Irr(e)wege - Eine Radreise durch Schottland

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    • OdinNord schrieb:

      Ich könnte es spoilern.....ich weiß es....ich weiß es wirklich....
      Na super. Da freue ich mich für dich.

      Aber wenn du es nicht sagen willst ... pffff ... interessiert mich eh nicht. Gar nicht. Überhaupt nicht.

      Völlig uninteressierte Grüße
      Karl
      Ehret die Blends! Ohne sie hätten wir keine Single Malts!
    • Huch, wir haben schon Dienstag. Die Zeit rennt, obwohl sie gefühlt in Zeitlupe vergeht...das muss an der Insel liegen.

      Das Frühstück im Ballygrant Inn ist solide gut, und schon jetzt ist blauer Himmel zu sehen. Scheppy möchte zu Fuß in die Natur, Bene überlegt noch was er machen möchte, und ich überlege was ich heute in welcher Reihenfolge machen werde. Relativ schnell entscheide ich mich dazu erstmal Kacken zu gehen ;)
      Danach liege ich noch ein paar Minuten auf dem Bett, und surfe via Handy im Internet.
      Was muss ich da lesen ? Sebastian Jäger ist momentan auch auf Islay. Ihr kennt Sebastian nicht ? Ich auch nicht :D Also zumindest kenne ich Sebastian noch nicht persönlich.
      Er leitet eine FB Gruppe für Flaschenteilungen von Raritäten, und wir überlegen schon seit geraumer Zeit wann und wo man sich mal persönlich treffen könnte.
      Ein paar Minuten später steht fest - 11:00 Uhr bei Bunnahabhain. Warum auch irgendwo in Deutschland auf‘n Dram treffen, wenn man sich auch bei Bunnahabhain treffen kann.
      Bene entschließt sich mich nach Bunnahabhain zu begleiten, und wir beide werden mit herrlichem Wetter und dieser wunderbaren Straße zu Brennerei belohnt. Herbstliche Farben um uns herum, das blaue Meer und der fantastische Blick über Islay und hinüber zu Jura. Mehrfach halten wir einfach an und lassen staunend den Blick schweifen. Wir kommen bei Bunnahabhain an, und ich bin aufrichtig froh, dass ich Bunnahabhain noch vor der massiven Modernisierung zu sehen bekommen.
      Das Visitorcenter ist umgezogen. Es befindet sich jetzt im Gebäude direkt am Pier. Insgesamt wirkt es etwas lieblos eingerichtet, aber nun gut...passt ja zum Rest der Brennerei. Was im übrigen nicht bedeuten soll, dass Bunnahabhain seelenlos ist...im Gegenteil. Man legt nur einfach weniger Wert auf den schönen Schein nach Außen...und ich muss wieder an den Ruhrpott denken.
      Das Mädel im Visitorcenter ist recht lustlos, lässt Basti und mich aber bereitwillig durch die Range an Only at the Distillery Sachen probieren. Drei der insgesamt Vier kleinen 200 ml Flaschen finden ihren Weg in meinen Besitz.
      Es gibt auch noch was vom Feis Ile Bottling - ein knapp 20yo aus Bourbonfässern für 250 £ - No thanks. Generell scheint man da wohl eine preisliche Schmerzgrenze überschritten zu haben, denn in den Regalen stehen davon gut 20 Flaschen. Hinter einer offen stehenden Tür sehe ich weitere Kartons mit dem Bottling. Insgesamt mindestens gut 100 Flaschen...das ist bei den Bottlings zum Festival im Mai auch nicht so oft, dass so viel übrig bleibt.
      Bene verbringt die Zeit draußen mit Fotografieren....weil er mag ja keine torfigen Whiskys :D
      Ich rufe ihn herein, und siehe da....Bunnahabhain liegt ihm schon eher.
      Ich verabschiede mich von Sebastian und seiner Frau, samt Baby, und wir fahren los. Familie Jäger zügig mit dem Auto, wir etwas gemächlicher mit den Fahrrädern. Kurz vor der Abfahrt drückt mir Basti noch ein Kilchoman Privat Cask Sample in die Hand...das kann ich gleich noch gut gebrauchen.

      Auf dem Rückweg kommen wir an der Abzweigung zum Finlaggan vorbei, und ich dirigiere uns in eben diese Richtung. Sowohl für Auto- als auch für Radfahrer eine Straße mit zweifelhaftem Fahrspaß.
      Wir parken unsere Fahrräder vor der kleinen Infohütte, und gehen hinein. Etwas umschauen, und Infotafeln lesen....und während sich Bene einen Kaffee gönnt, verlasse ich die Hütte und begebe mich in Richtung des eigentlichen Sees, samt den Ruinen.
      Ein wirklich magischer Ort, von dem ich im Vorfeld schon hörte und las. Während ich im Sonnenschein die Infotafeln zu den verfallenen Gebäuden abschreite, stelle ich fest, dass ich alleine bin. Kein anderer Tourist, nur ich dieser geschichtsträchtige Ort, der blaue Himmel, und die Sonne.
      Ich mache es mir an einer Steinwand mit Blick auf den See gemütlich, und während mich ein leichter Wind umweht, öffne ich das 10 cl Sample von Sebastian und nehmen einen Schluck aus der Pulle. Flaschenkind aus‘m Pott halt.
      Nosingglas und der ganze Firlefanz ist unangebracht, denn dafür ist der Moment einfach zu echt und zu intensiv.
      Der junge, torfige Kilchoman bahnst sich wärmend seinen Weg, und ich beginne meine Gedanken schweifen zu lassen.
      Ich denke über meine beiden Reisegefährten nach, über die Entwicklungen der letzten Jahre in meiner Firma, über die Unwegsamkeiten auf unserer Reise, über Freunde und einen Freund (liest mit) insbesondere nach. Ich denke über die Probleme, Sorgen und Freuden der Menschen nach die mich in meinem Leben umgeben. Ich denke über mich, meine Probleme und nicht zuletzt meine Frau nach...sah es doch vor etwas über einem Jahr noch so aus, als wäre unsere Ehe gescheitert. Es grenzt fast an ein Wunder, dass wir trotzdem noch die Kurve bekommen habe, und heute glücklicher miteinander sind, als wir es jemals vorher waren.
      Ein weiterer Schluck Kilchoman, und zusammen mit der Wärme des Whiskys breitet sich in mir ein tiefes, ruhiges Gefühl der Zufriedenheit aus. Ich hatte eh in den letzten Jahren festgestellt, dass ich gelassener geworden bin, aber es bedarf wohl immer solcher Momente, um das auch zu spüren, sich selbst zu reflektieren und mal wieder mit sich selbst wirklich in‘s Reine zu kommen.
      Ich kann gar nicht sagen wie lange ich da gesessen habe, aber es waren wohl gut 6-7 cl. Wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen ‚ne Stunde oder so.
      Aus meinen Gedanjen gerissen werde ich dann von sich nähernden Stimmen. Einige Touristen nähern sich, gefolgt von Bene, ich bedanke mich bei diesem Ort dafür das er meinen Gedanken gelauscht hat, und stehe mit einem Gefühl der Zufriedenheit auf.

      Der Rest des Tages ist nicht wirklich wichtig, und nach einem erneut sehr guten Abendessen, und ein paar Drams, schlafe ich wie ein Stein.
      Das ist auch gut so, denn morgen geht es mit der Fähre nach Oban, und von dort mit dem Zug auf nach Edinburgh....oder eben nicht.


      (to be continued)
      Alba gu bràth
    • und schon wieder ein cliffhanger....das ist jetzt aber nicht schön....

      allmählihc könnte man sogar ein buch mit den ganzen reiseberichten füllen....
      so long und Gruß

      Patrick


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      forgive your enemies, but never forget their names (J.F.K.)
      .
      Der Teufel flüstert
      " Diesen Sturm wirst du nicht überleben"
      Der Krieger antwortet
      "ICH BIN DER STURM"

      .
      "Hüte dich vor einem Stier von vorn, vor einem Esel von hinten und vor einer dummen Frau von überall!“
    • Crystal Meth Deathstar Zombies Spin Off






      Langsam und widerwillig öffne ich meine Augen, und versuche mir den Schlaf aus den Augen zu reiben. Warum bin ich überhaupt aufgewacht? War da nicht ein lautes Geräusch gewesen ? Ah, vermutlich bin ich nur wieder von meinem eigenen Schnarchen wach geworden.
      Tut mir ja für Scheppy und Andy etwas leid, dass ich so laut schnarche...aber was soll‘s, shit happens.
      Ein lauter Knall durchschneidet irgendwo draußen die nächtliche Stille, und ich zucke zusammen. War das ein Schuss ? Wohl kaum...außerdem weiß ich ja auch gar nicht wie ein echter Schuss klingen würde....
      Vermutlich eben nicht wie in den ganzen Action Blockbustern aus Hollywood...oder doch ?
      Irgendwas ist hier nicht wie...ja wie, wie.... Keine Ahnung ! Irgendwas stimmt hier einfach nicht - Punkt.
      Ich glaube ich wecke doch besser Scheppy und Andy, falls die nicht eh schon durch den Knall oder mein Schnarchen wach geworden sind.
      „Andy ? Scheppy ? Seid ihr wach ?“
      Tse, der Knall hätte Tote aufgeweckt, und die beiden pennen einfach weiter. Die zwei sollten mal weniger von diesem grässlichen, torfigen Whisky trinken.
      Erstmal Licht im Zimmer anmachen.....
      „HOLY SHIT ! Wie sieht’s denn hier aus ?“
      Wollen die beiden mich verarschen ? Die beiden Betten sind leer, aber definitiv benutzt. Alles im Zimmer ist komplett durchwühlt, der Inhalt der Gepäcktaschen überall im Zimmer verstreut. Was geht hier vor, und wo zum Teufel stecken Andy und Scheppy ? Wenn das hier so ‘ne “Verarsche-Nummer“ werden soll, um mir einen Schreck einzujagen, haue ich beiden eins in die Fresse. Da können die beiden Gift drauf nehmen.
      Was liegt denn da auf dem Fußboden ? Ein Handy ? Hmmm, sieht aus wie das Handy von Scheppy, aber das Handy ist aus. Na ja, genauer gesagt wohl kaputt. Das ganze Display ist zersplittert und das Ding sieht insgesamt so aus als hätte hier jemand einen Tobsuchtsanfall bekommen, und das Handy kurz und klein gekloppt.
      Das macht doch hier alles keinen Sinn. Ich hätte doch mitbekommen, wenn die beide hier das Zimmer verwüstet hätten....und die schrotten ja wohl auch kaum ihre teuren Handys, nur um mir einen Streich zu spielen....F.uck, f.uck, f.uck....das gefällt mir hier alles gar nicht.
      Ich ziehe mir erstmal schnell etwas über. Hose, Shirt, Schuhe, Jacke...Handy nicht vergessen. Vielleicht haben ja Andy und Scheppy angerufen oder so.....geil, kein Netz.
      Komm Bene, reiß dich zusammen. Das ist doch total albern von dir, sich jetzt bekloppt zu machen. Durchatmen.....
      Du nimmst jetzt dein Handy mit, und suchst die beiden anderen. Vermutlich gibt es eine ganz einfache Erklärung für das alles.


      So, ich gehe jetzt mal auf den Flur, und wenn die beiden Spaßvögel da nicht auf mich lauern, gehe ich runter zur Rezeption des Ballygrant Inn. Vermutlich mache ich mir hier grade vollkommen unnötig in die Hose.
      Hui, auf dem dunklen Flur sieht man ja mal gar nix. Noch nicht einmal die Lichter an den Notausgangschildern sind an.
      Wo ist denn der verkackte Lichtschalter ? Ah, da ist er ja. Na toll, kein Licht. Jetzt fühle ich mich gleich viel wohler....
      Gut das diese neumodischen Handys eine Taschenlampenfunktion haben. Taschenlampe an - schon besser. Soweit zumindest alles ruhig. Ich gehe mal den Gang in Richtung Treppe. Ich werde ja nicht der einzige im Hotel sein, der von dem Knall draußen wach geworden ist, und sich jetzt wundert warum im Flur kein Licht ist.
      Was liegt denn hier auf dem Boden rum ? Das war als wir vorhin aus der Bar hochgegangen sind definitiv noch nicht hier. Fühlt sich komisch an...etwa wie Erde. Ja, es riecht hier auch nach Erde, und nach diesem Torfzeugs. Glückwunsch Bene, Torf in deinem Schnaps, Torf auf dem Flur deines Hotels, deine beiden Kollegen sind irgendwie weg. Das ist doch total krank.


      Da vorne ist Zimmer Nr 4, da war doch diese Truppe, die ein Fotoshooting für irgendein Modelabel hier auf der Insel machen wollten...
      Da klopfe ich jetzt einfach an. Auch wenn die dann die Tür öffnen und mich für bekloppt halten...ist mir jetzt egal. Ich muss einfach jetzt mit jemanden reden.
      <klopf klopf>
      „Hello ? Can you open the Door please ?“
      Komm schon, mach die Tür auf.
      <klopf klopf>
      „Hello ? Anybody there ?“


      Da muss doch jemand im Zimmer sein. Ich gehe da jetzt einfach rein.....abgeschlossen ? Na super.
      Hab ich da was gehört ? Hinter der Tür ? Ich lege mal vorsichtig mein Ohr an die Tür. Vielleicht haben die einfach auch so Schiss wie ich, und machen deswegen nicht auf....
      Hmmm, irgendwie höre ich da drinnen nichts. Ich bin ganz still und Presse mein Ohr noch fester gegen die Tür....nichts....BÄMM !
      Erschrocken taumle ich zurück und pralle gegen die Wand im Flur. Mein Herz rast, Schweiß bildet sich auf meiner Stirn, und ich kann fühlen wie mein Körper Unmengen Adrenalin ausschüttet. Ich stehe kurz vor einer Panikattacke.
      Ganz ruhig Bene.....ruuuuhig. Das war nur wieder dieser laute Knall von draußen. Was ist das ? Doch ein Gewehr ? Aber wer sollte mitten in der Nacht draußen herum ballern ?
      Ruhig Bene, ruuuuhig.


      Das wird mir hier alles zu bunt. Ich gehe jetzt auf der Stelle zur Rezeption, und kläre was hier los ist. Das muss doch hier eine Verarsche sein denke ich und rufe :
      „Ja, wir haben jetzt alle über Bene gelacht....ha, ha, ha. Jetzt ist aber auch gut. Kommt raus ihr blöden Penner“
      Es ist still, absolut still.


      Ich gehe vorsichtig den Flur entlang, leuchte mit der Lampe des Handys in jede Ecke. Was ist das plötzlich für ein Gestank ? Es riecht irgendwie nach einem Mix aus frisch gegrilltem Fleisch und verbrannten Haaren....abartig. So hier geht jetzt rechts die Treppe hinunter. Durch den Türspalt am Fuß der Treppe kommt ein schwacher Lichtschein. Gott sei dank...da unten scheint das Licht zu funktionieren, und bestimmt sind alle unten an der Rezeption.
      Vorsichtig gehe ich die Treppe hinunter, die alten Holzstufen knarzen bei jedem Schritt, und je näher ich mich der Tür am unteren Ende der Treppe nähere, um so abartiger wird der verbrannte Geruch. Jetzt wo ich fast direkt vor der Tür stehe, bemerke ich, dass das Licht im Raum hinter der Tür offensichtlich flackert.....seltsam.
      Ich packe den Türknauf, und drehe ihn behutsam nach Rechts. Vorsichtig und fast schon in Zeitlupe öffne ich die Tür.....
      Alba gu bràth

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Nimrod77 ()

    • So, unsere Reise (und damit auch meine Berichte) nähern sich dem Ende.

      Wir haben Mittwoch, wir sind nach wie vor im Ballygrant Inn auf Islay, und heute Abend wollen wir in Edinburgh sein.
      Dafür gibt es nur eine gangbare Option. Die erste Fähre von Port Askaig nach Oban, und vom dortigen Bahnhof mit dem Zug nach Edinburgh. Entsprechende Tickets für den Zug um 15:20 Uhr hatte ich im Vorfeld reserviert, da man ohne Reservierung für die Fahrräder eben nicht mit selbigen an Bord gelangt.

      Während wir gemütlich frühstücken, und darüber sinnieren, dass es heute regnen wird, meldet sich mein Handy.
      Oha, die CalMac App....
      Jetzt sagt mir bitte nicht, dass die bekackte Fähre von Port Askaig ausfällt ! Ich öffne die App, lese die Benachrichtigung....puh, die Fähre legt heute planmäßig ab. Geht doch :)
      Bei genauerem lesen stelle ich dann aber fest, dass man kurzfristig den Fährplan geändert hat. Die Fähre fährt heute doch nicht nach “Oban“ sondern nach “Unten“.....genauer gesagt etwa 100 km nach unten....nach Kennacraig. Ich muss kurz lachen, und Berichte dann Bene und Scheppy von den neuen Umständen. Jetzt lacht keiner mehr.....

      Ich bemühe Google, und versuche eine Lösung für das neue Problem zu finden...gar nicht so einfach. Kennacraig ist irgendwo am AdW, wie wir ja bereits erfahren durften, und einen Bahnhof sucht man im Umkreis von weit über 70 km auch vergeblich. Da können wir fast besser mit dem Fahrrad nach Edinburgh fahren, wenn es nicht 220 km von Kennacraig wären - was etwa 3 Tage auf dem Drahtesel entspricht.

      Da wir eh nicht auf Islay bleiben können, packen wir unsere Taschen und begeben uns nach Port Askaig. Rauf auf die Fähre, und diese schippert tatsächlich in südliche Richtung los....Kennacraig, wir kommen.
      Gegen Mittag spuckt uns die Fähre dort aus, wo sie uns 4 Tage zuvor nicht mitnehmen wollte. Humor ist wenn man trotzdem keine Axt nimmt, und am Fährterminal Amok läuft.

      Ich in das Fährbüro...
      “Hallo, ich bin’s wieder. Nett das ihr uns in nur 4 Tagen jetzt zum 2ten mal gefi$#% habt“. Das Mädel am Schalter ist bemüht freundlich, versteht aber meinen Unmut nicht so ganz.
      Ich erläutere ihr, dass in 90 Minuten mein Zug von Oban nach Edinburgh fährt, für den ich im Vorfeld gültige Tickets erworben hatte. Grundtenor der Antwort - man muss immer mit Änderungen im Fährplan rechnen.
      Ja schönen dank auch, und jetzt ?

      „Why don‘t you take the bus to Glasgow that is leaving right next to the Terminal in 15 minutes ?“
      „Is it possible to put bicycles on the bus ?“
      „Oh, sorry. I don‘t think they take bicycles on the busses“
      „...and how will we get to Edinburgh today ?“
      „I am really sorry, but i can‘t help you“

      Damit wendet sie sich dem nächsten Kunden zu, und etwas fassungslos verlasse ich das kleine Gebäude.
      Ich fasse es den Jungs gegenüber mit den Worten “Wir sind am A.rsch“ zusammen.
      Die einzigste Chance die ich sehe....wir müssen den Busfahrer überreden eben doch Fahrräder mitzunehmen...und wenn wir ihn dafür bestechen müssen, oder ich ihm Liebesdienste (im Idealfall nicht von mir) anbieten muss :D

      Knapp 10 Minuten später fährt ein Bus in der Größe eines Reisebusses vor. Schonmal ein gutes Zeichen, denn die Dinger haben große Kofferfächer.
      Bus hält, Fahrer steigt aus, etwa 10 Fahrgäste laden ihr Koffer in das Kofferfach und steigen ein.
      Der Busfahrer schaut uns abschätzig an, sieht unsere Fahrräder, und sagt “Sorry, no bicycles allowed“.
      Ich fühle wie sich meine letzten Hoffnungen grade verflüchtigen....

      Ich erzähle ihm unsere sehr mitreißende Geschichte in Kurzform, und erwähne das wir auch gerne einen Aufpreis bezahlen würden, aber des Busfahrer meint, es sei einfach nicht erlaubt.
      Aus dem Augenwinkel mustere ich Bene und Scheppy, und versuche abzuschätzen auf welchen der beiden der Busfahrer wohl eher stehen würde.... ;)
      Zu diesem, äußersten Mittel muss ich aber nicht greifen, denn meine Überlegungen werden durch den Busfahrer unterbrochen.
      Ok, wir können die Fahrräder in die Kofferablage packen, wenn wir das selber bewerkstelligen, und ihm versichern das er nicht für Schäden an den Fahrrädern haftbar gemacht wird.
      Yes Baby ! Der Tag ist gerettet !
      Innerhalb von 2 Minuten sind die Fahrräder verstaut, und wir sitzen im Bus.

      Glaubt es oder nicht....das war die verdammt nochmal schönste Busfahrt meines Lebens :)

      (to be continued)
      Alba gu bràth

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nimrod77 ()

    • Nimrod77 schrieb:

      Aus dem Augenwinkel mustere ich Bene und Scheppy, und versuche abzuschätzen auf welchen der beiden der Busfahrer wohl eher stehen würde....
      Zu diesem, äußersten Mittel muss ich aber nicht greifen, denn meine Überlegungen werden durch den Busfahrer unterbrochen.
      Schade, dies hätte den feinen Bericht schärfer gemacht :rofl: :rofl:
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge
    • linus schrieb:

      Nimrod77 schrieb:

      Aus dem Augenwinkel mustere ich Bene und Scheppy, und versuche abzuschätzen auf welchen der beiden der Busfahrer wohl eher stehen würde....
      Zu diesem, äußersten Mittel muss ich aber nicht greifen, denn meine Überlegungen werden durch den Busfahrer unterbrochen.
      Schade, dies hätte den feinen Bericht schärfer gemacht :rofl: :rofl:
      Andi schrieb ja schon oben: Wir sind am Arsch. :P
      Ich bin ein Blauer

      Je größer der Dachschaden, um so freier ist der Blick in die Sterne.
    • linus schrieb:

      Nimrod77 schrieb:

      Aus dem Augenwinkel mustere ich Bene und Scheppy, und versuche abzuschätzen auf welchen der beiden der Busfahrer wohl eher stehen würde....
      Zu diesem, äußersten Mittel muss ich aber nicht greifen, denn meine Überlegungen werden durch den Busfahrer unterbrochen.
      Schade, dies hätte den feinen Bericht schärfer gemacht :rofl: :rofl:
      Es gibt ja unterwegs immer eine Pause auf dem Weg nach Glasgow. Dann kann noch viel amoröses passieren. <3
    • :rofl: sehr gut geschrieben. Danke Andreas. :klatschen:
      „Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss. Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll, und dann kann ich auch, wenn ich muss. Denn schließlich: Die können sollen, müssen auch wollen dürfen.“ (unbekannt)
    • Aber, wie ich vorgestern sah, habt ihr (oder besser: hast du) das Festland sicher und pünktlich zur AV erreicht. Es ging also nicht wirklich alles schief... :whistling:

      Und vielen lieben Dank für den Longmorn - das war definitiv die Überraschung des Tages!
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