I S L A Y - Familien- und Whiskyurlaub

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    • I S L A Y - Familien- und Whiskyurlaub

      ISLAY


      Prolog:

      Als wir 2016 u.a. in Ullapool mit dem Wohnwagen waren, beschlossen wir, als wir vom Campingplatz aus die ein- und ausfahrenden Fähren zu den Western Isles sahen, dass es 2017 auf die Western Isles mit Wohnwagen gehen würde. Im Herbst 2016 buchten wir dann auch gleich die Fähre – Amsterdam nach Newcastle mit DFDS.

      Im Laufe des Jahres kamen meiner Frau dann doch erste Zweifel auf - ca. alle 2-3 Tage den Standort wechseln, Fähre fahren, auf das Wetter angewiesen sein, dass sie dann auch fahren ist ja als Erwachsenenurlaub ganz spannend, kann aber mit dann Zweijährigen sehr streßig werden. OK, umgeplant, von ihren Alternativvorschlägen Skye oder Islay entschied ich mich ohne kurz zu überlegen für Islay. Skye ist zwar schön, aber Islay in meinen Augen schöner. Bei dem Vorschlag bedachte sie nicht, dass das die Whiskyinsel schlechthin ist und sie mit einem Schottland- und WHISKYnerd verheiratet ist… An Fähren hatten wir zum Glück erst die Amsterdam und Newcastle-Fähre gebucht und waren somit in Schottland noch komplett flexibel.

      Im weiteren Laufe des Jahres kamen mir dann erste Zweifel auf, ob das sinnvoll ist, mit dem Wohnwagen loszufahren. Der Wohnwagen an sich ist super. Er ist groß (2,5m breit, mit Deichsel knapp 8m lang), komfortabel, wir bekommen ihn kostenlos zur Verfügung von meinen Schwiegereltern und ich kann gut damit fahren sowie rangieren – auch in beengten Situationen. Das war nicht das Problem. Das Problem war vielmehr, dass dieser Wohnwagen quasi ein Päarchenwohnwagen ist – optimal für meine Schwiegereltern, aber für uns mit Kind schlecht. Es gibt keinen Bereich, den man abtrennen und abdunkeln kann, so dass unser Sohn schlafen kann und wir uns noch abends im Wohnwagen aufhalten können. Und auf ab 19.00-20.00 geräusch-, bewegungs- und lichtlos im Wohnwagen liegen hatte ich dann im Urlaub irgendwie überhaupt keine Lust. Also wurde kurzerhand von Wohnwagen auf Cottage umgeschwenkt. Nach etwas Suche fanden wir dann ein sehr schönes Cottage am Ortsrand von Port Charlotte. Für die Hinfahrt von Newcastle buchten wir uns für eine Nacht ein Hotel in Balloch am Loch Lomond. Wir wären zwar gerne in einem Rutsch durchgefahren… theoretisch möglich, aber mit Zweijährigen recht streßig und man kommt dann auch mit der letzten Fähre auf Islay an, muss noch alles auspacken… ne, lieber nicht, soll ja Urlaub sein.Für die Rückfahrt von Islay buchten wir uns noch für drei Nächte ein sehr schönes Cottage am Loch Lomond.

      So, genug mit dem Vorgeplänkel, auf zum Wesentlichen…

      Anreise:

      Von Baarsen bei Bad Pyrmont ging es morgens auf nach Amsterdam. Wir fuhren recht zeitig los, da die Hälfte der Niederlande an diesem Tag Ferienende hatte. So kamen wir streß- und staufrei in Amsterdam (Ijmuiden) an. Das Check-In und die Einschiffung ging an diesem Tag sehr schnell und so legten wir bei schönsten Wetter planmäßig in Ijmuiden ab. Wir gönnten uns den Luxus der Commodore-Kabine, was im Vergleich zu einer normalen Außenkabine nur ca. 10-20 € teurer war, Wenn man auf die Außenkabine das Frühstück draufrechnet, was in der Commodore inkl. ist. Zusätzlich hat man halt die schönere, größere Kabine (mit Kind echter Vorteil), einen kostenlosen, gefüllten Kühlschrank und bekommt das Frühstück in einem der Restaurants serviert.

      Diese Fähre hat sich zu unserer Lieblingsverbindung etabliert. Die Nacht auf See ist unser erster Tag Urlaub. Das Reisen auf Wasser, wo das Kind an Board spielen kann, ist im Vergleich zu einer langen Fahrt durch England klar von Vorteil. Fliegen kommt für meine Frau nicht in Frage, da sie das nicht mag. Und ich bevorzuge – wenn ich die Wahl habe – auch die Fähre. Und diese Fähre geht halt am weitesten nach Norden. Für die Fahrt haben wir uns von meinem Vater den Bulli geliehen, die Fahrräder und den Kinderhänger mitgenommen, all möglichen Krimskrams einpackt, den man evtl. gebrauchen könnte, eine Wasserkiste voll mit offenen Whiskyflaschen usw. und hatten noch so viel Platz im Bulli, dass wir das Gepäck noch ein zweites mal hätten einladen können (und dabei hatten wir den Kinderanhänger im Kofferraum noch nicht mal zusammengeklappt). Ein Raumwunder!

      Genug der DFDS und VW T5 Werbung…

      In Newcastle ging das Ausschiffen und die Grenzkontrolle sehr zügig. Und so entschieden wir uns nach Norden die A1 zu nehmen und einen kleinen Zwischenstopp auf Holy Island kurz vor der Berwick zu machen. Das passte gerade noch so mit der Ebbe. (Holy Island ist mit dem Festland durch eine Straße verbunden, die bei Flut überspült wird – An- und Abfahrt will also genau geplant sein, außer man möchte spontan dort fast einen ganzen Tag verbringen.) Das Lindisfarne Castle auf Holy Island ließ sich leider aufgrund von Bauarbeiten nicht besichtigen. Und so ging es nach kurzem Stopp weiter über Edinburgh und Glasgow nach Balloch. In Amsterdam hatte mich schon das Navi einmal falsch gelotst und in Glasgow wieder – ich war kurz davor, dass TomTom aus dem Fenster zu schmeißen! Schaltete es dann aber einfach aus und fuhr mit Karte und normalen Menschenverstand weiter. (Irgendwie spinnt das Teil oder hat Straßen/Kreuzungen falsch abgespeichert – auf dem Rückweg in den Niederlande wollte es uns an einer „Autobahngabelung“ weißmachen, dass es unsere Fahrtrichtung nach Amersfort links weggehen würde, tatsächlich war es lt. Autobahnbeschilderung rechts.)

      In Balloch kamen wir müde und recht kaputt an. Unser Sohn war platt, auf der Fähre hat er schlecht geschlafen, im Auto war das mit dem Mittagsschlaf auch so eine reduzierte Sache. Meine Frau war (ist) schwanger sowie dementsprechend nicht voll belastbar. Und mich strengte das Fahren ohne Beifahrer an (meine Frau saß zum Beilaunehalten unseres Sohnes hinten) – erst das in die irre führende Navi, dann Karte lesen und fahren und ab Edinburgh einsetzender Dauerregen, der bis auf wenigen Ausnahmen das Wetter der nächsten Woche bestimmte…

      Das Hotel entschädigte zum Glück. Es war zwar keine Offenbarung, aber für schottische Verhältnisse von preisgünstigen Hotels schon fast sehr gut. Wir hatten ein modernes, relativ neues und sehr geräumiges Zimmer. Das Abendessen war ordentlich und nicht teuer. Insgesamt war es sowieso nicht teuer (90 Pfund inkl. Frühstück… gut, das Frühstück war nicht der Hit, aber ich war morgens zumindest satt). Kann man meiner Meinung nach für Familien mit Kindern für eine Nacht absolut empfehlen! (Queen of the Loch, das schien eine Kette zu sein: queenofthelochpublochlomond.co.uk/) B&B mögen wir zwar lieber, aber gerade wenn man müde und kaputt ankommt, nicht genau weiß, wann man kommt, einen noch müderen und kaputteren Zweijährigen im Schlepptau hat, ist eine ständig besetzte Rezeption und ein Restaurant schon klar im Vorteil gegenüber einem B&B, wo man erst noch irgendwo zum Abendessen hin muss und hoffen muss, dass jemand gerade zuhause ist, wenn man zu früh oder spät kommt…

      Vor dem Abendessen gingen wir noch kurz in Balloch spazieren. Was wir die 20 Min. sahen, hat uns noch nicht so richtig überzeugt. Aber zum Glück kamen wir ja am Ende des Urlaubs noch einmal zum Loch Lomond und dieser Ort hatte somit seine zweite Chance.

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      Lindisfarne Castle, Holy Island, England

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    • Islay:

      Endlich ging es heute nun nach Islay. Ich glaube die letzten Wochen vor dem Urlaub nervte ich meine Frau ungemein, erzählte ununterbrochen, was man machen kann, zeigte ihr ständig Bilder und Bücher (Heinz Fesls „Islay Road Books“, das neue Buch von Konrad Borkowski „Whisky Island“) usw.. Sie war also bestimmt froh, dass wir da nun endlich hinfahren werden…

      Morgens starteten wir früh um acht, da wir die Mittagsfähre von Kennacraig nehmen und unterwegs noch Zeit für Stopps haben wollten. So führte uns der Weg entlang des Loch Lomond über den Rest and be thankful Pass nach Inveraray. Das Wetter war uns heute Morgen mal wieder nicht hold, wurde dann aber ab Mittag kontinuierlich besser. In Inveraray machten wir einen kleinen Stopp. Angenehm war, dass wir vor den Touristenhorden ankamen und das Städtchen förmlich noch schlief. Loch Fyne Whiskies öffnete gerade – ich fand aber nichts interessantes (entweder war das Angebot dort vor Jahren noch größer oder ich war früher durch weniger zu beeindrucken). Als wir Inveraray verliessen, kamen die Touristen aus allen Löchern gekrochen. Wahnsinn, was in dem Dorf eine halbe Stunde ausmachen kann. Weiter ging es mit einem Stopp in Tarbert (Loch Fyne), was uns wesentlich besser gefiel als Inveraray. Netter, kleiner Whiskyladen dort im an der Hafenstraße. Und dann zur Fähre nach Kennacraig.

      Die Fährfahrt verlief ruhig. Es war zwar sehr windig, aber von den Wellen her ruhig. Klaas war es draußen viel zu windig und so verbrachten wir die Fahrt bei Mittagessen auf dem innenliegenden „Panoramadeck“ vor dem Bordrestaurant. Einfach schön, nach 2007, 2010, 2011 und 2013 endlich wieder an Jura vorbeizufahren und Islay langsam aber sicher näher kommen zu sehen.

      Wir kamen in Port Askaig an, fuhren kurz zum Einkaufen nach Bowmore und von dort direkt weiter zu unserem schönen Cottage in Port Charlotte. Die sehr nette Besitzerin Lindy MacLellan schaute kurz vorbei, schenkte uns noch eine Flasche Wein – die ich aus Rücksicht meiner weinliebenden, zurzeit schwangeren Ehefrau im Urlaub nicht anrührte und den Weg mit Nachhause fand. Wir verbrachten den Abend mit auspacken und „ankommen“ und genossen den Ausblick - von unserem Schlafzimmer und Wohnzimmer hatten wir einen wunderschönen Blick auf Loch Indaal.

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      Rest and be thankful Pass

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      Rest and be thankful Pass

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      Inveraray


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      Inveraray

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      Tarbert, Loch Fyne

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      Kennacraig


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      Fährfahrt nach Islay

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      Fährfahrt nach Islay, Blick nach Jura

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      Fährfahrt nach Islay, Islay in Sicht

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      Hafen von Port Askaig

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      Bowmore
    • 1. Tag auf Islay

      Jetzt konnte der Urlaub endlich beginnen. Das Fahren und Reisen war zwar für mich schön, aber die restlichen zwei Drittel unserer kleinen Reisegruppe hat das ganz schön gestresst.

      Morgens ging es gemütlich zu Fuß nach Port Charlotte, um sich zu orientieren und ein Gefühl für den Ort zu bekommen. Ich war zwar schon mehrmals dort, für meine Frau war es aber die Islaypremiere. Das Wetter war heute Morgen recht vielversprechend – windig, leicht bedeckter Himmel und mal kein Regen. Wir nahmen also nur die Regenjacken mit – großer Fehler. Als wir auf der kleinen Hafenmole standen, überlegten wir, dass wir noch zum Leuchtturm gehen könnten. Und als wir dann dort waren, war ja Bruichladdich auch nicht mehr weit. Also mit Buggy (den Fahrradanhänger konnten wir auch als Buggy nutzen) zu Fuß nach Bruichladdich, kurzer Stopp in der Brennerei und zurück. Der Hinweg war noch schön, auf dem Rückweg öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Die Regenjacke hielt zwar oben trocken, aber binnen Sekunden waren die Hosen komplett durch. Zum Glück war der Buggy so gut wie 100% Regendicht. Das waren die ersten Anzeichen, was uns für ein Wetter die nächsten Tage bevorstehen wird. So schnell es ging, gingen wir dann zu Fuß nach Port Charlotte zurück.

      Meine Frau und mein Sohn machten Mittagsschlaf und ich nutzte derweil eine kurze, vermeintliche Regenpause, um mit dem Fahrrad zu Kilchoman zu fahren. Dort schaute ich mich ein wenig im Shop um und bestellte mir einen „Flight“ – aktueller 100% Islay, Vintage 2009 8yo, Distillery Only Cask Strength mit Rum Finish. Der neue Vintage überzeugte mich, evtl. kaufe ich mir den demnächst mal. Den Distillery Only fand ich lecker, aber auch nicht so lecker, dass ich mir ihn kaufen wollte. Und der 100% enttäuschte mich etwas – ich hatte beim Probieren irgendwie Assoziationen zu Spiritus. Als ich von Kilchoman zurückkam, verbrachten wir den Nachmittag mit Teetrinken und ich vornehmlich mit Whiskytrinken.

      Das mitgebrachte E-Bike zahlte sich richtig aus. In fast 30 Min. war ich von Port Charlotte und bei den kurzen, knackigen Steigungen mit dem Gegenwind wäre ich wahrscheinlich ohne E-Bike gar nicht Fahrrad gefahren – außer so Kurzstrecken nach Bruichladdich. Toll war auch an dem Fahrrad, dass ich auch mal mehr als einen Whisky in einer Brennerei trinken konnte.


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      Port Charlotte

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      Port Charlotte Leuchtturm und Loch Indaal

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      Port Charlotte mit der ehemaligen Loch Indaal Brennerei (heute u.a.Youth Hostel)

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      Port Charlotte

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      Bruichladdich

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      Bruichladdich

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      Bruichladdich

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      Bruichladdich

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    • Sehr schön, das ideale Anschlußlos, mal lesen können und nicht schreiben hat was.
      Ich freue mich auf weitere Detail von dir. :thumbsup:
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 2. Tag auf Islay

      Irgendwie war diesen Urlaub alles durcheinander. Klaas aß recht wenig, schlief noch weniger. Maike hat der letzte Tag ganz schön mitgenommen – schwanger und sackenass eine schottische Landstraße entlangzulaufen war nicht ihr bevorzugtes Urlaubsziel. Also planten wir unsere Aktivitäten etwas um.

      Da wir eh alle sehr früh morgens wach waren, fuhren wir heute um kurz nach 7 zu Finlaggan. Ein magischer Ort. Da ist Regen und Schittwetter irgendwie auch egal. Und der Vorteil, wenn man dann dann um kurz vor 8 ist, man hat diesen ohnehin nicht überlaufenen Ort komplett für sich alleine. Das war richtig schön, wir erkundeten die Ruinen, ließen alles auf uns wirken.

      Weiter ging es zur Islay Woolen Mill. Ein gefühltes Industriemuseum aus viktorianischer Zeit, das noch komplett arbeitet. Meine Frau war im Schlaraffenland (sie näht gerne). Zwei verschiedene Tweeds wurden ausgesucht, ich kaufte mir noch ein Oberhemd und für Klaas gab es ein Minischaf als Geschenk. Alle dort sehr, sehr nett. Absolute Qualität wird geboten und das zu fairen Preisen (der Stoff lag so pro Meter bei 42 -50 Pfund… meine Frau meinte, dass sie für ordentlichen Stoff zuhause, der maschinell und in Masse produziert wird auch mindestens die Hälfte oder annähernd viel bezahlt). Die haben z.B. für die Filme Rob Roy, Braveheart und u.a. Prince Charles schon Stoffe geliefert. Wer handarbeitsmäßig nicht so geschickt ist, kann natürlich auch fertige Kleidungsstücke dort kaufen. Die Islay-Brennereien haben natürlich ihren eigenen Islay-Woolen-Mill-Tartan. Von hier ging es weiter zum Islay Square – sehr individuelle Läden dort. Ich schaute in den Shop von Ardnahoe, bekam gleich einen Whisky in die Hand – Caol Ila 6yo morgens um 10.00 Uhr kann man mal trinken, ein paar Jahre mehr hätten ihm vielleicht noch besser getan, aber zu einem Weedram sage ich auch nicht nein. In dem Bildergeschäft schauten wir noch. Hier hätten wir unsere komplette Wohnung neu bebildern können. Das Portemonnaie bremste uns aber und so wanderte nur eine kleine Schieferntafel mit Islay und den Brennereien in unser Reisegepäck.

      Nun fuhren wir zu Kilchoman, um was zu Essen. Für mich gab es die leckere Cullen Skink (Fischsuppe) und für meine Frau Panini mit Gemüse – absolut lecker beides. Klaas war leider schon über den Punkt. Irgendwie war hier alles anders als zuhause und ich wollte immer noch ein i-Tüpfelchen draufsetzen. Weniger wäre an diesem Tag mehr gewesen und Kilchoman war wohl zu viel.

      Schnell fuhren wir nach Port Charlotte, in der Hoffnung, Klaas würde noch Mittagsschlaf machen. Meine Frau brauchte ihn aufgrund der Schwangerschaft auch… Im guten Glauben, alle würden schlafen, fuhr ich in der „Mittagspause“ dann nach Bowmore, um mir eine Flasche vom Fass zu zapfen (sehr leckerer 11-jähriger mit Vollzeit-Weinfasslagerung), in der Bar noch einen Whisky zu trinken und mir hinterher beim Schlachter ein paar Steaks zu kaufen (meine Frau ernährte sich diesen Urlaub so gut wie vegetarisch – eine Schwangerschaft treibt schon so manche blüten). Als ich nachhause kam, waren beide total fertig. Keiner hat geschlafen… puh, die nächsten Tage wohl wirklich noch weniger Programm möglichst. Ich schnappte mir Klaas, so dass sich meine Frau zumindest etwas ausruhen konnte, und fuhr mit ihm zur Kilchiaran Bay und zur gleichnamigen Chapel. Klaas schlief ja nicht nur, sondern wollte dann in dieser eigentlichen Schlafenzeit auch noch rund um die bespasst werden… Hier erlebten wir noch ein kleines, ungeplantes Abenteuer. Die Chapel befindet sich auf einer Kuhwiese. Weit und breit waren keine Kühe zu sehen, also gingen wir beide zur Chapel, um diese zu erforschen. Nun ja, währenddessen trieb der Landwirt auf der Straße mit seinem Trecker ca. 40 Kühe und Kälber entlang. Dieses veranlasste die sich doch auf der Kuhwiese befindenen Kühe an der Chapel in unsere Richtung schnell zu bewegen, weil sie denen folgen wollten (was nicht ging, weil da ja eine Mauer mit Tor zwischen war). Wir sind schnell in die Kirchruine, die man zum Glück mit einem Tor absperren konnte und schauten uns das Spektakel an. Irgendwie habe ich ja Respekt vor Kühen und mit Zweijährigen auf dem Arm erst recht. Danach ging es auf direkten Weg zum schönen Spielplatz von Port Charlotte (am Campingplatz), wo wir bei schönstem Dauerregen fast eine ganze Stunde spielten. Irgendwie musste das Kind ja bei Laune behalten werden.

      Der Abend klang wieder mit Whisky & Co. im Cottage aus. Whisky nach Islay bringen ist ja wie Eulen nach Athen tragen… aber als Familie kann man ja schlecht jeden Abend gemütlich in den Pub gehen und einen Whisky trinken. Also entschied ich mich für die „Eulen nach Athen“-Variante. Schonte natürlich auch den Geldbeutel. Das Wetter war heute den ganzen Tag übrigens absolut bescheiden und regnete ununterbrochen.

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      Finlaggan

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      Finlaggan

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      Finlaggan

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      Finlaggan

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      Islay Woolen Mill

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      Islay Woolen Mill

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      Islay Woolen Mill

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      Bowmore

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      Bowmore

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      Kilchiaran Bay

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      Kilchiaran Chapel

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      Kilchiaran Chapel

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      Kilchiaran Chapel (selbst in der windgeschützten Ruine war es so windig, dass Klaas‘ Schal flog)

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      Kilchiaran Chapel („Almabtrieb“)
    • 3. Tag auf Islay

      Heute war MEIN Tag. Vorab haben wir ausgemacht (vielmehr ich habe das ausgemacht…), dass ich eine Brennerei besichtige. Nach viel Verhandeln fuhr mich Maike sogar. (Sie ist noch nie im Linksverkehr gefahren und hat da irgendwie starken Respekt vor.) Gut, dafür dass es „Mein-Tag“ war, ich EINE Brennerei besichtigen wollte, war der Urlaub schon stark „whiskylastig“ bisher… sollte ich nächstes mal evtl. etwas am familienorientierteren Feintuning arbeiten. Ausgesucht habe ich mir Bunnhabhain dort und entschied mich für das Warehouse Nr. 9 Tasting – zwar keine Tour, aber Touren habe ich die letzten 11 Jahre schon genug mitgemacht. „Netterweise“ für meine Frau entschied ich mich für die am schlechtesten zu erreichende Brennerei auf Islay – so als Linksverkehr-Newbee gerade das, was man als erstes fahren möchte: die Strecke nach Bunnahabhain. OK, hier muss ich nächstes Mal das Feintuning auch optimieren.

      Morgens waren wir mal wieder vor dem Wecker wach, der ohnehin nicht gestellt war. Spontan entschieden wir morgens an diesem „angebrochen“ Tag mal nach Port Ellen zu fahren. Das Tasting war erst am frühen Nachmittag. In Port Ellen wusste ich gleich, wie wir Klaas für uns gewinnen können: Carraigh Fhada Leuchtturm und der Hafen. Unser großer Leuchtturm-, Boot- und Baggerfan war vollauf zufrieden. Und als wir dann am Leuchtturm stehend einen kleinen Stückgutfrachter in den Hafen einfahren sehen haben und sich dieser eine halbe Stunde später im Hafen als Stückgutfrachter mit Bagger obendrauf zum Holzstapeln, kam der kleine Mann dann aus dem Staunen nicht mehr raus und wollte am liebsten am Hafen überwintern. (Rudi, falls ihr für einen nächsten Törn einen Matrosen braucht… ich glaube, Klaas meldet sich freiweilig. Das war übrigens der 8.9., lagt ihr da noch in Port Ellen vor Anker? Das deutsche Segelschulschiff habe ich aufgrund der Fahne erkannt und ist mir in Erinnerung geblieben. Von euch wusste ich ja zu dem Zeitpunkt leider nicht.)

      Beim kleinen Mann wurden die Augen wieder müder und wir fuhren schnell nach Port Charlotte, um Mittag zu Essen, mir eine Grundlage zu verschaffen und den Tag nicht wieder aus dem Ruder laufen zu lassen wie die letzten – so ohne richtige Mittagspause für die restlichen zwei Drittel unserer Reisegesellschaft.

      Nach dem Mittag ging es zu Bunnahabhain. Was ich übrigens auch bei meiner Planung vergaß: Bunnahabhain hat außer der Brennerei ja mal überhaupt gar nichts. Nicht mal ein Café. Genialer Ort, um auf während des Tastings zu warten. Und im Warehouse roch es meiner Frau zu sehr nach Alkohol. Ich habe schon eine tolle Frau, die diese ganze Sche**e mitmacht… Optimalerweise schüttete es auch mal wieder zur Abwechselung aus Eimern, so dass die beiden noch nicht mal am Strand spielen konnten.

      Das Tasting war super. Wir waren nur zu dritt, wobei sich die anderen zwei verspäteten und der Tastingleiter (Name leider vergessen, aber ein richtiges Original) zeigte mir spontan vorher noch ein bißchen die Brennerei und ich konnte die Fragen stellen, die ich wollte und musste dafür keine Tour buchen. Beim Tasting selbst gab es vier Whiskys. Drei Fassproben (Bourbon, Sherry Manzanilla und Sherry PX Finish mit Rauch) sowie den Feis Ile 2017 (den normalalten und nicht den alten). Ich zapfte mir hinterher noch je einen Sherry Manzanilla und ein Sherry PX vom Fass ab. Damit das ganze nicht noch länger dauerte, kaufte ich mir die zweite Flasche jeweils schon fertigabgefüllt im Shop. Bunnahabhain und speziell dieses Tasting kann ich jedem nur ans Herz legen. Der Ort, also die leerstehenden Häuser der ehemaligen Brennereiarbeiter, wird demnächst auch renoviert. Die Abfüllanlage nach oben im Ort verlegt, vernünftige Parkplätze für Besucher geschaffen usw.. Gut angeschwippst ging es dann wieder als Beifahrer zurück nach Port Charlotte. Meine Frau hat das Fahren so gut und souverän gemacht – die könnte das in Schottland glatt öfter machen… Zuhause ist es sie es ja ohnehin schon gewöhnt auf engen Straßen (wir wohnen sehr abgelegen von Pyrmont) mit großen Autos (teils mit Pferdehänger) zu fahren.

      Toller Tag heute, tolle Frau!

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      Carraig Fhada

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      Warhouses Port Ellen (da führt die offzielle Straße durch)

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      die wahrscheinlich meistfotografierteste Kreuzung Islays

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      Hafen von Port Ellen

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      Baustelle von Ardnahoe (auf dem Weg zu Bunnahabhain)

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      nur noch eine Meile

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      Bunnahabhain

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      Bunnahabhain

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      Bunnahabhain

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      Bunnahabhain

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      Bunnahabhain

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      Bunnahabhain

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      Bunnahabhain

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      Bunnahabhain
    • Liest sich gut dein Bericht. :top: :top: :top:
      Respekt und Anerkennung für deine Familie, das beide so stark mitgezogen haben.

      Ich denke die Unruhe in Sachen Schlafenszeiten wird die Stunde Zeitverschiebung ausmachen.
      Bei uns ist eine Stunde hin oder her nach dem dritten Dram so ziemlich egal.

      Wir am 7.9. von Port Ellen weg. Brauchen uns über die verpasste Gelegenheit also nicht ärgern.
      Wobei der Klass hätte sicher seine Freude dran gehabt.

      Und ich merk mir dein Ansinnen in Bezug auf Klass.
      Wir haben gute Erfahrungen in der Ausbildung von Schiffsjungen (14 Jahre), so gut das Sie mit 18 Jahren wieder mitgekommen sind und sich mit 21 wieder angemeldet haben. :D

      Kilchiaran Chapel… ist mir all die Jahre irgendwie durchgerutscht.
      Danke! Was gelernt und auf die ToDo-Liste gesetzt.

      In freudiger Erwartung auf deine Fortsetzungen.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • 4. Tag auf Islay

      So langsam pendelten wir uns auf ein gesundes Maß an Aktivitäten ein. Das wäre auch nicht mehr lange gut gegangen, wenn es wie die ersten Tage weitergegangen wäre. Meine Frau ging ziemlich auf dem Zahnfleisch, die Nerven lagen blank und am liebsten wäre sie nachhause gefahren. Es kam einfach alles zusammen: Klaas schlief und aß richtig schlecht, richtige Ruhepausen hatte sie nicht, das Programm war anfangs insgesamt zu viel, dann noch der Streß mit zwei Tagen Anreise, obendrauf noch schwanger und dann absolutes Schittwetter… zum Glück waren alle gesund, das hätte noch gefehlt. Und zum Glück hatten wir bei unserem ersten Schottlandfamilienurlaub letztes Jahr wesentlich besseres Wetter. Sie sagte ehrlich, wenn das Wetter letztes Jahr so wie dieses gewesen wäre, wäre sie nicht mitgekommen. Sie ist absolut kein Schönwetterfan, Reisen in den Süden sind ihr fremd, aber das war echt schon richtig schlecht an Wetter…

      Wo wir beim Wetter sind. Heute mal wieder: blauer Himmel, Sonnenschein, 20°C… wahrscheinlich irgendwo im Mittelmeer, aber auf jeden Fall nicht auf Islay. Starkregen mit ganz kurzen Regenaussetzern bestimmte den Vormittag. Ich meine sogar, dass ich mal was blaues am Himmel gesehen habe. Kann aber auch eine Wolke gewesen sein. Wir entschieden uns heute den Tag ruhig angehen zu lassen und mal nach Portnahaven zu fahren. Mit den Seehunden in dem Naturhafen hatten wir Klaas wieder klar im Boot. Selbige gab es auch ein paar und mit dem Leuchtturm war seine Welt in Ordnung. Da störte es den feinen, kleinen Herrn auch nicht, dass wir mal wieder durch Dauerregen geduscht wurden. Bedingt durch das Wetter sahen wir natürlich die Seehunde nicht in voller Pracht sich sonnend auf den Felsen, aber die immer wieder aus dem Wasser herauslukenden Köpfe waren auch schön anzusehen. Der Pub hatte leider noch zu, so fuhren wir nach kurzem Aufenthalt wieder weiter.

      Hin ging es über die „Hauptstraße“ entlang des Loch Indaal. Zurück über die Nebenstraße teils am Atlantik lang. Hier sind zwei sehr schöne Shops besonders zu erwähnen:
      Einmal so ca. 1-2 km nach dem Ortsausgang von Portnahaven ein kleiner Container (versteckt neben dem Haus liegend), auch wenn es geschlossen aussieht, einfach mal anhalten, es kommt sehr schnell jemand aus dem Wohnhaus (zumindest bei uns). Sehr schöne, individuelle Auswahl an selbstgebastelten, teils an den Stränden gefundenen Sachen.

      Und dann Tomisdale Crafts (ca. 1-2 km vor Kilchiaran Bay linker Hand, ca. 500-1000m von der Straße entfernt). Die Dame spinnt ihre Wolle komplett selbst, verkauft selbstgestrickte Sachen daraus, natürlich auch Wolle als Ballen und allerlei Schnickschnack.

      Sehr urig beide Läden. Dagegen ist selbst das individuelle Angebot des Roy C & E in Bowmore an der Kreuzung fast schon Nippes. Generell finde ich, dass es auf Islay sehr viele, sehr individuelle Urlaubsmitbringsel gibt – im Vgl. zu den touristischen Regionen auf dem Mainland.

      Das Wetter hatte sich um Mittag glücklicherweise gebessert und in der Pause von Maike und Klaas sattelte ich mal wieder mein Fahrrad, fuhr zu Bruichladdich. Dort machte ich die Standardtour mit (letztes mal war ich da 2007, trotz des Besitzerwechsels hat sich nicht viel geändert… wenn man mal von der großen Gin-Brennblase und der Botanist-Verkaufsecke im Shop absieht). Die Tour war wieder toll. Vorher füllte ich mir schon ein Valnich des Port Charlotte ab. Ein 10yo in CS aus einem Banyul Cask - irgendein Weinfass, kannte ich bisher noch nicht. Auf jeden Fall war er sehr lecker und das zweite Fass mit Bruichladdich war gerade leer.

      Am Nachmittag versuchten wir noch eine kleine Fahrradtour als Familie mit Kinderhänger, aber irgendwie hatte Klaas was dagegen. Erst fuhren wir nach Bruichladdich, aber er zeterte so lange im Hänger, dass wir auf halber Strecke umdrehten. Dann ging es wieder und wir fuhren die bis kurz vor Nerabus. Die Zeit wurde leider spät und wir kehrten wieder um. Der Rückweg war noch lustig, da wir ständig in Passingplaces einer großen Hochzeitsgeselllschaft ausweichen mussten, die auf dem Weg nach Portnahaven waren. Auf dem Rückweg von Bruichladdich hatte ich sie schon aus der Kirche kommen sehen, dann ging es wohl zu Port Mòr zum Kaffee und danach setzte sich eine Blechlawine Richtung Portnahaven in Bewegung (mit gemieteten Bus usw.).

      Der Tag heute war endlich nicht mehr so streßig und wie eingangs schon beschrieben fanden wir nun auch ein gesundes Maß an Aktivitäten.

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      Strecke von Port Charlotte nach Portnahaven

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      Portnahaven

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      der kleine Mann und das große Meer

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      Portnahaven

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      Blick auf Loch Indaal (von Kilchiaran Bay kommend, kurz vor Port Charlotte)

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      Bruichladdich

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      Bruichladdich

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      Bruichladdich, immer noch wie 2007 kein Computer

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      Bruichladdich

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      Bruichladdich

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      Bruichladdich – vor fast genau 10 Jahren habe ich die Brennerei besichtigt, zu der Zeit wurde Port Charlotte gebrannt, dieses Fass wurde 2 Wochen nach meinem damaligen Aufenthalt gefüllt… wenn ich etwas Zeit gehabt hätte, hätte ich wahrscheinlich noch ein Fass von dem Tag in 2007 gefunden in dem Warehouse

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      Bruichladdich

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      der Blick von unserem Cottage auf Loch Indaal
    • 5. Tag auf Islay



      Irgendwie komisch. Morgens hatten wir immer totale Wolkenbrüche mit Weltuntergang usw. und gegen Mittag/Nachmittag wechselte das Wetter auf zumindest durchwachsen mit nur noch vereinzelten sinnflutartigen Regenschauern. Heute also auch.

      Das Wetter war richtig mies und so fuhren wir erstmal nach Sanaigmore. Die hätten da Ponyridding gehabt. (Meine Frau ist begeisterte Reiterin, aber schwanger will sie nicht reiten und auf einem fremden Pferd dann schonmal gar nicht.) Als wir dann dort waren, hat es so aus Kübeln geschüttet, dass wir nicht mal ausgestiegen sind, Besserung war auch nicht in Sicht. Klaas ist im Auto gleich eingepennt… was machen wir jetzt? Erstmal sind wir eine Runde um das Loch Gorm gefahren, zur Kilchoman Church hoch – immer noch sinnflutartige Regenfälle, wieder nicht ausgestiegen. Dann haben wir spontan überlegt, die Schlafenzeit von Klaas im Auto zu nutzen und zum Kildalton Cross zu fahren – wahrscheinlich auch so streckenmäßig eine der längsten Verbindung auf Islay: Kilchoman nach Kildalton…

      Und an der Südküste soll es ja auch vereinzelt Brennereien geben oder gegeben haben. Feuer frei zum Kildalton Cross… also wir fuhren natürlich so langsam und behutsam wie möglich – unter Berücksichtigung des hinter uns fahrenden Verkehrs und diesen überholen zu lassen, damit der Kurze so lange wie möglich schlief. Ganz hat es nicht geklappt, aber passte schon. Am Kildalton Cross hatten wir Glück und der Regen setzte für ein paar Minuten kurz aus. Schade, denn hier wären wir gerne länger geblieben, aber bei dem heutigen Starkregen wollten wir so kurz wie möglich nur draußen bleiben. Kuchen gab es wieder an der Bank zu kaufen und so krümmelten Klaas und ich den Bulli auf dem Weg nach Ardbeg voll. Hier machten wir viele Fotos und aßen im Kiln Café – lecker und klasse wie immer. Weiter ging es zu Lagavulin, Maike und Klaas wollten im Auto warten und ging kurz rein, um mich nach den Jazz Festival für 2017 zu erkunden. Den gab es erst in fünf Tagen – perfekt, ein Grund noch mal in diesem Urlaub hinzufahren! – und man gab mir derweil einen Jazz Festival 2016 ins Glas, den ich mir auch kaufte.

      Etwas müde schon kamen wir dann bei Laphroaig an – Pacht eintreiben und so. Auf die Begehung uns Ländereien verzichteten wir aufgrund der vom Himmel stattfindenden Sinnflut und der Überflutung des Areals und stöberten etwas im Shop. Klaas wurde mit Schottland- und Deutschlandfahne ausgestattet. Und hier geschah ein Wunder! Die sehr nette, junge Verkäuferin schaffte es meine Frau umzustimmen, eine Brennerei zu besichtigen mit dem engelsgleich vorgetragenen Satz: „Möchten Sie eine Tour machen, Kinder sind auch kostenlos!“ Mich brauchte man nicht fragen und so begann für Klaas und Maike fünf Minuten später ihre erste Brennereitour. Die meiste Zeit hatte ich Klaas auf dem Arm und aus ihm kam hauptsächlich an Worten: „Brennblase, Whiskyfass, Whisky, Brennblase, Whiskyfass… usw.“. im Dauerschwall. Die Tour war klasse. Vor allem war es für mich auch Neuland, denn bei Laphroaig hatte ich nur 2010 mal die Peat & Cut-Tour gemacht und 2013 die Distillers Wares. Die Drams am Ende nahmen wir uns als Samples mit. Ich wollte mein Glück nicht riskieren, denn der Dram zuvor bei Lagavulin war schon recht großzügig – da noch ein Whisky drauf wäre definitiv zu viel gewesen. Klaas fand die Tour übrigens super, wollte hinterher eine Brennblase haben und spielte arbeiten bei Laphroaig – im Bulli meinte er dann noch, dass er jetzt Feierabend hätte…

      Abends klatschte ich noch an Samples, was ich mithatte – zwei Ardbegs aus den 70igern sowie den 21yo FoL, 23yo für Dtl. und den Rest eines älteren Batch irgendwas von Laphroaig. Ein schöner, gelungener Tag heute.

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      Kilchoman Mähdrescher

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      Kildalton Cross

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      Kildalton Cross

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      Ardbeg

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      Ardbeg

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      Lagavulin

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      Laphroaig

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      Laphroaig

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      Laphroaig

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      Laphroaig

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      Laphroaig

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      abendliches Sampleklatschen mit Ausblick
    • Hannes super Bericht mit tollen Bildern, einfach eine runde Sache. Herzlichen Dank dafür und Euch alles Gute und noch viele schöne Urlaube. :top: :top: :top: :top: :top:
      Grüße

      Heinz

      "Wenn Dir eine Taube auf den Kopf sch**** dann freu Dich, dass Kühe nicht fliegen können."
      "Ohne Gaudi is ois nix!" (Fredl Fesl)
    • 6. Tag auf Islay

      Das liest sich ja alles, als ob es nur Whisky gegeben hätte. Bei Ardbeg gab es für die Lady natürlich auch gestern eine Tasche. Und mit Klaas ging es zwischendurch immer zum Spielplatz. Ursprünglich wollten wir auch an die Strände zum Burgenbauen usw. … da machte bisher nur das Wetter – inbesondere der Wind – ein Strich durch die Rechnung.

      Heute war es morgens endlich mal nicht am Regnen und nur sehr stark windig. Also fuhren wir heute mal zum Loch Gruinart zum Ardnave Point. Wieder mal so eine grandiose Idee von mir... wenn es in Port Charlotte noch nicht windig genug ist, fahren wir halt zum Ardnave Point, da konnten wir nicht mal zeitgleich mehr als eine Autotür öffnen, weil sonst innerhalb kürzester Zeit der Inhalt unseres Wagens sich im Loch Gruinart befanden hätte.
      Egal, wir gingen trotzdem los. Einer hielt den Buggy fest, damit der nicht durch den Wind wegrollte und der andere bugsierte Klaas hinein. Der war zufrieden und es fegte uns ordentlich um die Ohren. Sehr weit sind wir dann nicht gekommen, weil irgendwann auf dem Weg eine ganze Kuhherde stand. Meine Frau meinte, dass da Jungbullen dabei gewesen wären und wir kehrten wieder um. Wahrscheinlich auch besser so, denn wo wir bisher waren, war es immer noch etwas windgeschützt, am Ardnave Point wäre es wahrscheinlich heute richtig heftig gewesen. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Stopp an dem Info Centre des RSPB am Loch Gruinart.

      Ingesamt ließen wir den Tag ruhig und whiskylos (also brennereitechnisch) angehen – für mich gab es einen Mittagsdram, Nachmittagsdram und die obligatorischen Abenddrams. Ich habe auch knallhart durchgezogen, dass es auf Islay nur Islay-Whiskys gab und alles was ich mitbrachte, war am Ende auch alle...

      In der Mittagspause fuhr ich nach Bowmore zum Einkaufen. Danach ging es mit einem kleinen Umweg über die „Glenroad“ nach Ballygrant und weiter nach Caol Ila. Boah, das ist wirklich mal eine Holperstrecke. In Caol Ila machte ich nur einen Fotostopp. Die Zeit war schon etwas knapp und so schenkte ich mir den Gang durch den Shop. Ich wollte nämlich noch kurz bei der Pottery der Persabus Farm vorbeischauen. Hier erwarb ich einen urigen Wasserkrug mit dem alten Islaywappen, kaufte für uns alle Kuchen (die haben auch einen Tearoom mit lecker Selbstgebackenen) und fuhr wieder zurück nach Port Charlotte. Der Rest unserer Familie wachte langsam auf, wir aßen Kuchen, tranken Kaffee und entschieden, den Rest Tages ruhig anzugehen. Es ging zum Spielplatz, danach zum sehr interessanten Islay Museum of Life (absolute Empfehlung! Ich habe den fünften Anlauf auf Islay gebraucht, um da endlich mal reinzukommen). Und noch in die Ausstellung des Islay National History Trust (beim Youth Hostel in der ehemaligen Loch Indaal Brennerei) – ebenfalls sehr interessant und gerade für Kinder toll.

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      auf dem Weg zum Ardnave Point

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      Loch Gruinart

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      „Glen Road“ nach Ballygrant

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      Caol Ila

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      Caol Ila

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      Port Charlotte

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      Port Charlotte

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      Islay Museum of Life

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      Islay Museum of Life (originale, illegale Brennblase)

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      Islay Museum of Life

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      Islay Museum of Life
    • Mensch Hannes, gib uns doch mal ein wenig Luft das alles zu lesen ;)

      Schön, dass ihr trotz des Wetters immer wieder was gefunden habt, was euch allen gefallen hat. Das hätte ich von Islay so nicht erwartet... muss mal mit meiner Frau reden...
      Whisky-Journal - von, über und wegen Whisky

      Suche:
      - SMWS 38.xxx (Caperdonich)
      - Caperdonich 24yo Whiskykanzler Uncollectable Collection
    • 7. Tag auf Islay

      Heute ließen wir es noch ruhiger angehen. Schön, wenn man so viele Tage auf Islay hat, einfach mal nur ein, zwei Dinge machen kann und nicht „getrieben“ über diese wunderschöne Insel jagen muss, um ja kein Highlight und keine Brennerei zu verpassen.

      Der Weg führte uns von Port Charlotte Richtung Bowmore. Auf halber Strecke stoppten wir am Loch Indaal, um ausgiebig Muscheln zu sammeln. Klaas verstand unter Muschelnsammeln: eine habe ich in der Hand, den Rest können Mami und Papi sammeln. Zwei Tüten und ein kleiner Eimer sind es geworden. Weiter ging es nach Bowmore, hier gingen wir ein bißchen einkaufen und bummeln. Zum Mittag waren wir wieder zeitig zuhause. Maike war nun endlich auch auf dem „Brennereitrip“ und willigte ein, wenn bei Kilchoman Kinder die Tour mitmachen dürfen, machen wir dort morgen eine Tour. Gesagt, getan. Ich nutzte die Mittagspause, um bei Kilchoman anzuhorchen, bekam positives Echo und buchte uns gleich die erste Tour um 9.45 am folgenden Tag. Das Wetter war um die Mittagszeit mal ausnahmsweise schön und ich fuhr noch für einen kurzen Spaziergang zur Machir Bay.

      Zuhause angekommen, überredete ich Maike, dass wir nachmittags nochmal zu Machir Bay fahren sollten, da das Wetter da so schön war und die Bucht ja überhaupt eine von Islays Schönsten ist... naja, schön war sie immer noch, das Wetter war nur leider wieder der altbekannte Dauerregen. Also stiegen wir in volle Regenkluft, verfrachteten Klaas in den Buggy und gingen bei geöffneten Himmelsschleusen am Machir Bay spazieren – es war trotzdem schön! Auf dem Weg hielten wir noch kurz beim Kunsthandwerkermarkt in Bruichladdich an. Sehr individuell, sehr schön. Endlich traf ich Konrad Borkorwski persönlich - das ist der mit dem Fotos zum Buch "Whisky Island" und dem Buch über "Jura" - wer das Buch über Islay nicht kennte und Islayfan ist: kaufen (kann man blind kaufen). Der Rest des Tages war wieder Spielplatz, Abenddrams usw. usf.. Endlich hatten wir „unser Islayreisetempo“ gefunden.


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      Loch Indaal

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      Bowmore

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      Bowmore

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      Bowmore

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      Blick von Bowmore nach Port Charlotte

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      Kilchoman

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      die Felder der Rockside Farm

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      Machir Bay

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      Machir Bay

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      Machir Bay

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eggi ()

    • Ja, die Insel der Träume. Es weckt genau die Erinnerungen, die das Leben so lebenswert machen.
      Eine Familie zu haben, die das mitmacht ist ebenso ein Traum. Wenn das Projekt "Whiskyrentner 2018" läuft, werde ich im Kanzlerbus mit Frau und Hund wieder die Insel heimsuchen und Freunde besuchen.
      Schön das alles zu lesen Eggi. Wenn wir uns mal auf der Insel über den Weg laufen, erkläre ich gerne dem Kurzen gerne mal, dass sein Papa gerne Baumstämme anzündet...
      Selbst an guten Tagen bin ich nur durchschnittlich...
      ROT ist BLAU
      und Ironie ist normal
    • 8. Tag auf Islay

      Heute war nun Maikes „Brennereitag“. Sie ist zwar kein Whiskyfan und schon gar nicht Nerd, aber zu einem Kilchoman sagt sie nicht nein und man kann schon sagen, dass es ihre Lieblingsbrennerei ist. Nur blöd, dass sie schwanger war und nichts trinken durfte.

      Morgens machten wir uns also auf zu Kilchoman. Fünf Minuten vor der Tour waren wir die einzigen Besucher im Visitor Centre und ich hatte schon ein gutes Gefühl, dass wir heute eine „Privattour“ bekommen werden. Und dieses bestätigte sich. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Durch die Brennerei führte uns ein sehr nettes, junges Mädel, das Ahnung von der Materie hatte, keine standardisierten Antworten gab und durchaus zu Themen auch ihre eigene Meinung hatte. Sehr schön. Die Brennerei ist ja in ihrer Kleinheit einfach wunderschön. Im Moment wird zwar ein neuer Malzboden und Kiln gebaut sowie das Visitor Centre muss ausweichen, aber trotzdem scheint alles noch individuell und schön zu bleiben. Man steigert sich auch nur auf max. 400.000 Liter, sagte man mir. Highlight war für mich, dass das nette Mädel am Ende der Tour extra noch einen Mitarbeiter nach ein paar Stücken Torf für meine Whiskybar gefragt hat und dieses mir brachte (während der Tour war sie nicht sicher, ob das gehen dürfte und bat mich, es am Ende zu machen). Am Ende der Tour aßen wir noch etwas im Café und fuhren wieder zurück nach Port Charlotte.

      In der „Mittagspause“ unternahm ich eine kleine Fahrtour zum Nerabus Friedhof. (Ein sehr schöner, kleiner Friedhof zwischen Port Charlotte und Portnahaven.) Maike rief mich unterwegs an, ob ich nachhause kommen könnte... Klaas würde mal wieder den Mittagsschlaf ausfallen lassen und sie sei müde. Also schnappte ich mir Klaas, fuhr mit ihm im Auto nach Portnahaven und wir machten erstmal einen schönen, kleinen Spaziergang in Portnahaven sowie Port Wemyss, tranken ein Pint im Pub von Portnahaven – also er einen Apfelsaft. Danach ging es wieder nach Port Charlotte und der Spielplatz wurde von uns geentert. Irgendwann stoß auch wieder Maike zu uns und wir gingen noch in Port Charlotte spazieren, sammelten Muscheln am Strand an der Hafenmole und waren über das mittlerweile schöne Wetter froh.

      Maike meinte schon die ganzen Tage, wenn ich mal abends auf ein Bier ins Pub will, soll ich das ruhig machen. Heute ging ich also für eine Stunde in das Port Charlotte Hotel. Passenderweise war Live Musik. Nach zwei Pint und einem Dram ging ich abends glücklich und zufrieden wieder in unser Cottage.

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      Kilchoman und Rockside Farm

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      Brennerei Nr. 2 für unsere beiden

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      Nerabus

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      Nerabus

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      Nerabus

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      Portnahaven mal bei schönem Wetter

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      Port Weymss

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      Port Weymss

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      Straße von Portnahaven nach Port Charlotte

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      Fußballplatz in Port Charlotte

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      Port Charlotte Hotel