geplant: Schottland im März mit dem Camper

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    • geplant: Schottland im März mit dem Camper

      Hallo zusammen,

      im März ist es endlich soweit und ich fliege zusammen mit zwei Freunden (die ebenfalls übermäßig Whisky-begeistert sind) nach Schottland.
      Wir haben insgesamt vier Tage Zeit.
      Da niemand von uns dreien vorher im gelobten Land war, sind wir uns unsicher, ob wir bei unserer Planung etwas übersehen, vergessen oder verkehrt machen.
      Wir möchten gerne Whisky mit Landschaft kombinieren.

      Der Plan sieht aktuell so aus:

      Samstag:
      - Ankunft in Edinburgh und Abholung unseres Campers.
      - Fahrt Richtung Doune
      - Übernachtung auf dem Campingplatz ggf. Großeinkauf im Supermarkt

      Sonntag:
      - Besuch Deanston-Shop (ohne Brennereibesichtigung)
      - Fahrt durch den Trossachs Nationalpark -> am Loch Tay vorbei
      - Besuch Aberfeldy-Shop (ohne Brennereibesichtigung)
      - Fahrt Richtung Cairngorms Nationalpark
      - Übernachtung im Cairngorms NP ("wild)

      Montag:
      - Besuch bei Edradour inkl. Brennereibeischtigung
      - Rückfahrt Richtung Edinburgh über St. Andrews an der Küste entlang
      - Übernachtung irgendwo vor Edinburgh

      Dienstag:
      - Rückgabe Camper
      - Rückflug

      Leider ist der Rückflug bereits gegen 8.00h, wodurch wir diesen Tag verschenken. Geht aber leider nicht anders.

      Fehlt uns auf der Strecke irgendetwas?
      Glenturret und Blair Atoll liegen ja nicht weit ab vom Weg. Sollten wir hier gegen irgend eine andere Brennerei tauschen?
      Lohnt sich bei Deanston, Aberfeldy, Blair Athol oder Glenturret die Brennereibesichtigung mehr als bei Edradour?
      Fragen über Fragen...
      Keeper of the Quiche
    • Hallo
      Deanston fand ich als Destille interessant wegen der Stromerzeugung.
      War früher eine Wollmühle mit Turbine zur Stromerzeugung.
      Tour und die Drams waren ok. Fotografieren überall erlaubt.
      Das Cafe ist gut und lecker.
      Das Castle ist auch fußläufig zu erreichen.

      Tullibardine liegt um die Ecke in Blackford.
      Tour naja, man kam fast nicht in den Prduktionsbereich hinein. Fotografieren verboten.
      Drams ok.

      Glenturret, schon länger her, fand ich beschaulich.
      Normale Tour, die Drams eher weniger gut, den Blend und ich meine ich hätte einen 12jährigen zum probieren bekommen.
      Fotografieren verboten.

      Edradour, auch schon länger her, fand ich damals schon komerziell.
      Blair Atholl haben uns damals nur von außen angeschaut.

      Aberfeldy haben wir damals, Rob Roy Way gewandert, erst am Nachmittag erreicht.
      Keine Tour mehr, aber man konnte noch was probieren.

      Slainte Helmut
    • Hi Helmut,
      Danke für die Infos.
      Tullibardine hatte ich noch garnicht auf dem Schirm...
      Schade, wenn Edradour wirklich so kommerziell sein sollte. Die Brennerei hatten wir uns extra ausgeguckt für eine Tour, da wir dachten, dass die noch muckelig klein ist und alles noch „von Hand“ gemacht wird.
      Keeper of the Quiche
    • Hallo,

      kann mich da Helmut im wesentlichen anschließen.

      Deanston war meine allererste Destillerie, welche ich vor vielen Jahren in echt gesehen hatte und war enttäuscht.
      Abgesehen von der alten Technik macht sie nichts her. Seitdem immer lasse ich sie links liegen.

      Edradour nett aber zu touristisch (in der Hauptsaison werden die Touristen im 20 min Takt Busweise angekarrt).
      Böse Zungen behaupten mittlerweile generiert man dort mehr Umsätze mit den Touristen als mit Whisky.

      Glenturret ebenfalls sehr kommerziell, aber interessanter und eindrucksvoller im Vergleich zu Edradour.
      Haben eine eindrucksvolle Multivisionsshow vor der Tour und ein Restaurant.
      Im Shop ist die Whiskyauswahl recht bescheiden.

      Aberfeldy sieht richtig gut aus, wird aber als das "Home of Dewars" auch sehr kommerziell betrieben.

      Blair Atoll sieht auch richtig schön aus. Recht guter sortierter Shop, Fotoverbot und wie bei alle Diaego Destillerien nicht unbedingt Besucherfreundlich.

      Tullibardine, naja davon abgesehen das man dort nicht viel zu sehen bekommt fand ich sie obendrein recht runtergekommen und verdreckt.

      Tja was gibt es für Alternativen!
      Falkirk, die sollte im März in Produktion sein und liegt faktisch auf dem Weg.
      Als Einstieg evtl. optimal, die wird richtig Klasse und so stellt man sich u.U. eine Distillerie in Schottland vor.
      Die Leute sind nett und umgänglich.

      Lindores, ist seit September 2017 in Produktion hier trifft Geschichte (Linderes Abbey) auf Neuzeit (Umnutzung als Destillerie).
      Wenn Zeit ist von Linderes noch einen kleinen Abstecher nach Kingsbarns. Eine schöne Destillerie aber wieder anders als Linderes oder Falkirk.

      Wenn ihr whiskyverrückt seit und auf whiskyverrückte Whiskymacher treffen wollt, dann empfiehlt sich ein Besuch bei Strathearn.
      Das wäre die derzeit kleinste Destillerie in Schottland. Tony (der Chef) ist schon ein Original.

      Ansonsten kann man das verlängerte Wochenende auch gut und gerne in Edinburgh verbringen und nur ein zwei Ausflüge unternehmen.
      Z.B. Glenkinchie, Whisky Experience, SMWS, es gibt ausreichend Whiskyshops und Pubs plus Sehenswürdigkeiten in der Stadt.
      Holyroad Park, Port of Leigh und Crabbie Destillerien sind in Bau.

      Hauptsache ihr habt Spaß
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • Danke Hebrides für deine Eindrücke und Infos.
      Wie geschrieben sind wir alle drei Schottland-Neulinge und dankbar für jeden Hinweis. Falkirk und Strathearn klingen beide sehr gut. Die schauen wir uns mal genauer an.

      @scrat: Da wir alle drei auch kleine bis große Naturfreunde sind, finden wir die Idee im Cairngorms Nationalpark zu übernachten wirklich toll. Da man dort "wild" campen darf, hat das so einen Hauch von Freiheit und Abenteuer.
      Preislich liegt das Auto für die vier Tage bei ca. 400 Pfund. Da ist dann aber der Selbstbehalt schon extra reduziert, die Miles sind all inclusive und zwei Fahrer sind dabei. Auch dabei ist Bettzeug und Handtücher.
      Keeper of the Quiche
    • Moin,

      ich finde, dass die Tour bei Edradour hier zu schlecht weg kommt. Ja die Brennerei ist schon recht touristisch, aber sehr schön gelegen und die Tour ansich fand ich schon recht gut. Evt. haben wir (ca. 3-4 Jahre her) aber auch nur Glück gehabt; es ist extrem viel abhängig vom Tour Guide! Da habe ich schon wesentlich touristischere und vor allem schlechtere Touren gehabt.

      Gruß Frank
      "vorwärts nach weit" / "COYA" - C. A. R. D.


      q.e.d.
    • trickykid schrieb:

      ich finde, dass die Tour bei Edradour hier zu schlecht weg kommt.
      … Nicht wirklich. Sicher ist Edradour eine kleine gut gepflegte Farmdestillerie, keine Frage. Und nach 17 Uhr bei gutem Wetter ein absolutes Fotohighlight.

      Nur nimm die 100.000 Destilleriebesucher von Edradour und ziehe den Vergleich zu den 90.000 Besuchern im Jahr bei Glenfiddich, bei Glenfiddich verlaufen sich diese bei Edradour stauen sie sich. Also muss touristisch optimiert und gnadenlos durchgetacktet werden. Also Brechstange raus und Laufwege optimieren und exakte Rundenzeiten für die Tourguides definieren. Und glaube mir alle sind innerhalb ihrer Rundenzeit.
      Letztendlich 100.000 Besucher im Jahr können da nicht irren. Aber es ist immer die Frage was man persönlich möchte.
      Und sicher steht und fällt eine Destillerieführung immer mit dem Guide und was man am Ende ins Glas bekommt.
      Und ja im Januar und auch März ist nicht wirklich Hochsaison, vielleicht hat man Glück und es nix los.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.
    • trickykid schrieb:

      ok, dann habe ich halt Glück gehabt...
      Man kann auch mal Glück haben, zu Tagen des Bettenwechsels z. Bsp. …
      Ich hatte meinem Glück nachgeholfen und vor einigen Jahren (Ende April) einen 17 Uhr Termin vereinbart.

      Die Zahl der Destilleriebesucher ist am steigen und vermutlich werden es 2018 nicht weniger.
      Übern Daumen gibt es knapp 40 Destillerien in Schottland welche Besucher empfangen.

      2014: 1,5 Mio. Destilleriebesucher mit ca. 50 Mio £ Umsatz in den Destillerien
      2015: 1,6 Mio. Destilleriebesucher mit ca. 55 Mio £ Umsatz in den Destillerien
      2016: 1,7 Mio. Destilleriebesucher mit ca. 60 Mio £ Umsatz in den Destillerien
      2017: haben einige Destillerien schon neue Besucherrekorde vermeldet

      Das ist sowohl Geschäft wie auch Herausforderung für die Destillerien.
      Edradour und einige andere liegen halt sehr zentral und sichern sich ein großes Stück vom Kuchen des Massentourismus.
      Andere Regionen wie Campbeltown oder Orkneys sind halt weiter weg von Trubel, dort laufen viele Dinge noch entspannter ab.
      Oder halt die Neuen, die noch nicht so sehr im Fokus stehen.
      „Es gibt drei Arten Menschen: die Lebenden, die Toten und jene, die über das Meer fahren.“


      Platon
      427-347 v. Chr.