Alter Whisky = besser?

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    • Alter Whisky = besser?

      Im Blog whiskyundfrauen ist ein Artikel zum Thema "Wie gut ist alter Whisky wirklich?" erschienen. Die Autorin verweist hier zum einen auf die Kostenentwicklung von Whiskys mit Alter und versucht zum anderen Argumente zu liefern, warum alter Whisky möglicherweise nicht so gut ist/sein könnte. Gleichzeitig merkt sie an, dass in den letzten Jahren viel junges Zeug auf den Markt geflossen ist und das gerade bei jungen Rauchern, die fehlende Aromatik vom intensiven Rauch kaschiert wird.

      Zudem führt sie eine Grafik von Samaroli an, die für mich mehr Fragen als Antworten liefert.

      Eigentlich spielen doch weder Alter noch Farbe eine Rolle. Es gibt herausragende Whiskys mit 40 Jahren oder mehr genau wie (alte) 8-jährige mit einer Vielschichtigkeit und Balance, die kaum zu fassen ist. Ich denke, masgeblich wird die Qualität von demjenigen beeinflusst, der das Fass abfüllt. Scheitert es hier schon, wird das auch in der Flasche nicht besser (auch nicht mit Geschichte). Wobei auch ein blindes Huhn...
      Gruß,
      Callaman

      Suche: Scotch Malt Whisky Society 64.79
    • Ich habe gerade die Tabelle einer groß angelegten Blindverkostung von Whiskys verschiedener Altersstufen gefunden (im 2011er Ronde). Eingeflossen sind 10.303 Ergebnisse.

      Die Bewertungen sehen so aus

      Alter_____Punkte
      NAS_____83,1
      03-10_____82,9
      11-13_____82,5
      14-16_____83,2
      17-19_____84
      20-24_____85,2
      25-29_____85,1
      30-34_____86,2
      35-39_____88
      40-55_____87,5

      Bei einer 100er Skala sind 3 Punkte Unterschied zwischen 10 und 30 Jahren nicht sehr viel - wohingegen sich die Preise deutlich unterscheiden dürften.

      Natürlich hat sich seitdem etwas getan - und vielleicht würden die neueren NAS noch besser abschneiden.

      Übersichtliche Grüße
      Karl
      Ehret die Blends! Ohne sie hätten wir keine Single Malts!
    • Für mich sind alte Whiskies (über 20 Jahre) nicht besser, sie sind anders. Der eine mag junge, wilde, der andere alte, gediegene Whiskies. Extrem wird es ja nur in dem Fall, in dem wir von Single Cask-Abfüllungen reden. Bei Abfüllungen von mehreren Fässern werden Ecken und Kanten abgeschliffen; dem einen gefällt das, den anderen nicht.

      Ich persönlich mag Whiskies zwischen 10-20 Jahren auf dem Etikett, die aus einer Mischung von verschiedenen Fässern entstanden sind. Der beste Single Malt, den ich je getrunken habe, war laut Etikett 12 Jahre, tatsächlich waren sicher aber auch ältere Fässer darin enthalten. Bei solchen Abfüllungen mag ich die (hoffentlich vorhandene) harmonische Kombination der Fässer und die Aromentiefe. Bei Single Casks gefallen mir solche mit stark ausgeprägten Ecken, besonders betonten Aromen, die aus einer relativ harmonischen Grundkomposition herausstechen. Ich finde hier aber immer weniger, die mir zusagen.

      Letztlich ist das Alter egal. 50 Jahre garantieren noch keinen Superwhisky und 6-8jährige müssen nicht schlecht sein. Schön wäre es nur, diese objektiven Infos auch zu erfahren und nicht mit bloßen Marketingnamen abgefertigt zu werden. Für mich ist nur klar, dass immer mehr Whisky als Single Malt abgefüllt wird; selbst durch die Produktionserhöhung im Whiskybereich kann der dadurch automatisch auftretende Qualitätsverlust nicht annähernd aufgefangen werden.

      Gruß, Nils
      There are two things best taken naked, and one of them is whisky.
    • Ich sehe das ganz ähnlich. Gerade als wir im Dezember das großartige Tasting von Whiskys aus 1966 bei Gregor hatten, zeigte es sich, dass gerade die lang gelagerten Sherry-Whiskys problematisch waren.
      Aktuell kommen überall Whiskys auf den Markt, die, zumindest bei Einzelfassabfüllungen selten die 10 Jahre erreichen, dafür aber natürlich einen hohen Alkoholgehalt aufweisen. Hier muss man oftmals mit Wasser arbeiten, während das bei lang gelagerten Whiskys das Aroma kaputt macht.
      Ich würde auch hier nicht von alten Whiskys reden, sondern eher von lang gelagerten.
      Denn eines habe ich auch gelernt: Zwar wurde früher auch nicht nur guter Whisky produziert (Warum wurde wohl Port Ellen geschlossen?), aber ein 12jähriger Whisky aus den 60ern bzw. 70ern ist fast immer einem heutigen 12jährigen haushoch überlegen.
      Slainte

      Jörg

      ___________

      Bibo ergo sum

      Ich trinke Alkohol nur an Tagen, die auf -g enden. Und mittwochs.

      Urmenschen hatten nur Biofleisch, viel Bewegung, keine Zigaretten, keinen Alkohol und sind dennoch nie älter als 35 Jahre geworden.
    • Egon schrieb:

      ...Denn eines habe ich auch gelernt: Zwar wurde früher auch nicht nur guter Whisky produziert (Warum wurde wohl Port Ellen geschlossen?), aber ein 12jähriger Whisky aus den 60ern bzw. 70ern ist fast immer einem heutigen 12jährigen haushoch überlegen.
      Hmm, als jemand, der mit allzuviel OBF (old bottle flavour) nichts anfangen kann, tue ich mir schwer in der Aussage, da ich den 12 jährigen aus den 60ern eben im Jahr 2017 trinken muss und nicht im Jahr 1960 ...
      Und nicht alle Brennereien wurden geschlossen, weil sie schlechten Whisky produziert haben. In Zeiten des blended Whisky war die Kompatibilität mit dem Endprodukt Blend (also die Mischbarkeit) oft wichtiger als ein eigenständiges Profil. Aber auch hier kann ich nichts dazu sagen, da ich nie einen wirklich jungen PE trinken durfte. Und wenn, dann hätte der wieder OBF ... ein Teufelskreis :D

      Aber hier geht es ja um das Alter im Fass und das was auf der Flasche steht. Und hier bin ich klar unentschieden.
      Denn es kann Spaß machen einen wirklich jungen ultraheftigen Raucher im Glas zu haben, genauso wie eine flüssige Schrankwand. Es kommt auf die Stimmung an. Natürlich kann junger Whsiky zu jung sein, und auch alter Whisky "drüber", aber eine pauschale Formel würde ich nicht definieren wollen.
      Meiner Meinung nach sehr wichtig ist auch das Brennereiprofil, bzw. der Rohbrand. Ich habe bei Springbank z.B. meine Probleme mit dem 18er, den ich eher langweilig finde, der 10er und der 12er CS gehören jedoch zu meinen Lieblingen. Beim 18er fehlt mir das, was ich an Springbank schätze.
      Zudem möchte ich, wenn ich einen Whisky habe, der 25 oder 30 Jahre im Fass lag, auch etwas davon schmecken. Da darf Eiche vorhanden sein, sie sollte vielleicht nicht die Alleinherrschaft übernommen haben. Aber ich kenne genug Whisky, die würde ich blind eher 10 bis 15 Jahre jünger einordnen, da das Fass nichts mehr beitragen konnte. Von daher, keine Ahnung ob alter oder junger Whisky nun besser ist, im Optimalfall sind sie anders, aber manchmal auch nicht mal das.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tom na Gruagaich ()

    • Ich hatte bisher nur wenige Whisky aus den 50ern bis 70ern, also abgefüllt, nicht gebrannt. Es gab leckere (z.B. ein alter Bunnahabhain 12 aus 1970), aber auch einige, mit denen ich mir sehr schwer tat. Ich müsste mal gucken, da waren ein paar Blends dabei, die einige auch durchaus als lecker empfunden haben, die habe ich fast nicht herunterbekommen.
      Daher bezog sich meine Aussage auf die Veränderung, die ein Whisky in der geschlossenen Flasche aufgrund der Jahrzehnte, die er in dieser verbringt, erfährt. Da gibt es ja viele Diskussionen drüber, ich bin aber der Meinung, das er das tut, nicht jeder Whisky gleich stark, aber dennoch. Der Effekt tritt sicherlich nicht in 10 oder 20 Jahren auf, aber bei 50 bis 60 Jahren in der Flasche ist das schon was anderes. Von daher würde ich die nicht überprüfbare Hypothese aufstellen, dass ein heute geöffneter 12 jähriger Whisky, abgefüllt 1960 anders schmeckt als wenn er im Jahr 1960 getrunken worden wäre. Und man eigentlich diesen 1960 geöffneten mit den neuen Whisky vergleichen müsste. Solange keiner Zeitreisen erfindet, wird das aber nix mit Überprüfen der Hypthese ;)
    • Ok, verstehe. Die "Flaschenreifung" sehe auch als Fakt an. Bei 10 Jahren weiß ich nicht, aber ab 20 Jahren könnte mir schon vorstellen, dass Veränderungen eintreten. Die Zeitreisengeschichte würde mich auch mal brennend interessieren... Aber ein Hinweis könnte sein, dass alte Standards, die auch damals getrunken wurden im Vergleich zu heute besser/anders waren, so wird berichtet...
      Gruß,
      Callaman

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    • RavenNevermore schrieb:

      Früher war auch der Schnee weißer ...
      Da sind wir wieder bei der Zeitmaschine oder - früher gab es noch Schnee...

      Ich denke aber schon, dass die alte Ware von 1950er bis in die frühen 1980er (zumindest Ende 1970er) anders und für mein Geschmacksempfinden besser war. Es war doch eine andere "Art der Herstellung".
      Gruß,
      Callaman

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    • marcus2 schrieb:

      Ein Schlag ins Gesicht für jeden in Islay vernarrten
      Es hätte damals ja auch Lagavulin oder Caol Ila treffen können, und heute würde alle Welt von den tollen Whisjys der stillgelegten Brennerei Caol Ila schwärmen.
      Es gab halt einen Grund warum Port Ellen geschlossen wurde, und einer der Gründe war wohl auch, dass man unter den 3 Kandidaten eben die Qualität von Port Ellen am geringsten eingeschätzt wurde.


      Um aber auf die "Altersfrage" zu sprechen zu kommen.....
      In dem Segment 18 bis 25 Jahre gibt es für mich (gefühlt) die größte Dichte an Malts, die meinem Geschmack bzw Geschmackserwartungen entsprechen.
      Sowohl unterhalb dieses Alters, als auch oberhalb dieses Alters, habe ich schon wirklich hervorragende Whiskys getrunken. Hier zwingend einen Zusammenhang zwischen Alter und Qualität zu zu sehen, halte ich für falsch.

      Einzig und allein die Tatsache das Whiskys in hohem Alter rarer, und somit zwangsläufig teurer sind, ist wohl unumstritten. Alles andere ist nur ein Resultat des Hypes.


      Gruß
      Andreas
      Alba gu bràth
    • Nimrod77 schrieb:

      Es gab halt einen Grund warum Port Ellen geschlossen wurde, und einer der Gründe war wohl auch, dass man unter den 3 Kandidaten eben die Qualität von Port Ellen am geringsten eingeschätzt wurde.
      Kenne eher den Grund der Kosteneffizienz von Caol Ila ggü. PE, zumal CI Anfang der 70er modernisiert wurde und PE aufgrund der Schließung bis 67 Reputation bei den Blendern eingebüßt, was wiederum Lagavulin zu Gute kam...


      Nimrod77 schrieb:

      Hier zwingend einen Zusammenhang zwischen Alter und Qualität zu zu sehen, halte ich für falsch.
      :ok:
      Gruß,
      Callaman

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Callaman ()

    • Deswegen schrieb ich ja auch "einer der Gründe"..... ;)
      Wobei ich fairer Weise sagen muss, dass sich diesbezüglich mein Wissen auch nur auf Gespräche mit vermeintlichen Fachleuten bezieht. Fachliteratur zu speziell diesem Thema (gibt es die ?) oder Aussagen von direkt beteiligte Personen, kann ich nicht vorweisen:)


      Gruß
      Andreas
      Alba gu bràth
    • Nimrod77 schrieb:

      marcus2 schrieb:

      Ein Schlag ins Gesicht für jeden in Islay vernarrten
      Es hätte damals ja auch Lagavulin oder Caol Ila treffen können, und heute würde alle Welt von den tollen Whisjys der stillgelegten Brennerei Caol Ila schwärmen.Es gab halt einen Grund warum Port Ellen geschlossen wurde, und einer der Gründe war wohl auch, dass man unter den 3 Kandidaten eben die Qualität von Port Ellen am geringsten eingeschätzt wurde.
      Was der genaue Grund für die Schließung von Port Ellen und nicht von Caol Ila war, wissen wohl nur die damaligen Entscheidungsträger bei DCL. Die dürften heute wohl schon alle steinalt oder bereits tot sein. Lagavulin war damals Hauptbestandteil vom White Horse Blend, der gut lief, die Destillerie hätte man niemals schließen können. Wieso dann Port Ellen und nicht Caol Ila? Wer weiß.

      Zur Qualität weiß ich nur, was ich selbst erlebt habe: Als ich mir 1986 im Pub in Port Ellen(!) einen Port Ellen bestellte, verstummten plötzlich alle Gespräche. Dann drehte sich mein Sitznachbar, ein älterer Schotte, zu mir um und meinte: "No one drinks that, lad! Try a Lagavulin!". Ich habe dann den Lagavulin 12 Jahre probiert, den Tip-gebenden Schotten zum "capital fellow" erklärt und meine Liebe zu Lagavulin began. Einen Port Ellen habe ich erst viele Jahre später mal probiert, vielleicht von der Sache voreingenommen ... er hat mir jedenfalls nicht geschmeckt, obwohl es ein besonderer war, der anläßlich des Besuchs der Queen in Port Ellen gebottled worden war (glaube ich jedenfalls, habe ich jetzt nicht geprüft).

      Jedenfalls war der Ruf von PE bei den Ileachs damals nicht besonders gut.

      Gruß, Nils
      There are two things best taken naked, and one of them is whisky.
    • Wenn ich mir übelege, wie überragend (ja, richtiges Wort) mir dieser neu zusammengepanschte Mackinlay's Shackleton (Original von 1907!) geschmeckt hat, frage ich mich immer noch, warum man Whisky mit den Jahrzehnten andere Geschmacksprofile verpasst hat. Aber vielleicht lag das ja auch nur an der eisigen Lagerung... und es ist nur ein Extremfall für mich.

      Ansonsten denke ich auch, dass vor Jahrzehnten gebrannter Whisky genauso "gut" oder "schlecht" war wie der von heute.

      Es könnte aber sein, dass die Schlechten mit den Jahren schneller in den Ausguss gewandert sind und die Guten für bessere Zeiten geschont wurden. Darwin lässt grüßen.
      Whisky-Journal - von, über und wegen Whisky

      Suche:
      - SMWS 38.xxx (Caperdonich)
      - Caperdonich 24yo Whiskykanzler Uncollectable Collection
    • Whiskinger schrieb:

      Ansonsten denke ich auch, dass vor Jahrzehnten gebrannter Whisky genauso "gut" oder "schlecht" war wie der von heute.
      !! So !! :top:
      Seit jetzt 46 Jahren genieße ich Malts aller Couleur, die heutigen schmecken mir nicht besser oder schlechter als damals. Es gab schlecht schmeckende als auch gut schmeckende, ebenso wie heute.
      Nordfriesland - der einzig echte Norden
      ______________________________________________
      www.einstein-husum.de
      www.whisky24.net
      email an: albert@einstein-husum.de
    • marcus2 schrieb:

      Ein Schlag ins Gesicht für jeden in Islay vernarrten
      Die Zeit verklärt halt viel. Den Rest besorgt das Marketing...
      Slainte

      Jörg

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      Urmenschen hatten nur Biofleisch, viel Bewegung, keine Zigaretten, keinen Alkohol und sind dennoch nie älter als 35 Jahre geworden.
    • Einstein-Husum schrieb:

      Whiskinger schrieb:

      Ansonsten denke ich auch, dass vor Jahrzehnten gebrannter Whisky genauso "gut" oder "schlecht" war wie der von heute.
      !! So !! :top:Seit jetzt 46 Jahren genieße ich Malts aller Couleur, die heutigen schmecken mir nicht besser oder schlechter als damals. Es gab schlecht schmeckende als auch gut schmeckende, ebenso wie heute.
      Wobei Geschmack ja relativ ist.
      Die einen lieben Sherrytunten, die anderen Rauchbomben...

      Wir haben ja früher, beim KPT, die probierten Whiskys mit Punkten bedacht.
      Da ging die Schere oft zwischen z.B. 55-85 Punkte der Whiskytrinker.
      Ich bin ein Blauer

      Je größer der Dachschaden, um so freier ist der Blick in die Sterne.
    • Egon schrieb:

      Denn eines habe ich auch gelernt: Zwar wurde früher auch nicht nur guter Whisky produziert (Warum wurde wohl Port Ellen geschlossen?), aber ein 12jähriger Whisky aus den 60ern bzw. 70ern ist fast immer einem heutigen 12jährigen haushoch überlegen.
      Im Rahmen des Adelphi Dinners 2015 hatte ich die Gelegenheit Charles MacLean zu fragen, wie denn seine Meinung sei zu dem Thema, dass die Qualität der Whiskies abgenommen habe. Daraufhin erzählte er, dass er das Glück habe, in einer Runde alter Männer zu sitzen (nicht wortgetreu, aber dem Sinn nach... ;) ), die gelegentlich alte Standardabfüllungen gegen nominell gleiche oder zumindest ähnliche neue Standardabfüllungen zu verkosten. Blind selbstverständlich. Er sagte dazu, dass er noch nicht einen Fall erlebt hat, in dem die neue Standardabfüllung besser bewertet wurde, als die alte, sondern es hat immer die alte Standardabfüllung "gewonnen" (im Sinne von mehr zugesagt).

      Dennoch, das ist ein anderes Thema, als das hier angesprochene.

      Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass ein Whisky, der 40 Jahre im Fass gelegen hat nicht automatisch besser ist, als ein Whisky, der "nur" 20, 15, 12 oder 10 Jahre im Fass gelegen hat. Da gibt es doch auch noch andere Einflussfaktoren, als die Verweildauer im Fass an sich. Aber ich habe auch schon 40 Jahre alte Whiskies getrunken, an die ein jüngerer Whisky nur schwer oder gar nicht herankommt. Zum Beispiel diesen hier. (Link zur Whiskybase)
      "There are two things a Highlander likes naked, and one of them is malt whisky."
    • marcus2 schrieb:

      der_cobo schrieb:

      Kirchhellener Private Tasting Circle
      Danke
      Hallo Marcus,

      nähere Infos und Berichte findest Du im Clubraum NRW.
      Slainte

      Jörg

      ___________

      Bibo ergo sum

      Ich trinke Alkohol nur an Tagen, die auf -g enden. Und mittwochs.

      Urmenschen hatten nur Biofleisch, viel Bewegung, keine Zigaretten, keinen Alkohol und sind dennoch nie älter als 35 Jahre geworden.
    • Ich habe vor einiger Zeit eine Auswertung meiner Whiskybase-Bewertungen* bzgl. des Zusammenhangs Alter zu Bewertung gemacht - siehe Bild

      Auf der X-Achse ist die laufende Nummer der Abfüllung (unwichtig) zu erkennen. Auf der Y-Achse ist sowohl das Alter als auch die Bewertung (0-100) zu erkennen. Die rote und die grüne Kurve zeigen die jeweilige Bewertung. Die blaue Linie zeigt das jeweilige Alter der Flasche. Die schwarze Linie zeigt das Altersgefälle. Die Daten sind nach meinen eigenen Bewertung sortiert.

      Man kann sowohl bei meinen eigenen wie auch bei den den Gesamt-Bewertungen einen klaren Trend erkennen: Älter = Besser


      * Die Auswertung ist schon etwas älter, deshalb sind "nur" ca. 750 Bewertungen berücksichtig
      Dateien
    • Nach nunmehr über 20 Jahren Beschäftigung mit der Materie habe ich für mich 2 Grundregeln festgestellt :
      1. Es gibt guten, jungen Whisky, sowie schlechten, alten Whisky. Und ebenso gibt es das jeweilige Gegenteil. Weil :
      2. Es immer der persönliche, subjektive Geschmack ist, der bei der Beurteilung zählt. Und nicht der von irgendwelchen anderen Menschen.
      Jeder Mensch ist einzigartig. Und damit auch sein jeweiliger Geschmack.
      "Wenn man das Abendland nur verteidigen kann, indem man menschen-feindliches Gedankengut vor sich herträgt, was gibt es dann eigentlich noch zu verteidigen ?! " (Claus von Wagner)

      whisky-herbst.de/