Alter Whisky = besser?

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    • Nimrod77 schrieb:

      Insgesamt klingt das für mich nicht so als hätte es damals in großen Mengen alten Whisky gegeben, den man hätte für die Blendproduktion heranziehen können.
      Wenn man die Schwarzbrennerei außen vor lässt, wurde zwischen 1914 und 1953 wohl in eher geringen Mengen produziert. Möglich das es da auch mal was älteres gab, das im Blend gelandet ist.....aber grundlegend scheinen Blends aus den 1960er Jahren wohl Whiskys mit 7 bis 12 yo enthalten zu haben.
      Soweit ich das richtig in Erinnerung habe, wurde aber damals größtenteils auf Grainwhisky bei der Blendherstellung verzichtet.....was auch ein Grund für die "bessere" Qualität alter Blends sein könnte.

      Was mir beim Sinnieren über ältere Blends einfiel, sind u.a. die 30er Ballantines aus den 70ern. Verwunderlich, dass es für die "ausreichend" Nachschub gab...
      Habe dazu noch eine Textpassage gefunden, die das von Dir geschriebene untermauert. Kann man leider nicht kopieren, daher das Bild.

      old-quote.jpg

      Allerdings bin ich noch nicht fündig geworden, was die Grain Produktion angeht. Könnte mir aber vorstellen, dass auch Grain damals schon sehr beliebt war. Die aktuellen Zahlen der SWA zeichnen übrigens ein interessantes Bild. von 1984 bis 2011 nähern sich die Malt LPAs den Grain LPAs an. Ab 2012 gibt es für Grain leider keine Zahlen mehr, könnte mir aber vorstellen, dass der Näherungstrend nicht mehr anhält.

      scotch-whisky-production.jpg

      Nosferatu68 schrieb:

      Ich will dieses Spielchen einfach nicht mehr mitmachen. Hauptsache limitiert, Marketing Brimborium usw. geht mir mittlerweile gehörig auf den Geist. Klar, solange es Kunden gibt, die jeden Preis bezahlen, wird sich nichts ändern.
      Das ist aber verdammt schwierig. Zumal man vielleicht auch noch in ein paar Jahren was schönes im Regal stehen haben möchte... :)

      marcus2 schrieb:

      Ist doch vom Prinzip her ganz einfach
      Die Masse der käuflich zu erwerbenden Whiskys interessieren mich nicht und der Rest ist mir persönlich zu teuer!
      Konsequent. So kann man natürlich schnell aus diesem Dilemma raus... ;)

      marcus2 schrieb:

      Schmecken alte Whiskys besser? Zumindest ist der nostalgische Reiz jene zu besitzen größer.
      Sie schmecken anders und (oft) auch besser. Nostalgischer Reiz würde ich vermuten, verblasst mit der Zeit. Ich glaube der Besitz einer aktuellen Abfüllung oder einer alten Flasche ist gleichbedeutend, wenn die "Gier" nur ausreichend groß ist.
      Gruß,
      Callaman

      Suche: Scotch Malt Whisky Society 64.79
    • Ja, ich weiß, dass das schwierig wird. Ich versuche, das Beste daraus zu machen. Es wird sicher immer etwas geben, was für mich passt ;) Und ganz gefeit bin ich davor auch nicht
    • Nimrod77 schrieb:


      - Mangel an altem Whisky
      Kurz vor dem zweiten Weltkrieg, und währenddessen, haben die schottischen Brennereien ja nur sehr geringe Mengen oder auch gar nicht produziert. Entsprechend dürfte in den 1960er Jahren der Bestand an 20 bis 30 yo Whisky gewesen sein.


      Hat da jemand fundierteres Wissen, als meine Annahmen ?


      Gruß
      Andreas
      Während dem zweiten Weltkrieg und kurz danach durften meines Wissens nach nur sechs Brennereien produzieren. Dies waren (aus dem Gedächtniss, ich habe jetzt weder die nötige Literatur zur Hand noch die nötige Zeit um das www zu duchforsten) Mortlach, Balvenie, Glenlivet, Glenfiddich, Macallan und Stathisla.
    • Dalwhinnie durfte auch ab 1940 wieder produzieren und bekam etwas von der rationierten Gerste ab.

      Also grundsätzlich sollten Deine Vermutungen stimmen. Entweder war der Whisky älter oder aber die 20-30 jährigen waren absolute Mangelware...
      Gruß,
      Callaman

      Suche: Scotch Malt Whisky Society 64.79
    • Ich kopiere mal meine Antwort auf die Frage aus dem Cutty hier rein. Ja, die alten Malts waren oder sind aus meiner Sicht besser.

      Und alte Malts sind für mich nicht altersmäßig alte Malts, sondern eher die aus den 70ern, 60ern und 50ern verstanden. Und gerade bei den letzteren habe ich bisher noch KEINEN getrunken, der schlecht war. Im Gegenteil, die Malts aus den 60ern, erst recht aus den 50ern, die ich bisher verkosten durfte (und das waren schon sehr sehr viele), waren durch die Bank sehr gut bis sensationell. Und da waren durchaus junge Dinger dabei, so z.B. ein 5yo Milton Duff Glenlivet oder auch 5yo Glen Moray. Beide mit den heutigen Standards 10yo nicht zuvergleichen - unglaublich rund, komplex und tiefgründig, teilweise Fruchtbomben par excellence. Zuletzt einen Tullibardine 1965 Cadenheads, danke Jens Drewitz für das Sample. Wenn heutige Tullis so geil wären,würde ich nichts anderes mehr trinken. Jeder dürfte die Strathislas,Longmorns und Glen Grants aus den 60ern kennen - durchweg Traumstoffe zum Niederknien.

      Oder probiert alte Blends - was ich da bisher an alten Blends aus den beiden Jahrzehnten verkosten durfte, steckt mal ganz locker 70-80% der heute auf den Markt kommenden Malts in die Tasche.

      Für mich stimmt die oftmals gehörte und ebensooft verteufelte Aussage, "früher war alles besser" zu 100%.
      Wer einmal in den schottischen Highlands war, wird immer wieder dorthin zurückkehren.
      Ist man weg von dort, dann rufen sie.

      arrancollector.de
    • @Geniesser
      Danke Gérard für die Antwort

      @maltlovinglawyer
      Grundlegend stimme ich dir zu, was die Whiskys aus den 50er / 60er Jahren angeht (auch wenn ich schon Whiskys dieser Ära im Glas hatte die ich eher durchschnittlich fand).
      Die Frage die sich dadurch aber automatisch stellt, wäre "was sich in der Produktion verändert hat", um eine spürbare, qualitative Verschlechterung herbeizuführen.

      Die Umstellung auf industriell vorbereitete Gerste in den 70er Jahren ?
      Die Standardisierung der Brennverfahren ?
      Automatisierung und Vetkürzung einiger Produktionsschritte ?
      Sogar eine gewisse Refung, und damit Veränderung, der alten Malts in der Flasche wäre als Grund denkbar.
      Zumindest in der Theorie verändert sich ja ein Malt bei der Flaschenlagerung ganz minimal. Über 50 und mehr Jahre hinweg in der Flasche, könnte ich mir schon vorstellen, dass ein junger Malt aus den 50er Jahren insgesamt weicher oder fruchtiger werden könnte.


      Gruß
      Andreas
      Alba gu bràth
    • Nimrod77 schrieb:


      Die Frage die sich dadurch aber automatisch stellt, wäre "was sich in der Produktion verändert hat", um eine spürbare, qualitative Verschlechterung herbeizuführen.

      Die Umstellung auf industriell vorbereitete Gerste in den 70er Jahren ?
      Die Standardisierung der Brennverfahren ?
      Automatisierung und Vetkürzung einiger Produktionsschritte ?
      Sogar eine gewisse Refung, und damit Veränderung, der alten Malts in der Flasche wäre als Grund denkbar.
      Zumindest in der Theorie verändert sich ja ein Malt bei der Flaschenlagerung ganz minimal. Über 50 und mehr Jahre hinweg in der Flasche, könnte ich mir schon vorstellen, dass ein junger Malt aus den 50er Jahren insgesamt weicher oder fruchtiger werden könnte.
      Die Geschwindigkeit ist wohl der Faktor für die "anderen" Geschmacksaromen. Habe versucht das mal neutraler zu fassen.

      Ich glaube wurde hier auch schon erwähnt, die Fermenationszeiten wurden deutlich verkürzt. Zudem kommen heute andere (Einheits-)Hefen zum Einsatz.

      Früher wurden die Stills direkt befeuert, wodurch der gesamte Brennprozess langsamer durchlaufen werden musste. Also mehr Kontakt zum Kupfer. Heute ist ja dank Automatisierung, das alles digital möglich und so sind auch verschiedene New Make Stile möglich.

      Das es so etwas wie Flaschenreifung gibt, werden Dir bestimmt viele der alten Hasen bestätigen. Ich habe leider hier keine "eigenen Daten". Ich glaube auch nicht, dass es lediglich die Verklärung der tollen alten Zeit ist. Wie Du auch selber schon geschrieben hast, es ist nicht 100% Gold von damals, aber die Aromen, die Komplexität, die versch. Schichten, das findet man heute so nicht mehr.

      Inwieweit die Gerste selber eine Rolle spielt, dazu gibt es glaube ich keine Daten. Vorstellbar ist, dass hocheffizient Industriegerste, bestimmt auch Schwachstellen hat. Macallan hat ja z.B. immer kommuniziert, dass ausschließlich Golden Promise zum Einsatz kam. Ob das heute noch der Fall ist, weiß ich nicht.

      Aber ein weiterer großer Faktor sind die Fässer. Gab es früher noch viele, Sherry-Fässer aus span. Eiche mit lange gereiftem Sherry darin, so ist heute fast alles aus amerik. Weißeiche (Puncheon, etc.). Der Sherry hat auch kein Alter mehr und ebenfalls eine andere Qualität. Hinzu kommt, das die Preise für alte, hochwertige Sherry-Fässer auch mal fünfstellig werden können (mit Sicherheit die Ausnahme), aber 4-Stellung pro Fass "ist normal". Das lohnt also nicht so ein Fass zu beschaffen und dann auch noch für 18 Jahre Whisky darin zu lagern.

      Was das Fassprobelm angeht, wird es aus meiner Sicht so schnell keine Lösung geben. Sherry ist halt nicht hip. Aber die vielen kleinen, neuen Brennereien können vielleicht durch Rückbesinnung wieder mehr Qualität schaffen.
      Wolfburn und Ailsa Bay machen es ja vor. Längere Fermentationszeiten, langsameres Brennen...
      Gruß,
      Callaman

      Suche: Scotch Malt Whisky Society 64.79
    • Callaman schrieb:



      Was das Fassprobelm angeht, wird es aus meiner Sicht so schnell keine Lösung geben. Sherry ist halt nicht hip. Aber die vielen kleinen, neuen Brennereien können vielleicht durch Rückbesinnung wieder mehr Qualität schaffen.
      Wolfburn und Ailsa Bay machen es ja vor. Längere Fermentationszeiten, langsameres Brennen...

      Ich persönlich hätte kein Problem damit, wenn man (mangels geeigneter Sherryfässer) die Verwendung von Paxarette wieder erlauben würde. ;)
      So schlecht waren die alten Macallan Abfüllungen ja nicht :)
      Alba gu bràth
    • Der Umkehrschluß wäre:

      Wenn Macallan nur mit Hilfe von Paxarette gute Whiskys konnte...

      Hatte mal nen Macallan mit dem alten, wunderschönen Label, nicht in der Kleiderständerflasche, der war 10 - oder schlag mich tot - 12y.
      Was für ein begnadeter Stoff. Zum Preis Mitte der 90er. :love:

      Hatten wir den nicht mal beim KPT verkostet???
      Ich bin ein Blauer

      Je größer der Dachschaden, um so freier ist der Blick in die Sterne.
    • Da ich erst seit 2014 beim Hobby bin, kenn ich die Abfüllungen von damals nicht.
      Und nach dem, was ich hier darüber lese, ist das auch besser. Sonst könnte
      eventuell ein Problem für mich entstehen ... :D
    • Nimrod77 schrieb:

      Ich persönlich hätte kein Problem damit, wenn man (mangels geeigneter Sherryfässer) die Verwendung von Paxarette wieder erlauben würde.
      Hätte da auch kein Problem mit , aber im zweiten Gedanken schoß mir dann durch den Kopf was die Industrie dann noch alles in die Fäßer schmieren möchte um Geschmäcker zu pushen ?(
      Phlegmatische Naturen sind nur so zu begeistern, daß man sie fanatisiert. (Nietzsche)
    • Nosferatu68 schrieb:

      Da ich erst seit 2014 beim Hobby bin, kenn ich die Abfüllungen von damals nicht.
      Und nach dem, was ich hier darüber lese, ist das auch besser. Sonst könnte
      eventuell ein Problem für mich entstehen ... :D
      Insbesondere wünscht man sich, 25 Jahre früher mit dem Hobby angefangen zu haben. :whistling:
      "There are two things a Highlander likes naked, and one of them is malt whisky."
    • Nimrod77 schrieb:

      Ich persönlich hätte kein Problem damit, wenn man (mangels geeigneter Sherryfässer) die Verwendung von Paxarette wieder erlauben würde. ;)
      So schlecht waren die alten Macallan Abfüllungen ja nicht :)
      Waren trinkbar, stimmt. :D
      Nee, im Ernst, hätte ich auch kein Problem, wenn es wieder in die Richtung von früher gehen würde...


      Blacky schrieb:

      Der Umkehrschluß wäre:
      Wenn Macallan nur mit Hilfe von Paxarette gute Whiskys konnte...
      Selbst wenn, hätten Sie immer noch "das Beste" Paxarette gehabt. 8o (nicht wörtlich nehmen)
      Aber allein am Paxarette wird es nicht gelegen haben. Macallan hatte damals - wie heute die Japaner - herausragende Fässer.


      Nosferatu68 schrieb:

      Da ich erst seit 2014 beim Hobby bin, kenn ich die Abfüllungen von damals nicht.
      Und nach dem, was ich hier darüber lese, ist das auch besser. Sonst könnte
      eventuell ein Problem für mich entstehen ... :D
      Ich würde mal prophezeien, dass Du schneller im "Schlamassel" steckst als Dir lieb ist. ;)


      Schmausel schrieb:

      Hätte da auch kein Problem mit , aber im zweiten Gedanken schoß mir dann durch den Kopf was die Industrie dann noch alles in die Fäßer schmieren möchte um Geschmäcker zu pushen ?(
      Bedingt machen die das heute ja schon. Da wird dann halt mal vergessen, dass Fass ganz auszuleeren oder aus einem viertbefüllten Ex-Bourbon-Cask macht man mal schnell durch "sherry-rollende-Bewegungen" ein 1st fill Fass.
      Aber zum Glück gibt es ja sehr schöne rein Bourbon-Fass gereifte Malts. :)


      HarryB schrieb:

      Nosferatu68 schrieb:

      Da ich erst seit 2014 beim Hobby bin, kenn ich die Abfüllungen von damals nicht.
      Und nach dem, was ich hier darüber lese, ist das auch besser. Sonst könnte
      eventuell ein Problem für mich entstehen ... :D
      Insbesondere wünscht man sich, 25 Jahre früher mit dem Hobby angefangen zu haben. :whistling:
      ... oder zumindest jemand gehabt zu haben, der die Suppe in den 80ern schon für einen zurückgestellt hätte. :D
      Gruß,
      Callaman

      Suche: Scotch Malt Whisky Society 64.79
    • An dieser Stelle möchte ich gerne ergänzen, dass ich auch einem jungen whisky etwas abgewinnen kann sprich bruichladdich erhalten eight und ten bei mir den Vorzug gegenüber sixteen, twentytwo und black art das plv verstärkt dieses gar noch.
      Friend Of Laphroaig, Ardbeg Committee, Member Of The North Star Crew,
      Kilchoman Club Member, Friend Of The Classic Malts, Bowmore´s Inner Core
    • marcus2 schrieb:

      An dieser Stelle möchte ich gerne ergänzen, dass ich auch einem jungen whisky etwas abgewinnen kann sprich bruichladdich erhalten eight und ten bei mir den Vorzug gegenüber sixteen, twentytwo und black art das plv verstärkt dieses gar noch.
      Die 2er und 3er Black Art waren oder sind sehr gut und waren zu Beginn auch zu vernünftigen Preisen zu erhalten. Vor Laddie Eight und Ten laufe ich weg.
      "There are two things a Highlander likes naked, and one of them is malt whisky."
    • RavenNevermore schrieb:

      HarryB schrieb:

      Insbesondere wünscht man sich, 25 Jahre früher mit dem Hobby angefangen zu haben.
      Bedingungslose Zustimmung!
      Unbedingt ! Ich bin mir nur nicht ganz sicher, wie meine Eltern das gefunden hätten, wenn ich mit 12 oder 13 gesagt hätte "mein neues Hobby ist jetzt Whisky" :D

      Ich bin aber insgesamt schon sehr froh 1998 (mit 21 Jahren) auf den Geschmack gekommen zu sein.

      EDIT
      Ein wenig beneide ich übrigens die Leute die dieser Tage erst ihre Liebe zum Single Malt entdecken. Man ist dann so euphorisch und unvoreingenommen. Ich erlebe das aktuell im Bekanntenkreis, und bin dann schon etwas wehmütig wenn die Leute sich dann einen Glenfarclas 12, Glenfiddich 15, Aberlour 10 etc. zulegen, und vollkommen begeistert davon sind.
      Wenn man, was sicherlich auch ein Segen ist, schon viele Raritäten und Ausnahmemalts probiert hat, verliert man leider etwas die Wertschätzung für gute Standards. Klar kann man sich selber gelegentlich wieder einnorden, aber diese ganzen "Aha Momente" werden einfach seltener.
      Dafür kann man, dank der Erfahrung, differenzierter genießen ;)


      War etwas offtopic - Sorry
      Alba gu bràth

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nimrod77 ()

    • marcus2 schrieb:

      Gut das die Geschmäcker unterschiedlich sind
      jepp 100% Übereinstimmung
      Sonst würdet ihr mir plötzlich alle meinen Speyburn wegsaufen....
      aber ernsthaft...deine Ansicht betr. Bruichladdich teile ich.

      Nicht das erste Mal, das man damit auf Unverständnis trifft.....gleichermaßen "egal" , eben genau weil alle Geschmäcker verschieden sind. alles gut so wie es ist.
      clansman-malt-connection@gmx.de
      Neu eingetroffen....

      Motörhead 1975 & Speyburn 1897
      Lemmy - never forget!
    • Nimrod77 schrieb:


      Ein wenig beneide ich übrigens die Leute die dieser Tage erst ihre Liebe zum Single Malt entdecken. Man ist dann so euphorisch und unvoreingenommen. Ich erlebe das aktuell im Bekanntenkreis, und bin dann schon etwas wehmütig wenn die Leute sich dann einen Glenfarclas 12, Glenfiddich 15, Aberlour 10 etc. zulegen, und vollkommen begeistert davon sind.
      Wenn man, was sicherlich auch ein Segen ist, schon viele Raritäten und Ausnahmemalts probiert hat, verliert man leider etwas die Wertschätzung für gute Standards. Klar kann man sich selber gelegentlich wieder einnorden, aber diese ganzen "Aha Momente" werden einfach seltener.
      Dafür kann man, dank der Erfahrung, differenzierter genießen ;)


      War etwas offtopic - Sorry
      Offtopic ja, hat aber seine Richtigkeit. Das erlebe ja sogar ich und ich bin echt noch nicht so lange dabei (seit ca. 2010/2012).
      "There are two things a Highlander likes naked, and one of them is malt whisky."
    • Alter ist meines Meinung nach kein Kriterium. Es kommt darauf an was man in Glas haben möchte. Es ist sicher schön sich mit den komplexen Aromen von einem 40jährigen zu beschäftigen, aber das auch nicht jeden Tag. Vor allem kommt es darauf an was für ein Fass verwendet worden ist. Da gibt es unglaubliche Qualitätsunterschiede. Da haste ne 6 jährige Sherrybombe, oder ne 25 jährigen weichgespülten Whisky.
      Bei Bruichladdich gibt es auch viele verschiedene. Galileo und Black Art finde ich einfach viel zu teuer für was die bieten. Octomore in verschiedenen Varianten finde ich sein Geld wert. Mein aktueller Liebling aus der Destille ist Kate Hannet (Edition 16 glaube ich). 25 Jahre Sherry Refill und ein richtig gutes Fass.Der macht Freude im Glas.
    • Und so sind wir uns einig, dass jeder seinen Geschmack hat und seine Neigungen. Damit gilt für jeden er hat recht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass meine Meinung für mich die zutreffendere ist. ;) :D
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)