Reaktionen auf den Abmahnthread

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Nun habe ich mir ne halbe Stunde die links durchgelesen.
      Und der Erfolg ist, dass mir der Nacken weh tut vor lauter Kopfschüttel.


      Wo leben wir eigentlich?

      Ich Gott sei Dank nicht in Hamburg( eigentlich schöne Stadt)

      Ein jeder Forum-User, egal welches

      sollte vor dieser "Essenzubereitens-Seite" in der virtuellen Welt der Gedankenverbreitund...Warnen diese nie zu betreten und mit Nichtachtung belegen
      1900
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Trolle gibt es leider immer noch, auch wenn ich in natura noch keinen sah" (unbekannt)
      FT Theater:
      El Tren´s Theater: Bar & Lounge

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von linus ()

    • Ja, ja, so ist das halt in der Bananenrepublik Deutschland, jeder Schmock meint sich ein paar kröten nebenher verdienen zu können.
      Und die Herren Juristen sind natürlich gerne dabei, die Armen müßen ja auch leben, gelle!!!
      In diesem Land läuft schon einiges saumäßig falsch, wenn solche Vorgänge möglich sind!
      Gruß
      Ozzy ?( ?( ?(
      Jeder schließt von sich auf andere und berücksichtigt dabei nicht, daß es auch anständige Menschen gibt.
      (Heinrich Zille)
    • Original von linus
      Ich Gott sei Dank nicht in Hamburg( eigentlich schöne Stadt)


      Das hilft dir leider nichts ... in Internet-Angelegenheit kann man - egal wo Kläger und Beklagter wohnen - fast jeden Gerichtsstand konstruieren. Und das Landgericht Hamburg zeichnet sich durch eine ... ähemm ... auch für juristische Experten nicht immer gut nachvollziehbare Rechtsprechung aus.

      Ich werde dann wohl mal mein Avatar besser austauschen ...
    • Original von Ozzy
      Ja, ja, so ist das halt in der Bananenrepublik Deutschland, jeder Schmock meint sich ein paar kröten nebenher verdienen zu können.
      Und die Herren Juristen sind natürlich gerne dabei, die Armen müßen ja auch leben, gelle!!!
      In diesem Land läuft schon einiges saumäßig falsch, wenn solche Vorgänge möglich sind!
      Gruß
      Ozzy ?( ?( ?(


      Bananenrepublik unterschreibe ich sofort, gibt ja auch genug Beispiele, aber im Ernst:

      Hier liegt wieder einmal der typische Fall von "Inselgerichtsbarkeit" vor. Schutz von Urheberrechten muß immer und zu jederzeit gewährleistet sein. Dies vorweg.
      Dennoch ist es in unserer Republik möglich sich ein ihm wohlgesonnenes Gericht zu suchen, um dort das ersehnte Urteil zu erhalten.
      Dies geschieht, obwohl es auf anderer Ebene bereits eindeutige höchstrichterliche Urteile zu diesem Thema gibt.
      Dies halte ich für höchstbedenklich und sorgt selbstverständlich für eine ungeheure Rechtsunsicherheit.

      Ich gehe nämlich nicht davon aus, das in diesem, oder in anderen Foren hauptsächlich Volljuristen ihre Kommentare zum Besten geben.

      Wo kommen wir hin, wenn in jedem Forum unter dem Impessum stehen würde:

      Diese Forum wird unter unterstützt und überwacht durch die Rechtsanwaltskanzleien ......... in den folgenden Bundesländern.

      Muß jetzt schluss machen, kriege langsam einen dcken Hals


      fàilte
      Heinrich

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mac von Allan ()

    • Da ich bei foros.de / bundesligaforen.de auch recht ... involviert bin, hier vielleicht in der Sache ein interessanter Thread auf der Seite bundesligaforen.de

      In der Sache wurde vom Betreiber der o.g. Seite auch sogar schon ein TV-Beitrag für das Magazin "zapp" gemacht, der leider momenten verschoben wurde. (Infos)
    • Habe gerade unten angehängten Bericht über Abzocke mit Urheberrecht auf Fotos im Netz bei Plusminus gesehen. Bei solchen Typen kommt mir ganz schön das Kotzen. :flop: :flop: :kotzen: :kotzen:

      Hier mal der Originalbericht von der Plusminusseite: (daserste.de/plusminus/)

      Daran, dass Anja und Jens R. vor drei Monaten Post vom Anwalt ins Haus flatterte, sind ihre Wellensittiche schuld. Dabei wollten Anja und Jens nur anderen Sittichliebhabern einige Tipps geben. Sie erstellten auf ihrer privaten Seite im Internet eine Ernährungstabelle und fügten einige Fotos von Lebensmitteln hinzu. Die Fotos hatten sie über Google im Netz gefunden. Und dann kam eine saftige Rechnung. Rund 8.600 Euro verlangt der Fotograf für die Rechte an seinen Fotos - inklusive Anwaltsgebühren für die Abmahnung.

      Jens R. versteht die Welt nicht mehr: „Ich dachte, mich haut es um. Wegen einer Zwiebel, einer Gurke und einer Möhre, die da im Internet... Dabei waren das auch noch kleine Minibildchen mit ganz geringer Auflösung, die man kaum mit dem bloßen Auge erkennen konnte. Ich kann mir kaum vorstellen, dass da jemand soviel Geld dafür haben will.“
      Ein Internet-Kochbuch mit Tücken?
      Die Fotos stammen von Folkert Knieper. Zusammen mit seiner Frau Marion hat er ein Internet-Kochbuch erstellt und mit den Fotos illustriert.

      Neben Jens und Anja R., so schätzt man, wurden bisher schon Hunderte von anderen Internet-Nutzern abgemahnt. Vor dem Hamburger Landgericht klagt Knieper gegen den Betreiber eines Internet-Forums, dem ein Teilnehmer Fotos von Knieper ins Forum gestellt hatte – von Brötchen und Brezeln.

      Carsten G. wurde zunächst abgemahnt, hat aber nicht bezahlt. Nun sitzt er vor Gericht: „Wir sind gestern vier Stunden angereist. Nach Hamburg. Wegen eines Brötchenfotos, eines Brezelfotos. Insgesamt waren es, glaube ich, vier oder fünf. Und für ein Bild, das ich nicht hochgeladen habe, für das ich jetzt aber verantwortlich gemacht werden soll.“

      Fotograf Knieper sieht sich im Recht: „Das sagt doch schon das Gesetz aus. Wenn Sie ein Bild nicht selbst fotografiert haben, dass müssen sie den Urheber fragen. Dafür gibt es ein Urheberrecht.“ Und das ist eindeutig auf der Seite des Fotografen.
      Eine Sache mit System?
      Vor Gericht haben die Betroffenen kaum eine Chance. Die meisten Richter schauen nämlich nicht danach, wie ein möglicher Irrtum zustande kam. Der Mönchengladbacher Anwalt Sascha Kremer vertritt allein fast 30 Abgemahnte. Er glaubt, dass seine Mandanten gezielt in eine Urheberrechts-Falle gelockt wurden.

      Sascha Kremer sieht das Geschäft von Knieper so: „Was er macht, ist Fotos zu gestalten, ins Internet zu stellen und alles dafür zu tun, dass diese Fotos verbreitet werden. Als Angler würde man sagen: Er legt Köder aus für die Internetnutzer und sammelt nachher die Fische ein, indem er ihnen Abmahnungen zuschickt.“
      Ein teuerer Irrtum?
      Anja R. erkannte auf den ersten Blick nicht, dass die Bilder, die Google in „Marions Kochbuch“ fand, nicht benutzt werden dürfen. Kein Urheberschutzhinweis auf den Fotos. Auf der ersten Kochbuchseite, noch bevor über die Urheberrechte aufgeklärt wird, fand sie hingegen den Satz: „(...) kostenlos Rezepte mit Foto (...)“. Für Anja R. war damit die Sache klar: „Da ich (…) noch nicht erlebt habe, dass man fürs Anschauen von Bildern und Rezepten zahlen muss, versteh ich das ja als Laie so, dass diese Bilder und Rezepte frei sind.“
      Google macht es möglich
      Bei der Google Bildsuche kommt man an Kniepers Fotos kaum noch vorbei. [plusminus versucht es mit „Paprika“. Platz drei und vier in der Google-Trefferliste. Bei „Tomaten“ gibt es sogar einen Volltreffer: Platz 1. Über eine Millionen Mitbewerber hat das Foto hinter sich gelassen.

      Wie es kommt, dass die Bilder aus Marions Kochbuch so weit vorne stehen, erklärt der Web-Designer Timo Strohm: „Ich würde es mit dem Doping beim Sport vergleichen. Wir haben hier ein vergleichsweise kleines Kochbuch, dass alle Großen im Rennen um die ersten Plätze überholt. Da liegt es sehr nahe, dass Tricks und Manipulationen im Spiel sind.“
      Trick Nr. 1
      Das Kochbuch enthält im Anhang eine Art Lexikon. Lexika wertet Google besonders hoch. Darin aufgeführt sind Zutaten in alphabetischer Reihenfolge – seitenweise. Bei Marions Kochbuch erfährt man z.B. über Lauch, er sei reich an Eisen. Das ist Quatsch, führt aber dennoch zum Erfolg, wie Timo Strohm weiß: „Das Programm kann nicht feststellen, ob man es hier mit echter Wissenschaft zu tun hat oder mit Seiten, die nur so aussehen sollen, als wäre hier ein wissenschaftliches Fachlexikon.“
      Trick Nr. 2
      An den Zutatenbeschreibungen, die Marion alle selbst geschrieben haben will, die aber anderen Lexika verblüffend ähneln, hängen seitenweise einfach nur Links. Allein bei Salz: 90 Seiten voll mit Verweisen auf Rezepte, die man mit Salz kochen kann. So was sucht natürlich keiner. Doch Tausende solcher Verknüpfungen, die bei Google ausdrücklich unerwünscht sind, lassen Marions Kochbuch für die Suchmaschine immer wichtiger erscheinen.

      Timo Strohm sieht darin nur einen Zweck: „Es geht nicht um Rezepte. Es geht darum, Seiten, die Bilder enthalten, bei Google höher zu stufen.“ So hoch, dass zum Beispiel die Zwiebeln aus Marions Kochbuch bei Goolge in Russland auf den ersten beiden Plätzen landen.
      Es gibt kein Pardon!
      Weltweit verbreitet und dann kopiert, kommen die Bilder irgendwann wieder nach Deutschland zurück. Im Bundesligaforum von Jürgen B. begrüßte ein Teilnehmer die anderen mit einem Eisteefoto von Knieper, das aus Spanien kam. B. bekam die Abmahnung vom Fotografen – knapp 700 Euro sollte er zahlen.

      Jürgen B. erinnert sich: „Nachdem ich die Abmahnung bekommen habe, habe ich das Bild umgehend aus dem Forum gelöscht und mich an die Gegenseite, den Herrn Knieper, gewandt und ihn gebeten, das als erledigt zu betrachten. Ich habe auch gar nicht gewusst, dass das Bild drin stand. Er habe dann noch versucht mit Knieper zu telefonieren, habe ihn auch ans Telefon bekommen. Doch der hätte ihm nur empfohlen, „doch umgehend zu zahlen“, sagt Jürgen B.
      Das jedoch hat Jürgen B. nicht eingesehen, ging vor Gericht – und verlor. Und so kostet ihn der Eistee jetzt rund 3.000 Euro.
      Fazit
      Kniepers weltweite Bilderverteilung bringen ihm und seinen Anwälten reichlich Geld. Hunderttausende, so schätzt man, fordert der Fotograf. Zu stoppen ist das nur durch Google und Richter, die Urheberrechtsverletzungen auch danach beurteilen, wie sie zustande gekommen sind. Anja und Jens R. haben sich bisher geweigert zu zahlen, aber auch Konsequenzen gezogen: Sie lassen die Finger von Fotos im Internet – und machen sie im Zweifel lieber selbst.
      Slainte
      Jürgen

      "Everything dies baby that's a fact, but maybe everything that dies someday comes back"
      Bruce Springsteen
    • Die Art und Weise wie Herr Knieper hier vorgeht ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und moralisch sicherlich fragwürdig.

      Das Urheberrecht, auch in seiner Novelierung vom 01.01.2008 gibt ihm jedoch Recht!

      Google ist im Sinne des Gesetzgebers als Datenbank anzusehen und die Verwertung bedarf daher der Zustimmung des Urhebers oder Datenbankherstellers!

      Für mein Avatar habe ich mir auch die Genehmigung des Urhebers eingeholt - besser ist das!


      fàilte
      Heinrich
    • Original von Mac von Allan
      Die Art und Weise wie Herr Knieper hier vorgeht ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und moralisch sicherlich fragwürdig.

      Das Urheberrecht, auch in seiner Novelierung vom 01.01.2008 gibt ihm jedoch Recht!


      Wenn ich mich richtig erinnere, sehen Gerichte außerhalb Hamburgs das allerdings etwas anders. Deshalb finden die Klagen ja grundsätzlich in HH statt (Geklagt werden kann in dem Fall überall da, wo die Seiten abgerufen werden können).