Segeltörn 2017 „Celtic Crossing“ Scotland - Northern Ireland - Scotland

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    • Beim dritten Kaffee und dem Wissen, dass morgen Meer zu sehen ist.
      Macht es doppelt Spaß zu lesen Rudi, sei bedankt.
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • OdinNord schrieb:

      Mach nur so weiter !
      Thomas, da habe ich jetzt zwei Möglichkeiten dich verstehen.

      … als Drohung?
      … oder die Aufforderung weiter zumachen? ?(

      Reale 50% Chance… ich mach dann mal weiter, vermutlich der falsche Weg :D
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 9. September 2017 - Dunstaffnage Marina - Bladnoch - Portpatrick - Newton Stewart (Teil 1)

      Obwohl wir heute recht früh aus unseren Kojen mussten wurden wir von Sonnenschein und strahlend blauen Himmel geweckt. Es gab einiges zu tun.
      Neben der vorläufig letztmaligen Nutzung des Sanitärbereichs der Marina um mir die letzten Salzwasserspuren vom Leib zuspülen,
      Frühstück mit Schwester & Schwager, 2. Frühstück mit der Crew, die ersten Zwei wollten gegen 8 Uhr nach oban gebracht werden,
      meine Klamotten mussten verpackt werden, das Auto wollte auch noch sorgsam beladen werden und die Panta in einen herzeigbaren Zustand versetzt werden.
      Aber kein Streß am Morgen das findet sich alles.
      Ruckzuck war es 10 Uhr und es war an der Zeit Abschied zu nehmen. Zum Glück nicht von Allen, zehn Teilnehmer hatten ja noch eine gemeinsame Nacht in Newton Stewart.
      Die Nachfolgecrew rückte pünktlich an, unser Commodore hatte schon einige Sorgenfalten, denn der einzige vernünftige Segeltag für unsere Nachfolger war heute.
      In sechs Tage bis Dublin das wird ein hartes Stück Arbeit zumal Sie mindestens eine Distillery sehen Wollen.
      Sicherheitshalber haben wir Ihnen gestern schon eine Führung bei Oban vermittelt.
      So viel die Verabschiedung kurz aber herzlich aus, dann ging es auf die Piste.

      Wir fuhren nicht in Kolonne, Newton Stewart sollte bis zum Abend von jeden erreichbar sein, zumal ich noch einen Freund am Glasgow Airport absetzen musste.
      Bei dem Wetter macht das Autofahren in den Highlands mal so richtig Spaß. Wir mussten ja meinen Nachbarn auf derRückbank noch ein wenig Schottland vermitteln.
      Nun war er das erste Mal in Schottland und kennt Schottland und Nordirland von See her besser als von Land. Da musste noch nachgearbeitet werden.
      Was bietet sich da besser an als ihm gleichmal den ältesten Pub Schottland‘s zu zeigen.
      Und wie ich unseren Klubbusfahrer kenne werden wir Ihn dort mit Sicherheit wiedertreffen. Und Richtig.
      Der Drovers Inn in Inveraran am Nordzipfel vom Loch Lomond ist immer ein Boxenstop wert.
      Zumal dieses Mal der Wasserfall vom Glen Glas Burn hinterm Pub gut gegefüllt und bei bestem Wetter zu sehen war.
      Danach ging es weiter Richtung Süden. Pünktlich vor 14 Uhr setzen wir unseren Mitfahrer am Glasgow Airport aus, da waren wir nur noch zu dritt.

      Inveraran-Glen_Glas_Burn.jpg
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 9. September 2017 - Dunstaffnage Marina - Bladnoch - Portpatrick - Newton Stewart (Teil 2 - Galloway Forrest Park)

      Irgendwelche Wünsche wo wir unterwegs noch hinwollen oder was ihr sehen möchtet. Nein!
      Dahin wo es schön ist! Leichte Aufgabe vom Wetter war es ringsum schön also weiter.
      Zur A77 und an der Küste entlang oder besser von Maybole die A714?
      Ach nee machen wir einen Ausritt in die schottische Landschaft, da wo es mal richtig schön ist und räumen gleich mit dem Vorurteil auf das das Lowland mit Flachland gleichzusetzen ist.

      So bog ich kurz vor Maybole in Kirkmichael links ab Richtung Straiton vorbei am Blairquhan Castle (Which Castle) und schon waren wir auf einen Single Road Track quer durch den Galloway Forrest Park (Carrick Forrest, Merrick Forrest undGlentroll Forrest) und schraubten uns auf 600-700 m Höhe.
      Kannte ich so bisher auch nicht, aber eine traumhafte Landschaft. Soviel hatte ich da nun nicht von, das Fahren war schon anspruchvoll, der Track über weite Strecken recht kurvenreich nicht viel breiter als der eigene Radstand und gelegentlich durfte man ein Bachbett queren.
      Aber es machte Spaß und ich hab‘s gern gemacht.

      Blairquhan_Castle(Which_Castle).jpg Loch_Doon.jpg

      Im Glentrool Forrest in der Nähe des Loch Trool stand dann eigentlich im Nichts ein geschmückter Weihnachtsbaum am Wegesrand. Häää?
      Oh da noch einer und da und da. Kurze Zeit später sahen wir ein Pärchen wie es einen Weihnachtsbaum anputzte.
      Komisch, aber war so. Warum habe ich davon keine Fotos gemacht, das glaubt mir kein Mensch?
      Gut ich hatte Zeugen dabei, die haben die Weihnachtsbäume auch gesehen. Manches lebt nur in der eigenen Erinnerung weiter.
      In Bargreannan kurz vor Newton Stewart stießen wir auf die A714, alles richtig gemacht vermutlich nicht schneller wie auf A714 aber kürzer und wesentlich abwechslungsreicher und imposanter.

      Es war kurz vor 15:30 Uhr, also kein Grund bei dem Wetter ins Hotel zufahren. Der Tag war noch jung also gleich weiter zur Bladnoch Distillery.
      In Bladnoch angekommen mussten wir feststellen die Bladnoch Distillery hatte geschlossen und es war nicht erkennbar ob nun zu weil heute Samstag oder generell nicht.
      Schade! Aber soviel hat sich außenrum auch nicht verändert und den neuen Abfüllung in der Vierkantflasche kann ich aus ästhetischen Gründen eh nicht viel abgewinnen.

      Bladnoch_Distillery.jpg Bladnoch_Kiln.jpg

      Andere Straßenseite und auf die Terasse vom Bladnoch Inn Platz genommen, es war an der Zeit an die Nahrungsaufnahme zu denken.
      Pech gehabt, Essen gibt es wieder um 17 Uhr. Gram und Hunger!
      So nahmen wir ein kühles Erfrischungsgetränk, ich als Fahrer ein Irn Bru die Jungs ein Bier.
      (Ja ja, es wird mich noch eine Weile verfolgen, das: „Ohh Sir!… das ist aber ohne Alkohol!“) und machten uns Gedanken wie es weiter geht.
      Nach Whithorn / Burrow Head, zum Mull of Galloway Lighthouse oder nach Portpatrick.
      Also im Internet geschaut wo es die besseren Fresstempel gibt, denn schön waren alle drei Alternativen allemal.
      Unsere Wahl fiel auf das gut 40 km entfernte Portpatrick.

      Auf Höhe vom Torhouse Stone Circle bin ich dann herzhaft in die Eisen gestiegen, ich las am Wegesrand Stone Circle - im Reflex „mein Nachbar hat noch kein Steinkreis gesehen“ gebremst um vorm Steinkreis geparkt.
      Erst war er etwas lustlos und nur mit Gewalt aus dem Auto zubewegen, und dann fand er kein Ende und musste wirklich jeden Stein und jedes Detail aus allen Winkeln und Entfernungen fotografieren.
      Alter ins Auto wir haben Hunger.

      Torhouse_Stone_Circle1.jpg Torhouse_Stone-Circle2.jpg Torhouse_Stone-Circle3.jpg
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      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 9. September 2017 - Dunstaffnage Marina - Bladnoch - Portpatrick - Newton Stewart (Teil 3 - Portpatrick)

      In Portpatrick angekommen, Mull of Galloway und Whitehorn kannte ich schon, das Örtchen Portpatrick war mal so richtig schön. Pittoresk trifft es wohl besser.
      Und alles da was wir uns als alte Segeler wünschen konnten (nettes Örtchen, kleiner Hafen, Lighthouse, Meerblick, Castle in der Nähe, erreichbar via kurzen Klippenwanderweg und reichlich gutbewertete Fresstempel).
      Hier waren wir absolut richtig.

      01_Portpatrick1.jpg 02_Portpatrick_Pano1.jpg 03_Portpatrick_Lighthouse.jpg 04_Portpatrick_Klippe.jpg

      Ok, erst die Kultur und dann das Essen, den Klippenwanderweg hinauf zum Dunskey Castle.
      Eine schöne kurze Wanderung mit Blick aufs Meer. Genau, dort sind wir vor zehn Tagen am Horizont entlang gesegelt. War schön.

      05_Portpatrick_Cliff.jpg 06_Portpatrick_Dunskey_Castle_klein.jpg 07_Portpatrick_Dunskey_Castle_Pano.jpg

      Zwischenzeitlich erreichte uns eine SMS von den Anderen, sie haben für 19 Uhr in Newton Stewart einen Tisch für 10 Personen bestellt.
      Ach Nee liebe Freunde, Newton Stewart mag für viele Dinge bekannt sein, aber nicht dafür das man dort irgendwo vernünftig zu Abendessen könnte, wir bleiben hier.
      15 Minuten später die Nachricht von der anderen Truppe.
      Sie sind jetzt in Bladnoch und wollen im Bladnoch Inn Abendessen, Abendessen in Newton Stewart ist gecannelt - neue Location Bladnoch Inn.
      Schon besser, aber für uns nicht gut genug.
      Wir drei waren nicht bereit unseren liebgewonnenen „Happy Place“ hier vor Sonnenuntergang freiwillig zu räumen zumal Bladnoch heute nicht wirklich von Erfolg gekrönt war.

      08_Portpatrick_Dunskey_Castle_gross.jpg 09_Portpatrick_Dunskey_Castle_Detail.jpg 10_Portpatrick_Dunskey_Castle_SunBurner.jpg
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      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 9. September 2017 - Dunstaffnage Marina - Bladnoch - Portpatrick - Newton Stewart (Teil 4 - Portpatrick (Nachschlag, weil es war zu schön)

      11_Portpatrick_Castle Bay.jpg 12_Portpatrick_Hohlweg.jpg 13_Portpatrick_View1.jpg 14_Portpatrick_View2.jpg

      15_Portpatrick_Pano2.jpg 16_Portpatrick_Lighthouse2.jpg 17_Portpatrick_The_Harbour_House_Hotel.jpg 18_Portpatrick_Roof.jpg

      Nach einem schönen Sonnenuntergang räumten wir freiwillig unseren Platz, es wurde recht schnell kühl.
      So ging es zum Crown Hotel nach Newton Stewart.
      Ins Navi „Crown Hotel Newton Stewart“ eingegeben und los, ein grober Fehler!
      „Ziel erreicht!"- wir mussten wir feststellen, da war kein Hotel, und die Gegend war uns völlig unbekannt.
      Zwei von uns Dreien hatten bereits vor zwei Jahren auf der Rückfahrt vom Segeln im Crown Hotel übernachtet.
      Komisch weder Hotel noch Newton Stewart?
      Einen Einheimischen rangewunken und befragt. Ja, das ist schon ein entlegener Ortsteil von Newton Stewart und ein Crown Hotel gab es auch mal hier, ist aber seit langen weg.
      Das Crown Hotel welches wir suchen finden wir in ca. 5 Meilen und er gab uns eine Wegbeschreibung.
      Je näher wir kamen, je bekannter wurde uns die Gegend. Verlässt man sich einmal auf die Technik…

      19:30 Uhr stellten wir das Auto auf dem Hotelparkplatz ab, checkten ein und ich gönnte mit an der Bar erstemal ein frischgezapftes Guinness.
      Der Rest der Truppe trudelte gegen 21 Uhr im Hotel ein und in gemütlicher Runde gab es dann noch ein paar weitere Guiness etc.
      Ich bekam eine Mail vom Commodore, er meldete sich aus dem Crinan Canal, wünschte uns eine gute Heimreise und fragte nach den Kontakten wegen den Warhousetastings in Campbeltown.
      Seine Crew wollte sich auch die große Kelle in Campbeltown gönnen. Da hilft man doch gern.

      Wir erinnerten uns an unsere Übernachtung hier vor zwei Jahren, wo in der Hotelbar Samstagabend noch Dorfdisko veranstaltet wurde, an Schlafen war damals nicht vor 3 Uhr zu denken.
      Wegen des Lärmpegels nicht wegen der unvorteilhaft anzuschauenden weiblichen Dorfbevölkerung!
      Es gibt Dinge die wiederholen sich einfach, oh Schreck ab 22 Uhr ist hier Livemusik angesagt und die Technik wurde gerade aufgebaut. Dat muss doch wirklich nicht sein.
      Ein älter Gitarrist und eine ältere wohlbeleibte Blondine, welche sich nur unter Schmerzen auf den Beinen halten konnte, gaben frühere Hits von vornehmlich „Blondie“ und Co. zum Besten.
      Oh Grausam und Folter!
      Unsere Bordkapelle war leider wieder nicht zubewegen die beiden von der Bühne kurzerhand zufegen.
      Ich muss da ernsthaft an der Vertragsgestaltung für den nächsten Törn was ändern.
      Unsere Bordband muss zukünftig einfach dafür sorgen das uns gewisse Mißtöne ohne wenn und aber erspart bleiben.

      Abgesehen von der Lärmbelästigung am Abend war das ein schöner letzter Tag in Schottland.
      Morgen ist ja noch ein wenig Schottland.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 10. September 2017 - Newton Stewart - Newcastle (Teil 1 - Crafty Distillery)

      Heute ist Sonntag und Frühstück (Full Scottish) um 8 Uhr anberaumt.
      Ein vorsichtiger Blick aus dem Fenster, das nervt, draussen alles pelikanscheissegrau und nass, das hätte am letzten Tag auch nicht sein müssen.
      Aber wir hatten noch ein wenig vor bis die Fähre in Newcastle ablegt.
      Einige von uns wollten sich noch das Caerlaverock Castle anschauen, den wünschte ich bei dem Wetter mal viel Spaß.
      Für den Rest hatte ich im Vorfeld noch eine Besichtigung der Crafty Distillery, gleich hier in Newton Stewart von unseren Hotel einfach 300 m die Straße runter, organisiert.

      Crafty_Front.jpg

      Die Jungs von von Crafty sind schon schräg drauf, aber das sie für uns sonntags um 9 Uhr ihre Distillery aufsperren, das ist mehr als alle Ehre wert.
      Die Jungs waren in der tat richtig gut drauf. Ja sie sind schon ein wenig abgefahren, aber mit ganzen Herzblut bei der Sache. Ich denke die werden ihren Weg machen.
      Die Distillery ist modern und eigentlich was völlig anderes, als das was wir so als Distillery hinlänglich kennen.

      Crafty_Bar2.jpg Crafty_Bar1.jpg

      Nun war die Loch Leven Distillery schon ganz was Eigenes, das war noch Jugend forscht. Crafty ist hier nochmals ganz anders drauf, die wollen nicht nur die machen einfach.
      Das hier iStills zum Einsatz kommen war mir bekannt, aber hier war die gesamte Technik „i“.
      Bei Mac, iPad und iPhone kann ich noch mithalten, aber es ging dann mit iFermenter, iMasher bis zu verschiedenen iStills weiter. Die iTechnik scheint zu funktionieren.

      Crafty_iFermenter.jpg Crafty_iMasher.jpg Crafty_iStillOne.jpg

      Crafty_Copper_spirales.jpg Crafty_50L_iStill.jpg Crafty_Production.jpg

      So war die Führung recht interessant, mal Nichts da was man von woanders her schon kennt.
      Derzeit konzentriert man sich hier noch auf Gin, aber wir bekamen auch schon ihren ersten New Make vom Grain präsentiert.
      Völlig ok, keine Ahnung warum die SWA sich im Moment noch ein wenig mit den Flügeln schlägt.
      Sollen es die Kunden entscheiden was sie kaufen und trinken.
      Ganz großes Kino war auch die Bar bei Crafty, ein schönes Teil aus einen Baumstamm gemacht.

      Crafty_Bar3.jpg

      Und nebenbei auch wieder etwas über Gin gelernt, da muss ich langsam Angst bekommen nicht zum Gin-Experte zu mutierenn.
      Zumindest der Gin mit einer frischen Mangoscheibe war gar nicht so übel, am frühen Morgen.
      Zu mehr konnte ich mich nicht hinreißen, ich muss ja noch ein paar Stunden fahren.
      Also Crafty Distillery, coole Mucke, da hat sich das frühe Aufstehen mal gelohnt, Sch… auf's Wetters.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Klasse Bericht!

      Ich habe mal eine Frage zum Corryvreckan: Zu welcher Ebbe- oder Flutzeit ist der von Land aus am imposantesten?
      Bin am überlegen, nächstes Jahr Islay und dann auch Jura wieder einen Abstecher zu machen. Die große Wanderung wie 2011 wird es nicht mehr, aber zum Corryvreckan kommt man ja bequem hin.
    • 10. September 2017 - Newton Stewart - Newcastle (Teil 2 - Annandale Distillery (Teil 1))

      Weiter geht es zum letzten Programmpunkt dieser Schottlandreise.Worauf ich mich persönlich freue und mir eigentlich schönes Wetter (Licht) gewünscht hätte.
      Nun war ich 2013 und 2014 kurz vor der Fertigstellung auf der Baustelle, seit Nov. 2014 ist die Annandale Distillery offen, aber jedesmal vom Licht her habe ich Dreckswetter.
      Aber da geb ich nicht auf, dafür ist Annandale einfach zu schön.
      Jedensfalls war ich gespannt wie sich Annadale heute als aktive Distillery präsentieren wird, einiges war 2014 ja schon zu erahnen.
      Auf den Carpark angekommen war bei Starktregen aus der Ferne nichts besonders festzustellen.
      Während wir dem Auto entstiegen rollte unser Klubbus neben uns. Wir sind nicht allein.
      Gut in gebeugter Haltung auf den nassen Boden starrend bekommt man nicht allzuviel mit.
      Nun sind wir da, Annadale hat geöffnet und ich stehe im trockenen Visitorcenter & Cafe, war damals ja nur der Fußboden und die Tische/ Stühle aufeinandergestapelt und die Fensterläden waren schon drin.
      Hey, schön geworden, sehr einladend.
      Richtig - erstmal einen schönen Kaffee und… och der Lachssalat schreit regelrecht danach von mir gegessen zu werden.
      Die Lampe aus der Fassdaube an der Wand sieht ja gierig aus.

      Annandale_Lampe.jpg Annandale_Innenhof.jpg

      Schön das unser Klubbusfahrer auch den Weg nach Annandale gefunden hatte. Jener ist zufällig mein Heimwerker-King wenn es an‘s Whiskyzubehör Basteln geht.
      Hast du die Lampen an der Wand gesehen und schon fotografiert?
      Ein scheinheiliges Wieso? Nicht ganz so scheinheilig! Na weil ich im Herbst Geburtstag habe und Weihnachten ist auch bald! :thumbsup:

      Kaffee und der Lachssalat waren hervorragend, eigentlich war das ganze Angebot in Cafe gut gewählt. Und die Preise völlig in Ordnung.

      Annandale_Sitzgruppe.jpg Annandale_old_Stillhouse.jpg Annandale_Sitzgruppe2.jpg Annandale_kleines_Tor.jpg
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      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 10. September 2017 - Newton Stewart - Newcastle (Teil 3 - Annandale Distillery (Teil 2))

      Selbst die Toiletten auf der anderen Hofseite waren ganz großes Kino.
      Also bei Annandale haben Architekten, Designer und Künstler völlig freie Hand gehabt, mal abgesehen von den Kosten.
      Hier wurde nichts dem Zufall überlassen, ich wurde immer wieder von kleinen wie zufällig anmutenden auffälligen wie auch unauffälligen Details über das gesamte Gelände überrascht.
      Da war Jemand konsequent und hat sich die Künstler und Designer austoben lassen.
      Selbst die Distillerymaskotchen Belly & Barley (Kuh & Kälbchen) sind irgendwie witzig.

      Annandale_Belly&Barley.jpg Annandale_Warehouses.jpg Annandale_Hof.jpg

      Na ja mit dem Lila als Distilleryfarbe habe ich mein Blutdruck, ähnlich dem Schlüpferblau von Laddie.
      Wie ich schon 2014 vermutet habe Annandale wird mal ein Top-Player unter den „muss man gesehen haben“ Distillerien.
      Im November ist der erste Annandale Whisky 3 y.o., mal sehen was passiert.
      Nein, das Cask No. 1 für 1,2 Mio £ habe ich nicht gekauft.
      Ich werde wieder kommen, das ist mal klar.
      Ja hat doch heute nochmal Spaß gemacht und gelohnt, jetzt kann ich rundum zufrieden aus Schottland ausreisen.

      Annandale_Tafel_alter_Lageplan.jpg Annandale_Casks.jpg Annandale_Haupttor.jpg


      Die Fahrt zur Fähre war gewohnt unspektakulär. Irgenwie war die Fähre nur halbvoll so ging alles recht zügig über die Bühne.
      Natürlich waren wir bei der Border Control wieder fällig.
      Die Dame von der Border Control interessierte sich für den roten Rucksack vom Skipper.
      Hatte schon überlegt der Dame einen guten Preis für das Teil zu machen. :thumbsup:
      Den roten Rucksack in der Hand fragte sie unseren Skipper nach Waffen, Drogen etc.
      Ich war fast geneigt alle ihre Fragen mit: ”Ja hat er! Ist ein guter Mann!“, zu beantworten. :top:
      Aber besser nicht, ist ja mein Auto und man weiß nie was die unter Humor verstsehen.
      So verlor die Dame recht schnell das Interesse am roten Rucksack und wir konnten weiterziehen.

      Auf der Fähre in der Skybar gönnten wir uns noch ein paar Bierchen.
      Von hier Oben sah es nach eine ruhige Überfahrt aus, aber meine Segelapp sagt da was anderes es wird ein etwas unruhige Überfahrt werden.
      Ich bin dann recht zeitig ins Bett, mit 8-9 Stunden Rückfahrt vor der Brust war mir nicht unbedingt nach Party.

      Noch nicht abschalten, einen Aufreger gibt es dann Morgen.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Eggi schrieb:

      Frage zum Corryvreckan:
      Zum Corryvreckan werde ich, wenn ich wieder auf Jura bin, auch vorlaufen (mit dem Auto soweit vor wie geht und dann die Restkilometer laufen).

      Ich nehme an du möchtest dann im Corry Action sehen. Von Land aus geht das, zum durchsegeln sind eher moderate Bedingungen zu bevorzugen.
      Kalender mit Mondphasen wird benötigt.
      - am besten eignen sich die Tage direkt vor oder nach Vollmond bzw. Neumond,
      dann sind die Gezeiten am Stärksten ausgeprägt (Hochwasser auf Maximalwert und Niedrigwasser auf Tiefststand)
      - beim Corry sind so 2,5 m Tidenhub normal, bei Springtide dann etwa 3,5 m
      - es macht nicht wirklich Sinn zum Gezeitenwechsel am Corry zu sein, dann ist ca. 1 Stunde Stillwasser (da passiert Nicht viel)
      - die beste Zeit ist wohl 2-3 Stunden nach Hochwasser, dann drückt es das Wasser durch den Corry in den Atlantik
      (bei Niedrigwasser drückt es das Wasser folglich durch den Corry in die Sounds of Jura & Luing
      - die genauen Zeiten bekommt man nur mit einen Gezeitenkalender raus, denn diese varieren mit Mondkalender und verschieben sich täglich
      - jetzt grob übern Daumen ist am Corry in der Regel im Zeitraum von - bis:
      03 bis 04 Uhr Niedrigwasser
      09 bis 10 Uhr Hochwasser - beste Zeit 11 bis 13 Uhr (Tag vor/nach Vollmond/ Neumond)
      15 bis 16 Uhr Niedrigwasser
      21 bis 22 Uhr Hochwasser - 23 - 01 Uhr (ok, da ist dunkel, vielleicht bei einer schaurig schönen Vollmondnacht)

      Natürlich spielt das Wetter auch eine gewichtige Rolle.
      So starker Wind aus Westen wehte, brauchen die Wellen ca. drei Tage zur Beruhigung.
      Die Atlantikdünnung drückt in den Corry und die Strömung möchte eigentlich abfließen.
      So zu den hohen Wellen nochmals starker Wind aus West weht drückt dieser zusätzlich auf das ablaufen wollende Wasser.
      Interessant ist auch die Kombination aus starker Atlantikdünnung und starker Wind aus Osten, dann bilden sich Kreuzseen.

      Wie gesagt, zum Schauen von Land aus.

      Für das Durchsegeln sind Nipptide zu den Gezeitenwechseln ohne große Atlantikdünnung empfehlenswert. Na sicher ist das langweilig, aber man lebt länger!
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.

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    • 11. September 2017 - Newcastle - Amsterdam - München

      Ich hatte mir mein Wecker auf 7 Uhr gestellt. Schon klar das ist früh, aber ich habe Morgens gerne meine Ruhe und Freiraum bei mein Kaffee und brauche dazu keine Schlange wartender Kaffeetrinker und lärmender Menschen. Der frühe Vogel fängt sein Wurm und legt sich dann wieder schlafen.
      Das Schiff taumelte leicht vor sich hin, ein Blick aus dem Fenster - das könnte ein 5-6er Wind sein, für solch riesen Schiff ist das fast lächerlich.
      Na ja eigentlich müsste man draussen schon wesentlich mehr sehen können, außer der Nordsee.
      Nochmal mein Telefon, konnte ja sein das wegen der Stunde Zeitverschiebung ich noch in einer anderen Zeitrechnung lebe.
      Nee, Zeit passt, 20 nach Sieben. Mein nautisches Navi angemacht, Holla die Waldfee - Noch über 50 Seemeilen und die dumme Sau von Fähre dümpelt hier mit 10 Knoten rum.
      Also Ankunft 9:30 Uhr ist utopisch. Selbst mit Höchstgeschwindigkeit ist da nichts mehr zu machen.
      Dann kam mein Busfahrer und fragte und schon ins Navi geschaut?
      „Ja! Irgendwas läuft hier nicht nach Plan! Wir fahren wohl unter Hilfsdiesel und vermutlich ein größeres Problem, aber wir Sinken noch nicht!“ ?(
      Also ich werde mich wieder hinlegen, es scheint das es heute wieder etwas länger dauern wird.
      Auf den Weg zur Kabine, kam dann die Durchsage, das sich aufgrund eines Maschinenschadens die veraussichtliche Ankunft in Amsterdam auf 11:15 Uhr verschieben.
      Sch… das wird heute eine lange Nacht, denn unsere 9 Stunden Fahrzeit bis München werden erst runtergezählt wenn wir an Land sind. :pinch:

      Liebe DFDS recht herzlichen Dank dafür.
      Die Hauptmaschine ist das wichtigste Stück Technik auf einem Schiff, ein Maschinenschaden ist i.d.R. sehr sehr selten, hat dann aber Ursachen und ist i.d.R. auf schwere Wartungsfehler zurück zuführen.
      Ein Schiffsdiesel ist eigentlich unkaputtbar. Der läuft i.d.R. ewig, das rostet das Schiff drumrum vorherzusagen bevor der Schiffsdiesel verstummt.
      Nun könnte man meinen so etwas kann schon mal passieren. Natürlich kann es das, im Traum, im schlechten Film oder oder…
      Aber ich erinnere mich noch gut daran, das die Fähre bereits 2015 schon einmal mehr als zwei Stunden antriebslos auf der Nordsee trieb als ich an Bord war und nur mit Hilfsmaschine nach Newcastle fuhr.
      Mag sein das liegt an mir, von wegen schlechtes Karma und so.
      Den Zufall, kann man mit den heutigen Ausfall wohl ausschließen.
      Ich für meine Person habe nun ernsthafte Sicherheitsbedenken gegenüber den Schiffen von DFDS.
      Man soll sein Glück nicht heraus fordern. Tue ich nicht und werde kein Fuss mehr auf ein Schiff von DFDS setzen.

      Es ist sicher schön mitanzusehen wie ein Lotse vom Helicopter auf das Schiff abgeseilt wird und wie zwei große Schlepper eine flügellahme Fähre bei Windstärke 5-6 in den sicheren Hafen schleppen und zu ihren Liegeplatz bugsieren. Aber möchte man an Bord dieser Fähre sein. Nein!

      Kurz nach 12 Uhr waren wir dann endlich von der Fähre runter.
      Gegen 22 Uhr kamen wir glücklich aber geschafft im der Heimat an.

      So geht ein schöner Urlaub zu Ende und den Unfug mit der Fähre hätte es einfach nicht gebraucht. Verdammte Amateure.

      Es ist vollbracht. Ich habe fertig und alle Mitleser haben es nun überstanden. :saint:

      Wer von Euch von Anfang bis Ende alles gelesen hat. Dank und Respekt! :top:
      Ich kann Euch versichern, ihr habt wahrscheinlich eine höhere Standfestigkeit wie ein Schiffsdiesel bei DFDS.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Dank Euch!
      Wichtig ist ihr hattet Euren Spaß und niemand hat ernsthafte Schäden davon getragen.
      Ich hatte meinen Spaß vorher, während und nach den Törn.
      Und jetzt wieder Zeit mir Gedanken über den nächsten zu machen.
      Die Uhr tickt schon wieder.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Wie immer ein Fest,
      die letzten Tage habe ich mir für Husum gespart.
      Lies sich besser bei Seeluft :D
      Danke Dir udl:
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • Tückerfahrt von Dagebühl nach Wyk
      Retour wehte ein laues Lüftchen und ich nebst Glen Grant Directors Cut waren die einzigen draussen.
      Riesenwellen von 45 cm :rofl:
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge

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    • Ich kann Rudi´s Bericht nur bestätigen, ich war auf dem Loser-Schiff "Ocean Lord".
      1/3 unserer Crew waren Segler-Neulinge, so dass wir uns zu einen etwas ruhigeren
      Törnverlauf entschlossen haben. Wir mußten auch nur mit 6 Leuten das Schiff segeln,
      während die Panta 10 Crewmitglieder für das Schiff hatte.

      Und zum Thema unsportliches Segeln: Gut, wir haben, wenn nötig, auch ein paar
      Meilen mit Motor gesegelt, der Rest war aber Handarbeit.
      Dafür hatten wir aber keinen Auto-Pilot, keine Rudersteueranlage und sonst keinen
      technisches Equipment an Bord wie die Panta... halt, doch, unsere Seekarten (Navigation)
      waren auf dem iPad.

      Annadale Distillery:
      Sei froh, dass nur das Logo von Annadale in lila ist. Stell dir mal vor, die Distillerymaskotchen
      Belly & Barley würden die Logofarben tragen...... :saint:

      Die Lampen bei Annadale habe ich auch gesehen. Wenn du dein Wohnzimmer mal so einrichtest
      wie das Visiter Center bei Annadale, mache ich die auch solche Lampen dazu.
      Whisky trinken ist gut für mich...
      ... Whisky sammeln ist gut für meine Erben !

      ICH BIN, WIE ICH BIN!
      DIE EINEN KENNEN MICH, DIE ANDEREN KÖNNEN MICH!

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    • Eggi schrieb:

      Frage zum Corryvreckan:
      Super, perfekt, genau die Informationen habe ich gesucht. Vielen Dank!
      Hi Eggi,

      hier ein Link zu einem Youtube-Video über den Corryvreckan.
      Am Anfang wird mit animiertem Bildern über die Entstehung berichtet,
      anschließend folgen Real-Bilder.

      Ich finde das irgendwie gut gemacht.

      Gruß Käfer
      Whisky trinken ist gut für mich...
      ... Whisky sammeln ist gut für meine Erben !

      ICH BIN, WIE ICH BIN!
      DIE EINEN KENNEN MICH, DIE ANDEREN KÖNNEN MICH!

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    • Ja da schau an, wo der Herr Karl sich überall rumtreibt :umarmen:
      Danke für deinen Zusatz Infos und Meldung hier
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
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    • Käfer schrieb:

      Ich finden das irgendwie gut gemacht.
      Immer weder sehenswert, auch die Vorschläge rechts sich nicht übel Hannes
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • Käfer schrieb:

      Eggi schrieb:

      Frage zum Corryvreckan:
      Super, perfekt, genau die Informationen habe ich gesucht. Vielen Dank!
      Hi Eggi,
      hier ein Link zu einem Youtube-Video über den Corryvreckan.
      Am Anfang wird mit animiertem Bildern über die Entstehung berichtet,
      anschließend folgen Real-Bilder.

      Ich finden das irgendwie gut gemacht.

      Gruß Käfer
      Moin Käfer,

      vielen Dank. Das schaue ich mir nachher mal in Ruhe an.

      Hannes