicht weil er ansonsten mich bis an mein Lebensende für seine Partei endgültig und unumkehrbar verloren hat. Das wäre nur für mich schlimm. Sondern weil er damit endgültig dem Ansehen seiner Partei und dem Wert von Politiker-Aussagen so sehr den Garaus macht, dass dies außer mir vermutlich noch viele andere Menschen tun werden.
      Und wohin werden die sich wohl wenden....

      Die Menschen sollte man an ihren Taten messen. Ich werde es tun.
      "Wenn man das Abendland nur verteidigen kann, indem man menschen-feindliches Gedankengut vor sich herträgt, was gibt es dann eigentlich noch zu verteidigen ?! " (Claus von Wagner)

      whisky-herbst.de/
    • Tom na Gruagaich schrieb:

      Diese Salamiveträge sind wirklich eine unschöne Sache.
      Übrigens auch nicht legal, eine Befristung (nicht sachgebunden, sachgebunden hieße. z.B. eine Elternzeitvertretung) darf nicht länger als zwei Jahre dauern.
      Und dieser nicht unbedingt seltene Rechtsverstoß ist übel.

      Naja und jetzt heißt es der Schulz will sich auch der Reform der Pflege annehmen. Da wird dann also werbewirksam gleich die nächste Sau durchs Dorf getrieben? Auch eine Art Populismums...

      Aber vielleicht stecken dahinter ja wirkliche Konzepte und Ideen, und ich tue dem neuen Kanzlerkandidaten unrecht.
      Zu schön um wahr zu sein.
      All we ever wanted was everything
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      Bauhaus
    • Sir Dino schrieb:

      Glencat schrieb:

      Stimmt Andreas, nur irgendwann sollte man aus solchen "Fehlern" lernen.

      Wobei ich das nicht an einer Farbe festmachen möchte. Die Farbenlehre zeigt, der Durchschnittswähler wird immer beschissen, betrogen und abgezockt. Da muss man sich nicht wundern das die größte Partei die der Nicht-Wähler ist. Um ehrlich zu sein ich rätsle auch schon lange was ich im Herbst mache. regenwolke:
      Konsequent wählen? :rolleyes: Wenn ich schon so weit bin und erkannt habe, dass Schwarz, Rot, Gelb und Grün mich in den letzten Jahren eigentlich nur beschissen haben und keine wirkliche Alternative waren, sondern nur immer der selbe Einheitsbrei in unterschiedlichen Farbmustern, dann gibt es IMHO nur noch eine wirkliche Alternative und ich meine nicht das braune Gesocks, das sich zur Tarnung einen blauen Mantel umhängt... :whistling:

      Übrigens haben Nichtwähler in meinen Augen keinerlei Recht, sich hinterher zu beschweren... ;)
      Und allen Kritiker, die meinen, Linke könnten nicht erfolgreich wirtschaften, sei ein Blick nach Portugal empfohlen.
      ..... und wer soll das sein?

      Dem mit dem Nichtwähler stimme ich zu, aber jetzt mal raus damit was Du meinst. Es stellt sich mir auch die Frage wem Du mit dem braunen Gesocks meinst?
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)
    • @All
      Das aus diesem Thread eine politische Diskussion wird / geworden ist.....nun ja, lassen wir es mal so weiterlaufen. Achtet bitte auf den gegenseitigen Respekt, auch wenn ihr die politischen Ansichten untereinander nicht teilt.

      @befristete Arbeitsverhältnisse
      Es gibt sicherlich manche Branchen (zB stark saisonabhängige) in denen ich befristete Arbeitsverträge für gerechtfertigt, und sinnvoll erachte. Wenn wir aber mal ehrlich sind (und das sage ich als Arbeitgeber) wird das System "befristete Arbeitsverträge" doch einfach von vielen Betrieben genutzt, um sich vor sozialer Verantwortung dem/der Angestellten gegenüber zu drücken. Wenn ich immer dieses "wir müssen daran denken was passiert wenn die Auftragslage sich mal drastisch verschlechtern sollte" höre, könnte ich kotsen.
      Ich nenne das "unternehmerisches Risiko", und wer davor Angst hat, sollte vielleicht gar nicht erst mit der Selbstständigkeit anfangen.
      Die meisten Arbeitsverträge sehen eh eine 3 oder 6 montatige Probezeit vor , und die ist doch vollkommen ausreichend.
      Wer als Chef nach 6 Monaten nicht weiß , ob er einen Mitarbeiter benötigt, oder er geeignet ist, ist vielleicht einfach selber als Chef nicht geeignet.

      @Worte und Taten
      Ich Messe selber Leute lieber an dem was sie tun, und nicht an dem was sie sagen.
      In der Politik ist mein Dilemma, dass, wenn die Taten nicht den vorherigen Worten entsprechen, das Kind ggf. dann in den Brunen gefallen ist.


      Gruß
      Andreas
      Alba gu bràth
    • Nimrod77 schrieb:

      @All
      Das aus diesem Thread eine politische Diskussion wird / geworden ist.....nun ja, lassen wir es mal so weiterlaufen. Achtet bitte auf den gegenseitigen Respekt, auch wenn ihr die politischen Ansichten untereinander nicht teilt.

      @Worte und Taten
      Ich Messe selber Leute lieber an dem was sie tun, und nicht an dem was sie sagen.
      In der Politik ist mein Dilemma, dass, wenn die Taten nicht den vorherigen Worten entsprechen, das Kind ggf. dann in den Brunen gefallen ist.


      Gruß
      Andreas
      Andreas das war doch klar, dass das daraus wird wenn Du soetwas einstellst. Ich finde das sogar gut wenn man den Hype sieht der um den Schulz gemacht wird. Ich für meinen Teil hätte auf meine Fragen gerne Antworten weiter nichts. ;)

      Auch ich messe lieber Leute an dem was sie tun oder auch nicht tun. Bei der Politik geht es mir wie Dir und da muss ich fesstellen, dass eben dieses Kind schon mehrfach in den Brunnen gefallen ist. So gerne ich Herrn Schulz glauben möchte fühle ich mich doch als gebranntes Kind. Und genau das macht es mir bei einer Wahl so schwer. Absolute Mehrheit wird Herr Schulz nicht bekommen und deshalb bleibt nur noch eine Koalition. Da kann man sich dann immer heraus reden er hätte nicht anders können wegen dem Partner der sich quer gelegt hat. Und schon geht das Spiel bei der nächsten Wahl wieder los.
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
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    • Glencat schrieb:

      Sir Dino schrieb:

      ... ich meine nicht das braune Gesocks, das sich zur Tarnung einen blauen Mantel umhängt... :whistling:
      Übrigens haben Nichtwähler in meinen Augen keinerlei Recht, sich hinterher zu beschweren... ;)
      Und allen Kritiker, die meinen, Linke könnten nicht erfolgreich wirtschaften, sei ein Blick nach Portugal empfohlen.
      ..... und wer soll das sein?
      Dem mit dem Nichtwähler stimme ich zu, aber jetzt mal raus damit was Du meinst. Es stellt sich mir auch die Frage wem Du mit dem braunen Gesocks meinst?
      Warum hängt Ihr Euch eigentlich an dem "braunen Gesocks" auf? Ja, ich meine die Damen und Herren der AfD. Wen denn sonst?

      Viel interessanter finde ich allerdings den Blick nach Portugal, wo eine LINKS-Regierung gerade zeigt, wie erfolgreiche Wirtschaftspolitik funktioniert. Vielleicht können wir ja darüber mal reden?
      Slainte!
      Thomas
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    • Als jemand, der selbst 15 Jahre lang befristet beschäftigt gewesen ist, kann ich dem, was Andreas (Nimrod) schreibt, nur zustimmen. Es geht gar nicht nur darum, dass Arbeitgeber dies aus Bequemlichkeit und zum "Betrug" an der Allgemeinheit ausnutzen; es ist vor allem gesamtgesellschaftlich ein großes Problem, wenn großen Teilen der Gesellschaft keine klare Arbeitsperspektive samt der damit verbundenen Sicherheit gegeben wird (kann man ja in Südeuropa wunderbar beobachten, was dann passiert).

      In meinem Fall war es übrigens der vielgespriesene Staat, der mich jahrelang befristet angestellt hat, bzw. verschiedene Bundesländer. Ich persönlich konnte damit umgehen, dass das an der Universität so ist; wie es aber meinen Kolleginnen damit ging, die in ihren besten "gebärfähigen" Alter keinerlei berufliche Sicherheit oder Perspektive hatten und teilweise mit Vierteljahresverträgen "lebten" (vegitierten trifft es besser!), konnte ich hautnah erfahren: Keiner der Politiker, der solche befristeten Arbeitsverhältnisse in seinem eigenen Wirkungsbereich abschließt oder zuläßt, sollte sich darüber beschweren, dass zu wenig Kinder von hochgebildeten Frauen und Männern gezeugt werden. Um Nachwuchs in die Welt zu setzen braucht es schon ein Mindestmaß an beruflicher Sicherheit.

      Über solche Detailfragen der Politik und ihr Für und Wider diskutiere ich hier gerne. Aus politischen Grundsatzdiskussionen halte ich mich hier im Forum jedoch schon lange raus ... das bringt einfach nichts. Und zum Thema "SPD und die befristeten Arbeitsverhältnisse" haben Nimrod, der Postillion und – zur Abwechslung mal – Frau Wagenknecht eigentlich alles gesagt. :)

      Gruß, Nils
      There are two things best taken naked, and one of them is whisky.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nils ()

    • @Sir Dino
      Wenn man das mit dem "braunen Gesocks" konsequent sieht hat man auch mit den großen Parteien Probleme, denn solche Typen wird man fast überall finden. Aber dann muss man auch die "radikalen Linken" erwähnen das bis zu den Stalinisten, Maoisten, Trotzkisten geht. Alles Gruppierungen die nicht unbedingt für ein demokratisches Verständnis stehen. Also welche Partei bleibt dann noch übrig? Die Nichtwähler? Auch nichts für mich.
      Wie es mit Portugal weiter geht muss man erst mal abwarten, die sind noch nicht raus aus der Abwärtsspirale. Und was nützt es dem ratlosen Wähler hier wenn es die Linken in Portugal gut machen?

      @Nils
      Schön wie Du diese Situation beschreibst Nils. Was mich da immer wieder wundert, unseren Politiker prangern genau diese Arbeitsverhältnisse in der "freien" Wirtschaft an und sind doch die schlimmeren Arbeitgeber in den eigenen "Firmen" Gemeinde, Land und Bund nur um bei den Personalkosten zu sparen. Das geht von Praktikanten über Zeitarbeiter bis zu den Menschen die Du geschildert hast.
      Übrigens Nils politische Zurückhaltung finde ich fehl am Platz noch dazu wenn man so differenziert argumentiert wie Du es kannst ..... würde vielleicht so manchen Hitzkopf zum nachdenken veranlassen, sofern er mehr als seine eigene Meinung gelten lässt. ;)
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)