Segeltörn 2017 „Celtic Crossing“ Scotland - Northern Ireland - Scotland

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    • Segeltörn 2017 „Celtic Crossing“ Scotland - Northern Ireland - Scotland

      Hallo Freunde der Seefahrt es ist wieder an der Zeit für ein Törnbericht.
      Gerade erst vom Segeltörn zurück sind die Erinnerungen noch frisch und ich bin noch tiefen entspannt und es wird noch ein paar Tage brauchen um mich wieder den Alltagtrott zufügen.

      Rückblickend kann ich nur sagen es ist immer schön wenn ein Plan funktioniert oder eine gute Vorbereitung ist einfach alles.
      Sicher - oftmals kommt es anders, meist anders als man denkt.

      Der Plan
      Zugegeben nach neun erfolgreichen Törn hat man da schon eine gewisse Routine, aber man hält auch Ausschau nach neuen Herausforderungen bzw. Highlights.
      Auf das Wetter hat man bei der Planung leider keinen Einfluss. Mit Wetter meine ich beim Segeln natürlich in erster Linie den Wind aus der richtigen Richtung, nicht zu stark und nicht zu schwach.
      Der Wind machte uns bei unseren letzten beiden Törns das Leben etwas schwer.
      So entschieden wir, das wir unseren Törn etwas weiter nach hinten verschieben, also Ende August in den September rein.
      Oder anders ausgedrückt kurz vor den obligatorischen Herbststürme an der schottischen Westküste.
      Dei Bewerberliste an Freiwilligen für den Törn war bereits gut gefüllt.
      Und die nächste gute Nachricht war, das uns die SY„Pantagruel“ wieder vollumfänglich zur Verfügung steht.
      Nach dem Mastbruch im Atlantik 2013 stand uns laut Aussagen des Skippers nun die beste „Pantagruel“ (die es je gab) zur Verfügung.
      Auch wird es mit uns der letzte Törn der Panta sein, bevor die „Pantagruel“ im Anschluss zu ihrer Weltumsegelung anlässlich ihres 100. Geburtstags (2020) startet.
      Ich konnte also aus den vollen Schöpfen.
      Was ich dann in Sachen Herausausforderungen und Highlights auch tat.

      Zugegeben ich hatte auch einen Gewissenkonflikt, denn 2013 brauchte ich nach dem Totalausfall der Panta einen Skipper mit dem ich die letzten Jahre die Westeküste Schottlandtörns gerockt hatte.
      Das hat mich 2013 richtig viel Überredungskunst und noch mehr Whisky gekostet.
      Ihm jetzt zu sagen, „Die Panta steht samt Skipper bereit ich brauche dich als Skipper nicht, kannst aber gerne als Erster oder Steuermann mitkommen!“, konnte ich so nicht bringen.

      Ein Blick auf die Bewerberliste, eine gesunde Mischung aus erfahrenen „Salzbuckeln“ bzw. neuen „Landlubern“ und „Bambusen“ brachte die Lösung - Segeln wir als Flottille.
      Die „Panta“ wird Flaggschiff der alte Skipper wird zum Commodore und der neue Skipper bekommt die SY„Oceanlord“.
      Ich für meinen Teil komme so aus der Nummer sauber raus und habe gedanklich schon immer mit den Segeln in Flottille gespielt. :)

      Als Wunschziele kamen von den Bewerbern Campbeltown und Islay, ich habe dann noch Nordirland mit dazu gegeben,
      denn auf Nordirland mussten wir bei den letzten beiden Törns wegen ungünstiger Winde verzichten, also neuer Versuch (alle guten Dinge sind halt drei).

      Titel-Törn2017.jpgTörnplan2017_Plan.jpg
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Kleiner Aufreger bei der Vorbereitung - DFDS

      Da wir mit drei Autos anreisen wollten war es wichtig das wir rechtzeitig die Fähre Amsterdam-Newcastle buchen.
      So saßen wir Silvesternachmittag gemütlich beisammen als gegen 16 Uhr mein Telefon klingelte.
      Ich geh ran und höre: „Sag mal kann das sein das die Fähre im Vergleich zum letzten Mal extrem teuer geworden ist?“
      Ich: „Nein, hatte letzte Woche geschaut liegt so bei 600-700 € pro Fahrzeug!“
      Anwort: „Doch, bei mir kostet es knapp 2000 Euro!“
      Ich: „Ops, da ist dann wohl was schief gelaufen!“
      Rechner an und das Buchungsprozedre bei DFDS durchgeführt - Ergebnis 660 €.

      Alles klar er hatte die vorgeschlage 3er Kabine nicht genommen (nicht abgewählt) und 3 andere 3er Kabinen gewählt (also 9 Kojen plus die 3 vorgeschlagenen).
      Das wäre geklärt und mir fiel ein das wir bis 31.12. noch zum Frühbuchervorteil buchen können.
      Also haben wir am 31.12. gegen 18 Uhr noch schnell die anderen beiden Auto nebst Passagiere bei DFDS eingebucht.
      Sind wir da also auf der sicheren Seite.

      Nach einer schönen Silvesterpartie bin ich dann am Neujahrsmorgen gegen 10 Uhr zum Frühstück erwacht und bekam gleich die nächste Aufgabe gestellt,
      der dritte Fahrzeughalter hatte gerade noch mal mit dem DFDS Buchungssystem gespielt und dabei festgestellt das wenn er jetzt buchen würde rund 40 Euro weniger zahlen würde.
      Ich also Rechner an und auch meine DFDS-Buchung noch einmal durch gespielt und tatsächlich auch meine Buchung würde jetzt rund 40 € weniger kosten.
      Soviel zum Thema „Frühbuchervorteil a la DFDS“, zugegeben es wurde nicht explizit darauf hingewiesen wer dabei den Vorteil hat.

      Mein Mitstreiter also umgehend die DFDS-Hotline angerufen und bekam dort erklärt man habe ein dynamisches Buchungssystem und das habe so seine Richtigkeit.
      Häää?
      Daraufhin habe ich dort angerufen und man versuchte mir ähnliches zu erklären, aber nicht mit mir.

      Das ging dann soweit das man mir erklärte: „Ein Reisebüro habe eine größere Anzahl an Kabinen storniert, dadurch seinen die Preise gesunken!“
      Hallo: „Welches Reisebüro auf der Welt wird in der Zeit (Silvester 18 Uhr bis Neujahr 9 Uhr) arbeiten um bei DFDS Kabinen zu stornieren,
      also für mich die blödeste in Frage kommende Anwort überhaupt.
      Also geben Sie mir bitte die E-Mailadresse und den Ansprechpartner der Beschwerdestelle und Ihren Namen!“

      Ich bekam die gewünschten Auskünfte und hatte in der ersten Januarwoche einen intensiven E-Mail-Verkehr mit DFDS über mehrere Instanzen.

      Am Freitag dem 6.1. hatte DFDS es geschafft das Thema nochmals zu eskalieren,
      denn ich bekam den DFDS-Newsletter „5% Frühbucherrabatt bis 31.1.2017“ - was praktisch soviel bedeutet das DFDS uns nicht nur um 40 sondern aktuell um 80 € geprellt hat.
      Na ja das ganze mal drei sind geschmeidige 240 €, davon hätten wir auf der Fähre ordentlich Whisky bekommen. Ärgerlich!

      So ging der E-Mail-Verkehr mit DFDS in die nächste Runde, am Ende war man bereit mir aus Kulanz die 80 € zuerstatten und für die anderen beiden Buchungsnummern müssten sich die Betroffen selbst drum kümmern.

      Für mich war ohnehin klar es wird meine letzte Fahrt mit DFDS sein, den es gibt Alternativen.

      Von Hoek of Holland oder Rotterdam gegen Fähren täglich mehrmals nach Harwich oder Hull (Fahrzeit 4-6 Stunden) zum Preis von 200 bis 450 €,
      da ist die Zwischenübernachtung und der Mehrverbrauch an Sprit auch mit drin.
      Ich denke DFDS hat in Sachen Stammkundenpflege alles richtig gemacht. :)
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 24. August 2017 - Es geht los

      Die 800 km mit den Auto von München zur Fähre nach Amsterdam ist schon ein Schlauch aber irgendwie muss man da durch.
      Da kam das Angebot von Hans (weltbester Steuermann vom 2015 Törn), „Er hätte an unseren Commodore ein 15 PS-Außenbordmotor abzugeben“, gerade recht.
      So sind wir einen Tag früher gestartet mit Zwischenübernachtung in Kreuzau (ca. 650 km) und netten Grillabend bei wahlweise Guinness oder Flens.
      Ein schöner streßfreier Urlaubseinstieg. :)

      25. August 2017 Fähre Amsterdam - Newcastle

      Nach einen gepflegten Grillabend in Kreuzau sind die verbleibenden 220 km zur Fähre eine gemähte Wiese.
      Ok, ich musste am Morgen noch irgendwie den 15 PS-Außenborder ins Auto kriegen,
      aber eine leichte Übung bei der Vorstellung was der Commodore für Augen machen wird wenn er das Teil zu Gesicht bekommt.
      Sind doch irgendwie 3-6 PS Außenborder für Beiboote Standard.
      Pünktlich und streßfrei kamen wir beim Fährterminal an und warteten auf unsere Mitstreiter, welche nacheinander eintrafen und es ging auf die nur halbvolle „King of Seaways“.
      Nachdem obligatorischen Guinness in der Skybar organisierten wir uns eine Biertischgarnitur auf Deck 9 und richteten unser Büfett her.
      Es gab Schnitzel, Buletten, Käse, Wurst, gekochte Eier, Kartoffelsalat, Tomaten, Gurken, zwei 5 Liter Fässchen „Früh“ ,Rotwein als Dessert Brownies und div. Single Malts.
      Es war eine schöne Party bei ruhiger See und besten Wetter.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 26. August 2017 Newcastle - Dunstaffnage Marina

      Die Fähre kam ohne Zwischenfälle pünktlich in Newcastle an.
      Beim runter rollen von der Fähre wurde ich angewiesen mein Auto Richtung Gittertor zubewegen,
      oh Gram das sah ganz nach Zerlegübung aus, was hilft es da müssen wir jetzt durch.
      Im Hochsicherheitstrakt hieß es dann Auto abstellen - Papiere her - Heckklappe auf - Warten.
      Nach einer Zigarettenlänge kam dann ein Mann von der Bordercontrol, schaute in den überquellenden Kofferraum, fragte was wir vorhaben. Schottland & Segeln.
      Ok, Heckklappe zu, Papiere zurück und er deutete seinen Kollegen das Ausfahrtstor zu öffnen.
      Keine 15 Minuten und wir waren durch die Kontrolle, eh super das nenn ich mal eine Abkürzung, so schnell war ich ja noch nie von der Fähre runter und durch die Bordercontrol.
      Ich sollte mich das nächste Mal freiwillig dazu melden, aber wir mussten ja noch auf die anderen warten.

      Da wir Schottlandanfänger dabei hatten entschieden wir uns für die Route über Jedburgh (A68),
      der für mich schönste Grenzübergang von England nach Schottland und eine gute Gelegenheit für unseren Drohenpiloten seine Drohne zu testen.

      Carter Bay_Borders_Pano.jpg


      Weiter ging die über Edinburgh da ich noch einen Mitsegler von Edinburgh Airport abholen musste.
      Von dort ging es zu unseren ersten Vororttermin bei der Falkirk Distillery.
      Das Tor stand offen und wir fuhren auf die Baustelle.
      Den einzigen Menschen auf dem Gelände ein Radladerfahrer gaben wir zu verstehen, wir sind jetzt da und er möge den Chef anrufen wir sind angemeldet.
      Das tat er, danach öffnete er die Distillery und meinte wir können uns frei bewegen der Chef kommt gleich.
      Ja die Falkirk Distillery nimmt langsam Gestalt an und sie wird richtig schön. Die beiden Stills und die Mashtun sind schon eingebracht.
      Die Washbacks sollen in der drauffolgenden Woche angeliefert werden und man plant den Produktionsbeginn Ende 2017.

      Falkirk-Distillery.jpgFalkirk-Stills.jpg


      Zeitlich waren wir reichlich hintendran, also entschieden wir den Abstecher zur Lindores Abbey Distillery und den Zwischenstopp bei Glenturret zu canceln,
      dafür auch weil das Wetter sich von der besten Seite zeigte einen Brotzeitstopp im Biergarten der Arran Brewery direkt am Loch Earn einzulegen.
      Was natürlich die Herzen der Bayern unter uns höher schlagen lies, mal davon abgesehen das es eine landschaftlich schöne Strecke quer durch die Highlands ist.

      Arran_Brewery.jpgLoch_Earn_Biergarten.jpg


      Kurz nach 17 Uhr erreichten wir planmäßig die Dunstaffnage Marina.
      Umgehend wurde der Berg an Gepäck und die mitgebrachte Bordverpflegung (Einkaufwert ca. 900 Euro im Großmarkt nur mal so zur Vorstellung der Menge) aus den Kofferräumen auf Transportkarren verladen.
      Dann eine kurze Orientierung, die angekündigte Vergrößerung der Marina von 140 Liegeplätzen auf 280 Liegeplätze ist erfolgt, oh Sch… ist das Teil groß.
      Das die „Oceanlord“ am Alba-Sailing Steg auf der rechten Seite der Marina liegt war klar. Aber wo ist die „Panta“, früher war es einfach nach zwei Holzmasten Ausschau halten und Bingo,
      nun mit Alumasten bestückt ein Suchspiel, ah da ist sie, am Kopfponton ganz rechts.
      Blöd noch weiter auseinanderlegen war technisch nicht möglich.

      Egal, das Gepäck erstemal auf die Yachten und dann das Expeditionskorps für unsere Powershopping Tour in Oban zusammenstellen,
      der Rest ist derweil gut beschäftigt das ganze Zeugs auf die Yachten zu verräumen.
      In Oban haben wir noch den letzten Mitsegler an der Promenade eingesammelt und ins Expeditionsteam integriert.
      Das Powershopping ging recht geschmeidig über die Bühne, mittlerweile ist das schon so was wie Routine und der Transporter war recht schnell bis unters Dach beladen.
      Das Ganze für 400£ (Getränke, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Fleisch etc.), ich hatte ehrlich gesagt mit mehr gerechnet letztendlich müssen die nächsten 14 Tage 15 Mägen versorgt werden,
      aber wir werden sicher das eine oder andere unterwegs ergänzen müssen.
      Gegen 21:30 Uhr wieder in der Marina angekommen und die Wagenladung wieder auf Karren für die beiden Schiffe verteilt.
      Die in der Marina verbliebene Mannschaft war unterdessen nicht untätig.
      Die „Oceanlord“ war übernommen und die „Panta“ wurde auf die linke Seite an den „Hammerhead“ (Kopfsteg) verlegt
      Und der Commodore hatte mit den Jungs das Klüversegel abgebaut und stattdessen das Genuasegel angeschlagen.

      Nun hatte ich endlich Zeit unseren Commodore in würdiger Form zu begrüßen, war ja auch schon einige Zeit her wo wir gemeinsam ausgeritten sind.
      Und ja, ich hatte ja noch eine Überraschung im Kofferraum.
      Also erstmal einen schönen Begrüßungsdram und dann habe ich ihn zum Auto gelockt.
      Ich kann Euch sagen große leuchtende Augen als er den Außenborder mit der 15 drauf sah, … für dich, für lau und Hans will 2020 die Passage Orkneys - Shetland bei deiner Weltumsegelung mitmachen.
      Ach so die Passage Orkneys - Shetland brauchst du offiziell nicht ausschreiben, die ist gekauft.

      Zurück zur Panta hatte ich auch endlich Zeit die beste Panta, die es je gab, näher unter die Lupe zu nehmen.
      Zumindest das was in der Nacht davon zu erkennen war, ich wusste der Commodore hatte aufgerüstet, da er mir von Zeit zu Zeit telefonisch durchgegeben hatte was er an Neuerungen realisiert hatte.
      Vonwegen Nacht, Flutlicht vom Groß- und Besanmast, die Solarpanel übern Cockpit mit beleuteten Himmel und Dolby Surround, schaltbare Lautsprecher in Messe, Mastraum und Pantry.
      Jedes Crewmitglied konnte sich via Bluetooth in das Bordakustiksystem einloggen und seine Musik abspielen. Als besonderer Gimmick Spots im Unterwasserschiff.
      Dazu dann noch, zwei Kühlkammern, eine Gefrierkammer, Wasserkocher, Milchaufschäumer, beleuchtete Bordbar, Eiswürfelmaschine, Warmewasseraufbereiter,
      Ventilatoren, eine zentrale USB-Ladesation für Smartphone und Tablet (6 fach + 3 x 220 Volt Steckdose) und als Krönung Elektroheizung.

      Gut und schön bei Landstrom oder unter Motor kein Ding, aber wenn wir Segeln und wir sind ja zum Segeln da, dann war Strom immer ein sehr kostbares und rares Gut.
      Kein Problem, 800 Watt Windgenerator, 1200 Watt Solarpanel und dazu ein Wellengenerator (da sich die Schraube beim Segeln permanent mit dreht liefert das Teil bei Geschwindigkeiten oberhalb von 5 Knoten Strom).
      Das Ganze wird von 3 separaten Batterieblöcken gedeckelt.
      Wenn man bedenkt, das die Yacht um gute Segeleigenschaften zugewährleisten rund 8 Tonnen Balast im Kiel mit sich führt,
      kann man problemlos ein Teil des Eisenschrotts durch kleine Annehmlichkeiten für das Bordleben ersetzen.

      Was es an Neuerungen in Sachen Segeleigenschaften und Navigation gibt werde ich sicher die nächsten Tage erfahren.
      Oh fast vergessen, wo ist eigentlich meine Koje.
      Meine Stammkoje (Backbordseite mit den Füßen übern Herd) musste ja einem Loungebereich weichen.
      In der Mastkammer zu drei weiteren Mitseglern, ach nee da ist ja einer dabei der beim Schlafen hörbar atmet. :)
      Vielleicht in der Lounge, wäre ja recht und billig da war meine Koje früher, aber dann muss ich ja jeden Tag mein Nachtlager zusammenräumen, auch blöd.
      Nee dann nehme ich lieber die Koje vom Navigator (Backbord ganz im Heck), da gehöre ich ja eh hin und kann gleich die Niedergang bewachen
      (so ein Spitzbube den Niedergang herrunter kommt kann ich mich gleich in seine Wade verbeißen. :)

      Nebenbei ist das im Falle einer Kollision mit einem Wal die sicherste Koje an Bord, den sie ist 2,25 m lang, vorrausgesetzt ich krieche möglichst weit nach hinten. :)
      Liegt man mit den Füßen voran bricht man sich bei einer Kollision mit einem Wal aller Voraussicht nach beide Beine.
      Liegt man mit den Kopf vorran bricht man sich vermutlich das Genick.
      Hier habe ich eine ca. 40 cm Pufferzone und damit eine gute Chance im Fall des Falles mir nicht das Genick zubrechen,
      mit intakten Beinen aufs Deck zugelangen um den Wal zu beschimpfen ob er nicht aufpassen kann und danach Versuchen die Crewmitglieder mit den gebrochenen Beinen in die Rettungsinsel zu hieven.
      Schön seine Aufgaben frühzeitig zu kennen.

      Nebenbei: In den letzten Tagen gab es vor Nordirland zahlreiche Wal-Sichtungen.
      Also liebe Wale ganz vorsichtig, beim Schwimmen nicht einpennen, der Onkel kann ganz übel Beschimpfen.

      Das sind die gute Nachtgeschichten von Commodore.
      Wir sind bereit! Möge der Törn Morgen früh beginnen.
      So kroch ich in meine Koje … ganz nach hinten.
      Gute Nacht!
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 27. August 2017 - 1. Schlag: Dunstaffnage Marina - Crinan Basin

      Ausgeruht und erholt vom Streß des letzten Tags erwachten wir guter Dinge, bereit zum ersten Schlag.
      Da sich das Duschen im Sanitärtrakt der Marina in die Länge zog und ein Teil der Crews noch ihr Seezeug bei Alba-Sailing in Empfang nehmen mussten
      verzichteten wir auf das geplante Weißwurstfrühstück und begnügten uns mit einem normalen Frühstück.
      Dann noch die nicht benötigten Sachen in die Fahrzeuge verräumen.

      Pünktlich um 10 Uhr waren wir auf Wunsch des Commodores bereit zum Ablegen. Also Leinen los!
      Fender und Festmachertaue eingeholt und verstaut.
      Beim Auslaufen erfolgte dann die obligatorische Sicherheitsbelehrung und Anprobe der Schwimmwesten.
      Auch die Schwimmwesten waren neu und wesentlich einfacher anzulegen und bequemer zutragen als deren Vorgänger.

      Aus den windgeschützten Bereich der Marina hinhaus, drehten wir in den Wind und zeigten zum ersten Mal unsere Segel. Die Oceanlord in unserem Kielwasser tat es uns gleich.
      Das Wetter war ok, Himmel bewölkt aber kein Regen, von Wind her, 10-12 Knoten, hätte es ruhig ein paar Knoten mehr sein können und die Windrichtung war auch nicht optimal,
      da werden wohl ein paar Wenden fällig werden.

      1_Schlag_27082017_Dunstaffnage-Crinan.jpg

      Ok, die vor uns liegenden 30 Meilen bis zum Crinan Basin werden sich wohl durch einige Wenden auf 40 Meilen aufaddieren.
      Letztendlich auch ein gutes Training für die nächsten Tage.
      Zeitlich hatten wir eigentlich keinen Druck nur einen Termin, denn um 17 Uhr wird die Seeschleuse vom Crinan Canal geschlossen.
      Aber wir waren angemeldet, denn ein Schiff mit 2,40 m Tiefgang (max. zulässiger Tiefgang im Crinan Canal) muss 48 Stunden vorher angemeldet werden, damit der Wasserstand im Canal erhöht werden kann.
      Auch brauchten wir uns keine Gedanken darüber zu machen evtl. heute noch ein paar Schleusen in Crinan Canal fahren zu können,
      denn der einzige Bereich mit genügend Wassertiefe für uns war das Crinan Basin.
      Der Crinan Canal verliert über Nacht ca. 10 - 20 cm Wassertiefe und wird jeden Morgen aufgefüllt.

      Als Landmarke für unsere erste Wende wählten wir den Obelisken rechts unterhalb vom Duart Castle (Isle of Mull), so sollten bequem an Kerrera vorbeisegeln können.
      War fast schon irgendwie langweilig, zumal ein auch kein brauchbares Fotowetter, die Umgebung hatte ich bei besseren Licht im Kasten.
      Also Zeit sich mit den Segeleigenschaften der Panta vertraut zu machen.
      Das Fock- und Genuasegel als Rollsegel hat was für sich,
      zum einen ist das Einholen der Segel bei schlechteren Bedingungen leichter (man wird nicht mehr so nass,
      keine Gefahr das jemand über Bord gehen könnte und das Vorschiff ist aufgeräumter (man hat mehr Platz).
      Ok, den Ausguckkorb auf dem Klüverbaum für’s Fotografieren vermisse ich ein wenig, aber mit den Netzen sieht es eleganter aus.

      Ausguck.jpg


      Gut die Holzmasten waren mal ein Markenzeichen, da können die weißen Alumasten nicht mithalten,
      passen wiederum recht gut zum weißen Rumpf (oberhalb der Wasserlinie) und es sind gescheite große Winchen für das Großsegel am Mast.
      Beim Besan sieht es ähnlich aus.
      Man kann sich daran gewöhnen.
      Nur die Lazyjacks am Großbaum sehen irgendwie handgeklöppelt aus.
      …oh das mit den Lazyjacks hat der Commodore jetzt gehört.
      „Ja das ist noch provosorisch, das muss ich noch besser Lösen!“
      „Gut das wir darüber geredet haben!“ :)

      In Sachen Navigation hat sich auch einiges getan.
      Den neuen Kartenplotter unter Deck mit Navionics-Karten habe ich schon wohlwollend bemerkt, ist ja sowas wie mein Bettnachbar.
      Sehr schön, habe das Navionics auch auf mein Smartphone und Tablet, es gibt also keine Verständigungsprobleme.
      Auf Deck an der Auflage für den Großbaum sind gleich drei Tablets verbaut, das ist ja krass, was ist denn das alles.
      Und schon gab es die Einweisung, was alles geht.
      Früher musste man mit den Anzeigen: Kurs, Geschwindigkeit, Tiefe, Windrichtung und Windstärke klarkommen.
      Ok die gibt es heute als Sicherheitsreserve auch noch.
      Aber mit Radar, Schiffserkennung (AIS), GPS, Forscanning Echolot, digitalen Windmesser ist einiges mehr drin.
      Das Ganze vernetzt kann man damit nahe zu alles berechnen bzw. protokollieren.

      Ok, wir haben immer noch den sportlichen Erlebnisansatz beim Segeln,
      aber bei Nacht, schlechter Sicht und üblen Bedingungen gut zu wissen was alles geht und zur Sicherheit beiträgt.

      Wir haben es während des Törns getestet, selbst bei schweren Bedingungen ist der Autopilot mittlerweile der bessere Steuermann.
      Unglaublich wie schnell der lernt. Es braucht schon extrem Situationen wo das Teil aussteigt.

      Mittlerweile sind wir an Kerrera vorbei und können so langsam unsere nächste Wende vorbereiten,
      damit problemfrei durch den Sound of Insch (zwischen den Inseln Insch und Seil) durchrutschen können,
      danach müssen wir uns für den Sound of Luing oder den Firth of Lorne an den Garvelachs vorbei entscheiden.

      Eileen Duin.jpg


      Oh großer Commodore ich denke wir sollten uns für den Sound of Luing entscheiden, das ist zielführender, obwohl der Firth of Lorne die anspruchsvollere und lohnenswertere Aufgabe wäre.
      Die logische Fortsetzung von der Firth of Lorne Route würde in die Querung des Corryvreckan münden.
      Gleich am ersten Tag - Respekt!
      Aber mit Verlaub ich glaube nicht das die Oceanlord uns in den Corry folgen wird.
      Zumal auf der Oceanlord bisher nur der Skipper und die Erste schon einmal mit durch den Corry gesegelt sind.
      Auf der Panta waren wir wenigstens schon 5 Corry Rutscher.
      Zumal es bei dem Wetter auch keine schönen Heldenfotos geben wird.

      Insch_Pano.jpgSeil-Esadle_Pano.jpg

      Apropos Oceanlord, wo ist die den eigentlich abgeblieben vor einer guten Stunde war sie uns dicht auf den Fersen.
      Nun weit und breit nicht zu sehen, oh mit Fernglas ganz da hinten zwischen Lismore Lighthouse und Duart Castle.
      Oh dann haben sie wohl die Wende zu flach angesetzt und stampfen sich zwischen Mull und Kerrera gerade so richtig fest, das kostet Zeit und einige Extrawenden.
      Für die Oceanlord wird das Zeitfenster (16:30 Uhr letzte Schleusung Seeschleuse Crinan Canal) sehr knapp.

      Mit der Panta hingegen waren wir gut unterwegs passierten gerade das Fladda Lighthouse und konnten den Loch Crinan fast schon sehen,
      wenn nicht Luing und die Halbinsel Ardfern die Sicht versperren würde.
      Im Sound of Luing machten wir Dank Tidenströmung mittlerweile über 10 Knoten über Grund, wodurch sich unsere vorraussichtliche Ankunftszeit am Seeschleuse auf 14:30 Uhr reduzierte.
      Von der Oceanlord hingegen war nichts mehr zu sehen.

      Fladda_Lighthouse.jpg


      In Anbetracht des reichlichen Zeitpolsters und der Aussicht auf stundenlangen Wartens auf die Ankunft der Oceanlord im Loch Crinan war dem Commodore irgendwie nach Spielen.
      Er entschied wir schauen uns den Corry doch an, sind die Bedingungen gut Segeln wir hindurch wenden und dann gleich noch einmal durch den Corry,
      dann haben wir die Zeit sinnvoll überbrückt und sind immer noch pünktlich am Seeschleuse.
      Cooler Plan, mich grämten nur die bescheidenen Lichtverhältnisse. Jammerschade!

      Und manchmal denke ich mir es gibt doch so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit.

      Die Panta segelte also mit 8-10 Knoten auf die Mitte des Eingang zum Corry zu, der Corry selbst sah völlig harmlos aus kaum Wellen oder Strudel etc.
      So setzen wir an um wirklich mittig durch den Corry zuplügen und Peng die Panta stand bzw. dümpelte vor sich hin.
      Was war geschehen?
      Klarer Fall von Windabdeckung!
      Wir hatten Nordwestwind so deckte uns Scraba von Norden und die Nordspitze von Jura nach Westen vollständig ab und wir hatten absolute Windstille dazu gerade der Gezeitenwechsel mit Nullströmung.

      Also harrten wir der Dinge die da kommen mögen und machten erstemal leckeren Kaffee Latte.
      Der Milchaufschäumer ist richtig gut - der Latte schmeckte, wegen mir können wir das Thema hier in ruhe Aussitzen :)

      Der Commodore hoffe das der Wind sich dreht und wir so doch noch durch den Corry kommen.
      Ich hingegen setzte mwhr auf die einsetzende Strömung welche uns vom Corry weg aus das Luftloch hinhaus in den Wind schiebt und wir ganz in Ruhe zum Seeschleuse segeln.

      Gegen 16 Uhr standen wir vorm Seeschleuse von der Oceanlord weit und breit nichts zusehen, ok dann schafft sie es heute nicht in den Crinan Canal.

      Wir trauten unseren Augen nicht die Oceanlord befand sich bereits im Seeschleuse des Crinan Canal und war bereit zum Schleusen.
      Das kann eigentlich nicht sein, aber schön das sie rechtzeitig da war.

      Letztendlich gab es dafür später eine einfache Erklärung, wenn auch im höchsten Maße eine Unsportliche.
      Der Skipper der Oceanlord hatte gemerkt das er sich zwischen Mull und Kerrera festgestampft hatte und es ihm unmöglich sein wird bis 17 Uhr im Crinan Canal zu sein.
      So hat sich die Oceanlord unter Motor unbemerkt durch die Cuan Sound und Shuna Sound (also auch noch abgekürzt) in den Loch Crinan gemogelt und ist in aller Seelen Ruhe ins Seeschleuse eingefahren, derweil wir uns vorm Corry verlustierten.
      Also Eintrag ins Protokoll „Grobes unsportliches Verhaltens von der Crew der Oceanlord wegen Segeln unter zu Hilfenahme des Motors!“
      Aber drin ist drin und damit wurde die Tagesaufgabe vordergründig gelöst.

      Derweil wir vorm Seeschleuse warteten bis wir einfahren konnten setzen wir mit dem Beiboot unseren Drohnenpiloten an Land damit er Filmen konnte.
      Dieser war schon den ganzen Tag aufgeregt und wollte unbedingt von der Panta aus starten und Filmen, das konnten wir ihm gerade so ausreden.
      Es wäre Schade gewesen, wenn die Drohe gleich beim ersten Start verlustig geht und wir nicht keine einzige Luftaufnahme vom Törn hätten.

      Dann waren wir dran, im Becken der Seeschleuse wurden wir von drei jungen und gutaussehenden Schleuserinnen freundlich begrüßt.
      Schon recht das man bei einer Canal Gebühr von 350£ (für beide Yachten) auch ein wenig auf die Optik achtet.
      Nach uns kamen noch zwei Yachten mit Seekadetten / Kadettinnen rein und das Basin war damit komplett voll.
      Kurz vor 17 Uhr machten wir im Crinan Basin fest und es gab den ersten obligatorischen Festmacher-Dram.
      Die Crew von der Oceanlord wartete schon um bei uns längsseits ins Päckchen zu legen.
      Den ersten Annäherungsversuch der Oceanlord lehnte der Commodore erstmal ab,
      denn allgemein üblich bevorzugen auch wir im Zuge der sozialen Verträglichkeit die Position 69 (Bug zu Heck).

      Eigentlich wollten wir heute einen gemeinsamen Grillabend veranstalten, dazu haben wir extra einen entsprechend großen faltbaren Grill konstruiert.
      Aber wir sind in Schottland so fing es pünktlich nachdem die Holzkohle gezündelt wurde mit Regnen an.
      Davon unbedruckt wurde unterm Regenschirm gegrillt.
      Nur mit gemeinsam war nichts, so durfte jede Crew in ihrer Messe speisen.

      Einen kleinen Aufreger gab es dann doch noch. Gegen 22:30 standen zwei Ausbilder von den beiden Seekadetten-Yachten vor der Panta und fragten ob wir eine Brieftasche vermissen.
      Auf der Panta rumgefragt - Nein.
      Auf der Oceanlord rumgefragt - Nein.
      Ich meinte dann schaut doch mal in die Brieftasche ob irgendwelche Dokumente drin sind.
      Klar waren welche drin und zwar vom Skipper der Oceanlord, er hatte sich schon zur Nachtruhe gebettet.
      Ich hatte mir schon ausgemalt was abgehen würde wenn wir in 14 Tage an der Fähre stehen und er ohne Papiere.
      Skipper war überglücklich, und um 20£ leichter, welche er den beiden Ausbildern regelrecht aufzwingen musste.
      Das Peinliche war dabei, das die Brieftasche auf der Damentoilette der Marina gefunden wurde.
      Wir wissen nicht was die Beiden gedacht hatten, zumal sie junge Seekadettinnen an Board hatten.
      Zu unserer Ehrenrettung muss ich sagen nicht was ihr jetzt denkt.
      Das Problem war, das die Türen von neugebauten Sanitärtrakt (übrigens mit EU-Mitteln finanziert) mit Codeschlössern gesichert waren.
      Das Schloss der Männerabteilung eine echte Herausforderung in Kombination von Geduld und Gewalt war.
      Und ihr wisst schon wenn es pressiert nimmt man den Weg des geringsten Wiederstandes, in diesem Fall die Damenabteilung.

      Nach diesen schönen und ereignisreichen Tag war es langsam an der Zeit seinen Horchposten zubesetzen, denn Morgen steht uns ein arbeitsreicher Tag bevor.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 28. August 2017 - 2. Schlag: Crinan Basin - West Loch Tarbert (Teil 1)

      Heute sollte es eigentlich Zeiten losgehen, und der wohl arbeitsreichste Tag des Törn war angesagt, die Querung des Crinan Canals.
      Eigentlich war mit den schönen Schleuserinnen ausgemacht das wir gleich als Erste pünktlich um 9 Uhr in Look 14 einfahren und geschleust.
      · Erstes Problem die beiden Yachten mit den Seekadetten haben sich vorgedrängelt.
      · Zweites Problem die Panta und Oceanlord passten nicht gemeinsam in die Schleusen, mussten also nacheinander Schleusen was der Arbeitsaufwand mal soeben verdoppelt.
      · Und drittens das eigentlich widerwärtigste Problem, es regnete ununterbrochen mal stark mal weniger stark und daran sollte sich bis in die Nachmittagsstunden nichts ändern.
      Also Kopf hoch und Zähne zusammenbeißen - Welcome to Scotland. In Schwitzen würden wir heute eh kommen :)

      Wir mussten heute durch den Crinan Canal durch bzw. wenigstens bis ins Basin von Ardrishaig, denn die Panta konnte nirgendwo anders im Crinan Canal über Nacht parken.
      Die Seeschleuse in Ardishaig schließt um 17 Uhr und am 30. August hatten wir wichtige Termine in Campbeltown.

      2_Schlag_28082017_Crinan-Tarbert.jpg

      Erschwerend kam hinzu das sich die jungen Kadetten und Kadettinnen von den vorfahrenenden beiden Yachten gelinde gesagt keine besonders gute Figur abgaben.
      Also Dynamik und Effizienz definiere ich da etwas anders.
      Der Crinan Canal ist wohl mit Abstand der schönste Canal in Schottland, er ist etwa 14 km lang und durchschneidet Knapdale nördlich der Halbinsel Kintyre.
      Um ihn zu durch fahren müssen 15 Schleusen und 7 Drehbrücken passiert werden.
      Die beiden Seeschleusen und Schleuse 14 werden mechanisch betätigt, die 12 verbleibenden Schleusen werden manuell bedient (im Klartext per Hand und Muskelkraft).
      In unseren Fall also 24 Schleusen per Hand.

      Crinan_Canal_Übersicht.jpg

      Ok, der schönste Canal Schottlands hat heute bei dem Regen keinen besonderen Schauwert. Er ist da und wir müssen da durch.
      Heute braucht sich auch keiner Gedanken machen ob man vom Regen durchnäßt wurde oder einfach nur durch eigenen Körperschweiß feucht geworden ist.

      Auf das Frühstück haben wir erstmal verzichtet, nach Schleuse 14 (mechanisch) passiert die nächste Stunde erstmal nichts,
      da haben wir genügend Zeit das Frühstück nachzuholen, nur der Steuermann muss halt gefüttert werden.
      Erst in Dunardry wird es dann ernst, dort erwarten uns 5 Schleusen am Stück plus Drehbrücke.

      Crinan_Sealook.jpg Crinan_Schleuse.jpg Crianan_Tor.jpg

      Die gute Nachricht der Regen hat etwas nachgelassen und nach dem 5er Schleusenpaket sind die Yachten der Seekadetten vor uns erstmal an die Pontons gegangen.
      Keine Ahnung ob sie wegen Erschöpfung oder offizieller Mittagspause dort festgemacht haben. Jedenfalls hatten wir die Bremser nun hinter uns.
      Die Oceanlord ließ uns dann auch noch den Vortritt.

      Und weiter ging es nach Cairnbaan zur nächsten 4+1er Kombination (4 Schleusen+1 Drehbrücke).
      Kurz nach 13 Uhr haben wir diese Kombination auch bewältigt, wenn es weiterhin so gut läuft dann schaffen wir es heute tatsächlich noch heute aus den Crinan Canal heraus.
      Und mal das Glück für uns Tüchtigen, es hat fast aufgehört zu regnen.
      Lauf Aussage einer netten Schleuserin, sie bediente die Drehbrücke in Cairnbaan und mir auch gleich erklärt wie die Drehbrücke funktioniert,kommt uns keiner entgegen und das Seeschleuse in Ardrishaig ist für uns bereit.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 28. August 2017 - 2. Schlag: Crinan Basin - West Loch Tarbert (Teil 2)

      Erstmal hatten wir im Crinan Canal wieder in kleines Stück Pause und dann noch die letzten 3 Schleusen bis zum Seeschleuse vor der Brust.
      Schön die letzten drei Schleusen ohne Regen, wird ja fast noch was zum Geniessen.

      Und tatsächlich wir machten uns gerade daran das letzte Tor von Schleuse 2 aufzustemmen da setzte ein Bimmeln und Tröten ein, kurzes Aufblicken in Richtung des Lärm,
      ja die Schranken gingen zu und die Drehbrücke in Ardrishaig (A83) und die inneren Schleusentore wurden für uns geöffnet.
      So kommten wir in einen Zug direkt aus Schleuse 2 in die Seeschleuse einfahren. Das nenne ich mal Service.

      So waren wir 15:30 Uhr aus den Crinan Canal heraus und machten am Warteponton fest, um auf die Oceanlord zu warten.
      Wenig später erblickten wir deren Mast in Schleuse 2, unser Tagesziel war also außer Gefahr.

      Parallel dazu gab es ein kleine Disskussion auf der Panta ob es den nun für das Festmachen am Warteponton ein Festmacherdram gibt oder nicht.
      Diese wurde beendet als der Commodore mit Flasche und Gläser an Deck kam. Er hört einfach alles.

      Als die Oceanlord in die Seeschleuse einlief stimmten wir uns kurz ab, ob wir die Nacht in der Marina von Tarbert oder an der einer Mooringboje im Loch Ranza verbringen wollen.
      Die Mehrheit war für die Marina, das kürzt unser Tagewerk um 12 Seemeilen bzw. gut zwei Stunden ab,
      stellt allen eine Dusche in Aussicht und nach dem gemeinsamen Kraftakt waren allesamt auch irgendwie platt.

      Klar, gespart ist da Nix. Die 12 Seemeilen gibt es dann Morgen obendrauf, aber darüber machen wir uns Morgen Gedanken.
      Die Oceanlord bekam wie immer ihre 30 min Vorsprung, dann machten wir los und folgten ihr.
      An der schützenden Kaimauer von Ardrishaig vorbei sahen das die Oceanlord ordentlich Betrieb gemacht hatte und schon weit weg war.

      __Oceanlord.jpg __Relax_Mode.jpg

      Na ja ein Blick durch Fernglas und „Wieder Erwischt!“ - Die Kollegen haben sich wiedermal für die unsportliche Variante entschieden und fahren unter Maschine.
      Für uns kein Grund es Ihnen nachzutun. Wir bleiben bei der sportlichen und umweltfreundlichen Lösung.
      Man kann auch sagen die schottische Lösung, denn den Diesel müssen wir am Ende bezahlen, den Wind gibt es für lau. :)

      So machten wir gegen 19 Uhr in der Marina von Tarbert fest.
      Das Anlegemanöver lief nicht so gut, lag vielleicht daran das der Eine oder Andere doch schon etwas durch den Wind war,
      aber außer Mecker vom Commodore und daraus resultierend einige wenige beleidigte Gesichter (bei manchen dauert der Erkenntnisprozeß etwas länger) nicht passiert.
      Für einen schwaches Anlegemanöver gab dann auch nur einen schwachen Anlegerdram.

      Noch kurz mit der Crew von der Oceanlord die Strecke für den morgigen Tag abgestimmt.
      Das Ziel Campbeltown war klar, aber der Weg dort hin?
      Es gab die Innenvariante (Kilbreannan Sound) ca. 40 Seemeilen oder die Außenvariante (Firth of Clyde) ca. 60 Seemeilen.
      Die landschaftlich schöne Strecke wäre natürlich die Außenvariante mit Holy Island, Alisa Craig und Pladda,
      aber da das Wetter (bewölkt, diesig, gelegentlich Regen) eh nicht so schön werden sollte und wir die letzten 20 Seemeilen den Wind direkt von vorn haben plus Strömung voll gegen uns hätten,
      wäre das hintenraus ein zeitaufwendige Quälerei geworden, also entschieden - Innenvariante.
      Dann war eigentlich nur noch Essen - Duschen - Schlafen angesagt.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Danke Rudi für teilhaben.
      Gestern spät entdeckt und für den morgentlich Kaffee aufgehoben.
      Nichts falsch gemacht ausser mehr Sehnsucht nun
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • Alles gut, morgen früh gibt es wieder frischen Kaffee.
      Heute komme ich sicher nicht viel zu lesen.

      Allzeit zweihandbreit Wasser unter dem Kiel hut_ab:
      1900
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    • Ok, bis Morgen früh habe ich den nächsten Schlag wohl fertig. Pünktlich zu deinen :kaffee:

      Mit den zweihandbreit Wasser kannst du im Crinan Canal vergessen, da muss eine Handbreit genügen.
      Eine kleine Grundberührung hatten wir da, ein Bachlauf hat wohl etwas viel Sand und Laub in den Canal gespült.
      Aber kein Problem gewesen.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 29. August - 3. Schlag: Tarbert - Campbeltown (Teil 1)

      Erholt vom anstrengenden Vortag haben wir den Tag ganz geruhsam angehen lassen.
      Immer schön wenn man am Morgen auf die gute Strömung warten kann.
      Abfahrt war für 10 Uhr geplant, plus 30 Minuten Vorsprung für die Oceanlord, also 10:30 Uhr für uns.
      Die Windvorhersagen waren günstig konstant 10-20 Knoten aus Nordwest.
      Na ja das restliche Wetter halt schottisch (diesig, bewölkt und gelegentlich Regen… evtl. kommt in den frühen Abendstunden die Sonne mal durch).
      Wie die Tage zuvor ging es pünktlich los, die Oceanlord verabschieden gemütlich noch ein Käffchen trinken und die Pantry von den Spuren des Frühstücks befreien.
      Es muss ja alles seine Ordnung haben nicht das uns beim Segeln das schmutzige Geschirr um die Ohren fliegt. ;(

      Pünktlich um 11 Uhr ging es los.
      Beim Rein- und Rausfahren zur Tarbert Marina gilt eine strikte Höchstgeschwindigkeit von 5 Knoten, also langsam nicht das wir noch geblitzt werden.
      Also in Ruhe die Taue und Feder verstaut danach die Segel rausgehängt.
      Aus den Ost Loch Tarbert raus in den Loch Fyne hinein, jetzt geht es an Segeln.

      3_Schlag_29082017_Tarbert-Campbeltown.jpg


      Heute Vormittag wollte sich unsere einzige Frau an Bord als Steuerfrau versuchen.
      Überhaupt kein Problem bei uns darf Jeder ran, wenn er möchte. Und sind wir doch alle für Gleichberechtigung.
      So nahm Sie ihren Platz im Cockpit ein: ”So was muss ich jetzt machen?“
      Ist ganz einfach:
      „Siehst du da vorn an Steuerbord (13 Uhr) 3-4 Meilen vorraus den weißen Punkt, das ist die Oceanlord und die überholst du jetzt.
      Keine hektische Ruderbewegungen (ist hydraulisch und reagiert etwas träge), hier auf dem rechten Display (oben Mitte ist vorn),
      die rote und grüne Linie ist der Bereich wo wir nicht Segeln können, die blaue Linie zeigt den Idealkurs zum Tagesziel,
      die braune Linie zeigt unseren aktuellen Kurs, der dicke Pfeil zeigt die Strömung (blau ist gut für uns und Rot ist gegen uns),
      dann musst du schauen das die Segel immer prall gefüllt sind (nicht Schlagen oder Einfallen),
      ganz recht wird die Geschwindigkeit angezeigt (Da ist wichtig eine große Zahl angezeigt zu bekommen!!!!)“.

      Keine 90 Minuten später, Auftrag ausgeführt wir sind vorbei.

      So genau kann man das jetzt nicht sagen, so die Oceanlord ihre Wendepunkte gut gewählt hat könnte sie wieder vorbeischneiden wenn wir auf den Gegengraden sind.
      Aber so richtig gut sah das nicht aus, was die Oceanlord da machte, dicht unter Land und dann von Skipness Point aus die Wende nach Arran rüber.

      Wir mussten über Funk mal anfragen ob man sich evtl. doch für die Außenvariante entschieden hatte. - Nö! Nö! Alles gut!

      Wir hatten unseren Wendepunkt direkt auf die Nordspitze von Arran (Cock of Arran) gesetzt und dann quer rüber Richtung Claonaig.
      Ah in Claonaig legte gerade die Fähre nach Lochranza ab, könnte knapp werden.
      Mal schauen, das ist das schöne an Radar und AIS da lässt man sich die Fähre anzeigen (Kurs, Ziel, Geschwindigkeit etc.) und ruft die Kollisionskursberechnung ab.
      Keine Gefahr wir gehen 200-300m vor der Fähre durch. Dem Skipper der Fähre war das wohl nicht recht glauben, er drosselte die Geschwindigkeit.
      Laut Seerecht ist das so geregelt, unter Segel hast du Vorfahrt und Kurshaltepflicht gegenüber Schiffen unter Motor (diese müssen ausweichen sprich Kurs ändern oder Tempo drosseln).
      In der Praxis sollte man nicht auf sein Recht bestehen.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 29. August - 3. Schlag: Tarbert - Campbeltown (Teil 2)

      Wir hatten auf Höhe Crossaig (Kintyre) gerade unsere Wende hinter uns, um uns zügig unserem Tagesziel zunähern.
      Da tauchte der Commodore an Deck und fragte mit schelmischen Grinsen in Gesicht: „Na wollen wir mal zurück fahren und schauen wo die Oceanlord bleibt!“
      Ohh, unser Commodore hat Lust zu spielen und das vor Publikum, denn die Fähre legte gerade in Lochranza ab und war auf den Weg nach Claonaig.

      Also umgedreht und zurück.
      Keine Ahnung was der Skipper der Fähre gedacht hatte, als er bemerkt das wir wieder im Anflug sind. So er den Film "Jagd auf Roter Oktober!" kennt, sollte ihm das Manöver "Verrückter Iwan!" bekannt sein. :D

      Track_Arran.jpg


      Wir näherten uns der Oceanlord schnell an ca. 100 m vor Ihrem Bug wendeten wir und zeigten Ihr auf parallelen Gegenkurs bei 30 Grad Schräglage in 20 m Abstand den Schriftzug „Pantagruel“ an der Steuerbordseite unseres Unterwasserschiffs. Direkt hinterm Heck der Oceanlord unsere nächste Wende damit Sie nun auf Parallelkurs auch den Pantgruelschriftzug am Unterwasserschiff unserer Backbordseite lesen konnten.
      Weil das so schön war, das Ganze noch einmal zum Geniessen, erst auf Gegenkurs unsere Steuerbordseite dann auf Parallelkurs unsere Backbordseite gezeigt.
      Oberhalb der Wasserlinie ist die Pantagruel weiß gestrichen und unterhalb der Wasserlinie schwarz, unterhalb der Wasserlinie ist dann auf beiden Seiten mit großen weißen Lettern „Pantagruel“ geschrieben, zu sehen (für Andere) ab einer Schräglage von ca. 30 Grad.
      Ja, Spaß muss sein, der Skipper der Fähre und die Passagiere hatten hoffentlich auch ihren Spaß, so müssen sich zu Zeiten der christlichen Seefahrt Seegefechte abgespielt.

      Und ganz nebenbei war das auch gleich eine Form der Bestrafung, denn es gab ja in den letzten Tagen die beiden Unsportlichkeiten von wegen Segeln mit Motor.
      Also immer schön sportlich bleiben, sonst kommen wir wieder.
      Aber unterm Strich war es eine recht eindrucksvolle Demonstration, das die Panta von fast 100 Jahren gebaut worden ist um Regatten zu gewinnen.
      Wir hatten unseren Spaß es ging wieder auf den alten Kurs, auf nach Campbeltown. Rasch vergrößerte sich unser der Abstand zur Oceanlord.

      Zwischendurch immer wieder mal ein kurzer Schauer, aber der Himmel klarte so langsam auf und in Richtung Campbeltown schaut es tatsächlich nach schönen Wetter aus.
      Davaar Island kam langsam näher, kurz vor Davaar müssen wir rechts in den Loch Campbeltown abbiegen.

      Peninver_Kintyre.jpg Davaar_Island.jpg

      Pünktlich zur Abbiege kam der Commodore an mit der rein rhetorischen Frage an Deck: „Wollen wir die Segel einholen oder wollen wir Reinsegeln?“
      Ich verstand seine Frage nicht, da er generell die sportliche Variante bevorzugt, ist die Alternative doch irrelevant.
      Die Oceanlord ist 1,5 Stunden hintendran, die Sonne scheint also verdienen wir uns den Umweltengel und Segeln rein.
      Zicke-Zacke-Zicke-Zacke segelten wir Wende um Wende in den Loch Campbeltown, mit den Wenden klappte schon recht gut, sicher eine gute Show für Zuschauer.
      Dann eine kurze Verschnaufpause, längere Gerade direkt bis vor die NATO-Pier, mal schauen wie weit man uns lässt und abschließend eine letzte Wende und dann quer durch den Loch Campbeltown zur Marina.

      Track_campbeltown.jpg

      Der Hafenmeister erwartete uns bereits auf dem Ponton und meinte hier ist der beste Platz für Euch und assistierte uns beim Festmachen.
      Etwas Smalltalk mit ihm und gefragt wo kann man in Campbeltown am besten Essen und trinken - im Ardshiel Hotel.
      Alles klar dann wissen wir wo wir heute Abend hingehen werden. Das Ardshiel Hotel hat tatsächlich das beste Whiskyangebot in Campbeltown.
      Ein halbe Stunde später machte die Oceanlord neben uns fest.
      Ein schöner Segeltag geht zu Ende.
      Und wir freuen uns auf Morgen. Mal ohne Segeln - Campbeltown Tag.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • :kaffee: für mehr langt das lesen nicht ;)


      Hebrides schrieb:

      In der Praxis sollte man nicht auf sein Recht bestehen.
      Ist wir im richtgen Leben auch an Land, hatte letzte Woche auch den Fall. Jedoch was der "Sünder" ein 30 t er :whistling:
      Da habe ich gern gnädig nachgegeben :D
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
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    • linus schrieb:

      Da habe ich gern gnädig nachgegeben
      Weise Entscheidung :top:

      Na Land ist immer noch der Mensch am Steuer, wer weiss wie lange noch.

      Auf See weiss man nicht ob die Crew volltrunken in der Bordbar rumliegt und der Autopilot einfach nur einen guten Job macht.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Hebrides schrieb:

      Auf See weiss man nicht ob die Crew volltrunken in der Bordbar rumliegt und der Autopilot einfach nur einen guten Job macht.
      :rofl: erinnert mich stark an eine Beinahe Kollision anno 85 Nähe Bab el Nadhib augen_aufgerissen:
      1900
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    • 30. August 2017 - Campbeltown Tag (Teil 1)

      Heute weckte uns endlich mal die Sonne, gut nicht ganz hatte mir mein Wecker auf 7 Uhr gestellt wir haben heute volles Programm.
      Die Gelegenheit war günstig die Mannschaft heute mit frischen Brötchen (hierzulande „Morning Rolls“ genannt) zu verwöhnen.
      Also auf zur schönen Bäckerin (ok sie war schon in Richtung 70 unterwegs :( ) und nahrungstechnisch die Basis für einen harten Tag legen.
      Schließlich sind wir in der früheren Whiskyhauptstadt Schottlands zu Besuch.
      Mein letzter Besuch in Campbeltown war 2009 also ziemlich genau vor 8 Jahren und wie der Zufall so will 2009 auch mit der Pantagruel (siehe Segelbericht von 2009).

      Campbeltown.jpg


      Lange im Vorfeld geplant hatten wir die Tour bei Springbank und Glengyle mit anschließendem Cadenhead Warehousetasting gleich früh um 10 Uhr und am Nachmittag 15 Uhr sollte die Managerstour mit Iain McAllister bei Glen Scotia folgen.
      Gesternabend bei einem kleinen Stadtrundgang musste ich feststellen viel hatte sich in den letzten Jahren nicht verändert, davon abgesehen das ein paar Hotels und Pub zwischenzeitlich aufgegeben wurden.
      Pünktlich 9:30 Uhr marschierten wir Richtung Springbank Distillery los.
      Unterwegs fiel mir auf das der alte Cadenhead Shop zu war bzw. eine Straßenecke weiter neueröffnet wurde.
      Von außen schon mal größer und schöner.
      Na ja der alte war ja mehr eine Whiskyabstellkammer und mit mehr als fünf Kunden im Laden schon hoffnungslos übefüllt.
      Den Cadenhead Shop werden wir auf den Rückweg unter die Lupe nehmen.

      Bei Spingbank werden gerade die Maltings umgebaut, soviel war uns schon im Vorfeld mitgeteilt wurden.
      Springbank selbst ist gerade in der Silent Phase, aber dafür wurde bei Glengyle produziert.
      Das passt eigentlich super, zumal bei Glengyle nur 6 Wochen im Jahr von den Springbank Mitarbeitern produziert wird.
      Super dann sehen wir Glengyle auch mal in Produktion.

      Springbank_Eingang.jpg
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      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 30. August 2017 - Campbeltown Tag (Teil 2 - Springbank)

      Bei Springbank angekommen!
      Alle Achtung der Empfangsbereich für Besucher neu und schön hergerichtet, der Hof ordentlich aufgeräumt. Ja, kann man so herzeigen.
      Unser Tourguide kam, er war zwar recht jung, aber er gab sich recht viel Mühe.
      In unseren Reihen befand sich ein Springbank-Fan und Ex-Springbank-Cask-Onwner.
      Eine der letzten seiner Private Bottles von Springbank, ein 12-Jähriger Ex-1.Fill Oloroso abgefüllt vor genau 12 Jahren sollte nun heute und im Stillhouse von Springbank seiner Bestimmung zugeführt werden.
      Anders gesagt wir bringen den Whisky zu seinen Ursprungsort und führen ihm dann seiner Bestimmung zu.
      So wurde unser Tourguide gleich zu Beginn eingenordet, und wusste gleich das sind keine Whiskytouristen - das sind echte Whisky-Bekloppte.
      So wurde unser Guide schnell recht locker und vergaß sein einstudierten Text.
      Nach einer Runde durch Springbank, gut die Baustelle Maltings mal außen vor.
      Ging es zurück ins Stillhouse und der mitgebrachte Springer wurde entkapselt.

      Springbank_Hof.jpg Springbank_Eingang_Stillhouse.jpg Springbank_Mash_Tun.jpg Springbank_Mash_Tun_Ruehrwerk.jpg Springbank_Kiln.jpg

      Springbank_Stills.jpg Springbank_Spiritsafe.jpg Springbank_Safe.jpg Springbank_Glocke.jpg Springbank_Warehouse.jpg
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      Platon
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    • 30. August 2017 - Campbeltown Tag (Teil 3 - Glengyle)

      Danach sollte ging es zur Glengyle Distillery, schön das es jetzt einen asphaltierten Weg innerhalb des Destilleriegeländes nach Glengyle gibt.
      2009 mussten wir über öffentliche Straßen zur Glengyle Distillery.
      Das gefällt mir so besser.
      Natürlich führte uns der Weg an der Mauer mit dem Loch und Blick auf den Kirchturm vorbei.
      Bei Glengyle herrschte rege Betriebsamkeit.
      Und auch hier die Tour ganz entspannt, man konnte sich überall umschauen und auch ein Schwätzchen mit den Mitarbeitern halten.

      Glengyle_Turm.jpg Glengyle_Distillery.jpg Glengyle_Fillingstore.jpg Glengyle_Malt_Mill.jpg

      Glengyle_Washbacks.jpg Glengyle_Stills.jpg Glengyle_Safe.jpg Glengyle_Washbacks_Mashtun.jpg
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      Platon
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    • 30. August 2017 - Campbeltown Tag (Teil 4 - Cadenhead Warehouse Tasting)

      Dann ging es zurück nach Springbank zum Warehouse Tasting.
      Unser Guide mußte nur noch Bescheid geben das wir bereit dafür waren.
      Vermutlich hat er gleich mit durchgegeben das hier neun völlig normale Whskyfans ein gescheites Tasting erwarteten.
      So kam Cameron zwar in Anzug und Krawatte drehte aber gleich Vollgas auf und man merkte sofort er lebt das Thema Whisky wie schon sein Vater und Großvater vor ihm bzw. mit ihm.
      Zu jedem Whisky gab es reichlich Story, beides was durch die Bank weg - gut und besser.
      Unser Guide hielt sich im Hintergrund und machte seine Mitschriften, ja hier kann er noch was lernen, vorrausgesetzt er hat das Whisky-Gen und Entertainer-Gen in sich.
      Es gab reichlich Whisky und auf Wunsch auch gerne Nachschlag.
      Am Ende wurde noch abgefragt wer von welchem Cask ein oder mehr Flaschen kaufen möchte. Da gingen die Arme hoch. :thumbsup:
      Die Preise absolut moderat, ich für guten Stoff jenseits der 25 Jahre 140-150£ ist fair, dagegen die 11 oder 13 Jährigen mit 60-70£ eher normal.
      Also so es mich wieder nach Springbank verschlägt unbedingt wieder, vielleicht nicht gleich so früh am Morgen.

      Einziges Problem die Zeit ist recht weit fortgeschritten.
      Schon kurz vor 14 Uhr, zurück zum Cadenheadshop noch die Tour-Miniaturen abholen, oh Shit einen Tour-Dram von Springbank und von Glengyle gab es auch noch oben drauf.
      Klasse wenn man Zeit hat, aber furchtbar wenn man 15 Uhr beim Manager von Glen Scotia den nächsten Termin hat. Also runter damit.
      Ohh, Essen sollten wir auch noch irgendwie was sonst überleben wir den Tag nicht.
      Die Cask-Proben Flaschen gab es eh noch nicht.
      Die holen wir zum Feierabend, und wenn wir es nicht bis 18 Uhr schaffen sollten, 18:30 Uhr wäre auch noch ok oder halt dann Morgen früh.
      Also fluchtartig aus den Cadenheadshop raus, auf der Main Street beim Bäcker auf die Schnelle eine Schale Red Chicken Curry abgegriffen.
      Dann ging es fast schon im Laufschritt dabei das Chicken Curry einschaufelnd quer durch Campbeltown zu Glen Scotia.


      Warehouse_Gasse.jpg Warehouse_Cameron.jpg Warehouse_Cameron.jpg Warehouse_Valinch.jpg

      Warehouse_Nosing.jpg Warehouse_Probe_ziehen.jpg Warehouse_Reserviert.jpg
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      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 30. August 2017 - Campbeltown Tag (Teil 5 - Glen Scotia Teil 1)

      5 Minuten vor 15 Uhr betraten wir zu Zweit (die Vorhut) das Visitorcenter von Glen Scotia, die nächsten Zwei waren nur wenige Minuten hinter uns und der Rest war irgendwie auf den Weg.
      Iain McAllister erwartete uns schon, so haben wir uns erstemal herzlichst begrüßt und ich habe ihn gleich um Entschuldigung gebeten und noch ein akademischen Viertel erbeten.
      Ich erinnere mich noch gut, als wir 2009 zu dritt eigentlich mehr zufällig bei Glen Scotia reinstolperten und im Tor zum Stillhouse Iain direkt in die Arme liefen.
      Er wollte uns damals vom Hof jagen, aber wir wollten nicht so richtig gehen und bekamen damals eine schöne private Managerstour.
      Iain hatte damals gerade frisch den Managersposten übernommen.
      Und richtig Glen Scotia war damals richtig runter gekommen, runter gewirtschaftet und unansehnlich.

      So war ich gespannt was aus Glen Scotia geworden ist, ein paar Bilder hatte ich im Vorfeld schon gesehen.
      Das Visitor Center ist schon mal sehr schön geworden.
      Die viertel Stunde ist nicht ganz um und wir sind komplett, es kann losgehen.

      Iain machte seine Sache gut, zeigte uns alles, erklärte alles und man merkte ihm an das er mächtig stolz auf sein Laden ist.
      Wie gesagt ich kannte Glen Scotia noch von 2009, folglich ließ er es sich auch nicht nehmen mir auch die letzte Kleinigkeit zu zeigen.
      Von der Technik her ist jetzt wirklich alles komplett neu.

      GlenScotia_Empfang.jpg GlenScotia_alter_Safe.jpg GlenScotia_Boby-Mill.jpg GlenScotia_Mash_Tun.jpg GlenScotia_Maschen.jpg

      GlenScotia_Wash_Still_11800L.jpg GlenScotia_Spirit_Still_8600L.jpg GlenScotia_Still-Detail.jpg GlenScotia_Spiritsafe.jpg GlenScotia_Stillman.jpg
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      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 30. August 2017 - Campbeltown Tag (Teil 6 - Glen Scotia Teil 2)

      Dann ging es ins Warehouse zum Tasting, uhh schon wieder Whisky trinken.
      Um die Sache rund zu machen und auf den Punkt zubringen gab es dort zu meiner Überraschung u.a. einem Medium peated Glen Scotia aus dem Jahr 2009 zu probieren.
      Das war also sein geheimes Experiment, wo er uns nicht an den Washback rangelassen hat. Iain grinste und nickt.
      Also mit seinen 8 Jahren und ca. 25ppm schon richtig gut. Respekt! Aber einer geht noch.
      Es folgte ein heavyly peated Glen Scotia vom 2013, mit ca. 55ppm und sein 3,5 Jahren fällt der noch unter das Chemiewaffengesetz.
      Soll noch jemand sagen Glen Scotia macht nur belanglosen Whisky.
      Wie schon 2009 eine der besten Touren durch eine Distillerie mit einem gut aufgelegten Manager, der wirklich für jeden Spaß zu haben ist.

      Aber ich war auch froh als wir gegen 17:30 Uhr wieder draussen waren.
      Ich glaube noch ein zwei Drams und die ganze Truppe hätte es im Warehouse dahingerafft.
      Ganz ehrlich mehr als ein Destilleriebesuch mit Warehousetasting am Tag ist schlimmer als Arbeiten.
      Schön war es doch oder gerade deswegen. :D

      Blöd Einkaufen müssen wir auch noch, seit Tabert (gestern) haben wir Milch und Biernotstand an Bord,
      und einige Zutaten für die geplante Scottish Lamb Stew braucht es auch noch.
      Also gut zur Marina, Geld holen und Einkaufen.

      Whisky brauche ich glaube heute nicht mehr.

      Immer wieder gern erinnere ich mich an die Spruch von Tommy 2009 bei Ardbeg: „Was wollen wir eigentlich im Drecknest Campbeltown, da gibt es doch Nichts zu sehen!“
      Eben drum, dann bleibt mehr Zeit zum Trinken.
      Es war ein schöner, erlebnisreicher und verdammt anstrengender Tag.
      Gerne wieder, … aber nicht gleich Morgen. :)

      Na gut unser Meeting wie es die nächsten Tage weitergeht müssen wir schon noch machen, aber dann … gähn … in die Koje.

      GlenScotia_Waskback.jpg GlenScotia_Washbacks.jpg GlenScotia_Aussen.jpg GlenScotia_Warehouse2016.jpg
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      GlenScotia_Warehouse_2009MP.jpg [/b]GlenScotia_Warehouse_Palette.jpg GlenScotia_Warehouse.jpg GlenScotia_Warehouse_Tasting.jpg[/b]
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      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 31. August - 4. Schlag: Campbeltown - Portavogie (Teil1)

      Nachtrag zum Meeting von Gestern.
      Die Wettervorhersagen lassen uns alle Optionen bezüglich Nordirland offen nur für Samstag Abend/ Nacht kündigt sich ein Sturm an und dreht den Wind von Nordwest auf Süd,
      was für uns wiederum günstig wäre, denn wir müssen irgendwann wieder nach Schottland hinauf.
      Schön das es mit Nordirland endlich mal klappt, alle guten Dinge sind dann halt doch drei.
      Die Bereitschaft der Panta Crew mal eine Nacht durch zu Segeln war vorhanden.
      · Ziel Peel (Isle of Man) würde bedeuten das es dann Morgen Nachmittag wieder in die Nacht hinein nach Carlingford geht um dann Übermorgen unbedingt am späten Nachmittag in Belfast anzukommen.
      · Campbeltown - Carlingford auf direktem Weg wäre auch eine Möglichkeit.
      · Oder wir fassen Ardglass ins Auge.
      Das Gute daran, wir müssen uns noch gar nicht entscheiden, denn die erste Streckehälfte ist die Gleiche.
      Da wir uns wie immer ein wenig von der Strömung anschieben lassen wollten geht es auch nicht gleich in der Frühe los.
      Wir reden hier von 70 - 90 Seemeilen.

      Der Crew der Oceanlord war das gar nicht recht, zu weit, im Dunkeln und und und …
      Nach langen Jammern und Lamentieren … die Oceanlord segelt nur bis Belfast und wartet dort auf die Panta.
      Bis diese von ihrem Ausflug in den Süden zurück ist. So bekommt jeder was er möchte.

      4_Schlag_31082017_Campbeltown-Portavogie.jpg

      Am Morgen beim Bäcker noch frische Morning Rolls, wobei deren Konsistenz weiß man nie ob die frisch sind.
      Egal hier gibt es nichts Anderes. Nachdem Frühstück haben wir noch die Wacheinteilung geplant es geht ja in die Nacht hinein.

      Gegen 10:30 Uhr legten wir ab mit noch nicht näher definiertem Ziel - halt irgendwo im Süden.
      Das Wetter war ok, bewölkt ohne Regen und etwas diesig.
      So ging es in den Firth of Clyde und North Channel.

      Kintyre_Southend.jpg Sanda_island_Mull_of_Kintyre.jpg Alisa_Craig.jpg
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 31. August - 4. Schlag: Campbeltown - Portavogie (Teil 2)

      Zum Abendessen war heute der Scottish Lamb Stew geplant, als Mittagssnack machten wir unsere Weißwürste.
      Mit den Weißwurst Frühstück am Sonntag hat es nicht geklappt und wer weiss ob wir die nächsten Tage dazu kommen, dannach sind sie um.
      Nur unser UrBayer, er stand zur Zeit gerade am Steuer machte Theater, Weißwürste ohne Brezeln und Weißbier geht überhaupt nicht.
      Was für ein Frevel. …
      Die Würste waren heiß und der Commodore brachte seinen Steuermann höchstpersönlich zwei Weißwürste an Deck.
      „Sind die für mich, dann gib sie den Fischen!“ - Platsch - weg - Ruhe war!
      An Deck kehrte Ruhe ein und später hat unser UrBayer heimlich und wortlos doch noch 4 Weißwürste in sich rein gepreßt.
      Die erzieherische Maßnahme scheint gewirkt zu haben.

      Beim Abendessen, wie schon erwähnt gab es Scottish Lamb Stew (lecker & reichlich), machten wir uns Gedanken wohin die Reise heute eigentlich gehen soll.
      Es standen ja Peel (Ilse of Man, Carlingford oder Ardglass) zur Wahl.
      Zwischenzeitlich hatte der Commodore noch ein Tip bekommen, der Strangford sei sehr schön.
      Nur gibt es im Strangford sehr starke Strömungen, nix um da Nachts rein zu segeln.

      Steuermann.jpg Abendrot.jpg North_Channel.jpg Scottish_Lamb_Stew.jpg


      Aber Strangford klingt erstmal gut, zumal wir ja daran denken müssen, was wir jetzt in den Süden Hinuntersegeln müssen wir hinterher wieder rauf.
      Nochmal die Karten gewälzt, und uns stach plötzlich der Hafen Portavogie ins Auge,
      klingt vom Namen interessant und der Fischereihafen hätte genügend Tiefe - also Kurs Portavogie und Morgen früh bei Tageslicht in den Strangford.

      Mit Annäherung an Portavogie schauten wir uns den Hafen von Portavogie genauer an, so viele Möglichkeiten zum Festmachen gab es für uns nicht.
      Via AIS sahen wir wie Fischkutter wie an einer Perlenschnur aufgereiht alle Portavogie ansteuerten und einer nach dem anderen die für uns möglichen Plätze belegten.
      Ich meinte noch zum Commodore, vielleicht sollten wir mal den Harbourmaster anfunken und ein Platz reservieren.
      „Das kannst du vergessen! Das einzige was der sagt ist das wir uns vom Acker machen sollen, weil das ist ein Fischereihafen kein Sportboothafen. Wir fahren da jetzt rein und schauen mal.“

      Gegen 1 Uhr liefen wir in Portavogie ein, der Hafen natürlich komplett voll, also machten wir im äußeren Hafenbecken knapp hinter Hafeneinfahrt fest und hofften niemanden im Weg zu sein.
      Das einzig Unangenehme es stank penetrant nach toten Fisch und im gut beleuchteten Hafenbacken schwamm einiges an Unrat rum. Die paar Stunden werden wir hier hoffentlich überleben.
      Aber Schön ist definitiv anders.
      Also schnell einen doppelten Festmacher zur Desinfektion und dann auf Horchposten.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Und wieder wurde der Kaffee kalt,
      besonders die drei Bilder im vorletzten Beitrag unten und 2 nebst drei im letzten,
      anschauen, Augen zu träumen :love:
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • OdinNord schrieb:

      ich liebe diese Berichte!
      Danke! Und du weißt ich schreib Sie nur für dich … und Ingo … na ja und für all die Anderen, welche die Ausdauer haben hier Mitzulesen. ^^
      Ist fast Halbzeit! Ein „klein wenig" kommt noch. :D
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.

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